Rechtsextreme Bombendrohung auch an Frankfurter Staatsanwaltschaft - Bundesweite Serie rechtsextremer Schreiben - Journal Frankfurt
Helene Fischer von Neonazis bedroht! Auch Politiker betroffen
Eine Frankfurter Anwältin erhält Droh-Mails vom "NSU.2" Nun wird bekannt, dass es bundesweit eine ganze Serie solcher Schreiben gibt, bis hin zu Bombendrohungen. Davon sind auch Frankfurter Justizbehörden betroffen.

Unter den zahlreichen Zielen mutmaßlich rechtsextremer Gewaltdrohungen in ganz Deutschland waren auch Justizbehörden in Frankfurt. Das bestätigte eine Sprecherin am Donnerstag.

Gegen das Oberlandesgericht und die Staatsanwaltschaft Frankfurt habe es im Januar Bombendrohungen gegeben, sagte die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Nadja Niesen. Zu Einzelheiten sagte sie nichts, der Fall werde gebündelt in Berlin behandelt.

Den Berichten zufolge haben sich die Generalstaatsanwälte der Länder geeinigt, die Ermittlungen gebündelt bei der Berliner Staatsanwaltschaft zu führen (Aktenzeichen 231 UJs. 181/19). Von dort war inhaltlich zunächst keine Stellungnahme zu erhalten, ein Sprecher kündigte für Donnerstag eine Reaktion an. Ermittelt wird laut den Medien wegen des Vorwurfs der räuberischen Erpressung, der Volksverhetzung und der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

Nichts Neues gibt es Niesen zufolge bei den Ermittlungen gegen Frankfurter Polizeibeamte. Sie sollen in einer Chatgruppe rechtsextreme Inhalte ausgetauscht haben. Gegenstand der Ermittlungen ist auch, ob aus diesem Kreis Informationen über eine

Die persönlich adressierten Schreiben seien von unterschiedlichen Mail-Konten verschickt worden, in der Wortwahl aber so ähnlich, dass die Ermittler einen Zusammenhang vermuteten, meldeten die Medien. Es gehe gegen Politiker, Anwälte, Journalisten, den Zentralrat der Juden, aber auch die Sängerin Helene Fischer, die sich nach den Ausschreitungen in Chemnitz kritisch geäußert hatte. Ob dahinter jedoch stets dieselben Personen steckten oder auch Trittbrettfahrer, sei unklar.

Erstmeldung vom 14. März: Frankfurt/Berlin – Seit mehreren Wochen gibt es Medienberichten zufolge eine bundesweite Serie mutmaßlich rechtsextremer Gewaltdrohungen gegen Politiker und öffentliche Einrichtungen. Es gehe um mehr als 100 verschickte E-Mails, die mit "Nationalsozialistische Offensive", "NSU 2.0" oder "Wehrmacht" unterzeichnet worden seien, berichteten am Mittwochabend die "Süddeutsche Zeitung" und der NDR. Darunter seien auch Bombendrohungen. 

Seit mehreren Wochen gibt es nach Medienberichten eine bundesweite Serie mutmaßlich rechtsextremer Gewaltdrohungen gegen Politiker und andere öffentlich herausgehobene Personen. Es gehe um mehr als 100 verschickte E-Mails, die mit “Nationalsozialistische Offensive”, “NSU 2.0” oder “Wehrmacht” unterzeichnet worden seien, berichteten am Mittwochabend die “Süddeutsche Zeitung” und der NDR.

Mindestens fünfzehn Mal sollen seit Dezember Bombendrohungen mit dem Absender "Nationalsozialistische Offensive" auch bei Gerichten oder Justizzentren eingegangen sein. Auch die Staatsanwaltschaft in Frankfurt hat ein solches Schreiben erhalten. 

Die Bundesanwaltschaft hat den Berichten zufolge einen Prüfvorgang angelegt. Ein Sprecher der Karlsruher Behörde wollte sich auf Anfrage dazu nicht näher äußern, verwies aber auf die örtlichen Staatsanwaltschaften. Den Berichten zufolge haben sich die Generalstaatsanwälte der Länder geeinigt, die Ermittlungen gebündelt bei der Berliner Staatsanwaltschaft zu führen (Aktenzeichen 231 UJs. 181/19). 

