Umwelthilfe fordert ein Dieselfahrverbot
Krombacher Brauerei stoppt Sponsoring für Deutsche Umwelthilfe
DüsseldorfDie Deutsche Umwelthilfe (DUH) steht derzeit massiv in der Kritik. Der gemeinnützige Verein ist ein klageberechtigter Verbraucherschutzverband – und zeichnet mit diesem Klagerecht für die Welle an Diesel-Fahrverboten verantwortlich. Der Politik stinkt das, die Gemeinnützigkeit und Finanzierung stehen zur Debatte.

Einen prominenten Partner hat die Umwelthilfe nun verloren: Krombacher. Wie die Westfalenpost berichtet, hat der Brauereikonzern bereits in diesem Jahr keine Zahlung mehr an die DUH geleistet. Zudem ist keine weitere Zusammenarbeit geplant, zitiert das Blatt einen Unternehmenssprecher.

Welche Rolle die Klagefreude des Verbands bei der Entscheidung spielt, kommentiert Krombacher nicht. Die Brauerei halte sich laut Bericht aus einer politischen Bewertung heraus. Zwei andere Partner, der Wildtierschutz-Verein WWF und der deutsche Naturschutzbund NABU, bleiben nach wie vor an Bord. 2017 hatte das Unternehmen an alle Umweltpartner insgesamt rund 500.000 Euro gezahlt.

Dabei ging es, so betont die Brauerei, um die Finanzierung konkreter, gemeinsam umgesetzter Umweltprojekte, nicht um grundsätzliche Spenden. Im Rahmen des Krombacher Artenschutz-Projekts sind demnach zweckgebundene Gelder, etwa zum Schutz von Fischottern und Schreiadlern, geflossen. Natürlich achten wir darauf, dass die von uns vergebenen Mittel auch nur dafür eingesetzt werden, erklärte ein Sprecher. Dies sei auch vertraglich geregelt.

Die DUH wurde zuletzt vielfach als Abmahnverein gescholten. Der relativ kleine Verband fällt immer wieder durch juristisch bewährte Forderungen gegen Autohäuser, Hersteller und zuletzt Städte und Kommunen auf. Das Stichwort: Fahrverbote. So fußen Diesel-Sperren wie zuletzt entlang der A40 auf Klagen der Umwelthilfe.

Der Verein sieht auch mit Bußgeld bewährte Abmahnungen als probates Mittel im Rahmen seiner Mission. Gerade CDU und FDP kritisierten zuletzt Lobbyismus und finanzielle Eigeninteressen und wollen dem Verband Rechte aberkennen.  Für Unmut sorgt unter anderem die finanzielle Förderung durch den Autohersteller Toyota, der selbst wenig Dieselmotoren im Angebot hat.

Krombacher setzt bei Werbung und Marketing stark auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte. Die Brauerei sorgte unter anderem mit der Aktion, für verkaufte Kisten eine bestimmte Menge Regenwald aufzukaufen und zu schützen, für Aufsehen. Auch reguläre Spots und Markenclaims kokettieren mit dem grünen Image.

Der Entschluss gegen die bisher fruchtbare Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe könnte entsprechend getroffen worden sein, um Imageschaden in diesem Bereich abzuwenden. Der einzige Kommentar, den Krombacher der Westfalenpost gab: Es gehe um wichtige Projekte und deren glaubhafte Umsetzung.

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Wie kann man nur als Unternehmen mit einen Abmahnverein wie der Deuschen Umwelthilfe zusammenarbeiten.Ziel jenes Abmahnvereins ist nach meiner Meinung sich einen Vorteil zu Lasten der Verbraucher und Unternehmen in Deutschland zu verschaffen.Warum gilt der Abmahnverein immer noch als gemeinnützig?Die DUH ist gemeinSCHÄDLICH.8 Mio Einnahmen für 100 Mitarbeiter – was davon verdienen die Chefs?Wird das veröffentlicht? Seite 34 Geschäftsbericht – LÄCHERLICH INTRANSPARENT!Was zahlt da die EU – wo kommen die Gelder her????

Kreuztal (NRW) – Weniger Sponsoring-Einnahmen für die Deutsche Umwelthilfe (DUH)! Die Krombacher Brauerei hat die finanzielle Unterstützung für den umstrittenen Verein gestoppt.

Die DUH setzt sich für saubere Luft in unseren Städten ein, ihre Klagen führen regelmäßig zu Diesel-Fahrverboten.

Kritiker sehen in ihr einen Abmahnverein, zuletzt gab es Bestrebungen in der CDU, der Umwelthilfe die Gemeinnützigkeit abzuerkennen. Jetzt gibt es keine Kohle mehr von Krombacher!

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) treibt die Diesel-Fahrer mit Klagen vor sich her. Aber wer ist das eigentlich? Und wie finanzieren sie sich? 

Der Chef der Deutschen Umwelthilfe Jürgen Resch geht davon aus, dass auch Fahrzeugen mit Euro 6 demnächst Fahrverbote drohen.

Die Brauerei aus Kreuztal engagiert sich seit Jahren für den Naturschutz. Sie zahlte zum Beispiel 2017 über 500 000 Euro für Artenschutzprojekte von WWF, NABU und DUH. Das Geld war zweckgebunden zum Schutz von Fischottern, Kegelrobben und Schreiadlern.

Mit der Umwelthilfe ist laut Krombacher aber keine weitere Zusammenarbeit geplant. Befürchtet die Brauerei etwa ein Imageproblem?

Ein Sprecher zu BILD: Mit der aktuellen Diskussion hat das nichts zu tun. Wir haben einfach kein Projekt mit der DUH vereinbart.