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Magyar sei Dank: Fürth siegt zum Abschluss
Mit der fünften Auswärtsniederlage in Serie verabschiedeten sich die Kiezkicker aus einer insgesamt unbefriedigenden Saison. Dabei war das letzte Saisonspiel bei Greuther Fürth keineswegs ihr schlechtestes. In einer Partie, auf die der Schiedsrichter mehr Einfluss nahm, als es seine Funktion normalerweise hergibt, mussten die Hamburger sich in der Nachspielzeit mit 1:2 geschlagen geben. Dabei hatten sie selbst in Unterzahl noch Mut bewiesen und versucht, aus der nach einem Feldverweis für Brian Koglin entstandenen Lage das Beste zu machen. Jos Luhukay ging in der Schlussphase all in und wechselte mit Alex Meier eine zweite Spitze ein. Diese Kühnheit wurde bestraft.

Der Kiezklub beendete die Saison als Neunter und bleibt damit unter den Erwartungen der Vereinsführung, die einen Rang im oberen Drittel als Ziel ausgegeben hatte.

Der frühere Fürther und scheidende Kiezkicker Sami Allagui vergab die erste Torchance der Begegnung. Sein Lupfer über den herausgelaufenen Keeper hinweg landete neben dem Kasten. Bald danach verfehlte Ryo Miyaichi mit einem Drehschuss nur haarscharf das Fürther Tor, während Kevin Lankford aus zwölf Metern zu ungenau zielte, so dass Marius Funk die Kugel noch am Überqueren der Linie hindern konnte. St. Pauli agierte gefälliger, war griffiger in den Zweikämpfen und hatte den Führungstreffer mehrfach auf dem Fuß. Doch nach einer halben Stunde bauten die Hamburger ab, der anfängliche Schwung ging langsam verloren. Die bis dato fahrig und ineffektiv kickenden Kleeblätter kamen besser ins Match und hätten sechs Minuten vorm Halbzeitpfiff beinahe getroffen. Julian Greens Hammer aus sieben Metern klatschte an die Unterkante der Latte.

Nach dem Seitenwechsel ging es phasenweise turbulent zu. Die Heimelf genoss das Glück eines schön herausgespielten Treffers zum 1:0 durch Fabian Reese. Doch das wohlige Gefühl hielt nicht lange. Denn im Gegenzug schob Finn Ole Becker die Kugel gefühlvoll in den Lauf von Dimitrios Diamantakos, der in der ersten Hälfte gar nicht auf dem Platz zu sein schien. Jetzt aber war der Grieche hellwach, blieb cool und traf: Ausgleich per Flachschuss von der Strafraumgrenze.

Die Gäste antworteten schnell. Nach gutem Zuspiel von Finn Ole Becker glich Diamantakos aus. Pech hatten die Fürther bei weiteren Lattentreffer, jeweils durch den eingewechselten David Atanga. Nach einem Eckball von Green belohnte Magyar die Gastgeber.

Danach ging es drunter und drüber. Erst wurde Ryo Miyaichi von zwei Gegenspielern rabiat weggeräumt, krümmte sich vor Schmerzen am Boden. Die Gelbe Karte für diese Tätlichkeit wirkte wohltätig. Gleich darauf legte der Referee ein anderes Rechtsverständnis an den Tag, als er Brian Koglin nach einem eher harmlosen Foul mit Gelb-Rot vom Feld schickte.

“Wir sind natürlich ziemlich enttäuscht”, sagte Daniel Buballa vom FC St. Pauli. “Es darf uns nicht passieren, dass wir in der Nachspielzeit so pennen und den Gegentreffer kassieren.”

St. Pauli wehrte sich mit einem Mann weniger nach Kräften und schien schon mit einem Punkt belohnt zu werden, als Richard Magyar im Anschluss an einen Eckball doch noch der entscheidende Treffer für die Fürther gelang. Eine bittere Knockoutszene auf dem letzten Teilstück der Saison.

Nach dem Seitenwechsel nutzten beide Teams gleich die erste Chance. Ein Freistoß von Green wurde von Magyar vor das Pauli-Tor geköpft. Dort verwandelte die Schalke-Leihgabe Reese.

