Hamburger SV: HSV-Fans am Boden! Hamburg bleibt zweitklassig - Fußball - Derwesten.de
Hamburger SV: Aaron Hunt nagelt gegen Aufstiegs-Versager
Die Hanseaten verbringen nach der 1:4-Pleite in Paderborn auch die kommende Saison in der 2. Liga. Vor allem Kapitän Aaron Hunt (32) war nach dem verpatzen Wiederaufstieg richtig sauer, sagte am Sky-Mikro: Es ist schwierig, die richtigen Worte zu finden. Ich muss aufpassen, was ich sage. Ein paar Sachen sollte ich und muss ich intern machen. Fakt ist, wir haben hier hochverdient verloren, weil wir uns einfach verpisst haben – alle auf dem Platz.

Für den Mittelfeldspieler war der Auftritt der Rothosen in Paderborn unbegreiflich: Das Ergebnis sagt alles aus über das ganze Spiel und die ganzen Wochen.

Torwart Tom Mickel (30): Mickel: Mein traurigstes Spiel als Profi. Wir haben alle unsere Ziele verpasst. Wir haben in zahlreichen Spielen nicht die richtige Mentalität gehabt. Wir müssen uns hinterfragen, ob wir immer alles gegeben haben. Wer für diesen Verein spielt, der muss Herz, Liebe und Leidenschaft zeigen. Das ist nicht immer passiert.”

Der HSV verpatzt den Aufstieg. Nach der Pleite in Paderborn wird es ein weiteres Jahr 2. Liga geben. Union Berlin träumt weiter.

Die Hamburger haben den Wiederaufstieg fast sicher verpatzt. Nach dem 1:4 in Paderborn und dem gleichzeitigen Sieg von Union Berlin (3:0) glaubt niemand mehr an ein Fußball-Wunder. Bei drei Punkten Rückstand und der katastrophal schlechteren Tordifferenz gegenüber Union darf in Hamburg weiter für die 2. Liga geplant werden.

Der Coach: Es ist immer schwierig mit den Motiven der Spieler, wir haben definitiv das, was uns ausgemacht hat, die Stabilität, nicht mehr auf den Platz bekommen. Irgendwann wars dann auch egal, wen du aufstellst, wie du einstellst.

Top-Stürmer: Nach Andersson-Flanke vollendet Polter mit links zum 2:0 (31.). Polter, der aktuell im Trennungszoff mit Ehefrau Denise steckt, küsst wie immer beide Unterarme, auf denen er die Namen seiner Kinder Lenox (4) und Sophie (6) eintätowiert trägt. Polter macht in der Nachspielzeit noch das 3:0.

Neben Wolf und Hunt zeigten sich auch weitere Spieler enttäuscht über die Pleite und den verpassten Aufstieg. Innenverteidiger Rick van Drongelen (20) erklärte: Wir haben uns die Saison anders vorgestellt. In der Winterpause hat es ganz anders ausgesehen. Es ist sehr, sehr traurig.

Torhüter Tom Mickel (30), der statt Stammkeeper Julian Pollersbeck (24, grippaler Infekt) das HSV-Tor in Paderborn hütete, sagte: Ich bin sehr enttäuscht. Mein traurigstes Spiel als Profi. Wir haben alle unsere Ziele verpasst. Wir haben in zahlreichen Spielen nicht die richtige Mentalität gehabt. Wir müssen uns hinterfragen, ob wir immer alles gegeben haben. Wer für diesen Verein spielt, der muss Herz, Liebe und Leidenschaft zeigen. Das ist nicht immer passiert.

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Sportvorstand Ralf Becker (48) fand deutliche Worte zur HSV-Saison: Unsere Fans sind bundesligareif, die Mannschaft leider nicht. Zur Zukunft von Trainer Wolf sagte er bei Sky, es gehe darum, das Beste für den HSV zu entscheiden.

Der Super-GAU für den HSV ist perfekt. Die Rothosen müssen nach der Pleite im Spitzenspiel den Aufstieg in die Bundesliga abschreiben.

Tor-Spektakel in Köln:Duisburg und Magdeburg steigen ab

Der MSV Duisburg verabschiedet sich mit einer kuriosen Szene aus der 2. Liga! Mit 3:4 verlieren die Zebras zuhause gegen Heidenheim.

