Entwarnung nach Bombenalarm in Göttinger Rathaus - NDR.de
In sechs Bundesländern: Rathäuser wegen Bombendrohungen evakuiert
Das Neue Rathaus in Göttingen ist am Dienstag nach einer Bombendrohung evakuiert worden. Auch mehrere andere deutsche Städte waren betroffen. Mittlerweile gibt es in Göttingen Entwarnung.

Aktualisiert um 14 Uhr – Nach der Bombendrohung ist das Neue Rathaus in Göttingen seit 10.15 Uhr wieder für Mitarbeiter geöffnet worden. Spezialisten hatten keine Bombe dort gefunden. Für den Geschäftsbetrieb bleibt das aber den ganzen Tag geschlossen und öffnet erst morgen wieder. 

Sie drohen mit Bomben oder – wie im Falle der Bundestagsabgeordneten Martina Renner (Linke) – damit, Bürger auf offener Straße zu exekutieren. Erst am Montag war nach einer Bombendrohung der Bahnhof Pinneberg kurzzeitig gesperrt worden, eine Woche zuvor hatte es das Flensburger Rathaus getroffen, davor die vier Landgerichte und eine Marktpassage in Heide (Kreis Dithmarschen). Auch der Lübecker Hauptbahnhof war betroffen. Bei keinem der Vorfälle waren später verdächtige Gegenstände gefunden worden.

Die Menschen reagierten verständnisvoll. Für die Mitarbeiter der Verwaltung war bereits am Vormittag Feierabend, wie der Pressesprecher der Stadt verriet. Sie durften ihre Sachen holen und nach Hause fahren. Auch die Garagen waren zuvor untersucht und wieder freigegeben worden.

Die verdächtige E-Mail war gegen 1.30 Uhr bei der Stadtverwaltung eingegangen und am Morgen bei der Durchsicht der Mails aus der Nacht entdeckt worden. Die Mail wird jetzt von Spezialisten genau unter die Lupe genommen, um möglicherweise Hinweise auf den Täter zu bekommen.

Um die mögliche Bombe zu finden, waren nach Polizeiangaben vom Mittag zwei Sprengstoffhunde eingesetzt worden. Die zeitweilige Sperrung der Geismar Landstraße hatte auch Auswirkungen auf den Busverkehr. Die Linien 21, 22, 73 mussten kurzzeitig umgeleitetet werden, wie Stephanie Gallinat-Mecke, Pressesprecherin der Göttinger Verkehrsbetriebe, bestätigte. Mittlerweile läuft der Busverkehr aber wieder ganz normal.

▶︎ In Göttingen erklärte eine Polizeisprecherin am Morgen: Alles ist abgesperrt. Der Plan ist, das Gebäude mit Sprengstoffspürhunden zu durchsuchen. Es sei eine anonyme Bombendrohung eingegangen. Die Straßen um das Rathaus wurden gesperrt, der öffentliche Personennahverkehr wurde umgeleitet.

Bei der Stadtverwaltung war in der Nacht zu Dienstag eine anonyme E-Mail eingegangen, in der von einer im Neuen Rathaus deponierten Bombe die Rede war. Daraufhin wurde das Gebäude geräumt. Auch der nähere Bereich um das Rathaus an der Südseite des Stadtwalls wurde abgesperrt. Die Geismar Landstraße, die unmittelbar am Rathaus vorbeiführt, war zwischenzeitlich ebenfalls nicht befahrbar. Geschäfte und Läden in der Nähe hatten geschlossen. 

Nicht nur in Göttingen gab es am Dienstagmorgen Bombendrohungen gegen Rathäuser. Alle Drohungen sollen anonym formuliert worden sein. Mindestens ein halbes Dutzend andere Städte sind laut Medienberichten betroffen. Demnach gibt es Drohungen gegen Rathäuser in

▶︎ In Kaiserslautern war eine Drohmail eingegangen, sagte ein Polizeisprecher. Der Bereich rund um das Rathaus wurde weiträumig abgesperrt, es habe aber keine konkrete Bedrohungslage gegeben. Mehr als 1000 Mitarbeiter der Stadtverwaltung waren betroffen.

Über soziale Medien erklärten die Beamten aus Göttingen, dass Spezialisten gerade die Gefahrenlage prüfen würden. Bei Facebook und Twitter heißt es: "Wir bitten, das neue Rathaus und die nähere Umgebung derzeit zu meiden." Zugleich warnt die Polizei, Spekulationen zu verbreiten. 

