Bundesliga: Vincenzo Grifo trifft bei 1:1 für Freiburg gegen Borussia Mönchengladbach - SPORT1
Gladbach und der SC Freiburg trennen sich unentschieden
Update Borussia Mönchengladbach kommt gegen den SC Freiburg nicht über ein Remis hinaus. Ausgerechnet Vincenzo Grifo trifft gegen seinen Ex-Klub zum Punktgewinn.

Borussia Mönchengladbach muss im Kampf um die Champions-League-Plätze einen Rückschlag hinnehmen. (SERVICE: Die Tabelle der Bundesliga)

Die Antwort der Borussia ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Zakaria steckte auf Hazard durch, der das Leder im Strafraum von der Grundlinie ins Zentrum legte. Dort drückte Plea den Ball aus kurzer Distanz zum 1:1 über die Linie (16.) – der erste Treffer des Torjägers, nachdem der Franzose in den sieben Spielen zuvor leer ausgegangen war. Weil Hazard bei der Entstehung des Treffers an der Grenze zum Abseits gestanden hatte, hielt Schiedsrichter Robert Kampka noch einmal Rücksprache mit dem Video-Assistenten. Letztlich zählte der Ausgleich jedoch.

Zum Auftakt des 26. Spieltags kamen die Fohlen vor heimischer Kulisse gegen den SC Freiburg nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Damit konnte die Borussia nur eines der letzten sechs Spiele gewinnen, zu Hause wartet man gar seit vier Spielen auf einen Sieg.

Bereits nach zehn Minuten hatte der früherer Gladbacher Vincenzo Grifo die Gäste aus dem Breisgau in Führung gebracht. Der Italiener war somit an sieben der letzten elf Freiburger Tore beteiligt.

Beide Mannschaften ließen es zunächst ruhig angehen, zogen sich gegen den Ball zurück und ließen den Gegner erst einmal kommen. Mit der ersten guten Chance des Spiels ging Freiburg direkt in Führung. Stenzel legte die Kugel von der rechten Seite in den Rückraum, an der Strafraumkante kam Grifo zum Abschluss – und traf mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:0 für die Gäste (10.). Nachdem der Ex-Gladbacher erst zur italienischen Nationalmannschaft berufen worden war, beschenkte sich der Offensivmann nun selbst.

“Ich habe mich gefreut zurückzukommen. Natürlich bin ich mega, mega happy, dass wir einen Punkt geholt haben. Gladbach ist im Moment sehr, sehr stark”, stellte der Torschütze den Punktgewinn nach dem Spiel bei Eurosport über das eigene Erfolgserlebnis gegen den Ex-Klub. 

So spielte sich auch die zweite Hälfte über weite Strecken zwischen den Strafräumen ab. Gladbach zeigte sich zwar weiter bemüht, blieb im Spiel nach vorne aber harmlos – daran änderten auch die Einwechslungen von Herrmann, Neuhaus und Raffael nichts. Freiburg verteidigte nach wie vor aufmerksam und ließ so keine gute Chance für die Borussia mehr zu. Die Fohlen schafften es auch in der Schlussphase nicht, richtig Druck zu entfachen und mussten sich am Ende mit einem 1:1 zufriedengeben.

“Es war ein verdienter Punktgewinn für mich”, erklärte SC-Trainer Christian Streich. “Gladbach kann das Spiel am Ende gewinnen, aber wir können es ebenso gewinnen. Es war taktisch gut, wir haben es Gladbach schwer gemacht. Es war eine reife Leistung für unsere Möglichkeiten.”

Auch Durchgang zwei begann eher verhalten. Erst nach rund einer Stunde erhöhte Gladbach etwas die Schlagzahl. Richtig gefährlich wurde die Borussia jedoch nicht. Immer wieder kam bei den Fohlen der finale Pass nicht an, ein Versuch von Hofmann geriet zu unplatziert (64.). Freiburg konzentrierte sich nach dem Seitenwechsel auf die Arbeit gegen den Ball und hielt die Hausherren gut vom eigenen Tor weg. Offensiv konnte der Sport-Club allerdings lange kaum Akzente setzen.

Die durchaus überraschende Führung der Freiburger hatte jedoch nur sechs Minuten Bestand: Alassane Plea glich auf Vorarbeit von Thorgan Hazard nach 16 Minuten für die Gastgeber aus. Jedoch herrschte zunächst Unklarheit über die Gültigkeit des Treffers. Erst nach Rücksprache mit dem Videoassistenten in Köln entschied Schiedsrichter Dr. Robert Kampka auf Tor.

Borussia Mönchengladbach hat im Kampf um die Champions League den nächsten Dämpfer hinnehmen müssen. Nach zuletzt drei deutlichen Heimniederlagen kamen die Fohlen gegen den SC Freiburg nicht über ein 1:1 hinaus. Über 90 Minuten entwickelte die Borussia viel zu wenig Durchschlagskraft und musste sich letztlich mit einem Punkt zufriedengeben.

