Hamburg: Immobilienpreise ziehen weiter an - NDR.de
Immobilien: Preise im Umland steigen doppelt so schnell wie in Hamburg
Die Immobilienpreise in Hamburg und dem Umland ziehen weiter an. Das geht aus dem aktuellen Immobilienmarktatlas 2019 hervor, den die LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg AG am Dienstag vorgestellt hat. In der Hansestadt stiegen die Preise demnach zwar weiter an, aber der Anstieg ist nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahren. Bestehende Häuser und Wohnungen kosteten hier gut vier Prozent mehr als im Vorjahr. Im Umland fiel der Preisanstieg für Häuser und Wohnungen dagegen noch einmal deutlich höher aus – besonders dort, wo es eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr gibt.

Laut einer Studie der Landesbausparkasse wird es in Hamburg immer kostspieliger, in Eigentumswohnungen oder Häuser zu investieren – doch es gibt einige wenige Ausnahmen.

Häuser Hamburg: 4,4 Prozent mehr kosten bestehende Häuser in der Hansestadt als im Vorjahr. Damit stieg der Durchschnittspreis für dieses Segment erstmals über die Marke von 4000 Euro und liegt jetzt bei 4037 Euro pro Quadratmeter. Besonders die Angebote in Nienstedten, Blankenese, Othmarschen oder Eppendorf mit Quadratmeterpreisen von mehr als 7000 Euro haben diesen laut der Auswertung stark beeinflusst. Neubauhäuser verteuerten sich um 2,8 Prozent, was einen Quadratmeter-Durchschnittspreis von 4036 Euro bedeutet. In der Innenstadt seien diese eher die Ausnahme. Preisspitzenreiter sind hier Blankenese, Groß Flottbek, Marienthal, Volksdorf, Wellingsbüttel oder Alsterdorf mit 5000 bis 8300 Euro pro Quadratmeter.

Der Durchschnittspreis für Häuser und Wohnungen in Hamburg liegt erstmals über 4.000 Euro pro Quadratmeter. 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr kosten bestehende Häuser in der Hansestadt. Neubau-Häuser verteuerten sich um 2,8 Prozent, was einen jetzigen Durchschnittspreis von 4.036 Euro pro Quadratmeter bedeutet.

Häuser Hamburg: 4,4 Prozent mehr kosten bestehende Häuser in der Hansestadt als im Vorjahr. Damit stieg der Durchschnittspreis für dieses Segment erstmals über die Marke von 4000 Euro und liegt jetzt bei 4037 Euro pro Quadratmeter. Besonders die Angebote in Nienstedten, Blankenese, Othmarschen oder Eppendorf mit Quadratmeterpreisen von mehr als 7000 Euro haben diesen laut der Auswertung stark beeinflusst. Neubauhäuser verteuerten sich um 2,8 Prozent, was einen Quadratmeter-Durchschnittspreis von 4036 Euro bedeutet. In der Innenstadt seien diese eher die Ausnahme. Preisspitzenreiter sind hier Blankenese, Groß Flottbek, Marienthal, Volksdorf, Wellingsbüttel oder Alsterdorf mit 5000 bis 8300 Euro pro Quadratmeter.

Für bestehende Wohnungen in der Stadt zahlt man durchschnittlich 4.483 Euro pro Quadratmeter – das ist eine Verdopplung des Preises seit 2009. In Stadtteilen an Elbe und Alster, wie etwa Hafencity und Rotherbaum, liegen die Preise zwischen 6.000 und 8.600 Euro pro Quadratmeter – bei neu gebaute Wohnungen sogar bis zu 12.000 Euro. Der Durchschnittspreis für Neubau-Wohnungen liegt bei 5.260 Euro – ein Anstieg um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im Umland kosten Eigentumswohnungen – trotz der stärker anziehenden Preise – immer noch 50 Prozent weniger als in Hamburg. Für Bestandswohnungen stieg der Durchschnittspreis auf 2.295 Euro pro Quadratmeter und liegt damit 9 Prozent über dem Vorjahreswert. Für Neubau-Wohnungen zahlen Interessenten im Schnitt 3.431 Euro pro Quadratmeter. Häuser im Hamburger Umland sind sowohl als Bestand als auch im Neubau um etwa 8 Prozent teurer geworden. In Wentorf/Aumühle oder auch in Trittau beispielsweise stieg der Preis für ein neu gebautes Haus sogar um mehr als 33 Prozent.

Wo aber kann in der Stadt noch eine Immobilie zu machbaren Konditionen für Interessenten mit mittlerem Einkommen erworben werden? Grelle rechnet vor: Geht man von einer monatlichen Kaltmiete von 848 Euro für eine 80-Quadratmeter-Wohnung aus, könnten damit 227.142 Euro Darlehen finanziert werden. Zuzüglich der empfohlenen 20 Prozent Eigenkapital wäre ein Kaufpreis von 283.929 Euro möglich. Fündig werde man bei den Bestandswohnungen in 28 Stadtteilen, größtenteils im Nordosten und Süden der Hansestadt. Bei Neubauwohnungen wird die Auswahl allerdings deutlich kleiner. Diese wären für den Preis und der genannten Größe nur noch in Ochsenwerder, Neugraben-Fischbek und Eißendorf zu haben.