Paderborn. Mit einem deutlichen 4:1-Sieg setzt sich der SCP gegen den Hamburger SV durch. Mit dem Heimsieg, gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um die Aufstiegsplätze, ist dem SCP der Relegationsrang nicht mehr zu nehmen. Vor 15 000 Zuschauern in der ausverkauften Benteler Arena erzielten Sebastian Vasiliadis (25./46. Minute) und Christopher Antwi-Adjej (81./86.) die Treffer für Paderborn. Rick van Drongelen traf für die Hamburger (71.). Mit dem Sieg bleibt der SCP weiterhin auf Rang zwei und einen Punkt vor Union Berlin. Die Eisernen siegten im Ostduell mit 3:0 gegen Magdeburg. Damit entscheidet sich erst am letzten Spieltag, ob der SCP direkt aufsteigt oder gegen den VfB Stuttgart in die Relegation muss. Für den HSV dagegen ist jeglicher Traum vom Aufstieg dahin. Selbst ein Sieg im letzten Spiel wird nicht ausreichen, um das Torverhältnis gegenüber Berlin aufzuholen. Das Spiel jetzt live im NW-Ticker:

Taube auf dem Dach oder Spatz in der Hand? : Union: Erst siegen, dann rechnen

Trotz Katastrophen-Rückrunde (nur vier Siege) und verpatztem Aufstieg nahm einer den Trainer in Schutz. Aaron Hunt erklärte: Man kann in Hamburg nicht alle sechs Monate den Trainer wechseln. Das funktioniert so nicht. Wir Spieler haben es über die Saison aufgrund der Rückrunde nicht gebacken bekommen aufzusteigen und letztlich auch nicht verdient, wenn man so eine katastrophale Rückrunde spielt.

Holstein Kiel hat kurz vor dem Saisonende in die Erfolgsspur zurückgefunden. Die Störche, die lange Zeit im Aufstiegsrennen mitgemischt hatten, gewannen ihr Heimspiel am 33. Spieltag gegen Dynamo Dresden 3:0 (1:0) und beendeten damit ihre Negativserie von drei Niederlagen in Folge. Für Dresden hat die Pleite keine unmittelbaren Folgen. Die Mannschaft von Trainer Cristian Fiel muss nicht mehr zittern, nachdem sie sich am vergangenen Spieltag den lange Zeit gefährdeten Klassenerhalt gesichert hatte. Lee Jae-Sung (19.), Jonas Meffert (69.) und Hauke Wahl (77.) erzielten die Tore der Gastgeber, deren Trainer Tim Walter hochgehandelter Kandidat beim abstiegsbedrohten Bundesligisten VfB Stuttgart ist.

Am Boden: Pierre-Michel Lasogga und der Hamburger SV verpassen den Aufstieg. (Quelle: Wolfgang Rattay/Reuters)

Der MSV Duisburg ist zum vierten Mal nach 1986, 2013 und 2016 abgestiegen. Am Sonntag unterlag die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht unter anderem durch ein kurioses Eigentor von Dustin Bomheuer mit 3:4 (1:2) gegen den 1. FC Heidenheim und verspielte ihre letzte Chance auf den Klassenverbleib. Durch die 17. Saisonniederlage am 33. Spieltag kann der Traditionsclub auf dem letzten Tabellenrang bereits vor dem abschließenden Spieltag nicht mehr Relegationsplatz 16 erreichen. Heidenheim reichte der Sieg nicht, um die zuvor geringen Chancen zum Aufstieg zu wahren.

Aufstieg: SC Paderborn will die Negativserie gegen den HSV heute beenden

Der Super-GAU für den HSV ist perfekt. Die Rothosen müssen nach der Pleite im Spitzenspiel den Aufstieg in die Bundesliga abschreiben. Auch die beiden Absteiger stehen fest.

Der FC St. Pauli hat am Sonntag einen erfolgreichen Saisonabschluss vor eigenem Publikum verpasst. Im letzten Heimspiel der Spielzeit gegen den VfL Bochum mussten sich die stark ersatzgeschwächten Kiezkicker mit einem torlosen Unentschieden gegen den VfL Bochum begnügen und rutschten in der Tabelle auf Rang sieben ab. Vor 29 546 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion hatte St. Pauli zwar ein Plus an Torchancen, konnte aber den fünften Sieg in Serie gegen seinen Lieblingsgegner aus dem Ruhrrevier nicht einfahren.

