Hanau und Fulda sagen Steingärten den Kampf an - HIT RADIO FFH
Städte in Hessen wollen Ausbreitung von Steingärten eindämmen | Kassel
Zu leblos und schlecht für das Klima: Einige Städte in Hessen wollen der Ausbreitung der umstrittenen Stein- und Schottergärten entgegenwirken. In Hanau seien beispielsweise Bebauungspläne entsprechend angepasst und darin Steingärtenverboten worden, sagte der Sprecher der Stadt, Joachim Haas-Feldmann. Auch in Neubaugebieten in Fulda enthalten einige Bebauungspläne bereits eine Klausel, die bestimmte Grünflächen vorschreibe und Schotterflächen verbiete, berichtete der Sprecher der Stadt, Johannes Heller.

In Schotter- und Steingärten werden Wiesen, Rasen und Beete durch Schotter und Kies ersetzt und der Boden oft mit Folien versiegelt. Wiesbaden und Kassel planen derzeit eine Anpassung der kommunalen Grünsatzungen, um diese Art der Vorgartengestaltung einzudämmen, teilten die Sprecher der Städte mit. Ämterübergreifende Arbeitsgruppe prüfen derzeit, inwiefern man die Satzung anpassen und ökologisch wertlose Schottergärten verhindern könne. 

Laut Naturschutzbund Deutschland (Nabu) sind die monotonen Steinwüsten besonders schlecht für die ökologische Vielfalt und das Klima in den Städten. "Steingärten bieten nicht nur keinen Lebensraum für Bienen und Insekten, sie wirken sich durch die aufgeheizten Steine im Sommer auch noch negativ auf das Stadtklima aus", sagte Naturschutzreferentin vom Nabu, Ann-Sybil Kuckuk. 

Der Naturschutzbund Nabu hatte kürzlich die Städte und Gemeinden aufgefordert, mehr gegen Schottergärten zu tun. "Solche Gärten bieten nicht nur keinen Lebensraum für Bienen und Insekten, sie wirken sich durch die aufgeheizten Steine im Sommer auch noch negativ auf das Stadtklima aus", sagte die Naturschutzreferentin des Nabu Rheinland-Pfalz, Ann-Sybil Kuckuk. Sie zu verbieten sei rechtlich jedoch schwierig. Mit der Anpassung örtlicher Grünsatzungen und Bebauungsplänen, könnten Gartenflächen jedoch so definieren werden, dass Schotterflächen nicht dazu gezählt werden können.

Rheinland-Pfalz & Saarland:Städte wollen Steingärten verhindern

Steingärten: Einfach zu pflegen, aber schlecht für das Klima. In Hessen wollen einige Städte gegen derartige Gärten vorgehen. Bild: dpa

In Bad Neuenahr-Ahrweiler und in Neustadt an der Weinstraße gibt es in Bebauungsplänen für Neubaugebiete bereits Klauseln, die Steingärten verhindern sollen. "In Neubaugebieten ist die freie Fläche zu bepflanzen und gärtnerisch zu unterhalten", sagte der Sprecher der Stadt Bad Neuenahr, Dominik Schmitz.

Steingärten sind schlecht für die Umwelt. In Hessen könnte es deshalb bald strengere Vorschriften zur Gartengestaltung geben. Kassel und Wiesbaden arbeiten bereits an offiziellen Richtlinien.

Zu leblos und schlecht für das Klima: Einige Städte in Hessen wollen der Ausbreitung der umstrittenen Stein- und Schottergärten entgegenwirken. In Hanau seien beispielsweise Bebauungspläne entsprechend angepasst und darin Steingärten verboten worden, sagte der Sprecher der Stadt, Joachim Haas-Feldmann. Auch in Neubaugebieten in Fulda enthielten einige Bebauungspläne bereits eine Klausel, die bestimmte Grünflächen vorschreibe und Schotterflächen verbiete, berichtete der Sprecher der Stadt, Johannes Heller. In Schotter- und Steingärten werden Wiesen, Rasen und Beete durch Schotter und Kies ersetzt und der Boden oft mit Folien versiegelt.

Wiesbaden und Kassel planen derzeit eine Anpassung der kommunalen Grünsatzungen, um diese Art der Vorgartengestaltung einzudämmen, teilten die Sprecher der Städte mit. Eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe prüfe derzeit, inwiefern man die Satzung anpassen und ökologisch wertlose Schottergärten verhindern könne.

Laut Naturschutzbund Deutschland (Nabu) sind die monotonen Steinwüsten besonders schlecht für die ökologische Vielfalt und das Klima in den Städten. Steingärten bieten nicht nur keinen Lebensraum für Bienen und Insekten, sie wirken sich durch die aufgeheizten Steine im Sommer auch noch negativ auf das Stadtklima aus, sagte Ann-Sybil Kuckuk, Naturschutzreferentin vom Nabu.