Live-Video: Weltraumsonde der NASA landet auf dem Mars
Gefährliches Manöver: Nasa-Roboter “InSight” landet auf dem Mars – Live-Stream
Verfolgen Sie im Live-Stream, wie die Nasa-Sonde InSight ihre letzte Etappe zur Oberfläche des Roten Planeten zurücklegt und (hoffentlich) ihre Arbeit aufnimmt.

Die letzte erfolgreiche Landung auf dem Mars liegt schon einige Jahre zurück: 2012 brachte die Nasa den Roboter Curiosity auf den Roten Planeten. Eine weitere Mission der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa ging 2016 schief – die Testsonde Schiaparelli zerschellte beim Landeversuch.

▶︎ Zuletzt hatte die Nasa 2012 den Rover Curiosity erfolgreich auf den Mars gebracht. Landungen auf dem roten Planeten gelten als extrem schwierig – nur rund 40 Prozent aller bisher weltweit gestarteten Mars-Missionen waren der Nasa zufolge erfolgreich. Die USA sind das bisher einzige Land, das es geschafft hat, funktionierende Forschungsrover auf dem Mars abzusetzen.

Nun der nächste Anlauf. Und so soll es ablaufen: Gegen 20.47 Uhr soll die Nasa-Sonde InSight in die Mars-Atmosphäre eintreten und rund sechseinhalb Minuten später sicher auf dem Boden aufsetzen. Für das Nasa-Team auf der Erde ist diese Phase das große Bibbern. Die Ingenieure und Wissenschaftler bezeichnen sie als sechseinhalb Minuten des Grauens.

Nur wenige Minuten nach dem Aufsetzen erreichte die Kommandozentrale das erste Foto der Sonde. Zu sehen ist nicht viel, denn die Linse ist verschmutzt. Für die Forscher ist es aber von höchstem Wert. Es bedeutet: Die Kamera funktioniert, die Funkverbindung arbeitet einwandfrei und das alles in vielen Millionen Kilometern Entfernung von der Erde.

Diese Umschreibung ist durchaus berechtigt: Nur rund 40 Prozent der bisherigen Missionen zum äußerten der inneren Planeten unseres Sonnensystems waren erfolgreich. Eine Vielzahl von Missionen – darunter Schiaparelli – scheiterte.

Bei jedem kleinen Schritt – dem Abkoppeln vom Antrieb, dem Eindringen in die Mars-Atmosphäre und dem Entfalten des Fallschirms – klatschten die Wissenschaftler in der Kommando-Zentrale in Pasadena (Kalifornien) Beifall. Am Ende ertönte dann Riesenjubel, als klar war, dass der Roboter die Oberfläche des Roten Planeten erreicht hat.

Vor allem die Atmosphäre unseres Nachbarplaneten macht die Mission ein Stück weit unberechenbar: Die dünne Lufthülle des Mars vermindert die Bremswirkung der Fallschirme deutlich. Die Sonde könnte also so hart auf dem Roten Planeten aufschlagen, dass die Sonde beschädigt wird. Dazu kommt, dass die Sonde mit schweren Hitzeschilden ausgerüstet ist, damit sie beim Eintritt in die Mars-Atmosphäre nicht verglüht. Innerhalb von nur drei Minuten erhitzt sich die Hülle der Sonde auf 1500 Grad Celsius. Dementsprechend schwer ist die Sonde: Das Landegerät wiegt 358 Kilogramm.

📸 Wish you were here! @NASAInSight sent home its first photo after #MarsLanding:InSights view is a flat, smooth expanse called Elysium Planitia, but its workspace is below the surface, where it will study Mars deep interior. pic.twitter.com/3EU70jXQJw

Mars Insight: Nasa hofft auf Langeweile auf dem Mars – Golem.de

Zu den Fehlschlägen zählt auch der erste europäische Versuch einer Marslandung vor 15 Jahren: Im Dezember 2003 verschwand das in Großbritannien gebaute Mini-Landegerät Beagle 2 spurlos. Jahrelang herrschte Rätselraten um sein Schicksal, denn der Lander meldete sich nie wieder. Erst im Januar 2015 gelang es der Nasa, das verstummte Landegerät auf der Mars-Oberfläche zu fotografieren.

