Exzellenzcluster zur Herz- und Lungenforschung an JLU Gießen bewilligt
Entscheidung über Exzellenzcluster Millionen-Fördergelder für BW-Universitäten
Bund und Länder verteilen Fördergeld an Dutzende Universitäten für sogenannte Exzellenzcluster. Welche Hochschulen profitieren – und warum die wichtigste Entscheidung noch aussteht. Die Hintergründe.

Knapp 2,7 Milliarden Euro für die kommenden sieben Jahre sind zu verteilen. Aber welche Universitäten sollen sie bekommen? Darüber hat jetzt die “Exzellenzkommission” entschieden, sie besteht aus Wissenschaftsrat, Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie der Wissenschaftsminister aus Bund und Ländern.

Wissenschaftskolleg Nun setzt Hamburg auf Wissenschaftler aus aller Welt Anzeige Entsprechend begeistert zeigte sich auch Universitätspräsident Prof. Dieter Lenzen, der die Verkündung gemeinsam mit vielen Mitwirkenden am Nachmittag vor einer großen Videoleinwand verfolgt hatte: Ich freue mich außerordentlich, dass sowohl die Wissenschaftsgemeinschaft als auch die Politik die große Qualität der Forschung an der Universität Hamburg würdigen! Die Förderung ermöglicht es uns, in den kommenden sieben Jahren intensiv und auf Spitzenniveau an vier enorm relevanten Themenkomplexen zu forschen. Mein Dank gilt allen beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und auch den Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung, die viel Zeit und Herzensblut in die aufwendige Antragstellung gesteckt und Großartiges geleistet haben. Die Politik der Hansestadt sei außerordentlich wissenschaftsfreundlich geworden, betonte der Universitätspräsident.

Der Beschluss fiel nach mehrstündiger Beratung im Bonner Wissenschaftszentrum. Damit steht nun fest, welche Universitäten künftig Geld aus der Exzellenzstrategie für besonders überzeugende Forschungscluster erhalten. 57 Exzellenzcluster an 34 Hochschulen sollen gefördert werden, wie die Kommission mitteilte.

Für die jetzt ausgewählten Unis ging und geht es um mehr als nur die zusätzlichen Geldspritzen für die Exzellenzcluster. Denn nur die Universitäten, die jetzt mindestens zwei Förderzuschläge erhielten, haben im kommenden Jahr in der nächsten Runde des Wettbewerbs eine weitere Chance auf zusätzliche Förderung. Dann werden erneut die Exzellenzunis ausgezeichnet.

Der besondere Erfolg unserer Universität im Rahmen der bundesweiten Exzellenzförderung ist ein Meilenstein für die Wissenschaft und Forschung in Hamburg. In den kommenden sieben Jahren werden Hamburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über die Grenzen einzelner Disziplinen hinaus grundlegende Fragen der Gravitation und Wechselwirkung der Materie, der Kulturgeschichte der Menschheit und des Klimawandels erforschen. Hieraus werden sich viele neue Erkenntnisse und Impulse für zahlreiche wissenschaftliche Felder ergeben, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher direkt nach Bekanntwerden der Ergebnisse, die er mit Konfetti und einem Gläschen Sekt mitgefeiert hatte. Der Senat hat sich das Ziel gesetzt, die wissenschaftliche Exzellenz an den Hochschulen zu fördern und wird die Universität Hamburg auf ihrem Kurs weiter unterstützen, so Tschentscher weiter.

Ein Selbstläufer wird das für keine der Hochschulen: Nur elf Unis können das Rennen um den Elite-Titel – und um weitere Finanzspritzen gewinnen. Beteiligen dürfen sich an diesem Wettbewerb nun 17 Universitäten mit mindestens zwei Exzellenzclustern und zwei Universitätsverbünde mit mindestens drei Exzellenzclustern.

Klar ist nach der Entscheidung vom Donnerstag. Die Riege der Elite-Universitäten wird sich neu sortieren. Denn die Universität Bremen wird ihren Status als Elite-Uni sicher verlieren, weil sie keine ausreichende Zahl von Exzellenzclustern mitbringt.

Geradezu sensationell ist das Abschneiden der Universität Bonn in dieser Wettbewerbsrunde. Mit sechs bewilligten Forschungsclustern ist die Uni die erfolgreichste Hochschule überhaupt. “Jetzt wollen wir auch Exzellenz-Universität werden, das ist unser klares Ziel”, sagte der Bonner Rektor Michael Hoch.