Mit dieser unglücklichen Niederlage klingt eine Spielzeit aus, von der in den Gedächtnissen der Fans nicht allzu vieles hängen bleiben wird. Selbst der Hype um den in der Winterpause ans Millerntor herabgeschwebten Fußballgott namens Alex Meier währte nur sechs Wochen. Er sollte den aussichtsreich positionierten Kiezklub mindestens in die Relegation schießen. Das Vorhaben scheiterte. Nach und nach erlahmte die Begeisterung füreinander.

Es war nicht Fisch, nicht Fleisch, was der FC St. Pauli in den letzten zehn Monaten auftischte. Selbst als der Klassenerhalt sich frühzeitig abzeichnete, fehlte es der damaligen sportlichen Führung an Courage, den Aufstieg zum Ziel zu erklären. Sie ignorierte die Tabelle und beharrte auf der ursprünglichen Maßgabe, dass ein Platz im oberen Drittel reiche. Orientierungslos taumelten Verein und Mannschaft dann durch den Spielbetrieb. Die Leistungen wurden immer dürftiger und gipfelten in einer Lokalderby-Demütigung – und das in einer Konstellation, die eher dazu angetan war, zu einem Duell für die Geschichtsbücher zu werden, jedenfalls aus Sicht der Braun-Weißen.

Schwamm drüber. Das neue Duo auf der sportlichen Kommandobrücke, Jos Luhukay und Andreas Bornemann, will dem Team frischen Spirit einhauchen. Verzagtheit und Selbstzweifel sollen abgelöst werden von Dynamik und Tordrang. Ein wohlklingendes Konzept, es klingt nach Kreativität, nach Pioniergeist. Offensivpressing lautet das dazugehörige Zauberwort.

Ob sich die Gelöbnisse einlösen lassen oder all der Wagemut zerschellt im Abnutzungsprozess des Zweitliga-Alltags? Ab Ende Juli werden es Anhang und interessierte Öffentlichkeit sukzessive erleben.

0 Anzeige Mit der fünften Auswärtsniederlage in Serie verabschiedeten sich die Kiezkicker aus einer insgesamt unbefriedigenden Saison. Dabei war das letzte Saisonspiel bei Greuther Fürth keineswegs ihr schlechtestes. In einer Partie, auf die der Schiedsrichter mehr Einfluss nahm, als es seine Funktion normalerweise hergibt, mussten die Hamburger sich in der Nachspielzeit mit 1:2 geschlagen geben. Dabei hatten sie selbst in Unterzahl noch Mut bewiesen und versucht, aus der nach einem Feldverweis für Brian Koglin entstandenen Lage das Beste zu machen. Jos Luhukay ging in der Schlussphase all in und wechselte mit Alex Meier eine zweite Spitze ein. Diese Kühnheit wurde bestraft.

Der Kiezklub beendete die Saison als Neunter und bleibt damit unter den Erwartungen der Vereinsführung, die einen Rang im oberen Drittel als Ziel ausgegeben hatte.

Der frühere Fürther und scheidende Kiezkicker Sami Allagui vergab die erste Torchance der Begegnung. Sein Lupfer über den herausgelaufenen Keeper hinweg landete neben dem Kasten. Bald danach verfehlte Ryo Miyaichi mit einem Drehschuss nur haarscharf das Fürther Tor, während Kevin Lankford aus zwölf Metern zu ungenau zielte, so dass Marius Funk die Kugel noch am Überqueren der Linie hindern konnte. St. Pauli agierte gefälliger, war griffiger in den Zweikämpfen und hatte den Führungstreffer mehrfach auf dem Fuß. Doch nach einer halben Stunde bauten die Hamburger ab, der anfängliche Schwung ging langsam verloren. Die bis dato fahrig und ineffektiv kickenden Kleeblätter kamen besser ins Match und hätten sechs Minuten vorm Halbzeitpfiff beinahe getroffen. Julian Greens Hammer aus sieben Metern klatschte an die Unterkante der Latte.

