Fürth/Bayern: Kriminelle sprengen Geldautomat und flüchten - Verfolgungsjagd durch drei Bundesländer - inFranken.de
Fürth: Geldautomat gesprengt – Flucht durch drei Bundesländer
Zerstörter Geldautomat (Archivbild): Zwei Männer haben in Fürth einen Geldautomaten gesprengt und sind durch drei Bundesländer geflüchtet. (Quelle: Reichwein/imago images)

Mit mehreren Streifenwagen und einem Hubschreiber hat die Polizei zwei Männer 300 Kilometer lang verfolgt. Die Täter hatten einen Geldautomaten gesprengt und waren mit der Beute geflüchtet.

Zwei Männer haben im bayerischen Fürth einen Geldautomaten gesprengt und sind nach einer Verfolgungsjagd durch drei Bundesländer in Worms in Rheinland-Pfalz festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei hatten die Männer in der Nacht den Automaten in Fürth detonieren lassen. Dabei stahlen sie ersten Erkenntnissen zufolge auch Bargeld. Angaben zur Höhe der Beute konnten die Ermittler zunächst nicht machen. 

Anschließend flüchteten die Täter mit einem Wagen auf die Autobahn in Richtung Frankfurt am Main, wie es weiter hieß. Verfolgt von mehreren Streifenwägen und einem Hubschrauber steuerten die Männer das Fluchtauto weiter in Richtung Mainz. Bei Worms griff die Polizei am Morgen dann zu – nach mehr als 300 Kilometern Flucht. Zuvor waren das Fluchtauto und ein Streifenwagen kollidiert, dabei wurden zwei Polizisten leicht verletzt.

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300 Kilometer durch Deutschland Spektakuläre Verfolgungsjagd endet in Worms teilen auf Whatsapp teilen auf Facebook teilen auf Twitter teilen per Mail teilen Die beiden Männer, die Freitagmorgen nach einer 300 Kilometer langen Verfolgungsjagd in Worms festgenommen worden sind, werden dem Haftrichter vorgeführt. Das hat die Polizei auf SWR-Anfrage mitgeteilt.

Die Männer stammen laut Polizei aus den Niederlanden. Sie sollen in den frühen Morgenstunden im bayerischen Fürth einen Geldautomaten gesprengt haben und waren anschließend in einem schwarzen Auto geflohen.

Die Polizei verfolgte den hochmotorisierten Geländewagen etwa 300 Kilometer über verschiedene Autobahnen – ein Hubschrauber war ebenfalls im Einsatz. Zunächst verfolgte die Polizei den Wagen auf der A3, vorbei an Würzburg und Stockstadt, bis zum Frankfurter Kreuz und von dort weiter über die A60 in Richtung Mainz. Schließlich nahmen die Männer die A61 in Richtung Worms.

Dort sei der Fahrer des Fluchtautos zunächst auf einen Lastwagen aufgefahren, anschließend sei der Geländewagen mit einem Streifenwagen zusammengestoßen und schließlich zum Stillstand gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Die beiden Männer seien daraufhin widerstandslos festgenommen worden. Ob sie für weitere Sprengungen von Geldautomaten verantwortlich sind oder zu einer europaweit agierenden Bande gehören, ist noch unklar.