Trotz Berufsfeuerwehr setzt Hanau weiter auf Ehrenamtliche
Kauder-Sturz von der Fraktionsspitze: Merkel räumt Niederlage ein
Köln vermieste mit einem 2:1-Heimerfolg gegen Ingolstadt dessen neuem Coach Alexander Nouri das Debüt – ein hartes Stück Arbeit für den Spitzenreiter. Der FC bestimmte weite Strecken des ersten Durchgangs und verpasste bei zwei Hochkarätern die Führung, die kurz nach Wiederanpfiff der FCI erzielte. Ein Tiefschlag für die Geißbock-Elf, die Mitte der zweiten Hälfte eine Antwort fand und die packende Partie gegen leidenschaftliche Schanzer in der Schlussphase noch umbog.

FC-Coach Markus Anfang hatte im Vergleich zum 2:0 beim SV Sandhausen Hector nach Gelb-Rot-Sperre wieder an Bord. Der Nationalspieler, der vor der Abwehr agieren sollte, verdrängte Guirassy auf die Bank.

Der unter der Woche installierte neue FCI-Trainer Alexander Nouri stellte gegenüber dem 0:1 gegen den FC St. Pauli dreimal um: Krauße, Lucas Galvao nach Gelb-Rot-Sperre sowie Benschop kamen für Ananou, Kerschbaumer (Gelb-Rot-Sperre) sowie Röcher zum Zug.

Nach unruhiger Anfangsphase und häufig wechselndem Ballbesitz – beide Teams zwangen den Gegner mit hohem Pressing meist zu weiten Pässen – hatte der FC durch Terodde die erste dicke Chance (10.). Zwar hatten auch die Gäste durch Lezcano eine vielversprechende Torannäherung (15.), in unmittelbarer Folge allerdings versprühte die Geißbock-Elf viermal im Minutentakt Gefahr, hatte jedoch das Visier nicht richtig eingestellt.

Aber: Die Präzision im Kombinationsspiel der Anfang-Elf nahm zu, die Ballbesitzquote gegen nur noch wenig Entlastung findende Schanzer schnellte nach oben. Die Führung schien fällig, als Terodde aus fünf Metern freistehend köpfen durfte, aber an Knallers Reflex verzweifelte (27.).

Der FC blieb am Drücker, klare Aktionen aber blieben bis zum Kabinengang Fehlanzeige. Der FCI wurde etwas mutiger, setzte vereinzelt Nadelstiche – bei Kittels direktem Freistoß war Horn auf dem Posten (43.).

2. Bundesliga, 7. Spieltag Bochum – Dresden 0:1 (0:1)   Köln – Ingolstadt 2:1 (0:0)   Union – Kiel 2:0 (0:0)   Darmstadt – Bielefeld 1:2 (0:0)   Magdeburg – Duisburg -:- (-:-)   Regensburg – Heidenheim -:- (-:-)   Aue – Sandhausen -:- (-:-)   St. Pauli – Paderborn -:- (-:-)   Fürth – HSV -:- (-:-) Die aktuelle Tabelle Schlafmützig kam Köln aus der Kabine und hatte es zunächst Horn zu verdanken, dass es nach Kittels Doppelpass mit Lezcano nicht einschlug und Lezcano beim Nachschuss in Otavio den eigenen Mann anschoss (48.). Wenig später trafen entschlossene Schanzer aber doch: Pledl sprintete Horn davon und flankte ins Zentrum. Lezcano verpasste, aber Kittel jagte dem Ball hinterher und diesen am falsch spekulierenden Horn von halblinks aus neun Metern ins kurze Eck (53.).

Der FC ließ jegliche Struktur vermissen und brachte keinen Fuß auf den Boden. In der Abwehr vogelwilde Hausherren hatten mächtig Glück, dass Matips Kopfball nur am Pfosten landete (59.).

Köln brauchte lange, ehe es wieder das Kommando übernahm. Drexler scheiterte am Außennetz (66.), danach bauten die Gastgeber in einem leidenschaftlich geführten Duell wieder Druck auf. Als Kittel im Anschluss an eine fragwürdige Ecke Risse von den Beinen holte, deutete Referee Arne Aarnink auf den Punkt. Terodde verwandelte zum Ausgleich (70.).

Im folgenden offenen Schlagabtausch war zunächst der FCI der Führung näher (Lezcano, 75.). Das bessere Ende hatte schließlich Köln für sich, weil Terodde Schaubs Ecke mit den Haarspitzen zum 2:1 ins lange Eck verlängerte (85.). Und weil Horn gegen nicht aufsteckende Ingolstädter gegen Otavio und auch Osawe binnen einer Minute zweimal stark parierte (88.).

Köln ist am Freitag (18.30 Uhr) bei Arminia Bielefeld zu Gast, Ingolstadt empfängt am Montag (20.30 Uhr) Union Berlin.

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Angela Merkel hat ihren Strippenzieher im Bundestag verloren – Volker Kauder ist als Fraktionschef abgewählt. In einer ersten Reaktion sagte die Kanzlerin: “Da gibt es nichts zu beschönigen”.

“Das ist eine Stunde der Demokratie, und da gibt es auch Niederlagen, da gibt es nichts zu beschönigen.” So hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den Sturz von Volker Kauder von der Spitze der Unionsfraktion im Bundestag am Rand der Fraktionssitzung kommentiert und zugleich die Wahl von Ralph Brinkhaus zum neuen Fraktionschef begrüßt.

“Ich habe mich eingesetzt dafür, dass Volker Kauder Vorsitzender bleiben kann.” Nun habe Ralph Brinkhaus die Mehrheit der Stimmen bekommen. Dazu habe sie ihm “gratuliert und ihm auch gute Zusammenarbeit angeboten”.

Merkel dankte Volker Kauder für 13 Jahre an der Spitze der Fraktionsgemeinschaft von CDU und CSU. Die CDU-Vorsitzende und CSU-Chef Horst Seehofer hatten vor der Abstimmung eindringlich für Volker Kauder als Chef der Fraktionsgemeinschaft geworben. Die Abgeordneten wählten aber Herausforderer Ralph Brinkhaus überraschend und mit knapper Mehrheit. In geheimer Abstimmung holte Brinkhaus 125 Stimmen, Kauder bekam 112.