Fußball | Bundesliga Freiburg will in Leipzig den Klassenerhalt perfekt machen teilen auf Whatsapp teilen auf Facebook teilen auf Twitter teilen per Mail teilen Der SC Freiburg möchte sich im schweren Auswärtsspiel bei RB Leipzig am kommenden Samstag (15.30 Uhr) nicht verstecken. “Wir fahren nicht dorthin, um im eigenen Sechzehner zu stehen und Schadensbegrenzung zu betreiben”, sagte Trainer Christian Streich.

Die Breisgauer können mit einem Sieg den Klassenerhalt rechnerisch perfekt machen. Ansgesichts von elf Punkten Vorsprung auf den VfB Stuttgart, der den Relegationsrang 16 belegt, nur eine Frage der Zeit.

Freiburg will indes nicht auf die Ergebnisse der Konkurrenz schauen. “Wir wollen aus eigener Kraft gewinnen, wir können schließlich auch kicken”, sagte Streich. In der Partie beim zweitstärksten Team der Rückrunde müsse seine Mannschaft mit “aller Kraft dagegenhalten”.

Leipzig, das unter der Woche durch das 3:1 beim Zweitligisten Hamburger SV erstmals in seiner Vereinsgeschichte in das Finale des DFB-Pokals eingezogen war, habe viel “Qualität und Tempo” sowie ein “brutales Gegenpressing”.

Alles zum Spiel des SC Freiburg bei RB Leipzig sehen Sie am Sonntag Abend in der Sendung Sport im Dritten. Los gehts um 21:45 Uhr im SWR Fernsehen BW.

Personell kann der Trainer wieder auf Lucas Höler und Roland Sallai zurückgreifen. Das Hinspiel hatten die Breisgauer, die seit fünf Spielern auf einen Dreier warten, überraschend 3:0 für sich entschieden. “An diesem Tag ist ziemlich viel für uns gelaufen”, sagte Streich.

Auch nach drei Niederlagen in Folge, in denen der SC Freiburg elf Gegentore kassiert und nur eins geschossen hat, will Trainer Christian Streich an der grundsätzlichen Ausrichtung nichts verändern. Vor dem Auswärtsspiel bei Champions-League-Anwärter RB Leipzig (Samstag, 15.30 Uhr) sagte er, dass es “keine Alternativen” gebe.

Es könne zwar sein, dass der SC von der Vierer- mal wieder auf eine Dreierkette wechselt, der konstruktive Ansatz bleibe aber bestehen. “Wir wissen, wo unsere Problematiken liegen, aber die werden nicht besser, wenn wir mit zehn Mann um den Sechzehner rumstehen”, erklärte Streich, “wir sind keine Mannschaft, die sich ganz tief reinstellen kann und dann so clever verteidigt, dass es 0:0 ausgeht.” Trotzdem werde in Leipzig “die Qualität der Defensivarbeit extrem wichtig” sein. Hinzu komme, das RB eine Mannschaft sei, die “gar nicht unbedingt den Ball haben will”, viel lieber würde sie auf ihre Qualität und das Tempo im Umschaltspiel setzen.

Dass die Leipziger eine englische Woche haben, in der sie am Dienstag in Hamburg den Finaleinzug im DFB-Pokal geschafft haben, sieht der SC-Coach nicht als Chance für sein Team: “Was Leipzig an Kraft gelassen hat, haben sie an Emotionen dazu gekriegt.” Und jetzt können die Leipziger im Heimspiel gegen den Sport-Club die Qualifikation für die Champions League perfekt machen. Streich erinnerte das an andere Spiele zum Saisonende, bei denen er sich wie ein Partygast gefühlt hat, als Bayern oder Dortmund ihre jeweiligen Meisterschaften feierten. “Vielleicht kann Leipzig auch was feiern, sie müssen nur damit einverstanden sein, dass wir unentschieden spielen”, sagte Streich und gab damit das Minimalziel für das Spiel am Samstag vor.

Das Hinspiel gegen Leipzig haben die Freiburger 3:0 gewonnen und waren dabei – im Gegensatz zu den jüngsten Spielen – sehr effizient. Hinzu kam, dass RB laut Streich “keinen guten Tag und Verletzungsprobleme” hatte, während seine Mannschaft besonders zweikampfstark war und von einer günstigen Spielentwicklung profitierte. “Wir hatten da eine ganz andere Aufstellung”, erklärte der SC-Coach. Drei Spieler der Startelf aus dem Hinspiel (Nils Petersen, Lukas Kübler, Manuel Gulde) stehen derzeit auf der insgesamt weiterhin langen Verletztenliste, zwei (Robin Koch und Jerome Gondorf) saßen zuletzt auf der Bank. In dieser Woche gab es im Mannschaftstraining nur einen Rückkehrer, der auch in Leipzig wieder dabei sein kann: Lucas Höler, der wegen eines fiebrigen Infekts gegen Dortmund passen musste.

Trotz der weiterhin angespannten Personalsituation werden die Freiburger nicht nach Leipzig fahren, “um Schadensbegrenzung zu betreiben”, betonte Streich. Schließlich würde der SC gerne den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen. “Und wir würden gerne nochmal gewinnen”, sagte Streich, “warum nicht in Leipzig – das ist mir auch noch nicht gelungen.” Nach zwei Auswärtserfolgen in der Hinrunde in Wolfsburg und Nürnberg hat der Sport-Club in der Rückrunde auswärts allerdings noch gar nicht gewonnen.