#Rathaus #Kaiserslautern ENTWARNUNG! Die Rathaus-Gebäude wurden abgesucht. Es wurde kein verdächtiger Gegenstand gefunden. Die Gebäude sind jetzt wieder freigegeben. Die Polizei rückt ab. ….Die Ermittlungen dauern natürlich an.

Im Jahr 2017 häuften sich die Bombendrohungen gegen das Rathaus in Kassel. Allein bis Anfang Mai waren es insgesamt drei Bombendrohungen. Jedesmal musste die Polizei aus Sicherheitsgründen das Rathaus und die Umgebung räumen. Beispielsweise durften die Straßenbahnen nicht über die Obere Königsstraße fahren. Sie wurden über den Scheidemannplatz umgeleitet. In der Regel kamen die Drohungen per E-Mail an.

▶︎ Im saarländischen Neunkirchen (Saarland) lief am Morgen ein Polizeieinsatz nach einer Bombendrohung. Das Rathaus bleibt vorübergehend geschlossen, sagte eine Sprecherin der Polizei in Saarbrücken.

Bis heute gibt es noch keine konkreten Hinweise auf einen Täter. Die HNA hatte sich damals in Absprache mit der Polizei dazu entschieden, die Berichterstattung zu allen folgenden Bombendrohungen gegen das Kasseler Rathaus klein zu halten, um Nachahmer-Taten zu verhindern.

▶︎ In Augsburg gab es nach einer Gewaltandrohung am Morgen einen Großeinsatz der Polizei, das Rathaus wurde evakuiert; Straßenbahnlinien, die über den Rathausplatz fahren, wurden gestoppt.

*1974, Soziologie- und Politikstudium, bei der HNA ab 1994 freier Mitarbeiter, elf Jahre lang Kulturredakteur, mittlerweile in der Online-Redaktion. Am liebsten in Laufschuhen und auf dem Rad unterwegs.

Jahrgang 1981. Seit 2011 Online-Redakteurin bei der HNA. Spezialgebiete: SEO (Suchmaschinenoptimierung) und Regiowiki. Bevorzugt Ahle Worscht, Katzen und guten Humor.

*1961 in Hameln. Nach dem Studium in Göttingen lange HNA-Berichterstatter in Nordhessen. Seit 2011 Leiter der Göttinger Redaktion.

Inzwischen sind die Gebäude abgesucht – ein verdächtiger Gegenstand wurde nicht gefunden. Die Gebäude seien jetzt wieder freigegeben, teilten die Beamten via Twitter mit.

Seit 1999 freiberuflich für die HNA tätig, hauptsächlich in Göttingen. Schwerpunkte: Luftbilder und Blaulicht, aber nicht nur.

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▶︎ Die Polizei hat nach der Durchsuchung des Chemnitzer Rathauses mit mehr als 50 Beamten und Sprengstoffhunden keine verdächtigen Gegenstände gefunden.

Nach per E-Mail verschickten Bombendrohungen sind am Dienstagmorgen in sechs deutschen Städten Rathäuser geräumt worden. Die Rathäuser wurden zur Sicherheit in Augsburg (Bayern), Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz), Chemnitz (Sachsen), Göttingen (Niedersachsen), Neunkirchen (Saarland) und Rendsburg (Schleswig-Holstein) evakuiert. In Neunkirchen wurde auch ein Kindergarten geräumt.

Die Drohungen gingen in der Nacht offenbar direkt an die E-Mail-Adressen der jeweiligen Rathäuser. Dies bestätigten Ermittler in mehreren der betroffenen Städte. Der Absender sei nicht nachvollziehbar. Die Mails hätten keine Unterschrift gehabt, sagte Kriminalhauptkommissar Gerd Molter.

Der Bombenalarm im Neuen Rathaus in Göttingen ist am Vormittag wieder aufgehoben worden. “Wir haben Hinweise, dass es keinen ernsthaften Hintergrund und keine konkrete Bedrohung gibt”, sagte eine Polizeisprecherin gegenüber NDR.de. Deshalb sei der Einsatz gegen 10.10 Uhr beendet und alle Absperrungen wieder entfernt worden. Zuvor hatten zwei Spürhunde das evakuierte Gebäude nach Sprengstoff durchsucht, ohne etwas Verdächtiges zu finden. Die Rathaus-Mitarbeiter durften daraufhin wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Der Besucherverkehr wurde zunächst aber noch nicht wieder aufgenommen.

Wir stehen mit allen Städten untereinander in Kontakt. Die Schreiben waren so formuliert, dass wir zu diesen drastischen Maßnahmen gegriffen haben, sagte Polizeisprecher Michael Jakob WELT. Inzwischen gibt es in allen Städten Entwarnung. Es wurden keine gefährlichen Gegenstände gefunden.