Die jetzt erfolgreichen Anträge werden ab Januar 2019 sieben Jahre lang gefördert. 75 Prozent der Summe zahlt der Bund, die restlichen 25 Prozent das Bundesland, in dem die Hochschule sitzt. Beworben hatten sich insgesamt 41 Hochschulen mit 88 Projekten. Rund 40 Prozent dieser Anträge knüpften an Exzellenzcluster an, die bereits in der vorausgegangenen Exzellenzinitiative gefördert wurden. 60 Prozent der Projekte waren für den aktuellen Wettbewerb neu konzipiert worden.

Exzellenzcluster sind disziplinübergreifende Verbünde von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die gemeinsam an besonders relevanten Themenkomplexen forschen. Von ursprünglich fünf Clusterprojekten war Hamburg aufgefordert worden, für vier einen Vollantrag einzureichen. Und alle vier wurden angenommen: Je ein Cluster aus der Klimaforschung (Climate, Climatic Change, and Society (CliCCS)), der Photonen- und Nanowissenschaften (Advanced Imaging of Matter: Structure, Dynamics and Control on the Atomic Scale), der Mathematik, Teilchenphysik, Astrophysik und Kosmologie: (Quantum Universe) und der Manuskriptforschung (Understanding Written Artefacts: Material, Interaction and Transmission in Manuscript Cultures).

2016 hatten sich Bund und Länder nach monatelangem Gezerre auf eine Fortsetzung der Exzellenzinitiative geeinigt – unter dem neuen Namen “Exzellenzstrategie”. Der Wettbewerb war im Jahr 2005 zum ersten Mal ausgelobt worden. Das erklärte Ziel: Spitzenforschung und Zukunftsfähigkeit der Universitäten u fördern.

Exzellenzcluster sind disziplinübergreifende Verbünde von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die gemeinsam an besonders relevanten Themenkomplexen forschen. Von ursprünglich fünf Clusterprojekten war Hamburg aufgefordert worden, für vier einen Vollantrag einzureichen. Und alle vier wurden angenommen: Je ein Cluster aus der Klimaforschung (Climate, Climatic Change, and Society (CliCCS)), der Photonen- und Nanowissenschaften (Advanced Imaging of Matter: Structure, Dynamics and Control on the Atomic Scale), der Mathematik, Teilchenphysik, Astrophysik und Kosmologie: (Quantum Universe) und der Manuskriptforschung (Understanding Written Artefacts: Material, Interaction and Transmission in Manuscript Cultures).

Die Exzellenzcluster sollen den Unis helfen, sich international sichtbar als konkurrenzfähige Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen zu etablieren. Aktuell werden noch elf Hochschulen als Exzellenzuniversitäten gefördert.

Bis zum 10.Dezember können sich die erfolgreichen Universitäten darum bewerben, Exzellenzuniversität zu werden. Elf Universitäten können den Titel erhalten, für deren Förderung jährlich insgesamt rund 148 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Die Förderentscheidungen trifft die Exzellenzkommission am 19. Juli 2019. Förderbeginn ist der 1.November 2019. Wir sind optimistisch, dass wir nach diesem außerordentlich erfolgreichen Zwischenschritt auch Exzellenzstandort werden, sagte Tschentscher.

Wie und wofür hier Milliarden Euro verteilt werden, stößt allerdings keineswegs nur auf reine Begeisterung. Kritiker kommt vor allem von Studierendenvertretungen:Das Geld fließt demnach nicht dorthin, wo es aus ihrer Sicht am nötigsten wäre – in die Lehre.

Der schöne Name Exzellenuniversität täusche über Missstände hinweg, die es auch an Deutschlands vermeintlichen Eliteuniversitäten seit Jahren gebe, kritisiert etwa der Studierendenrat (StuRa) der Technische Universität Dresden, eine der Exzellenzunis.

Dreifach Grund zur Freude hat die Uni Tübingen mit allein eingereichten Anträgen. Insgesamt drei Mal gewonnen hat die TU Dresden, davon zwei Mal allein. Weitere Gewinnercluster wurden eingereicht von der Universität Bayreuth, der Ruhr-Uni Bochum, der TU Braunschweig, der Uni Bremen, der Uni Freiburg, der Uni Göttingen, der Medizinischen Hochschule Hannover, der Uni Hannover, der Uni Heidelberg, der Uni Jena, der Uni Kiel, der Uni Köln, der Uni Konstanz, der Uni Mainz, der Uni Münster und der Uni Stuttgart. Weitere Hochschulen sind in Kooperationen vertreten.

“Überfüllte Hörsäle, zu wenig und dazu noch dauerbefristetes Personal, Gebäude, in die es hineinregnet – wie paradox der Begriff Exzellenz angesichts dieser Umstände ist, wird schnell offensichtlich”, heißt es in einer Mitteilung. Es bestehe ein akuter Investitionsstau in vielen Bereichen.

