Der 1860-Ticker aus Halle: 0:3! Löwen in Abstiegsgefahr - alles erinnert an 2017! - dieblaue24
Ticker: TSV 1860 München gegen Hallescher FC | 1860 München
Der Drittligist stürmt dem Aufstieg in die 2. Liga entgegen, fackelt gegen 1860 München ein Offensiv-Feuerwerk ab. 3:0 (1:0) schlägt der HFC überforderte Löwen. 10890 Fans (Saison-Rekord!) feiern überschwänglich.

Der Aufstieg rückt näher, auch weil Konkurrent Wehen Wiesbaden in Jena patzt (1:3). Halle jetzt schon auf dem Relegationsplatz!

Nach der Pause bekamen die “Sechziger” durch den eingewechselten defensiven Mittelfeldspieler Kristian Böhnlein einen besseren Zugriff aufs Spiel. Gegen Simon Lorenz, der nach einem Nasenbeinbruch mit einer Maske spielte, klärte der HFC zweimal gerade so. Kurz nachdem Eisele mit einer Glanzparade die Null hielt, klärte Niklas Landgraf auf der Linie (54.). Während die Gäste mit ihrer Chancenverwertung haderten, legte Halle das 2:0 nach. Nach einer Flanke von Bahn von der rechten Seite musste Sebastian Mai aus vier Metern “nur” noch den Fuß hinhalten (60.). Fünf Minuten später erhöhte Marvin Ajani mit seinem linken Fuß auf 3:0 – vom Innenpfosten flog der Ball ins Tor. Halle bemühte sich um einen weiteren Treffer. Die Gäste bäumten sich in der Schlussphase kaum noch auf.

Die Rot-Weißen von Beginn an im Power-Modus. Immer wieder treiben Björn Jopek und Baxter Bahn das HFC-Spiel an.

Der erste Aufreger ist ein Linksschuss von Marvin Ajani, den die Löwen kurz vor der Torlinie klären können (13.).

Der Hallesche FC hat am Samstag (20.04.2019) mit einer starken Offensiv- und Defensivleistung seine Aufstiegschancen untermauert. Die Sachsen-Anhalter siegten im Heimspiel vor der Saison-Rekordkulisse von 10.890 Zuschauern deutlich mit 3:0 gegen den TSV 1860 München und kletterten in der Tabelle auf Relegationsrang drei. Der HFC zog am SV Wehen Wiesbaden vorbei, der in Jena unterlag.

Sekunden später köpft Jopek knapp über die Latte (14.). Die Gastgeber lassen nicht nach. Wieder hat Jopek eine Idee, seine Flanke köpft Kilian Pagliuca sehenswert in den Gäste-Kasten – 1:0 (18.)!

Daniel Bierofka (1860 München): “Wir waren physisch und spielerisch unserem Gegner unterlegen. Leider hatten wir auch einige Ausfälle. Letztendlich hat Halle verdient gewonnen.” Torsten Ziegner (Halle): “Es war ein hochverdienter Sieg für uns gewesen. Wir haben mehr für das Spiel investiert und haben uns mit dem Sieg belohnt. Jetzt sind wir richtig hungrig nach mehr.”

Für den Schweizer ist es der zweite Treffer in Folge. Der Stürmer wird immer mehr ein Trumpf im Aufstiegskampf.

Nach dem Wechsel hat der HFC zunächst Doppel-Glück: Torwart Kai Eisele rettet einen Kopfball von Simon Lorenz auf der Linie, den Nachschuss klärt Niklas Landgraf ebenfalls auf der Linie (54.).

wow super Leistung und Relegation mit Magdeburg sollte HFC für sich entscheiden; Saalestädter wünsch ich Tauch der Liga mit den Elbestädtern, die durchweg enttäuschten und sinnfrei guten Trainer feuerten obwohl gerade dieser bei Mannschaft und Fans beliebt war, Ahnung hatte und trotzdem bodenständig blieb

Dann aber geht es wieder andersrum. Eine Eingabe von Pagliuca landet beim freistehenden Sebastian Mai, der die Kugel nur noch einschieben muss – 2:0 (59.).

Stellt den Champagner schon mal kalt. Wer soll uns noch aufhalten? Das war heute schon 2 Liga Feeling vom aller genauestem. Da können sich die schwarz gelben Elbwürmer, die Bergzwerge und die Handballer eine Scheibe abschneiden. So geht Profi Fußball. Nächstes Jahr gegen Schalke vor 15000.