Seit Monaten gibt es eine deutschlandweite Serie von Drohschreiben mutmaßlicher Rechtsextremer an Politiker, Gerichte, aber auch Rathäuser, Finanzämter, Anwaltskanzleien und Verlage. Die Berliner Staatsanwaltschaft, die federführend ermittelt, spricht inzwischen von mehr als 100 Fällen. Schon mehrfach wurden Gebäude evakuiert, Sprengkörper wurden aber bislang nicht gefunden. Ob die heutigen Fälle damit in Zusammenhang stehen, ist noch unklar.

Wir wissen, dass es am Jahresanfang ja mit ähnlichen Drohungen Gerichtsgebäude getroffen hat, sagte Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen der Polizeigewerkschaft (DPolG), WELT. Bei den jetzigen Fällen könnten es Nachahmungstäter sein, müssen aber nicht, so Wendt. Man muss es ja ernst nehmen. Bei der derzeitigen erhöhten Terrorgefahr entscheidet man auch anders als früher.

In Göttingen hatte die Polizei das Neue Rathaus gegen 8.30 Uhr geräumt, nachdem in der Nacht per Mail eine anonyme Drohung eingegangen war. Laut Stadtverwaltung soll der Absender gedroht haben, in dem 16-geschossigen Büroturm eine Explosion auszulösen. Die Beamten sperrten daraufhin alle Zufahrtstraßen rund um den Hiroshimaplatz weiträumig ab und leiteten den öffentlichen Nahverkehr um.

Dass die Anzahl der Vorfälle massiv zunehme, glaubt er nicht. Die Fälle werden nicht in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. Dafür ist es dann doch zu wenig. Es ist kein Massenphänomen, so Wendt. Mal werde ein Bahnhof geräumt, mal ein Fußballstadion. Allerdings mit erheblichen Folgen für die Bürger. Er fordert von der Justiz, an die Täter, falls sie gefasst werden, das richtige Signal zu senden. Es ist kein Kavaliersdelikt, 100 Polizeikräfte zu binden. Die Polizei sollte die Kosten der Einsätze konsequent eintreiben. Als Warnung auch an die Trittbrettfahrer: Da kommen schnell 100.000 Euro zusammen, so Wendt.

Auch in fünf weiteren deutschen Städten, darunter Rendsburg in Schleswig-Holstein, wurden die Rathäuser wegen Bombendrohungen geräumt. In Rendsburg gab es am späten Vormittag Entwarnung, nachdem die Polizei das Gebäude mit Hunden überprüft hatte. Von den Drohmails betroffen waren außerdem Augsburg, Kaiserslautern, Chemnitz und Neunkirchen.

In Augsburg hatte es nach der Bombendrohung einen Großeinsatz der Polizei gegeben, Straßenbahnlinien, die über den Rathausplatz fahren, wurden gestoppt. Auf Fotos waren ein halbes Dutzend Streifenwagen rund um das Rathaus zu sehen.

Nach der Bombendrohung in Göttingen ist das Neue Rathaus am Dienstagmorgen um neun Uhr geräumt und nach Sprengstoff durchsucht worden. Kurz nach zehn Uhr gab die Polizei Entwarnung. Nach Angaben der Stadtverwaltung hatte ein unbekannter Absender am Morgen in einer Mail gedroht, eine Explosion in dem 16-geschossigen Büroturm herbeizuführen.

Nach einer Bombendrohung ist am Morgen das Rathaus in Göttingen evakuiert worden. Die Polizei konnte Entwarnung geben, nachdem das Gebäude auf Sprengstoff untersucht wurde.

In Kaiserslautern sei ebenfalls eine Drohmail eingegangen, bestätigte ein Polizeisprecher. Die Einsatzkräfte waren mit Sprengstoffspürhunden vor Ort. Der Bereich rund um das Rathaus war abgesperrt, es kam zu Verkehrsbehinderungen.

Auch im saarländischen Neunkirchen lief am Morgen ein Polizeieinsatz nach einer Bombendrohung. In Chemnitz mussten 200 Mitarbeiter das Rathaus verlassen. Der Wochenmarkt wurde geschlossen, die Händler mussten ihre Stände abbauen.

Erst am Montag hatte es eine Bombendrohung in Pinneberg (Schleswig-Holstein) gegeben, der Bahnhof wurde evakuiert. Zudem gab es Drohungen zuletzt gegen das Rathaus in Flensburg (Schleswig-Holstein) und mehrere Landgerichte. Bislang Unbekannte senden seit längerer Zeit Drohschreiben an verschiedenste Institutionen in Deutschland, darunter auch Finanzämter, Rathäuser, Anwaltskanzleien oder Verlage. Die bei den Ermittlungen federführende Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt inzwischen in mehr als 100 Fällen wegen Drohschreiben an Politiker, Behörden oder Gerichte, sagte ein Sprecher am Dienstag. Ob die Fälle vom Dienstag damit in Zusammenhang stehen, ist allerdings offen.

