Hamburg will 39 neue Schulen bauen - NDR.de
Milliarden-Plan: 39 neue Schulen für Hamburg
Bis 2030 soll es in Hamburg rund 40.000 mehr Erstklässler an Hamburger Schulen geben als jetzt. Am Dienstag hat die Schulbehörde ihre Pläne vorgelegt, wie sie für genügend Platz sorgen will: In den kommenden elf Jahren sollen 39 Schulen gebaut werden. “Darunter sind 19 Grundschulen und 20 weiterführende Schulen”, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD). Er sprach von einer “Gründungswelle, die wir so seit den 60er Jahren hier nicht mehr hatten”.

Die Schulbehörde hat ihren Schulentwicklungsplan vorgestellt: 39 neue Schulen sollen gebaut und 118 bestehende erweitert werden. Dafür will die Schulbehörde vier Milliarden Euro investieren.

Es würden nicht alle 39 Schulen auf einmal gebaut. “Wir beginnen mit den Grundschulen und werden dann in den 20er Jahren die weiterführenden Schulen mit entwickeln.” Außerdem soll etwa ein Drittel der bestehenden staatlichen Schulen ausgebaut – also um Parallelklassen erweitert – werden. “Wir gehen davon aus, dass etwa über 100 Schulen betroffen sein werden”, so Rabe. Für den Ausbau der Schulen will die Stadt zwischen 2020 und 2030 deutlich mehr als vier Milliarden Euro in die Hand nehmen.

Der Entwurf des Schulentwicklungsplans für allgemeinbildende Schule soll nun gemeinsam unter anderem mit Lehrern, Eltern und Schülern beraten werden. Den Planungen zufolge soll er vor den Herbstferien von der Bürgerschaft verabschiedet werden. Bis 2023/24 müssen Rabe zufolge zumindest für die Grundschüler die Neu- und Ausbauarbeiten abgeschlossen sein. Die Arbeiten an den weiterführenden Schulen sollten bis 2027/208 fertig sein.

Wo werden in Hamburg in den kommenden Jahren neue Schulen gebaut ? In den Bezirken und Schulgremien beginnt die Diskussion über den neuen Schulentwicklungsplan, berichtet Andreas Gaertner.

Die Rathaus-Opposition lässt kaum ein gutes Haar am Entwurf für den neuen Schulentwicklungsplan: Er sei verspätet und zusammengeschustert. Wie sollen die Bezirks- und Elterngremien das bis zu den Herbstferien schaffen?, fragt die CDU. Und die Linke will über einen Bürgerschaftsantrag erreichen, dass länger und breiter über die Schulplanung diskutiert wird.

Mit einem neuen Schulentwicklungsplan reagiert Hamburg auf den ungewöhnlich starken Geburtenanstieg. 39 Schulen sollen gebaut und mehr als 100 erweitert werden. Andreas Gaertner berichtet.

Fast 400 Millionen hat Hamburg im vergangenen Jahr für Bau und Sanierung von Schulen ausgegeben. Und für die weiter wachsende Schülerzahl sollen 30 neue errichtet werden. (20.04.2019) mehr

Rund 400 Eltern und Kinder sind in Altona gegen die Schulpolitik des Senats auf die Straße gegangen. Wegen steigender Schülerzahlen sollen bestehende Schulen wachsen – zum Ärger vieler Eltern. (18.02.2019) mehr

Das Wachstum an Hamburgs Schulen stellt die Hansestadt vor Probleme. Laut Senator Rabe reichen Neubauten nicht aus – bestehende Schulen müssten vergrößert werden. Schuld sei auch die Liebe. (12.02.2019) mehr

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Hamburg – Es wird voll in den Klassen! Hamburgs Schüler-Zahl wächst in den nächsten elf Jahren um 25 Prozent. Von fast 180 000 Kindern heute auf rund 215 000 Jungen und Mädchen im Jahr 2030.Darauf reagiert Schulsenator Ties Rabe (58, SPD) schon jetzt. Dienstag legte er einen Entwurf des Schulentwicklungs-Plans” vor.Das kühne Bestreben: In den nächsten elf Jahren sollen 39 neue Lehrstätten entstehen (19 Grundschulen, 20 weiterführende Schulen), rund 100 Standorte ausgebaut werden.Rabe: Hamburgs Familien gehen deutlich positiver in die Zukunft. Darum legen wir jetzt eine Schippe drauf.”Dabei werden auch längst stillgelegte Standorte wiederbelebt. Wie zum Beispiel die ehemalige Gesamtschule am Grellkamp in Langenhorn, die nun zu einem Gymnasium wird. Das sei eine Gründungswelle, die wir so seit den 60er-Jahren hier nicht mehr hatten.Und die Eltern-Proteste (u. a. Max-Brauer-Schule in Altona) gegen einen Ausbau? Rabe: Wir müssen auch an die Kinder denken, die gerade erst geboren sind.”