88 Förderanträge waren in die Endrunde gegangen, aus ihnen wählten Wissenschaftler sowie die Bildungsminister von Bund und Ländern die Gewinner aus. Ministerin Karliczek gratulierte den Universitäten und Forschungsprojekten, die sich bei der Auswahl durchsetzten. “Die Exzellenzkommission hatte angesichts der vielen hervorragenden Anträge die schwierige Aufgabe, sich für die Besten der Besten zu entscheiden”, erklärte die CDU-Politikerin. Für die Spitzenforschung werde ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Entscheidung über Exzellenzcluster Millionen-Fördergelder für BW-Universitäten teilen auf Whatsapp teilen auf Facebook teilen auf Twitter teilen auf Google+ teilen per Mail teilen Am Donnerstag hat sich in Bonn entschieden, welche Universitäten im Land Förderung für neue Projekte in der Exzellenzinitiative bekommen. Sieben Standorte sind dabei.

In der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder zur Stärkung der Spitzenforschung an den Universitäten in Deutschland sind die Entscheidungen über die künftigen sogenannten Exzellenzcluster gefallen. Die Kommission wählte am Donnerstag in Bonn aus 88 Förderanträgen insgesamt 57 Exzellenzcluster zur Förderung aus. 195 Anträge von insgesamt 63 Universitäten hatte es gegeben. Auch das KIT in Karlsruhe hatte sich mit vier Themen für die Förderung “Exzellenzcluster” beworben. Zwei wurden genehmigt, davon ist ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Universität Ulm.

In der Hochschulförderung erhalten 34 Universitäten hohe Summen von Bund und Ländern. Sie bilden 57 sogenannte Exzellenzcluster, die in einem aufwendigen Verfahren für eine Förderung ihrer Projekte ausgewählt wurden, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek.

Das KIT will sich kommenden Sommer um den Titel Elite-Universität bewerben. Dafür ist Voraussetzung, mindestens zwei Exzellenzcluster genehmigt zu bekommen. Das ist gelungen. Dabei geht es um viel Geld, insgesamt fördern Bund und Land die Hochschulen in den kommenden sieben Jahren mit 385 Millionen Euro im Jahr.

Insgesamt 2,7 Milliarden Euro aus Bund und Ländern fließen in den nächsten sieben Jahren in ausgewählte Projekte der deutschen Spitzenforschung. Die Fördermilliarden gehen an 34 Universitäten im ganzen Bundesgebiet.

Mit der Exzellenzstrategie soll der Wissenschaftsstandort Deutschland gestärkt werden. Dabei gibt es zwei Förderungen: die Exzellenzcluster, das sind projektbasierte Förderungen, und die Exzellenzuniversitäten. Damit sollen Universitäten dauerhaft gestärkt werden.

Zu den Themen der Forschungsprojekte zählen der Klimawandel, Präzisionsmedizin, computerbasiertes Bauen, das Internet der Produktion oder Robotik für die Nutzpflanzenproduktion.

Pro Jahr sollen die ausgewählten Exzellenzcluster über sieben Jahre hinweg zusammen rund 385 Millionen Euro bekommen, insgesamt fast 2,7 Milliarden Euro. 45 bis 50 Exzellenzcluster sollen als Sieger aus dem Verfahren hervorgehen. Die 88 Projekte der Endrunde kommen von 41 Hochschulen aus 13 Bundesländern. Das Geld soll zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent vom jeweiligen Land kommen.

Die jetzt ausgewählten 57 künftigen Cluster sind an 34 Universitäten angesiedelt. 40 sollen von einer einzelnen Universität durchgeführt werden, 14 von zwei Universitäten und drei von drei Universitäten im Verbund. Rund 49 Prozent der Projekte knüpfen direkt an Exzellenzcluster oder Graduiertenschulen an, die bereits seit 2012 in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert wurden.

Auch die Universitäten Konstanz, Tübingen, Freiburg, Stuttgart und Heidelberg hatten gespannt auf die Entscheidung über die künftige Exzellenz-Förderung gewartet. An der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg werden zwei Projekte gefördert, ebenso in Konstanz und in Stuttgart, in Heidelberg eines.

Tübingen war mit sieben Anträgen ins Rennen gegangen, fünf hatten es in die zweite Runde geschafft, davon werden nun drei gefödert, die sich mit maschinellem Lernen, der Kontrolle von Mikroorganismen zur Bekämpfung von Infektionen sowie Tumortherapie beschäftigen.

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