So aber scheint der Mars tot zu sein, obwohl die Nasa den Roten Planeten einen Zwilling der Erde nennt. Denn vor vier Milliarden Jahren waren beide gleich, so der Stand der Forschung. Die Zwillinge waren warm und nass und hatten eine dicke Atmosphäre. Auf der Erde entstanden in den Ozeanen erste einfältige, einzellige Lebensformen. Auch der Mars hatte reichlich Wasser, noch heute ziehen sich Adern von ausgetrockneten Strömen über den Planeten, die in kahle Ebenen münden, womöglich einst Meere. Dort könnte eine von der Erde unabhängige, zweite Geburt des Lebens stattgefunden haben.

Landung am Montag – Mars-Maulwurf auf der Zielgeraden

Die Reibung mit der Mars-Atmosphäre soll die Sonde abbremsen, bis sich zwölf Kilometer über dem Boden ein Fallschirm öffnet. An ihm wird der Lander dann der Planetenoberfläche entgegen schweben. In 1200 Metern Höhe wird der Fallschirm abgetrennt, und InSight soll – von Triebwerken gebremst – möglichst sanft auf der Marsebene Elysium Planitia aufsetzen. Die Experten sprechen von einem hochkomplexen und einem der riskantesten Raumfahrtmanöver überhaupt.

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Ob InSight erfolgreich landet und seine Solarzellen entfalten kann, HÖREN die Astronomen. Wenn der Lander in die Marsatmosphäre eindringt, wird er Funksignale absetzen. Ganz simple Töne, teilt die Nasa mit. Die werden von Wissenschaftlern an zwei Orten der Erde abgehört: Im Observatorium in Green Park (US-Bundesstaat West Virginia) und im Max-Planck-Institut in Effelsberg (Deutschland).

Es ist eine wahrlich große Tragödie. Denn mit etwas planetarer Fortune könnte es auf dem Mars heute deutlich sichtbares Leben geben. So aber steht ein schrecklicher Verdacht im Weltenraum: Womöglich ist ein so lauschiges, blau funkelndes Örtchen wie die Erde extrem selten im kalten All. Und der Mensch dann vielleicht das am höchsten entwickelte Wesen des Universums. Sollen wir wirklich alles sein? Nach 13,81 Milliarden Jahren Sein, Existenz, Dinglichkeit des Kosmos? Wie sinnlos.

Und jetzt kommt der Kracher: Nach dem Aufsetzen wird InSight rufen: I made it – zu deutsch: Ich habs geschafft. Sieben Minuten später soll der gleiche Ausruf noch einmal abgegeben werden, nur lauter und klarer, schreibt die Nasa auf ihrer Homepage.

Video: LIVE Mars-Landung des Roboters “InSight”

Der Roboter soll über die kommenden zwei Jahre mehrere Messungen machen. Im Gegensatz zu vorherigen Missionen wie Curiosity soll InSight dabei fest an einem Platz bleiben. Im Wesentlichen sollen das Innere und der Aufbau des Planeten untersucht werden. Dazu sollen in den kommenden beiden Jahren Entwicklung, Struktur und physikalische Eigenschaften von Kruste, Mantel und Kern des Roten Planeten erforscht werden.

Bis die Mission nach einer erfolgreichen Landung erste Daten liefert, wird es noch einige Monate dauern. Etwa zwei bis drei Monate sind für die Auswahl der Einsatzorte der Messgeräte geplant, ein weiterer Monat für die Kalibrierung. Erste Ergebnisse sollen, mit Glück, in sechs Monaten vorliegen. Da es mit Mars Insight auf dem Planeten nur ein einziges Seismometer gibt, müssen die Wissenschaftler auf starke Marsbeben hoffen, um die Beben mit einigen Tricks auch ohne direkte Triangulation der Laufzeiten der Wellen auf dem Mars orten zu können. In der Pressekonferenz äußerten die Forscher die Hoffnung auf ein halbes bis mehrere Dutzend ausreichend starker Beben innerhalb von zwei Jahren.

Für die entsprechenden Messungen sind Geräte des Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der französischen Raumfahrtagentur Cnes an Bord: Das DLR hat für die Mission den Maulwurf HP3 entwickelt, der sich nach der Landung bis zu fünf Meter tief in den Boden graben soll, um dort Temperatur und Wärmeleitfähigkeit zu erforschen. Gelingt die Operation, dann wäre es das tiefste Loch, das bislang mit menschengemachter Technik auf einem fremden Himmelskörper entstand.

