BVB: Lucien Favre warnt vor SC Freiburg - Bangen um Dan-Axel Zagadou - SPORT1
Volle Offensive gegen Freiburg: Diese BVB-Spieler sollte Favre laut Statistik aufbieten
Lucien Favre warnt Borussia Dortmund vor der Heimstärke des SC Freiburg. Beim Unternehmen Auswärtssieg muss der BVB mindestens auf zwei Verteidiger verzichten.

Trainer Lucien Favre von Titelanwärter Borussia Dortmund hat vor dem Gastspiel beim SC Freiburg am Ostersonntag gewarnt. “Freiburg ist immer sehr gut organisiert und läuferisch stark”, sagte Favre am Donnerstag. (Bundesliga: SC Freiburg – Borussia Dortmund am So. ab 15.30 Uhr im LIVETICKER)

Besonders die Heimstärke der Breisgauer beeindruckt den Schweizer, der auf die Spiele der Freiburger gegen RB Leipzig (3:0), Borussia Mönchengladbach (3:1) und Bayern München (1:1) verwies. Angesichts von einem Punkt Rückstand auf den Spitzenreiter München darf sich der BVB keinen Patzer erlauben.

Verzichten muss Dortmund auf Lukasz Piszczek und Achraf Hakimi. Der Einsatz von Dan-Axel Zagadou (Knieprobleme) ist fraglich. “Das sehen wir morgen”, sagte Favre.

Der BVB kann gegen Freiburg am Sonntag (15.30 Uhr) offensiv wieder aus dem Vollen schöpfen. Wir haben uns die Statistiken angeguckt – und herausgefunden, welche Formation am meisten trifft.

Auswärts drückt der Schuh: Von den jüngsten sieben Partien in der Fremde gewann Borussia Dortmund nur magere zwei. Die Quittung: Rang vier in der Auswärtstabelle der Fußball-Bundesliga bildet das Problem des BVB ab. Es ist eine Schwäche, die im Titelkampf wertvollen Boden kosten könnte – denn am Ostersonntag tritt die Elf von Lucien Favre in Freiburg an. Bei einem bissigen, unbequemen, heimstarken Gegner.

Bange sein muss der Borussia vor der Reise in den Breisgau aber nicht. Denn die zuletzt lahmende Offensive bietet dank der wieder zu Wochenbeginn fit gemeldeten Christian Pulisic, Raphael Guerreiro und Paco Alcacer jetzt einen beruhigenden Zuwachs an Optionen. Favre kann in Freiburg aus dem Vollen schöpfen und mit einem Sieg nicht nur endgültig das Ticket für die Champions League lösen, sondern auch den Titelkampf mit den Bayern weiter spannend halten.

Will der BVB-Coach auf dieser 90-minütigen Mission im Schwarzwald auf Nummer sicher gehen, so sollte er auf eine ganz bestimmte Angriffsformation setzen: Jadon Sancho, Jacob Bruun Larsen, Marco Reus und Mario Götze als Sturmspitze in der Startelf. Denn mit diesem Quartett, das so bislang fünf Mal gemeinsam agierte, fuhr der BVB bereits vier Siege ein. Allerdings zumeist kräftig unterstützt von Paco Alcacer, der als Joker zuschlug.

Satte 16 Mal wechselte Lucien Favre in 29 Liga-Spielen sein Offensivkonstrukt, mal freiwillig, mal durch diverse Verletzungen gezwungen. Einer aber war in jeder Partie aktiv: Jadon Sancho. Mit zehn Treffern und 18 Vorlagen kann der 19-jährige Engländer herausragende Quoten vorweisen.

In punkto Effizienz – alle 74 Spielminuten ist Sancho an einem Tor direkt beteiligt – wird er aber noch übertroffen: Von Paco Alcacer (16 Tore), der alle 60 Minuten zuschlägt, der aber als Einwechselspieler (11 Tore) deutlich treffsicherer ist als als Stürmer in der Startelf (5 Tore).

Nach im Schnitt 86 Minuten wirkt zudem Marco Reus an einem BVB-Treffer mit. Heißt: Lässt Favre Sancho und Reus in Freiburg ran und wechselt Alcacer im zweiten Durchgang der Partie ein, fällt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Dortmunder Tor. So wie im Hinspiel gegen Freiburg: Sancho legte das 1:0 auf, Reus erzielte es – und Alcacer besorgte als Joker das entscheidende 2:0.

Ein Blick in die Statistiken verrät auch, dass die Ersatzbank bislang großen Anteil am Erfolg hat – auch über Paco Alcacer hinaus. Mario Götze und die gerade wieder genesenen Raphael Guerreiro und Christian Pulisic lieferten mehrfach als Einwechselspieler Torvorlagen ab, die dem BVB Punkte bescherten. Allerdings könnte Mario Götze in Freiburg auch an seiner persönlichen Auswärtsschwäche arbeiten: Von elf Scorer-Punkten sammelte Götze zehn im heimischen Stadion.