Fußball-Bundesliga: SC Freiburg holt einen Punkt in Gladbach - Tagesspiegel
Gladbach und der SC Freiburg trennen sich unentschieden
Borussia Mönchengladbach kann zu Hause nicht mehr gewinnen. Gegen die Freiburger reicht es nur zu einem 1:1.

Borussia Mönchengladbach hat den Heimkomplex in der Fußball-Bundesliga nicht ablegen können und verliert im Kampf um die Champions-League-Teilnahme wertvolle Punkte. Nach zuvor drei Niederlagen vor eigenem Publikum kamen die Gladbacher am Freitagabend gegen den SC Freiburg über ein 1:1 (1:1) nicht hinaus. Vor 46.832 Zuschauern im Borussia-Park erzielte der frühere Gladbacher Profi Vincenzo Grifo den Führungstreffer für die Gäste (10.). Alassane Pléa (16.) traf für die mittlerweile seit vier Heimspielen sieglose Elf vom Niederhein.

Gladbach kletterte zwar vorerst auf den dritten Rang. Sollte Eintracht Frankfurt allerdings am Sonntag Schlusslicht Nürnberg schlagen, würde der Vorsprung auf einen Europa-League-Platz auf nur noch einen Zähler schrumpfen. Freiburg ist mit 31 Punkten als Elfter praktisch gerettet.

Ansonsten war in Durchgang eins nicht mehr viel geboten. Zwar verzog Hofmann wenig später nur knapp (19.), insgesamt spielte sich die Partie jedoch vor allem zwischen den Strafräumen ab. Gladbach erarbeitete sich mit zunehmender Spieldauer leichte optische Vorteile, fand aber selten eine Lücke. Freiburg fehlte offensiv derweil das nötige Tempo, lediglich nach einem Standard sorgten die Gäste mal für Gefahr. Nach einer Ecke von Waldschmidt kam Grifo am zweiten Pfosten zum Abschluss, scheiterte aber dieses Mal an Sommer (36.).

Gladbachs Trainer Dieter Hecking hatte nach dem 1:0-Sieg in Mainz keinen Grund seine Startelf zu ändern, zumal Nationalspieler Matthias Ginter, der für die beiden Länderspiele in der nächsten Woche nominiert wurde, noch nicht komplett fit ist. Der Brasilianer Raffael, der nach überstandener Verletzung seit 14 Tagen wieder im Training ist, kam für die Schlussphase ins Spiel, Hecking schenkte zunächst seinen zuletzt nicht treffsicheren Stürmern das Vertrauen.

Die Freiburger mussten wegen größere Personalsorgen in der Defensive zwei Umstellungen vornehmen, dabei feierte Innenverteidiger Keven Schlotterbeck ein gelungenes Startelf-Debüt. Die Elf von Trainer Christian Streich kam gut ins Spiel, agierte aus einer kompakten Deckung und überraschte die Gastgeber mit dem frühen Führungstreffer von Grifo. Der ehemalige Borussen-Profi erzielte mit einem Schuss aus 15 Metern, der vom Innenpfosten über die Linie sprang, das 1:0 für die Gäste auf Vorarbeit von Pascal Stenzel.

Die Gastgeber steckten den Rückstand schnell weg und kamen durch den ersten sehenswerten Angriffszug über Denis Zakaria und Thorgan Hazard zum Ausgleich durch den elften Saisontreffer von Pléa. Allerdings wurde das 1:1 wegen einer möglichen Abseitsstellung von Hazard erst nach Videobeweis anerkannt.

“Wir waren für mich heute zu passiv, das hatten wir anders vor. Es ist dann schwer, die Räume zu finden, die Möglichkeiten zu kreieren. Freiburg hat gut verteidigt. Wir waren auch zu unsauber beim letzten Pass, nach vorne wird es dann zäh. In der Länderspielpause müssen wie das eine oder andere ansprechen”, zeigte sich Gladbach-Coach Dieter Hecking enttäuscht.

Die Gladbacher taten sich schwer gegen die variable Defensive der Freiburger, brachten den Gegner aber immer wieder mit schnellem, direkten Spiel in Gefahr. Doch Tormöglichkeiten boten sich den Borussen in der zähen Partie nur wenige. Die Freiburger verteidigten geschickt, machten die Räume eng und kamen auch zu einigen guten Offensivaktionen, strahlten dabei aber wenig Torgefahr aus.

Borussia Mönchengladbach bleibt im vierten Heimspiel in Folge ohne Sieg. Nach zuletzt drei Pleiten und 1:11 Toren reichte es gegen den SC Freiburg zwar zu einem Punkt, überzeugen konnten die Gladbacher aber nicht. 

In der zweiten Hälfte erhöhten die Gladbacher das Tempo, doch die Defensive der Freiburger stand nach wie vor sicher und ließ nur kaum etwas zu. Für die größte Aufregung sorgte Jonas Hofmann nach einer Stunde, als er nach leichtem Kontakt mit Grifo im Strafraum zu Boden ging. Vollkommen zurecht zeigte Kampka allerdings nicht auf den Elfmeterpunkt.

/**/ Leserbrief schreiben Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.