Die Wissenschaftler der beteiligten Raumfahrtagenturen hoffen, den Lander auf einer möglichst langweiligen Sandwüste zu landen. Besonders die Temperaturmessung würde von einem Sandboden profitieren, da sich das Gerät dazu in den Boden eingraben soll und dabei höchstens Steine bis etwa fünf Zentimeter Größe aus dem Weg schieben kann. Freilich wurde die Gegend so auswählt, dass sie möglichst fern von Steinen und Einschlagkratern liegt. Aber letztere finden sich überall auf dem Mars. Mit der letzten Kurskorrektur sollte einer kleinen Gruppe von Kratern ausgewichen werden. Da der Landeort aber nur auf einige Kilometer genau angesteuert werden kann, kommt es letztlich auf das Glück an.

Nächste Woche wird ein Maulwurf auf dem Mars ausgesetzt. Er soll sich in den Boden graben und dort Messungen durchführen.

Das Ziel der Mission ist es, durch Auswertung von seismischen Wellen, Unregelmäßigkeiten in der Rotation und der Temperaturen Erkenntnisse über den inneren Aufbau des Mars zu gewinnen. Der Mars hat etwa den doppelten Durchmesser des Mondes, aber nur den halben Durchmesser der Erde. Zusätzliche Daten von einem Himmelskörper einer Zwischengröße sollen das Wissen über die Entstehung und Entwicklung von Planeten im Sonnensystem verbessern. Das gleiche Ziel verfolgte die vor kurzem beendete Mission Dawn bei der Untersuchung von Vesta und Ceres.

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Raumfahrt – Ein Bohrer für den Mars

Die Franzosen wollen zusätzlich Wellen aufzeichnen, die von Marsbeben und Meteoriteneinschlägen ausgehen und durch den Planeten laufen. Zu dem Seismometer haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) beigetragen, wissenschaftlich beteiligt ist auch das DLR.

Zu sehen auf der Videoplattform Youtube unter dem Suchbegriff Mission Control Live: NASA InSight Mars Landing. Die Sonde soll sich langsam in bis zu fünf Meter Tiefe eingraben und Daten sammeln, die helfen sollen, den Aufbau des Mars besser zu verstehen und Rückschlüsse auf die frühe Entwicklung der Erde zu ermöglichen. Die Mission kostet rund 650 Millionen-Euro-Mission.

Dem Roten Planeten seine Geheimnisse abringen – diese Weltraummission wird die Wissenschaftler zwei Jahre lang in Atem halten.

Computeranimation von “InSight”: Der stationäre Roboter soll mehr über Aufbau und Dynamik der Marsoberfläche herausfinden. (Quelle: dpa)

Der Countdown läuft: Der am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelte und gebaute Marsmaulwurf HP3 ist im Anflug.

Es war ein extrem schwieriges Manöver: Zum ersten Mal seit der Mission “Curiosity” landete eine Sonde auf dem Mars. Viele Zuschauer verfolgten das Manöver, am Ende war der Jubel groß.

20:50 Uhr MEZ: In einer Höhe von 11,1 Kilometer und einer Geschwindigkeit von 385 Metern pro Sekunde öffnet sich der Fallschirm, 15 Sekunden später erfolgt die Abtrennung des Hitzeschutzschildes (Höhe 9,5 Kilometer, Geschwindigkeit 117 Meter pro Sekunde). Wenige Sekunden später fahren die Landebeine aus und das Landeradar wird aktiviert. Etwa 60 Sekunden vor der Landung, in einer Höhe von 2,4 Kilometer, sollte das Radarsystem die Oberfläche erfasst haben. Die NASA-Sonde Mars Reconnaissance Orbiter beginnt um 20:50 Uhr damit, für zwei Minuten Aufnahmen zu machen, um ggf. die Landung zu fotografieren.

Nach rund siebenmonatigem Flug ist die Nasa-Sonde InSight erfolgreich auf dem Mars gelandet. “Landung bestätigt!” teilte die US-Weltraumbehörde am Montag aus ihrem Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena mit. Dort brach Jubel aus, Wissenschaftler sprangen von ihren Sitzen auf und umarmten sich.

