1:2 gegen Münster: Halle verspielt direkten Aufstieg - BILD
Bittere Heimniederlage: HFC wacht gegen Münster zu spät auf
Das war wohl das Ende der rot-weißen Aufstiegsträume… Der HFC verliert sein Heimspiel gegen Münster 1:2 (0:2). Bei noch zwei ausstehenden Spielen haben die Saalestädter jetzt vier Punkte Rückstand auf Relegationsplatz drei.

Halle mit neuer Abwehrkette. Weil Moritz Heyer gesperrt ist, rückt wie erwartet Niklas Kastenhofer in die Dreierkette.

Halle strauchelt im Aufstiegskampf

Bitter: Gleich der erste Gäste-Angriff sitzt! Ausgerechnet der beim HFC gehandelte Martin Kobylanski ist auf der rechten Seite frei und schiebt den Ball überlegt ins lange Eck – 0:1 (12.)!

Münster weiter besser, lässt Halle nicht ins Spiel kommen. Wieder ist Kobylanski am Strafraum, hebt die Kugel auf René Klingenburg, der per Kopf ins kurze Eck trifft – 0:2 (32.)!Rückschlag für den HFC!

Dazu verlieren die Gastgeber Jan Washausen. Der Kapitän muss verletzt raus. Eine erste Halbzeit zum Vergessen für Halle.

Nach dem Wechsel drehen die Jungs von Trainer Torsten Ziegner auf. Nach einer Ecke köpft Sebastian Mai den Ball ins Preussen-Tor – nur noch 1:2 (64.)!

Halle rennt, beißt und kämpft. Ziegner bringt mit Mathias Fetsch und Braydon Manu auch noch zwei zusätzliche Stürmer. Mai scheitert noch einmal per Kopf (81.). Wenig später verpassen Fetsch und Mai eine Eingabe von Baxter Bahn (85.) und Manu schießt die Kugel aus sechs Metern über das Tor (89.) – kein Glück für den HFC!

Am Ende reicht das Hallenser Aufbäumen nicht und die Aufstiegshoffnungen schrumpfen auf ein Minimum.

Der Hallesche FC hat im Kampf um den Relegationsplatz einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Die Saalestädter verloren am Samstag (4.5.2019) ihr Heimspiel gegen Preußen Münster mit 1:2, während die direkten Konkurrenten aus Karlsruhe und Wiesbaden ihre Partien gewannen. Zwei Spiele vor Schluss liegt der HFC vier Punkte hinter Rang drei.

Gäste-Trainer Marco Antwerpen hatte angekündigt, dass die Preußen nichts wegschenken wollen. Und so trat Münster auch auf. Die Gäste dominierten, gewannen viele Zweikämpfe, waren griffiger und hatten mit Martin Kobylanski den überragenden Mann auf dem Platz.

Ohne den gesperrten Abwehrchef Moritz Heyer, dafür ließ Trainer Torsten Ziegner den jungen Niklas Kastenhofer ran, gelang dem HFC in Halbzeit eins praktisch nichts. Die logische Konsequenz war die Gästeführung in der 13. Minute. Kobylanski traf flach aus 16 Metern ins linke Eck. Auch der Gegentreffer weckte den HFC nicht, im Gegenteil. Kaum ein Pass kam an. Münster selbst hatte durch Kobylanski weitere Chancen und legte in der 32. Minute nach. Diesmal setzte Kobylanski den freistehenden Rene Klingenberg, der per Kopf traf, stark in Szene. Erst nach gut 40 Minuten konnte der HFC – meist über die rechte Seite – etwas Gefahr entwickeln. Eine richtig gute Chance sahen die Fans aber nicht.

Nach dem Wechsel kam der HFC langsam besser ins Spiel. In eine kleine Druckphase hinein gelang der Anschluss. Nach einer Ecke von der rechten Seite köpfte Mai aus sechs Metern ein. Doch damit war die Drangphase der Hallenser auch schon wieder beendet. Münster übernahm das Kommando, erspielte sich weitere Möglichkeiten. HFC-Trainer Ziegner versuchte alles, brachte auch Mathias Fetsch. Der hatte in der 83. Minute die große Ausgleichschance, als ihm Mai den Ball per Kopf vorlegte. Doch Fetsch scheiterte, stand auch knapp im Abseits. Der Angreifer hatte danach weitere zwei Gelegenheiten, es fehlte da auch das Quäntchen Glück.

Marco Antwerpen (Münster): “Ich habe eine top erste Halbzeit von meiner Mannschaft gesehen, Wir haben verdient geführt. Mit einer Fehlentscheidung durch den Schiedsrichter ist Halle ins Spiel zurückgekommen. Trotzdem haben wir hoch verdient gewonnen.”

Torsten Ziegner (Halle): “Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren. Wir haben keine Zweikämpfe gewonnen. Ein 0:2 aufzuholen, das war zu schwer für uns. Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit eine Reaktion gezeigt. Die Jungs haben alles versucht, es hat aber nicht mehr gereicht für uns.”

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Der Hallesche FC hat die Chance verpasst, sich im Kampf auf den Aufstieg weiter von der Konkurrenz abzusetzen. Bei Sonnenhof Großaspach erreichte die Mannschaft von Torsten Ziegner nach Führung nur ein Unentschieden.

Der Hallesche FC hat mit einer starken Offensiv- und Defensivleistung seine Aufstiegschancen untermauert. Die Sachsen-Anhalter siegten deutlich gegen 1860 München und kletterten in der Tabelle.

Über solche Post freut man sich beim Halleschen FC besonders. Die Drittliga-Lizenz haben die Saalestädter bereits in der Tasche, nun gab es von der DFL aus Frankfurt/M. auch die Bestätigung für die 2. Bundesliga.

Der Hallesche FC glänzt vor einer Rekordkulisse. Vier Spieltage vor Saisonende lässt der Klub seine Fans vom Zweitliga-Aufstieg träumen – und die Anhänger glauben immer mehr an die Erfüllung des ganz großen Traums.