Die Immobilienexperten haben für ihre Studie zwischen Juli 2018 und Januar 2019 rund 14.400 öffentlich zugängliche Immobilienangebote gesichtet und mit den Vorgängerstudien verglichen, die seit etlichen Jahren erstellt werden.

Immobilien Wer jetzt eine Wohnung kauft, muss diese Kreditfalle vermeiden Man muss kein Wirtschaftsstudium absolviert haben, um daraus die Schlüsse zu ziehen: Die Preise werden weiter steigen. Das galt in dem jetzt untersuchten Zeitraum insbesondere für Bestandswohnungen im Umland. Die gute Nachricht vom LBS, jedenfalls für Immobiliensuchende, lautet aber, dass der Preisanstieg zuletzt etwas abgebremst wurde. Die Dynamik, glaubt auch Grelle, wird nicht mehr so stark sein – anders als noch 2010 zu Beginn der Niedrigzinsphase wurde schon viel Kapital investiert. Dabei gibt es in jedem Marktsegment unterschiedliche Entwicklungen. Eine Übersicht.

Erstmals im Schnitt über 4.000 Euro pro Quadratmeter: Wer in Hamburg im Eigentum wohnen will, muss mehr zahlen als im Jahr zuvor. Auch im Umland wurde es teurer. Jörn Straehler-Pohl berichtet.

Eigentumswohnungen Umland: Hier ist der immense Preisanstieg um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert zu verzeichnen, und zwar auf jetzt 2295 Euro pro Quadratmeter. Eigentumswohnungen im Umland sind zunehmend gefragt. Dafür gibt es viele Gründe, so LBS-Vorstand Grelle. In der Regel erhalten Interessenten mehr Wohnfläche fürs Geld. Hinzu kommt, dass Wohnungen hier im Schnitt 50 Prozent weniger kosten als in Hamburg. In den Ballungsorten gebe es eine gute Infrastruktur, die Pendler würden von der Vorteilskombination Arbeiten in der Stadt und Wohnen im Grünen profitieren.

Hamburgs mittelständische Wohnungsunternehmen haben 2018 rund 5.600 Wohnungen fertiggestellt – 92 Prozent mehr als im Vorjahr. Doch sie warnen: Zu viele Vorschriften könnten den Boom stoppen. (21.02.2019) mehr

Eigentumswohnungen Umland: Hier ist der immense Preisanstieg um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert zu verzeichnen, und zwar auf jetzt 2295 Euro pro Quadratmeter. Eigentumswohnungen im Umland sind zunehmend gefragt. Dafür gibt es viele Gründe, so LBS-Vorstand Grelle. In der Regel erhalten Interessenten mehr Wohnfläche fürs Geld. Hinzu kommt, dass Wohnungen hier im Schnitt 50 Prozent weniger kosten als in Hamburg. In den Ballungsorten gebe es eine gute Infrastruktur, die Pendler würden von der Vorteilskombination Arbeiten in der Stadt und Wohnen im Grünen profitieren.

Trotz des Wohnungsmangels geht in Hamburg die Zahl der Baugenehmigungen zurück. Der Senat verzeichnete 2018 rund 2.000 Genehmigungen weniger als im Vorjahr – zeigt sich aber dennoch zufrieden. (10.01.2019) mehr

Hamburg wächst, das Wohnungsangebot ist knapp, doch die Nachfrage steigt – vor allem nach bezahlbarem Wohnraum. Welche Pläne verfolgen Senat und Bauwirtschaft in der Wohnungsfrage? (16.10.20 mehr

Die Preise für Luxus-Immobilien gehen in Hamburg weiter durch die Decke. Das teuerste Wohnhaus wechselte im vergangenen Jahr laut Makler Dahler für mehr als 25 Millionen Euro den Besitzer. (11.06.2018) mehr

Eigentumswohnungen Hamburg: Derzeit kosten die Stadtwohnungen aus dem Bestand 4,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum der Erhebung (im Schnitt 4483 Euro/Quadratmeter). Interessant ist hier eine Langzeit-Beobachtung, denn seit 2009 haben sich die Preise verdoppelt. Neue Wohnungen sind, wiederum im Vergleich 2018 zu 2017, um 3,2 Prozent teurer geworden, der Durchschnittspreis liegt hier bei 5260 Euro pro Quadratmeter, geht aber in besten Lagen (Stadtteile an Elbe und Alster, wie etwa Hafencity und Rotherbaum) auch hoch auf 12.000 Euro und in Einzelfällen noch höher.

Blick auf das Hamburger Treppenviertel. Nach wie vor sind Eigentumswohnungen und Häuser in der Hansestadt sehr gefragt.

0 Anzeige An Studien zur Entwicklung des Hamburger Immobilienmarktes mangelt es nicht, zu interessant ist die Entwicklung für Eigentümer und Interessenten gleichermaßen. Als besonders aussagekräftig gilt dabei der  Immobilienmarktatlas der LBS Immobilienmarktatlas der LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg, für den auf Grundlage wissenschaftlicher Analysen 14.400 im zweiten Halbjahr 2018 öffentlich zugängliche Immobilienangebote ausgewertet und daraus Mittelwerte gebildet werden.

Quadratmeterpreise liegen im Durchschnitt erstmals bei mehr als 4000 Euro. Einen Ausreißer nach oben gibt es in Osdorf.