quotIch kann zur Stunde nicht erkennen, dass Fehler gemacht wurdenquot, sagte Strobl am Dienstag vor Journalisten in Stuttgart. Am 14. Oktober soll eine 18Jhrige nach dem Besuch einer Freiburger Diskothek von mindestens zehn Mnnern vergewaltigt worden sein.

Bei den meisten der Verdchtigen soll es sich um Auslnder handeln. Strobl geriet in die Kritik, als bekannt wurde, dass gegen den Hauptverdchtigen bereits seit dem 10. Oktober ein Haftbefehl wegen Drogenhandels vorgelegen hatte. Eine Festnahme war jedoch erst fr den 24. Oktober geplant.

Strobl rechtfertigte den Nichtvollzug mit quotermittlungstaktischen Grndenquot und gab an, der Aufenthaltsort des Manns sei nicht feststellbar gewesen. Die SPDOpposition erklrte den Minister daraufhin zum quotSicherheitsrisikoquot. FDPFraktionschef HansUlrich Rlke bezichtigte Strobl der quotLgequot und forderte seinen Rcktritt.

Auch vom grnen Koalitionspartner kommt Kritik am Umgang Strobls mit kriminellen Flchtlingen. Die Zahl der nicht vollstreckten Haftbefehle im Land nannte GrnenLandeschef Oliver Hildenbrand in der quotStuttgarter Zeitungquot eine quoternst zu nehmende Gefahr fr die innere Sicherheitquot.

In der Diskussion um den Freiburger Fall rumte Strobl sein, dass in BadenWrttemberg 19.809 nicht vollstreckte Haftbefehle vorlgen. Nach Angaben des Innenministeriums sagt diese Zahl jedoch wenig ber Versumnisse der Polizei aus und entspricht der Zahl anderer Flchenlnder. Einen groen Teil dieser Haftbefehle machten nicht bezahlte Geldbuen aus, hie es. Zahlen liegen laut Strobl zu dieser Einschtzung derzeit nicht vor.

Gleichzeitig brachte Strobl ins Gesprch, Abschiebungen nach Syrien zu prfen. Fr die Sitzung der Innenministerkonferenz am 28. November in Magdeburg habe er eine Neubewertung der Lage in dem Brgerkriegsland vom Auswrtigen Amt angefordert. Die jngste Lagebewertung stammt von 2012.

Der Vergewaltigungsfall strzt Freiburg in eine neue Diskussion ber die Sicherheit in der Stadt. Weil die Frage nun Chefsache ist, wird die Stadt zum Testgebiet fr neue Sicherheitsanstrengungen des Landes.