Rebic und Haller zu stark für Hannover
Pleite in Frankfurt: Hannover 96 in der Krise – “Nicht gut genug für Bundesliga”
Frankfurts Ante Rebic (25) steht nach seiner Fußverletzung bei der WM im Sommer erstmals in der Startelf, macht beim 4:1 gegen 96 ein ganz starkes Spiel. Mit seiner robusten und intensiven Spielweise erzielt er das 2:0 selbst, bereitet das 3:0 vor.

Die 96-Defensive gegen den wuchtigen Rebic komplett überfordert. Felipe (erstmals seit März in der Startelf), Kapitän Anton und Sorg verlieren fast jeden wichtigen Zweikampf gegen den Stürmer.

Der Franzose ist jetzt an acht der zehn Frankfurter Saison-Treffer beteiligt (3 Tore, 5 Assists) und so gemeinsam mit Marco Reus (BVB) der Top-Scorer der Bundesliga.

Zum Abschluss der englischen Woche gab es die dritte Niederlage, die auf Strecke dann die vierte in Folge ist. Ja, das Auftaktprogramm war hart mit vier Auswärtsspielen und Gegnern wie Dortmund, Leipzig, Bremen oder Hoffenheim. Aber vor allem die englische Woche brachte jetzt jedoch Ernüchterung.

Die beiden Stürmer sind nur einmal zu bremsen: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte gehen versehentlich die Rasensprenger an – danach ist Pause.

Hannover 96 ist in der Tabelle ganz unten angekommen. Das 1:4 in Frankfurt war eine Offenbarung – die englische Woche brachte Ernüchterung. Wenn sich die Mannschaft nicht steigert, könnte die rote Laterne noch länger in Hannover bleiben.

Zwei Jahre lang hat Eintracht es geschafft, nie in die Nähe des Abstiegskampfs zu geraten. Gegen Hannover muss ein Heimsieg her!

Als einziges Team der Liga ist der Deutsche Meister von 1938 und 1954 noch ohne Saisonsieg. 96 bleibt Tabellenletzter – nach der Leistung vom Sonntag nicht unverdient.

Karlsruhe-Neuzugang Florent Muslija (20) macht nach seiner Einwechslung in seinem ersten Bundesliga-Spiel das 1:3 (86.).

Torjäger Alfred Finnbogason feierte bei seinem ersten Saisoneinsatz nach seiner Achillessehnenentzündung ein Traum-Comeback. Der Isländer traf in der 34. Minute mit der Hacke zum zwischenzeitlichen 2:0 für den FCA, erzielte das dritte Augsburger Tor per Foulelfmeter (68.) und schoss kurz vor Schluss auch noch das 4:1 (83.). In der vergangenen Saison hatte Finnbogason beim 3:3 gegen Freiburg ebenfalls dreimal getroffen.

Doppelt bitter: Stürmer Niclas Füllkrug (25) bleibt zur Pause in der Kabine, war vorher mit dem rechten Fuß umgeknickt. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

36. Minute: Hannover kriegt den Ball nicht weg, Haller setzt sich gegen Anton durch und legt in die Mitte wo Bebou Ndicka aus den Augen verliert – der junge Abwehrmann trifft mit links ins Tor.

45. + 1 Minute: Hannover verteidigt wie eine Schülermannschaft. Anton und Felipe desolat gegen Haller, Sorg wird von Rebic wie ein Jugendspieler abgeräumt. Der Vize-Weltmeister ist frei durch und macht das 2:0.

59. Minute: Rebic führt Hannover vor. Setzt sich gegen Sorg und Anton durch, legt dann quer auf de Guzman – 3:0.

Gegen die Eintracht ließ Hannover vor 46.300 Zuschauern alle Tugenden vermissen und ging nach den Treffern von Evan Obite Ndicka in der 36. Minute, Ante Rebic (45.+1), Jonathan de Guzmán (59.) und Luka Jovic (89.) unter. Das Tor von Florent Muslija (86.) war nur Ergebniskosmetik. Das ist eine beschissene Situation. Wir brauchen jetzt einen Befreiungsschlag, sagte Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler.

André Breitenreiter: Hannovers Trainer erwischte mit seinem Team einen krassen Fehlstart in die neue Bundesliga-Saison. (Quelle: Schüler/imago)

Platz 18, erst zwei Punkte: Die Krise bei Hannover 96 verschärft sich nach der Niederlage gegen Eintracht Frankfurt. Trainer Breitenreiter findet deutliche Worte.

0 Anzeige Nach der vierten Bundesliga-Niederlage in Serie fällte Hannovers Trainer André Breitenreiter ein vernichtendes Urteil. Es gibt nichts schön zu reden: Das war nicht gut genug für die Bundesliga, sagte er über den desolaten Auftritt des Tabellenletzten beim 1:4 (0:2) gegen Eintracht Frankfurt. Eine harte, aber durchaus zutreffende Diagnose.

Nach der vierten Bundesliga-Niederlage in Serie fällte André Breitenreiter ein vernichtendes Urteil. “Es gibt nichts schön zu reden: Das war nicht gut genug für die Bundesliga”, sagte der Trainer von Hannover 96 über den desolaten Auftritt des Tabellenletzten beim 1:4 (0:2) gegen Eintracht Frankfurt.

Mit nur zwei Punkten befinden sich die Niedersachsen schon frühzeitig in dieser Saison im Abstiegskampf, den sie in ihrer momentanen Verfassung kaum bestehen können. “Wir haben eine Phase, in der wir zu viele individuelle Fehler machen und zu leichte Gegentore bekommen. Wenn wir das nicht abstellen, wird es schwer”, stellte Breitenreiter fest.

Gegen die Eintracht ließ Hannover vor 46.300 Zuschauern alle Tugenden vermissen und ging nach den Treffern von Evan Obite Ndicka in der 36. Minute, Ante Rebic (45.+1), Jonathan de Guzmán (59.) und Luka Jovic (89.) unter. Das Tor von Florent Muslija (86.) war nur Ergebniskosmetik. “Das ist eine beschissene Situation. Wir brauchen jetzt einen Befreiungsschlag”, sagte Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler.

Den landete der DFB-Pokalsieger aus Frankfurt mit dem ersten Saison-Heimsieg. Nach der gelungenen Generalprobe für das Europa-League-Spiel gegen Lazio Rom am kommenden Donnerstag schoben sich die Hessen mit sieben Punkten ins Mittelfeld der Tabelle vor. “Ich freue mich unheimlich”, sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter. “Es hat mir sehr gut gefallen, wie die Mannschaft für diesen Sieg gekämpft hat.”

Überragender Mann war Kroatiens Vize-Weltmeister Rebic. Bei seinem Startelfdebüt war der 25-Jährige an fast jeder gefährlichen Offensivaktion der Hausherren beteiligt und von Hannovers Abwehr nie in den Griff zu bekommen. “Ante ist ein unglaublich toller Spieler. Er hat uns sehr gut getan”, lobte Hütter den Auftritt des bulligen Angreifers.

Rebic sorgte für gefährliche Aktionen, die bei Hannover 96 komplett fehlten – zum Ärger von Trainer Breitenreiter. Er sagte: “Jeder weiß, dass er ein Top-Stürmer ist. Aber wir haben es ihm auch zu einfach gemacht.” Zudem ergänzte er mit Blick auf die aggressiven Frankfurter: “Diese Körpersprache hätte ich mir von meinen Spielern auch gewünscht.

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