Hamburg gegen Union: Alles, was du zum Spiel wissen musst
HSV: Waden-Wackler Pierre-Michel Lasogga – Einsatz in Gefahr
Vier Pflichtspiel-Siege hat Hannes Wolf (37) mit dem HSV bereits eingefahren. Im Top-Spiel heute gegen Union Berlin kann der neue Trainer im Zweitliga-Aufstiegskampf einen echten Coup landen.

Wolf: Die Mannschaft hat sich vor der Länderspielpause in eine gute Position gebracht. Jetzt können wir die Position noch mal verbessern. Die Chance wollen wir nutzen.

Torjäger muss lange behandelt werden. Trainer Wolf gibt einen ersten Hinweis auf einen möglichen Nachrücker gegen Union Berlin.

Bei einem Sieg gegen Union hätten die Hamburger schon sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Das wäre nach 14 Spieltagen eine mehr als komfortable Situation.

Der Torjäger (vier Treffer in vier Wolf-Spielen) musste das Abschlusstraining Sonntag mit einer Wadenverletzung abbrechen.

Wolf: Strukturell ist nichts kaputt. Trotzdem wird die Zeit bis zum Spiel knapp. Pierre spielt nur, wenn er voll belastbar ist.

Montagvormittag soll Lasogga einen Härtetest machen. Bevor die Truppe im Hotel Grand Elysée ihr Tagesquartier bezieht, lässt Wolf rund 20 Minuten im Volkspark trainieren.

Fällt Lasogga aus, rückt Hee-Chan Hwang (22) in die Spitze. Bakery Jatta (20) würde neu ins Team rutschen und über den linken Flügel wirbeln.

Diese Variante ließ Wolf schon nach dem Lasogga-Aus in der Endphase der gestrigen Einheit einstudieren.

Vor Gegner Union hat der HSV-Coach Respekt: Sie sind personell, individuell, von der Disziplin und der Kompaktheit in der 2. Liga eine absolute Spitzenmannschaft, die bis zum Ende eine große Rolle spielen wird.

Hamburg (dpa) – Es riecht mal wieder nach Bundesliga im Hamburger Volkspark. Drei Wochen nach dem siegreichen Spiel gegen Erstliga-Absteiger 1. FC Köln stellt sich der nächste Aufstiegsaspirant im Volksparkstadion vor.

Als Tabellendritter der 2. Fußball-Bundesliga kommt der 1. FC Union Berlin (23 Punkte) am Montagabend (20.30 Uhr) und will mit einem Sieg Tuchfühlung zum zweitplatzierten Hamburger SV (27) aufnehmen. Die Vorfreude der Hamburger auf den Gipfel ist jedoch getrübt. Torgarant Pierre-Michel Lasogga droht auszufallen. Der mit sieben Toren beste Schütze der Norddeutschen musste das Training abbrechen, und humpelte vom Platz. “Er hat an der Wade etwas gespürt”, sagt Trainer Hannes Wolf. Im Kurztraining am Montagvormittag soll der Mittelstürmer einen Test wagen. Wolf: “Er spielt nur, wenn er hundertprozentig belastbar ist.”

Ausgerechnet Lasogga: Der Torjäger der Hamburger fühlt sich in der Form seines Lebens. “Ich werde mich in dieser Saison für den HSV zerreißen”, hatte er vor wenigen Tagen angekündigt. Unter Trainer Wolf blüht der gebürtige Gladbecker auf. “Ich spüre das Vertrauen”, begründet er seine Hoch-Phase.

Unter Wolf hat sich noch mehr getan. Der Bundesliga-Absteiger ist vor dem eigenen Tor nicht mehr so anfällig, wie das bisweilen unter Vorgänger Christian Titz der Fall war. In vier Pflichtspielen unter Wolf kassierten die Hamburger erst ein Gegentor. Vorher leistete sich der Aufstiegskandidat schon mal eine 0:5-Heimschlappe gegen Jahn Regensburg und ein 0:3 gegen Holstein Kiel.

Bei diesen deftigen Ergebnissen mag man es kaum glauben: Am Montagabend treffen die besten Defensiv-Reihen der 2. Liga aufeinander. Der HSV hat nach 13 Saisonspielen zwölf Gegentore auf dem Konto, Union gar nur acht. Im Gegensatz zu den Hanseaten halten die Köpenicker hinten fast kontinuierlich dicht und sind in dieser Saison unbesiegt. Die Hamburger warten dafür mit dem Ligabestwert von acht Spielen zu Null auf. “Union ist eine Spitzenmannschaft”, lobt Wolf den Rivalen. “Das ist quasi ein Best-of der 2. Bundesliga.”

Mit Rick van Drongelen, David Bates und Leo Lacroix hat Wolf gleichwertige Innenverteidiger beim HSV. Zu Saisonbeginn häufig verunsichert, scheinen sie mittlerweile gefestigt. Wenn der spielintelligente Gideon Jung und Kampfmaschine Kyriakos Papadopoulos gesund zurückkehren, wird der Konkurrenzkampf neu ausgerufen.

Von Spannung und Tabellenlage erstligareif, vom Zuschauerzuspruch her nicht ganz. 44.000 Tickets sind für das 57.000 Zuschauer fassende Volksparkstadion verkauft. Der ungeliebte Montagabend fordert seinen Tribut. Für sein Team sieht Wolf den Montag-Einsatz aber positiv, weil er die Länderspiel-Reisenden länger auf das Union-Spiel einschwören konnte. “Für die Fans, die mitten in der Nacht nach Hause kommen, ist das natürlich grenzwertig”, meinte der Coach.

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