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Gladbachs Coach Dieter Hecking vertraute auf dieselbe Startelf, die auch beim 1:0-Erfolg beim 1. FSV Mainz 05 begonnen hatte. Mit dem Dreier hatte die Borussia nach zuvor nur einem Zähler aus vier Spielen wieder in die Spur gefunden. Für den weiterhin angeschlagenen Ex-Freiburger Ginter (muskuläre Probleme) spielte also erneut Jantschke.

Der in der Hinrunde so treffsichere Franzose beendete damit seine Durststrecke von 541 Minuten ohne Tor.

Freiburgs Trainer Christian Streich nahm im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen Hertha BSC zwei Änderungen vor: Sowohl Lienhart (Gehirnerschütterung) als auch Kübler (Saisonaus nach Sprunggelenksbruch) hatten sich gegen Berlin verletzt. So feierte Keven Schlotterbeck in der Innenverteidigung sein Startelfdebüt, rechts hinten begann Stenzel.

Bis zum Pausenpfiff entwickelte sich im Borussia Park eine ausgeglichene Partie, in der es keiner Mannschaft gelang, wirklich gefährlich vor das Tor des Gegners zu kommen. (SERVICE: Das Spiel im Re-Live zum Nachlesen)

Zwölf Heimsiege am Stück, dann folgten drei deftige Pleiten vor eigenem Publikum: 0:3 gegen Hertha BSC, 0:3 gegen den VfL Wolfsburg und 1:5 gegen den FC Bayern München. Gegen den SC Freiburg will der Tabellenvierte Borussia Mönchengladbach am Freitag (20.30 Uhr) zum Auftakt des 26. Spieltags in der Fußball-Bundesliga seine Champions-League-Ansprüche unterstreichen und wieder alte Stärke vor eigenem Publikum demonstrieren. "Wir wollen die Heimspiele gewinnen", fordert Trainer Dieter Hecking. Dafür sprechen einige Gründe.

Gladbach zog sich bei Freiburger Ballbesitz weit zurück, um mit schnellen Kontern zu antworten. Die neu formierte SC-Abwehr mit dem Startelfdebütanten Keven Schlotterbeck in der Innenverteidigung ließ bis zur Pause jedoch nur wenig zu. Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Grifo sogar die Chance zur erneuten Führung (36.).

Mönchengladbach – Freiburg im Live-Stream: Gegen Freiburg hat Borussia Mönchengladbach zuhause seit fast 24 Jahren nicht verloren. Trainer Hecking fordert nach drei Heimpleiten wieder Siege vor eigenem Publikum. Noch nicht helfen kann Nationalspieler Ginter. So sehen Sie die Bundesliga live im Internet.

“Wir waren für mich heute zu passiv, das hatten wir anders vor. Es ist dann schwer, die Räume zu finden, die Möglichkeiten zu kreieren. Freiburg hat gut verteidigt. Wir waren auch zu unsauber beim letzten Pass, nach vorne wird es dann zäh. In der Länderspielpause müssen wie das eine oder andere ansprechen”, zeigte sich Gladbach-Coach Dieter Hecking enttäuscht.

In der zweiten Hälfte erhöhten die Gladbacher das Tempo, doch die Defensive der Freiburger stand nach wie vor sicher und ließ nur kaum etwas zu. Für die größte Aufregung sorgte Jonas Hofmann nach einer Stunde, als er nach leichtem Kontakt mit Grifo im Strafraum zu Boden ging. Vollkommen zurecht zeigte Kampka allerdings nicht auf den Elfmeterpunkt.

Die Einwechslung von Patrick Herrmann (61.) brachte noch einmal Schwung in das Gladbacher Offensivspiel, zwingend waren die Bemühungen der Fohlenelf jedoch viel zu selten. Bei Freiburg stemmten sich allen voran Schlussmann Alexander Schwolow und der starke Innenverteidiger Dominique Heintz mit Erfolg gegen die Bemühungen der Borussia.

“Wir haben gegen eine defensiv sehr stabile Mannschaft gespielt. Es gelingt uns im Moment nicht so, den letzten Druck zu machen. Der Wille war da, aber Freiburg macht einem das Leben schwer”, sagte Gladbachs Torhüter Yann Sommer. 

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Während den Gästen mit zunehmender Spieldauer anzumerken war, dass sie mit dem Punkt durchaus zufrieden sind, warfen die Hausherren in den Schlussminuten noch einmal alles nach vorne. Der Lucky Punch wollte der Mannschaft von Dieter Hecking allerdings nicht mehr gelingen.

Borussia Mönchengladbach bleibt im vierten Heimspiel in Folge ohne Sieg. Nach zuletzt drei Pleiten und 1:11 Toren reichte es gegen den SC Freiburg zwar zu einem Punkt, überzeugen konnten die Gladbacher aber nicht. 

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