In mehreren Städten gab es Bombendrohungen. Rathäuser wurden evakuiert. Die Polizei ist mit Sprengstoffspürhunden im Einsatz. Wer steckt hinter der offenbar konzertierten Aktion? Polizeisprecher Michael Jakob mit ersten Erkenntnissen.

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Die Drohungen gingen in der Nacht offenbar direkt an die E-Mail-Adressen der jeweiligen Rathäuser. Dies bestätigten Ermittler in mehreren der betroffenen Städte. Der Absender sei nicht nachvollziehbar. Die Mails hätten keine Unterschrift gehabt, sagte Kriminalhauptkommissar Gerd Molter.

Wir stehen mit allen Städten untereinander in Kontakt. Die Schreiben waren so formuliert, dass wir zu diesen drastischen Maßnahmen gegriffen haben, sagte Polizeisprecher Michael Jakob WELT. Inzwischen gibt es in allen Städten Entwarnung. Es wurden keine gefährlichen Gegenstände gefunden.

Wir wissen, dass es am Jahresanfang ja mit ähnlichen Drohungen Gerichtsgebäude getroffen hat, sagte Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen der Polizeigewerkschaft (DPolG), WELT. Bei den jetzigen Fällen könnten es Nachahmungstäter sein, müssen aber nicht, so Wendt. Man muss es ja ernst nehmen. Bei der derzeitigen erhöhten Terrorgefahr entscheidet man auch anders als früher.

Dass die Anzahl der Vorfälle massiv zunehme, glaubt er nicht. Die Fälle werden nicht in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. Dafür ist es dann doch zu wenig. Es ist kein Massenphänomen, so Wendt. Mal werde ein Bahnhof geräumt, mal ein Fußballstadion. Allerdings mit erheblichen Folgen für die Bürger. Er fordert von der Justiz, an die Täter, falls sie gefasst werden, das richtige Signal zu senden. Es ist kein Kavaliersdelikt, 100 Polizeikräfte zu binden. Die Polizei sollte die Kosten der Einsätze konsequent eintreiben. Als Warnung auch an die Trittbrettfahrer: Da kommen schnell 100.000 Euro zusammen, so Wendt.

In Augsburg hatte es nach der Bombendrohung einen Großeinsatz der Polizei gegeben, Straßenbahnlinien, die über den Rathausplatz fahren, wurden gestoppt. Auf Fotos waren ein halbes Dutzend Streifenwagen rund um das Rathaus zu sehen.

Nach der Bombendrohung in Göttingen ist das Neue Rathaus am Dienstagmorgen um neun Uhr geräumt und nach Sprengstoff durchsucht worden. Kurz nach zehn Uhr gab die Polizei Entwarnung. Nach Angaben der Stadtverwaltung hatte ein unbekannter Absender am Morgen in einer Mail gedroht, eine Explosion in dem 16-geschossigen Büroturm herbeizuführen.

In Kaiserslautern sei ebenfalls eine Drohmail eingegangen, bestätigte ein Polizeisprecher. Die Einsatzkräfte waren mit Sprengstoffspürhunden vor Ort. Der Bereich rund um das Rathaus war abgesperrt, es kam zu Verkehrsbehinderungen.

Auch im saarländischen Neunkirchen lief am Morgen ein Polizeieinsatz nach einer Bombendrohung. In Chemnitz mussten 200 Mitarbeiter das Rathaus verlassen. Der Wochenmarkt wurde geschlossen, die Händler mussten ihre Stände abbauen.

Erst am Montag hatte es eine Bombendrohung in Pinneberg (Schleswig-Holstein) gegeben, der Bahnhof wurde evakuiert. Zudem gab es Drohungen zuletzt gegen das Rathaus in Flensburg (Schleswig-Holstein) und mehrere Landgerichte. Bislang Unbekannte senden seit längerer Zeit Drohschreiben an verschiedenste Institutionen in Deutschland, darunter auch Finanzämter, Rathäuser, Anwaltskanzleien oder Verlage. Die bei den Ermittlungen federführende Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt inzwischen in mehr als 100 Fällen wegen Drohschreiben an Politiker, Behörden oder Gerichte, sagte ein Sprecher am Dienstag. Ob die Fälle vom Dienstag damit in Zusammenhang stehen, ist allerdings offen.