Nach dem Seitenwechsel ging es phasenweise turbulent zu. Die Heimelf genoss das Glück eines schön herausgespielten Treffers zum 1:0 durch Fabian Reese. Doch das wohlige Gefühl hielt nicht lange. Denn im Gegenzug schob Finn Ole Becker die Kugel gefühlvoll in den Lauf von Dimitrios Diamantakos, der in der ersten Hälfte gar nicht auf dem Platz zu sein schien. Jetzt aber war der Grieche hellwach, blieb cool und traf: Ausgleich per Flachschuss von der Strafraumgrenze.

Danach ging es drunter und drüber. Erst wurde Ryo Miyaichi von zwei Gegenspielern rabiat weggeräumt, krümmte sich vor Schmerzen am Boden. Die Gelbe Karte für diese Tätlichkeit wirkte wohltätig. Gleich darauf legte der Referee ein anderes Rechtsverständnis an den Tag, als er Brian Koglin nach einem eher harmlosen Foul mit Gelb-Rot vom Feld schickte.

St. Pauli wehrte sich mit einem Mann weniger nach Kräften und schien schon mit einem Punkt belohnt zu werden, als Richard Magyar im Anschluss an einen Eckball doch noch der entscheidende Treffer für die Fürther gelang. Eine bittere Knockoutszene auf dem letzten Teilstück der Saison.

Mit dieser unglücklichen Niederlage klingt eine Spielzeit aus, von der in den Gedächtnissen der Fans nicht allzu vieles hängen bleiben wird. Selbst der Hype um den in der Winterpause ans Millerntor herabgeschwebten Fußballgott namens Alex Meier währte nur sechs Wochen. Er sollte den aussichtsreich positionierten Kiezklub mindestens in die Relegation schießen. Das Vorhaben scheiterte. Nach und nach erlahmte die Begeisterung füreinander.

Es war nicht Fisch, nicht Fleisch, was der FC St. Pauli in den letzten zehn Monaten auftischte. Selbst als der Klassenerhalt sich frühzeitig abzeichnete, fehlte es der damaligen sportlichen Führung an Courage, den Aufstieg zum Ziel zu erklären. Sie ignorierte die Tabelle und beharrte auf der ursprünglichen Maßgabe, dass ein Platz im oberen Drittel reiche. Orientierungslos taumelten Verein und Mannschaft dann durch den Spielbetrieb. Die Leistungen wurden immer dürftiger und gipfelten in einer Lokalderby-Demütigung – und das in einer Konstellation, die eher dazu angetan war, zu einem Duell für die Geschichtsbücher zu werden, jedenfalls aus Sicht der Braun-Weißen.

Schwamm drüber. Das neue Duo auf der sportlichen Kommandobrücke, Jos Luhukay und Andreas Bornemann, will dem Team frischen Spirit einhauchen. Verzagtheit und Selbstzweifel sollen abgelöst werden von Dynamik und Tordrang. Ein wohlklingendes Konzept, es klingt nach Kreativität, nach Pioniergeist. Offensivpressing lautet das dazugehörige Zauberwort.

Ob sich die Gelöbnisse einlösen lassen oder all der Wagemut zerschellt im Abnutzungsprozess des Zweitliga-Alltags? Ab Ende Juli werden es Anhang und interessierte Öffentlichkeit sukzessive erleben.

Zum Abschluss der Saison 2018/19 gewann die SpVgg Greuther Fürth in einem phasenweise recht zähen Spiel dank eines späten Treffers gegen den FC St. Pauli mit 2:1. Das Kleeblatt beendete damit seinen jüngsten Negativlauf von zuvor fünf sieglosen Spielen in Serie und verabschiedet sich mit einem positiven Ergebnis in den Sommer.

Fürths Coach Stefan Leitl mischte gegenüber dem 1:1 in Aue kräftig durch. Gleich fünf Neue bei den Gastgebern: Funk (Tor), Mohr, Jaeckel, Sarpei und Keita-Ruel spielten für Burchert (Tor), Magyar, Seguin, Atanga und Redondo.

St. Paulis Trainer Jos Luhukay indes beließ es nach dem 0:0 gegen Bochum bei einem Wechsel: Miyaichi ersetzte Park.

