Rückschlag für Halle im Aufstiegskampf - MDR
4:1! Schäffler macht den Deckel drauf
Die Aufstiegsambitionen des Halleschen FC haben einen erheblichen Dämpfer erlitten. Im Top-Duell gegen Wehen Wiesbaden verschliefen die Ziegner-Schützlinge die erste Hälfte, was nach der Pause nicht mehr zu kompensieren war. Zwar gelang den Saalestädtern der Ehrentreffer, gnadenlos effektiv waren aber die Gäste. Am Ende hieß es 1:4 aus Hallenser Sicht.

Die Gäste hielten sich nicht lange bei der Vorrede auf und starteten einen Angriffswirbel, der die Hallenser überraschte. Der HFC kam kaum zum Luftholen und geriet bereits nach sieben Minuten in Rückstand. Wiesbadens Moritz Kuhn war an allen Ecken und Enden zu finden, folglich war er auch für die Ausführung des Freistoßes zuständig. Der 27-Jährige nahm aus 22 Metern Maß und zirkelte die Kugel in den Winkel. Ein Wahnsinnstor, da gab es für HFC-Schlussmann Kai Eisele nichts zu halten.

Halle gibt nicht auf, stemmt sich gegen die Pleite. Aber die Gäste erweisen sich an diesem Tag als zu stark und bringen die Führung clever über die Zeit. Mit dem Schlusspfiff erzielt Wiesbaden sogar noch das 4:1 durch Schäffler. Die Aufstiegsträume des HFC erleben einen herben Dämpfer.

Für den Halleschen FC hätte es ein wichtiger Schritt Richtung Aufstieg werden können, doch der SV Wehen Wiesbaden hatte etwas dagegen und entführte drei Punkte.

Die Entscheidung? Kurz flammt noch einmal Hoffnung auf beim HFC: Im Gegenzug gelingt Moritz Heyer das 1:3 durch einen Abstauber (53.). Ein Tor aus dem Nichts. Aber auf einmal ist Halle da und spielt Fußball. Sebastian Mai trifft wenig später per Kopf den Pfosten (59.).

Das Ziegner-Team versuchte sich zu sammeln und zeigte in der 17. Minute das erste ernsthafte Lebenszeichen. Sebastian Mai schmetterte die Kugel in die Maschen, der Treffer zählte aber wegen einer Abseitsstellung nicht. Fünf Minuten später war es dann aber passiert, die Hessen legten nach. Nicklas Shipnoski wurde mit einem langen Pass auf die Reise geschickt und versenkte das Streitobjekt am langen Pfosten. Der SVWW war gnadenlos effektiv. Nicht so die Hallenser, die bis zur Pause ohne Ertrag blieben.

Die Gäste vom Anpfiff weg hellwach und überlegen. In der ersten vier Minuten holt der SVWW vier Ecken raus. Folgerichtig auch die frühe Führung: Moritz Kuhn haut einen Freistoß aus 25 Metern ins Eck – ein Traumtor zum 0:1 (7.).

Bei Halle blieb Björn Jopek in der Kabine, für ihn kam Braydon Marvin Manu. Für den HFC gab es in der zweiten Hälfte nur die Alternative: Hopp oder Top. Dementsprechend engagiert gingen die Saalestädter zu Werke und erarbeiteten sich Feldvorteile. Abgezockter waren aber mal wieder die Wiesbadener, die in der 52. Minute zum 3:0 kamen. Jules Schwadorf leitete zu Manuel Schäffler weiter, der problemlos den Ball im Tor unterbrachte. Ganz gaben sich die Saalestädter dann doch nicht geschlagen. Nach einem Eckstoß lauerte Moritz Heyer (54.) am langen Pfosten und drückt das Leder ins Netz. Was war hier noch zu holen? Halle drückte, das 2:3 vergab Christian Tiffert drei Minuten vor dem Ende: Er schob die Kugel aus aussichtsreicher Position links vorbei. Die Gäste aus Hessen waren dagegen immer noch nicht satt und erzielten in der Nachspielzeit das 4:1. Schäffler lief nach Flanke des Ex-Chemnitzers Florian Hansch in Position und köpfte ein – mitten ins Herz der Hallenser. Wehen Wiesbaden hatte drei Punkte gewonnen, der Hallesche FC an Boden verloren.

Nachdem Wechsel zunächst dasselbe Bild. Die Gäste kombinieren munter weiter und Halle guckt nur zu. So auch beim 0:3: Manuel Schäffler darf den Ball völlig ungestört aus drei Metern einschieben (52.).

Rüdiger Rehm (SV Wehen Wiesbaden): “Wir sind heute unglaublich glücklich, die Punkte aus Halle mitgenommen zu haben. Wir hatten in der Anfangsphase des Spiels durch unsere beiden schnellen Tore den Gegner angeknackst. In der zweiten Halbzeit haben wir durch das schnelle 3:0 fast das Spiel für uns entschieden. Der Gegner hielt aber gut dagegen und verkürzte. Das 4:1 für uns war dann die Zugabe.”

Torsten Ziegner (Hallescher FC): “Wir sind heute bei der tollen Kulisse leider zu schnell in Rückstand geraten. Wir hätten heute eine richtig guten Tag gebraucht, um zu gewinnen. Den hatten wir aber nicht. Die Wiesbadener waren uns in ihrer brutalen Effektivität überlegen und haben letztendlich verdient gewonnen.”

So wird das nichts mit dem Aufstieg! Den Liga-Knaller gegen Wehen Wiesbaden verliert Halle klar 1:4 (0:2) und verpasst vor 8017 Zuschauern den Sprung auf den Relegationsplatz.

