Aktion zum Weltfrauentag an der Herbertstraße - NDR.de
Weltfrauentag: Femen-Frauen stürmen Herbertstraße
In Hamburg-St. Pauli haben Femen-Aktivistinnen am Freitagvormittag die Herbertstraße gestürmt. Die Straße mit vielen Bordellen und großen Schaufenstern ist an beiden Enden mit großen Sichtschutzwänden versperrt. Hier, wo seit dem 19. Jahrhundert Prostituierte arbeiten, haben Frauen keinen Eintritt. Die Aktivistinnen hebelten die Metallplatten aus und legten sie auf den Gehweg an der Gerhardstraße. Auf ihren halbnackten Oberkörpern standen feministische Parolen, unter anderem “No Walls Between Women” (Keine Mauern zwischen Frauen). Anschließend konnten die Frauen unerkannt entkommen, bevor die Polizei eintraf. Gegen sie wird nun wegen Sachbeschädigung ermittelt.

Seit Jahrzehnten hängen Frauen-Verbotsschilder an den Stahltoren vor der Herbertstraße. Die Prostituierten zeigten sich von der Femen-Aktion unbeeindruckt. Das Tor werde ja eh wieder aufgebaut, kommentierte eine Frau. Kurz nach 13 Uhr reparierte ein Schlosser im Auftrag der Stadt die Barriere zur Herbertstraße.

In Hamburg-St. Pauli haben Aktivistinnen die Herbertstraße gestürmt. Dabei hebelten sie Metallplatten aus. Sie flüchteten, bevor die Polizei eintraf.

Zehntausende Demonstranten haben zudem am Freitag in mehreren deutschen Städten die Gleichstellung von Frauen und Männern gefordert. Allein in Berlin beteiligten sich mehrere Tausend Menschen an einer Kundgebung auf dem Alexanderplatz. Der Weltfrauentag ist in Berlin zum ersten Mal ein gesetzlicher Feiertag. In der Hamburger Innenstadt demonstrierten mindestens 500 Menschen für mehr Gleichberechtigung.

Seit mehr als 100 Jahren gibt es den Frauentag am 8. März. Doch obwohl damals das Wahlrecht im Vordergrund stand, geht es auch heute noch immer um das Eine: die Gleichstellung. mehr

Zum internationalen Frauentag fand auch ein Senatsempfang mit 400 Gästen statt. Clubs laden zu speziellen Feiern ein. Der Liveblog.