Bombendrohung: Neues Rathaus in Göttingen evakuiert - NDR.de
In sechs Bundesländern: Rathäuser wegen Bombendrohungen evakuiert
Das Neue Rathaus in Göttingen ist am Dienstag nach einer Bombendrohung evakuiert worden. Auch mehrere andere deutsche Städte waren betroffen. Mittlerweile gibt es in Göttingen Entwarnung.

Aktualisiert um 12.15 Uhr – Nach der Bombendrohung ist das Neue Rathaus in Göttingen seit 10.15 Uhr wieder für Mitarbeiter geöffnet worden. Spezialisten hatten keine Bombe dort gefunden. Für den Geschäftsbetrieb bleibt das aber den ganzen Tag geschlossen und öffnet erst morgen wieder. 

Die Menschen reagierten verständnisvoll. Für die Mitarbeiter der Verwaltung war bereits am Vormittag Feierabend, wie der Pressesprecher der Stadt verriet. Sie durften ihre Sachen holen und nach Hause fahren. Auch die Garagen waren zuvor untersucht und wieder freigegeben worden.

Die zeitweilige Sperrung der Geismar Landstraße hatte auch Auswirkungen auf den Busverkehr. Die Linien 21, 22, 73 mussten kurzzeitig umgeleitetet werden, wie Stephanie Gallinat-Mecke, Pressesprecherin der Göttinger Verkehrsbetriebe, bestätigte. Mittlerweile läuft der Busverkehr aber wieder ganz normal.

Bei der Stadtverwaltung war in der Nacht zu Dienstag eine anonyme E-Mail eingegangen, in der von einer im Neuen Rathaus deponierten Bombe die Rede war. Daraufhin wurde das Gebäude geräumt. Auch der nähere Bereich um das Rathaus an der Südseite des Stadtwalls wurde abgesperrt. Die Geismar Landstraße, die unmittelbar am Rathaus vorbeiführt, war zwischenzeitlich ebenfalls nicht befahrbar. Geschäfte und Läden in der Nähe hatten geschlossen. Im Lauf des Vormittags sollten auch noch Sprengstoff-Spürhunde eingesetzt werden.

Nicht nur in Göttingen gab es am Dienstagmorgen Bombendrohungen gegen Rathäuser. Alle Drohungen sollen anonym formuliert worden sein. Mindestens ein halbes Dutzend andere Städte sind laut Medienberichten betroffen. Demnach gibt es Drohungen gegen Rathäuser in

Über soziale Medien erklärten die Beamten aus Göttingen, dass Spezialisten gerade die Gefahrenlage prüfen würden. Bei Facebook und Twitter heißt es: "Wir bitten, das neue Rathaus und die nähere Umgebung derzeit zu meiden." Zugleich warnt die Polizei, Spekulationen zu verbreiten. 

Im Jahr 2017 häuften sich die Bombendrohungen gegen das Rathaus in Kassel. Allein bis Anfang Mai waren es insgesamt drei Bombendrohungen. Jedesmal musste die Polizei aus Sicherheitsgründen das Rathaus und die Umgebung räumen. Beispielsweise durften die Straßenbahnen nicht über die Obere Königsstraße fahren. Sie wurden über den Scheidemannplatz umgeleitet. In der Regel kamen die Drohungen per E-Mail an.

Bis heute gibt es noch keine konkreten Hinweise auf einen Täter. Die HNA hatte sich damals in Absprache mit der Polizei dazu entschieden, die Berichterstattung zu allen folgenden Bombendrohungen gegen das Kasseler Rathaus klein zu halten, um Nachahmer-Taten zu verhindern.

*1974, Soziologie- und Politikstudium, bei der HNA ab 1994 freier Mitarbeiter, elf Jahre lang Kulturredakteur, mittlerweile in der Online-Redaktion. Am liebsten in Laufschuhen und auf dem Rad unterwegs.

Jahrgang 1981. Seit 2011 Online-Redakteurin bei der HNA. Spezialgebiete: SEO (Suchmaschinenoptimierung) und Regiowiki. Bevorzugt Ahle Worscht, Katzen und guten Humor.

*1961 in Hameln. Nach dem Studium in Göttingen lange HNA-Berichterstatter in Nordhessen. Seit 2011 Leiter der Göttinger Redaktion.

Seit 1999 freiberuflich für die HNA tätig, hauptsächlich in Göttingen. Schwerpunkte: Luftbilder und Blaulicht, aber nicht nur.

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Nach per E-Mail verschickten Bombendrohungen sind am Dienstagmorgen in sechs deutschen Städten Rathäuser geräumt worden. Die Rathäuser wurden zur Sicherheit in Augsburg (Bayern), Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz), Chemnitz (Sachsen), Göttingen (Niedersachsen), Neunkirchen (Saarland) und Rendsburg (Schleswig-Holstein) evakuiert.

Die Drohungen gingen in der Nacht offenbar direkt an die E-Mail-Adressen der jeweiligen Rathäuser. Dies bestätigten Ermittler in mehreren der betroffenen Städte. Nähere Angaben zu dem weiteren Inhalten der Drohmails und zum Absender gab es zunächst nicht.

Wir stehen mit allen Städten untereinander in Kontakt. Die Schreiben waren so formuliert, dass wir zu diesen drastischen Maßnahmen gegriffen haben, sagte Polizeisprecher Michael Jakob in WELT. Inzwischen gibt es in allen Städten Entwarnung. Es wurden keine gefährlichen Gegenstände gefunden.