Ajani dribbelt sich auf links frei, hebt den Ball wundervoll über den Torwart ins lange Eck zum 3:0 (65.) – die Fans feiern ein wahres Fußball-Fest!

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Der TSV 1860 München wollte in Halle alle Abstiegssorgen loswerden – aber geht stattdessen unter. Wieder hat der TSV Schiri-Pech. Alle Infos zum Spiel im Ticker.

Der HFC hat die Drittliga-Lizenz für die Spielzeit 2019/20 ohne Bedingungen erhalten. Der DFB attestierte den Hallensern die uneingeschränkte Leistungsfähigkeit. Die restlichen mitteldeutschen Teams müssen noch warten.

München – Eigentlich könnte der TSV 1860 auf ein ruhiges Ende seiner Debütsaison in Liga 3 zusteuern. Eigentlich. Wären da nicht die ewigen Debatten im Umfeld. Und das Warten auf den letzten Sieg, der an der Grünwalder Straße endlich auch die letzten vagen Abstiegssorgen zerstreuen würde.

Aktuell haben die Löwen 44 Punkte gesammelt. Das bedeutet sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Doch punktet am Wochenende die Konkurrenz aus Köln (zuhause gegen die SpVgg Unterhaching), Braunschweig (zuhause gegen den KFC Uerdingen) und Großaspach (auswärts in Münster) könnte das beruhigende Polster vor dem happigen Saisonendspurt noch einmal spürbar zusammenschmelzen. Völlig unrealistisch scheint das nicht.

Drei Punkte wären also eine schöne Sache. So ganz einfach wird das aber nicht. Denn es ist keine leichte Aufgabe, die den Blauen am Samstag blüht. Zugleich stotterte zuletzt der Motor ein wenig. Und dann müssen Bieros Mannen auch noch auf eine wichtige Stütze verzichten.

Der Spielplan führt den TSV 1860 am Samstag (14 Uhr) nach Sachsen-Anhalt: Gastgeber ist der Hallesche FC. Für die Ostdeutschen geht es um viel: Nur zwei Punkte fehlen dem HFC auf die fleißig punktenden Wehener auf dem Relegationsplatz. Und nach einer kleinen Schwächephase im März hat die Mannschaft von Trainer Torsten Ziegner wieder in die Spur gefunden. Zuletzt gab es zwei Siege gegen die Würzburger Kickers und den SV Meppen – beide Male zu null.

Anders die Gefühlslage bei den Blauen. Die zumindest auf dem Papier mäßig schweren Aufgaben gegen die mit heftiger Ladehemmung versehenen Großaspacher und die auswärtsschwachen Münsteraner endeten jeweils mit einem 0:1. Auch beim wiedererstarkten Kellerkind Braunschweig gab es keinen Dreier. 

Die Hallenser Fans, die den weiten Weg zum SV Meppen unternommen haben, wurden reichlich belohnt. Nach einem Traumstart stellte der HFC die Weichen schnell auf Sieg und bleibt heißer Kandidat im Aufstiegsrennen.

So wartet man seit drei Spielen auf den vermutlich erlösenden Sieg. Und seit Ende Februar haben die Blauen nie mehr als ein Tor pro Spiel erzielt. “Wir haben jetzt fünf Endspiele und irgendwann müssen wir gewinnen. Aber wenn ich keine Tore schieße, kann ich nicht gewinnen“, ärgerte sich Coach Daniel Bierofka nach der Münster-Partie. Im Hinspiel gegen Halle hatte es dank zweier verwandelter Elfmeter ein 1:1 gegeben.

Der HFC-Sportdirektor Ralf Heskamp hat sich am Mittwoch der Mannschaft vorgestellt. Anschließend präsentierte er sich den Journalisten und hat die wichtigsten Fragen zu seiner neuen Aufgabe beantwortet.

Erschwert wird die Mission Auswärtssieg durch eine Gelbsperre: Sascha Mölders hat am vergangenen Wochenende die fünfte gelbe Karte gesehen und wird in Halle fehlen. Ersetzen könnten ihn Prince Owusu oder Markus Ziereis.

Nichtsdestotrotz: Ein Punktgewinn wäre wichtig. Denn die Blauen müssen auch in den folgenden vier letzten Spielen mit heftiger Gegenwehr rechnen. Auf dem Programm steht dann zunächst der Aufstiegsaspirant Karlsruher SC – und mit dem FSV Zwickau, Fortuna Köln und Carl Zeiss Jena schließlich drei Teams, die noch ums Überleben kämpfen.