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Die Gäste können zur Pause noch höher führen. HFC-Torwart Kai Eisele lenkt einen Schuss von Jules Schwadorf über die Latte (36.) – Glück für Halle.

Naja, da hat die Stolpertruppe wieder ganze Arbeit geleistet. Ganze 8000 Zuschauer waren da. Ganz Halle ist aus dem Häuschen! Tja, bin auf die Stimme von Dirk Brocki gespannt. Kleiner Tipp von mir: da werden einige Spieler den Verein verlassen. Vielleicht sogar zu den Absteigern aus der 2 Liga? Die haben Geld und Ansprüche Dirk. Hat Halle das dann auch? Ich denke nicht. Ich mache mir erstmal ein Bier auf. Spielerisch war es ja wieder eine Offenbarung. Toller Lauf der Hallenser. Weiter so. Dynamische Grüße

Der Hallescher FC hat im Ostduell bei Hansa Rostock einen Sieg nur knapp verpasst. Die Saalestädter mussten sich nach einem späten Gegentor mit einem Unentschieden begnügen und stehen weiterhin auf dem vierten Platz.

Wer hätte das gedacht? Der Tabellendritte Hallescher FC hat gegen den Drittletzten Energie Cottbus verloren. Und das in letzter Minute und nach einer Führung zur Pause.

Die sportliche Qualifikation ist lediglich die erste Aufstiegshürde zur 3. Liga, über die endgültige Zulassung entscheidet das DFB-Lizenzverfahren. Neben Spitzenreiter CFC sind andere Bewerber jedoch rar gesät.

Der Hallesche FC verliert zwar sein Heimspiel gegen Cottbus – aber nicht seine in dieser Saison erfrischende Einstellung. Die Stadt darf sich auf die kommenden Fußballwochen freuen. Eine Einschätzung.

Der SV Wehen Wiesbaden hat im Aufstiegsrennen einen wichtigen Sieg eingefahren und beim Halleschen FC mit 4:1 gewonnen. Die Hessen profitierten vor allem von einer schwungvollen ersten Hälfte – hatten aber auch Glück, dass die Partie Mitte des zweiten Durchgangs nicht noch einmal kippte.

Halles Trainer Torsten Ziegner verzichtete nach dem 1:1 in Rostock auf personelle Wechsel und schickte dieselben elf Spieler von Beginn an ins Rennen.

Wehens Coach Rüdiger Rehm tauschte dagegen nach dem 2:0 gegen Münster einmal Personal aus: Gül ersetzte Titsch Rivero (Bank) im zentralen Mittelfeld.

Die Gäste aus Wiesbaden legten munter und mit Schwung los. Innerhalb der ersten sechs Minuten erarbeiteten sie sich allein fünf Eckstöße. Gefährlich wurde es aber nur bei Mrowcas Kopfballversuch aus kurzer Distanz, den Eisele parierte (6.). Nur eine Minute später lag der Ball aber im Kasten: Kuhn schoss einen Freistoß aus 24 Metern direkt ins rechte Eck – Traumtor (7.)! Danach blieb das Rehm-Team zielstrebiger, Halle hätte durch Mai beinahe den Ausgleich erzielt. Der Kopfball des Allrounders rauschte knapp über die Latte (15.).

Dann war es ein Geniestreich von Mrowca, der zum zweiten Tor der Hessen führte: Der Mittelfeldmann hebelte die HFC-Defensive mit einem 50-Meter-Pass in die Spitze aus. Shipnoski nahm den Ball gekonnt an und schoss ihn platziert ins lange Eck zum 2:0 (23.). In der Folge entwickelte sich eine intensive Partie, in der Schwadorf sogar das dritte Tor des SVWW liegen ließ (35., Glanzparade Eisele). So ging es mit einem Zwei-Tore-Rückstand für Halle, des einzig bei Standards in der Nähe des Strafraum für etwas Gefahr sorgte, in die Pause.

3. Liga, 30. Spieltag F. Köln – Aalen 1:1 (0:0)   Jena – Uerdingen 0:0 (0:0)   TSV 1860 – Meppen 1:0 (1:0)   Karlsruhe – Rostock 1:1 (1:0)   Münster – Haching 3:0 (1:0)   Halle – Wehen 1:4 (0:2)   Großaspach – Würzburg 2:1 (0:0)   Klautern – Osnabrück -:- (-:-)   Lotte – Braunschweig -:- (-:-)   Zwickau – Cottbus -:- (-:-) Die aktuelle Tabelle Wenige Minuten nach der Pause überrumpelte das Rehm-Team Halle mit dem 3:0: Shipnoski legte per Kopfball für Schäffler auf, der die Kugel über die Linie zum 3:0 stocherte (52.). Halle stellte aber schnell wieder den alten Abstand her: Mais Kopfball nach einer Ecke hatte zu wenig Druck, Heyer bugsierte die Kugel ins Tor (53.). Nun war wieder Feuer in der Partie, Mai hätte sogar den Anschlusstreffer erzielen können, traf aber nur den Pfosten (59.).

Nun roch der HFC noch einmal Lunte, zwang Wehen Wiesbaden weit nach hinten – fand jedoch keine Lücken im Abwehrverbund. Sohm wurde erst geblockt (62.), dann schoss er aus guter Position am Kasten vorbei (74.). Der eingewechselte Tiffert verfehlte schließlich aus rund elf Metern das Tor (85.). Spätestens damit war die Partie aus Sicht der Gastgeber gelaufen – in der Nachspielzeit markierte Schäffler mit dem 4:1 die endgültige Entscheidung.

Halle gastiert am Samstag (14 Uhr) in Haching. Wehen Wiesbaden empfängt am Sonntag (14 Uhr) Karlsruhe.

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