In Augsburg hatte es nach der Bombendrohung einen Großeinsatz der Polizei gegeben, Straßenbahnlinien, die über den Rathausplatz fahren, wurden gestoppt. Auf Fotos waren ein halbes Dutzend Streifenwagen rund um das Rathaus zu sehen.

Nach der Bombendrohung in Göttingen ist das Neue Rathaus am Dienstagmorgen um 9 Uhr geräumt und nach Sprengstoff durchsucht worden. Kurz nach 10 Uhr gab die Polizei Entwarnung.

In Kaiserslautern sei ebenfalls eine Drohmail eingegangen, bestätigte ein Polizeisprecher. Die Einsatzkräfte waren mit Sprengstoffspürhunden vor Ort. Der Bereich rund um das Rathaus war abgesperrt, es kam zu Verkehrsbehinderungen.

Auch im saarländischen Neunkirchen lief am Morgen ein Polizeieinsatz nach einer Bombendrohung. In Chemnitz mussten 200 Mitarbeiter das Rathaus verlassen. Der Wochenmarkt wurde geschlossen, die Händler mussten ihre Stände abbauen.

Erst am Montag hatte es eine Bombendrohung in Pinneberg gegeben, der Bahnhof wurde evakuiert. Zudem gab es Drohungen zuletzt gegen das Flensburger Rathaus und mehrere Landgerichte. Bislang Unbekannte senden seit längerer Zeit Drohschreiben an verschiedenste Institutionen in Deutschland, darunter auch Finanzämter, Rathäuser, Anwaltskanzleien oder Verlage.

Sie drohen mit Bomben oder – wie im Falle der Bundestagsabgeordneten Martina Renner (Linke) – damit, Bürger auf offener Straße zu exekutieren. Schon mehrfach wurden Gebäude daraufhin evakuiert, Sprengkörper wurden aber bislang nicht gefunden. Die bei den Ermittlungen federführende Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt inzwischen in mehr als 100 Fällen wegen Drohschreiben mutmaßlicher Rechtsextremer an Politiker, Behörden oder Gerichte, sagte ein Sprecher am Dienstag. Ob die Fälle vom Dienstag damit in Zusammenhang stehen, war zunächst offen.

In mehreren Städten gab es Bombendrohungen. Rathäuser wurden evakuiert. Die Polizei ist mit Sprengstoffspürhunden im Einsatz. Wer steckt hinter der offenbar konzertierten Aktion? Polizeisprecher Michael Jakob mit ersten Erkenntnissen.

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Die Drohungen gingen in der Nacht offenbar direkt an die E-Mail-Adressen der jeweiligen Rathäuser. Dies bestätigten Ermittler in mehreren der betroffenen Städte. Nähere Angaben zu dem weiteren Inhalten der Drohmails und zum Absender gab es zunächst nicht.

Wir stehen mit allen Städten untereinander in Kontakt. Die Schreiben waren so formuliert, dass wir zu diesen drastischen Maßnahmen gegriffen haben, sagte Polizeisprecher Michael Jakob in WELT. Inzwischen gibt es in allen Städten Entwarnung. Es wurden keine gefährlichen Gegenstände gefunden.

In Augsburg hatte es nach der Bombendrohung einen Großeinsatz der Polizei gegeben, Straßenbahnlinien, die über den Rathausplatz fahren, wurden gestoppt. Auf Fotos waren ein halbes Dutzend Streifenwagen rund um das Rathaus zu sehen.

Nach der Bombendrohung in Göttingen ist das Neue Rathaus am Dienstagmorgen um 9 Uhr geräumt und nach Sprengstoff durchsucht worden. Kurz nach 10 Uhr gab die Polizei Entwarnung.

In Kaiserslautern sei ebenfalls eine Drohmail eingegangen, bestätigte ein Polizeisprecher. Die Einsatzkräfte waren mit Sprengstoffspürhunden vor Ort. Der Bereich rund um das Rathaus war abgesperrt, es kam zu Verkehrsbehinderungen.

Auch im saarländischen Neunkirchen lief am Morgen ein Polizeieinsatz nach einer Bombendrohung. In Chemnitz mussten 200 Mitarbeiter das Rathaus verlassen. Der Wochenmarkt wurde geschlossen, die Händler mussten ihre Stände abbauen.

Erst am Montag hatte es eine Bombendrohung in Pinneberg gegeben, der Bahnhof wurde evakuiert. Zudem gab es Drohungen zuletzt gegen das Flensburger Rathaus und mehrere Landgerichte. Bislang Unbekannte senden seit längerer Zeit Drohschreiben an verschiedenste Institutionen in Deutschland, darunter auch Finanzämter, Rathäuser, Anwaltskanzleien oder Verlage.

Sie drohen mit Bomben oder – wie im Falle der Bundestagsabgeordneten Martina Renner (Linke) – damit, Bürger auf offener Straße zu exekutieren. Schon mehrfach wurden Gebäude daraufhin evakuiert, Sprengkörper wurden aber bislang nicht gefunden. Die bei den Ermittlungen federführende Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt inzwischen in mehr als 100 Fällen wegen Drohschreiben mutmaßlicher Rechtsextremer an Politiker, Behörden oder Gerichte, sagte ein Sprecher am Dienstag. Ob die Fälle vom Dienstag damit in Zusammenhang stehen, war zunächst offen.