Der Hamburger SV hat am 33. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga den Aufstieg so gut wie verspielt. Die Norddeutschen verloren mit 1:4 beim SC Paderborn und haben nun drei Punkte Rückstand auf den Tabellendritten Union Berlin, der sein Spiel gegen Magdeburg mit 3:0 gewann. Dazu ist das Torverhältnis des HSV um ein Vielfaches schlechter als das der Hauptstädter, sodass die Rothosen ein historisches Wunder bräuchten, um den Aufstieg noch zu schaffen.

Die SpVgg Greuther Fürth kann für eine weitere Saison in der 2. Fußball-Bundesliga planen. Am Sonntag kamen die Franken zu einem 1:1 (1:1)-Unentschieden beim FC Erzgebirge Aue und sicherten mit nunmehr 39 Zählern einen Spieltag vor Saisonende den Klassenerhalt. Im Erzgebirgsstadion hatte Julian Green die Gäste in der 16. Minute in Führung gebracht. Nur vier Minuten später gelang Jan Hochscheidt der Ausgleich für die Hausherren, die bereits am vorherigen Spieltag den Klassenerhalt gesichert hatten.

Während der HSV im nächsten Jahr in der zweiten Liga spielen wird, müssen der MSV Duisburg und der 1. FC Magdeburg den Gang in die dritte Liga antreten. Weil der FC Ingolstadt auf Platz 16 sein Spiel gegen den SV Darmstadt mit 3:0 gewann, sind die Schanzer nun uneinholbar. Duisburg (3:4 gegen Heidenheim) und Magdeburg (0:3 in Berlin) verloren ihre Partien und steigen ab.  

   Für ein echtes Tor-Spektakel sorgten der 1. FC Köln und der SSV Jahn Regensburg. Die Geißböcke verloren das letzte Heimspiel der Saison mit 3:5. Köln-Torjäger Jhon Cordoba sah zudem die Rote Karte (45.+3). 

Der Nicht-Aufstieg des Hamburger SV ist zwar nahezu perfekt, spannend bleibt es in der zweiten Liga trotzdem. Denn der SC Paderborn (57 Punkte) und Union Berlin (56) kämpfen im Fernduell noch um den direkten Aufstieg. Paderborn muss nach Dresden, Union nach Bochum.

Dennoch steht der Wintermeister aus Hamburg gewaltig unter Druck und muss in Paderborn dreifach punkten, wenn nach 34 Spieltagen wenigstens noch Relegationsrang drei erreicht werden soll. Gelingt das nicht, liegt beim ehemaligen Bundesliga-Dino die zweite Saison in Folge in Trümmern. HSV-Trainer Hannes Wolf versucht diesen (Aufstiegs-)Druck in neue Energie zu verwandeln, wenn er sagt: Wir hatten gefühlt viel zu verlieren, jetzt nichts mehr. Keiner rechnet mehr mit uns. Also können wir jetzt viel gewinnen. Das kann eine Chance sein.

Ebenfalls offen ist noch, wer den Relegationsplatz 16 einnimmt. Sowohl den SV Sandhausen (37 Punkte) als auch den FC Ingolstadt (35) könnte es erwischen. Sandhausen spielt nächsten Sonntag in Regensburg, Ingolstadt in Heidenheim.  

Erst der HSV und dann bei Dynamo Dresden – so sieht der (Aufstiegs-)Fahrplan bis zum 19. Mai aus. Aber schon die erste Etappe wird schwer. In zwei Pflichtspielen (Hinrunde und Pokal) unterlag der SCP bereits gegen das Team von der Elbe und schoss dabei kein Tor. Im dritten Anlauf soll es nun klappen. Wir haben zweimal verloren, aber nur Kleinigkeiten falsch gemacht, die der HSV brutal ausgenutzt hat, sagt Baumgart und nennt konkret, was falsch lief: Bei Standards müssen wir besser aufpassen, unsere Chancen konsequent nutzen.

SC Paderborn 4:1 Hamburger SV1. FC Köln 3:5 SSV Jahn RegensburgUnion Berlin 3:0 1. FC MagdeburgFC Ingolstadt 3:0 SV Darmstadt 98MSV Duisburg 3:4 1. FC HeidenheimErzgebirge Aue 1:1 SpVgg Greuther FürthFC St. Pauli 0:0 VfL BochumHolstein Kiel 3:0 Dynamo DresdenSV Sandhausen 0:3 Arminia Bielefeld

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