InSight Livestream: NASA überträgt die Landung des Mars-Roboters ab 20:00 Uhr Live auf YouTube (360°)

Die Freude war besonders groß, da die Landung ein extrem kompliziertes Manöver von sechseinhalb Minuten Länge erfordert hatte. Das sanfte Aufsetzen auf unserem Nachbarplaneten zählt zu den schwierigsten Unterfangen der Raumfahrt.

Die NASA-Sonde InSight war Anfang Mai 2018 an Bord einer Atlas-Trägerrakete vom kalifornischen Luftwaffenstützpunkt Vandenberg aus gestartet. Nach einer Reise von 484.773.006 Kilometern soll InSight heute Abend auf dem Mars aufsetzen. InSight steht für Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport und ist die erste Marsmission, die das Innere des Roten Planeten genauer erforschen soll. Europäische und deutsche Institute haben an dieser Mission einen bedeutenden Anteil.

Die USA sind das bisher einzige Land, das es geschafft hat, funktionierende Forschungsrover auf dem Mars abzusetzen.

21.00 Uhr MEZ: Landung erfolgreich, nach einigen Minuten kam auch das erste Bild: (Foto: NASA TV). Noch ist eine Schutzhülle über der Linse, auf der noch Staub ist. Es ist zudem ein Fischaugenobjektiv, der Horizont ist also eigentlich flach. Alles ist bislang perfekt gelaufen, ob das Ausklappen der Solarzellenpaneele auch geklappt hat, wird man allerdings erst in rund fünf Stunden erfahren, wenn die Sonde Mars Odyssey Daten zur Erde übermitteln kann

InSight Landung im Livestream: Deutscher Highend-Bohrer bald am Ziel

Zuletzt hatte die Nasa 2012 den Rover “Curiosity” erfolgreich auf den Mars gebracht. Landungen auf dem roten Planeten gelten als extrem schwierig – nur rund 40 Prozent aller bisher weltweit gestarteten Mars-Missionen waren der Nasa zufolge erfolgreich.

Mars-Landung im Live Stream: NASA-Sonde InSight landet auf dem Roten Planeten

“InSight” ist 360 Kilogramm schwer und hat seine siebenmonatige Reise zum Nachbarplaneten der Erde mit bis zu 10.000 Kilometern pro Stunde zurückgelegt. Nach dem Eintritt in die Mars-Atmosphäre soll das Flugobjekt mithilfe von Bremsraketen und einem Fallschirm absinken. Die Forscher steuern den Roboter von einem Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena aus.

Bisher gibt es auf dem Mars nur Forschungsrover, die dessen Oberfläche untersuchen. Nun soll in das Innere des Planeten vorgedrungen werden.

“InSight”: Landung von Mars-Roboter der Nasa mit Spannung erwartet

Der Landeplatz lag in einer Region, die weitgehend eben und frei von größeren Steinen und Felsen ist. Bisherige Mars-Missionen haben das Gebiet noch nicht vom Boden aus erkundet. Der noch aktive Nasa-Rover “Curiosity” befindet sich in einer Entfernung von 500 Kilometern – und ist damit noch am nächsten dran. Im Gegensatz zu ihm wird sich “InSight” allerdings nicht bewegen, sondern am Landeplatz verharren.

Die Nasa-Sonde "InSight" – Aufbau, Ablauf der Landung und Arbeitsweise auf dem Mars: Die Sonde soll um ca. 20:47 Uhr auf dem Mars landen. (Quelle: dpa)

Mit zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten soll “InSight” (“Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport”) den Mars untersuchen und vor allem mehr über den Aufbau des Planeten und die Dynamik unter seiner Oberfläche in Erfahrung bringen. Sobald der Lander sicher steht, beginnt im direkten Umfeld die Suche nach passenden Standorten für die mitgebrachten Messgeräte. Ein Roboterarm wird sie an die optimale Position heben.

Eines dieser Geräte ist ein in Deutschland entwickelter Marsmaulwurf, der sich in den Boden des Planeten hämmern soll. Der Roboter mit dem offiziellen Namen HP3 (“Heat Flow and Physical Properties Package”) wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt. Das 40 Zentimeter lange, spitz zulaufende Gerät wird bis in fünf Meter Tiefe vordringen und dort den Wärmefluss messen.

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