St. Paulis Auftritt in Fürth war ein Spiel um die berühmtberüchtigte goldene Ananas, beide Mannschaften hatten weder mit Auf- noch Abstieg etwas am Hut. Kein Grund, um nicht auf Sieg zu spielen, dachten sich allerdings die Gäste aus dem hohen Norden, die vom Anpfiff weg druckvoll und durchaus rasant nach vorne spielten.

2. Liga, 34. Spieltag Bochum – Union 2:2 (1:0)   Bielefeld – Kiel 1:0 (0:0)   HSV – Duisburg 3:0 (1:0)   Dresden – Paderborn 3:1 (2:1)   Fürth – St. Pauli 2:1 (0:0)   Darmstadt – Aue 1:0 (1:0)   Magdeburg – Köln 1:1 (0:1)   Regensburg – Sandhausen 2:2 (1:1)   Heidenheim – Ingolstadt 4:2 (2:0) Die aktuelle Tabelle Die Kiez-Kicker waren die bessere, weil agilere und in den Zweikämpfen präsentere Mannschaft, ließen aber im letzten Drittel immer wieder die nötige Präzision vermissen. Zwar kam die Luhukay-Elf durch Allagui (13.), Miyaichi (16.) und Lankford (22.) zu Abschlüssen, insgesamt machte sie aber zu wenig aus ihrer Überlegenheit.

Und Fürth? Die Franken fanden lange Zeit offensiv praktisch gar nicht statt, was viele Gründe hatte. Einerseits konnte man den Eindruck bekommen, dass es der SpVgg an Körperspannung und Laufbereitschaft mangelte, andererseits häuften sich Ungenauigkeiten im Passspiel.

Ergo verlebte St. Paulis Schlussmann Himmelmann einen weitgehend ruhigen Nachmittag – bis zur 34. Minute: In dieser musste der Torhüter bei Keita-Ruels technisch anspruchsvollem Abschluss zur Tat schreiten, um den Rückstand zu verhindern.

Das sollte sich in Hälfte zwei ändern, allerdings begann diese zunächst mit zwei Wechseln: Leitl brachte zuerst Atanga für den Gelb-vorbelasteten Sarpei (46.) und nur etwas später Magyar für Sauer, der nach einem Foul von Buballa nicht weitermachen konnte (50.). Der Schwede entpuppte sich dann aber als Volltreffer, legte er doch bei Greens Freistoßflanke per Kopf das 1:0 von Reese auf (51.).

Die Fürther Führung hatte allerdings nicht lange Bestand, da die Hanseaten postwendend antworteten: Becker hatte das Auge für Diamantakos, der sich bedankte und auf 1:1 stellte (53.). Nach dem Ausgleich wurde die Partie immer zerfahrener, Zweikämpfe und damit einhergehende Spielunterbrechungen wurden die Regel.

Aufregung kam nach knapp einer Stunde auf, nachdem Wittek Miyaichi hart getroffen hatte – er stieg ihm auf den Fuß und traf ihn am Hals per Ellenbogen. Luhukay regte sich auf, nahm Schiedsrichter Dr. Robert Kampka ins Gebet, der dann Wittek nachträglich Gelb zeigte (59.). Zwei Minuten später kam wieder ein Ellenbogen zum Einsatz, diesmal setzte ihn St. Paulis Koglin gegen Keita-Ruel ein – und sah daraufhin die Gelb-Rote Karte (61.).

In Überzahl kam die SpVgg in der Folge besser auf, agierte aber weiterhin häufig zu statisch. Dennoch hätten die Franken beinahe noch den Siegtreffer markiert: Atanga traf jedoch nur die Latte (75.), ehe bei den Gästen das Verletzungspech abermals zuschlug. Coordes, der in Hälfte eins für den angeschlagenen Kalla gekommen war, humpelte vom Platz. Meier kam für die Schlussphase, in der es noch einmal turbulent wurde: In der zweiten Minute der Nachspielzeit legte Lankford nach Greens Ecke unfreiwillig für Magyar auf, der sich nicht zweimal bitten ließ und das 2:1 erzielte. Weil Atanga zwei Minuten später erneut Alu-Pech hatte, war es letztlich der Siegtreffer.

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