Bei den Schreiben an die Frankfurter Anwältin war Hintergrundwissen aus dem Informationssystem der Polizei offenbart worden, weshalb nun gegen hessische Polizisten ermittelt wird. Dieser Fall sei eine Ausnahme in der Serie, hieß es in den Medienberichten. In den übrigen Fällen hätten die E-Mails nur öffentlich zugängliche Informationen enthalten.

Von dort war inhaltlich zunächst keine Stellungnahme zu erhalten, ein Sprecher kündigte für Donnerstag eine Reaktion an. Ermittelt wird laut den Medien wegen des Vorwurfs der räuberischen Erpressung, der Volksverhetzung und der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

Eine Mail sei am Dienstag der Bundestagsabgeordneten Martina Renner (Linke) zugegangen, hieß es. Sie sei mit “Nationalsozialistische Offensive” unterzeichnet gewesen und habe angekündigt, künftig Briefbomben zu verschicken und Bürger auf offener Straße zu exekutieren. Man verfüge über Sturmgewehre, Pistolen und biologische Kampfstoffe.

Unter dem Kürzel "NSU 2.0" wurden in den vergangenen Monaten auch Drohschreiben an die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz geschickt. Bei den Schreiben an Basay-Yildiz war Hintergrundwissen aus dem Informationssystem der Polizei offenbart worden, weshalb nun gegen

Unter den Drohschreiben seien auch Bombendrohungen, heißt es in den Berichten. Bei Durchsuchungen seien aber bisher keine Bomben gefunden worden. Wegen entsprechender Drohungen seien am Montag der Hauptbahnhof Lübeck sowie am Dienstag das Finanzamt Gelsenkirchen vorsorglich geräumt worden, hieß es. 

Seit mehreren Wochen gibt es Medienberichten zufolge eine bundesweite Serie mutmaßlich rechtsextremer Gewaltdrohungen gegen Politiker und Promis. Auch Helene Fischer (34) ist betroffen!

Die 34-Jährige hatte sich nach den Ausschreitungen in Chemnitz kritisch geäußert. Bei einem Konzert in Berlin machte sie Anfang September vor rund 17.000 Fans auf die Missstände in Chemnitz aufmerksam: „Ich äußere mich nicht zu Politik. Meine Sprache ist die Musik. Doch auch ich verfolge, was in der Welt passiert. Und deswegen heute Abend, jetzt und hier gemeinsam mit euch, wir setzen auch ein Zeichen. Und ich möchte jetzt und hier, dass keiner mehr sitzen bleibt. Erhebt euch. Erhebt gemeinsam mit mir die Stimme. Gegen Gewalt. Gegen Fremdenfeindlichkeit“, sagte sie. Dann forderte sie die Fans auf: „Lasst uns gemeinsam dieses Lied singen. Wir brechen das Schweigen hier in Berlin. Seid ihr mit mir?“ Zuvor äußerte sich die Schlagersängerin bereits auf ihren Social-Media-Kanälen.

Es geht um insgesamt mehr als 100 verschickte E-Mails, die mit Nationalsozialistische Offensive, NSU 2.0 oder Wehrmacht unterzeichnet worden seien, berichteten am Mittwochabend die Süddeutsche Zeitung und der NDR. Es seien auch Bombendrohungen formuliert worden. Bei Durchsuchungen seien bisher keine Bomben gefunden worden.

Berlin – Seit mehreren Wochen gibt es nach Medienberichten eine bundesweite Serie mutmaßlich rechtsextremer Gewaltdrohungen gegen Politiker und andere öffentlich herausgehobene Personen. Es gehe um mehr als 100 verschickte E-Mails, die mit „Nationalsozialistische Offensive“, „NSU 2.0“ oder „Wehrmacht“ unterzeichnet worden seien, berichteten am Mittwochabend die „Süddeutsche Zeitung“ und der NDR. Darunter seien auch Bombendrohungen. Bei Durchsuchungen seien aber bisher keine Bomben gefunden worden.

Die persönlich adressierten Schreiben seien von unterschiedlichen Mailkonten versendet worden, in der Wortwahl aber so ähnlich, dass die Ermittler einen Zusammenhang vermuteten, melden die Medien.

Die Bundesanwaltschaft hat den Berichten zufolge einen Prüfvorgang angelegt. Ein Sprecher der Karlsruher Behörde wollte sich auf Anfrage zu den Berichten nicht näher äußern, verwies aber auf die örtlichen Staatsanwaltschaften. Den Berichten zufolge haben sich die Generalstaatsanwälte der Länder geeinigt, die Ermittlungen gebündelt bei der Berliner Staatsanwaltschaft zu führen (Aktenzeichen 231 UJs. 181/19). Von dort war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die Schreiben richteten sich gegen Politiker, Anwälte, Journalisten, den Zentralrat der Juden, aber auch die Sängerin Helene Fischer, die sich nach den Ausschreitungen in Chemnitz kritisch geäußert hatte. Ob dahinter jedoch stets dieselben Personen steckten oder auch Trittbrettfahrer, sei unklar.

Wegen entsprechender Drohungen seien am Montag der Hauptbahnhof Lübeck sowie am Dienstag das Finanzamt Gelsenkirchen vorsorglich geräumt worden, hieß es. Mindestens fünfzehn Mal sollen seit Dezember Bombendrohungen mit dem Absender „Nationalsozialistische Offensive“ auch bei Gerichten oder Justizzentren eingegangen sein, unter anderem beim Oberlandesgericht München, dem Oberlandesgericht Bamberg, der Staatsanwaltschaft in Frankfurt, aber auch beim Flughafen Hamburg.

Wegen entsprechender Drohungen seien am Montag auch der Hauptbahnhof Lübeck sowie am Dienstag das Finanzamt Gelsenkirchen vorsorglich geräumt worden, hieß es. Mindestens 15 Mal sollen seit Dezember Bombendrohungen mit dem Absender Nationalsozialistische Offensive auch bei Gerichten oder Justizzentren eingegangen sein, unter anderem beim Oberlandesgericht München, dem Oberlandesgericht Bamberg, der Staatsanwaltschaft in Frankfurt, aber auch beim Flughafen Hamburg.

Update vom 14. März, 10.53 Uhr: Medienberichten zufolge gibt es seit mehreren Wochen eine Serie an Drohmails, die mutmaßlich von Rechtsextremen an Politiker und Prominente verschickt wurden (siehe unsere Meldung unten). Die E-Mails enthalten unter anderem Gewalt- und Bombendrohungen und wurden mit „Nationalsozialistische Offensive“, „NSU 2.0“ oder „Wehrmacht“ unterzeichnet.

Die Bundesanwaltschaft hat den Berichten zufolge einen Prüfvorgang angelegt. Ein Sprecher der Karlsruher Behörde wollte sich auf Anfrage dazu nicht näher äußern, verwies aber auf die örtlichen Staatsanwaltschaften.

Laut den Berichten haben sich die Generalstaatsanwälte der Länder geeinigt, die Ermittlungen gebündelt bei der Berliner Staatsanwaltschaft zu führen (Aktenzeichen 231 UJs. 181/19). Von dort war inhaltlich zunächst keine Stellungnahme zu erhalten, ein Sprecher kündigte für Donnerstag eine Reaktion an.

Wie nun bekannt wurde, ist auch Schlagersängerin Helene Fischer betroffen, auch sie erhielt mutmaßlich rechtsextremistische Drohungen. Ob dahinter jedoch stets dieselben Personen steckten oder auch Trittbrettfahrer, sei unklar.

Ermittelt wird laut den Medien wegen des Vorwurfs der räuberischen Erpressung, der Volksverhetzung und der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

Eine Serie mutmaßlich rechtsextremer Drohmails mit Gewalt- und Bombendrohungen sorgt bundesweit für Aufsehen. Auch Schlagersängerin Helene Fischer ist betroffen.

Eine Mail sei am Dienstag der Bundestagsabgeordneten Martina Renner (Linke) zugegangen, hieß es. Sie sei mit Nationalsozialistische Offensive unterzeichnet gewesen und habe angekündigt, künftig Briefbomben zu verschicken und Bürger auf offener Straße zu exekutieren. Man verfüge über Sturmgewehre, Pistolen und biologische Kampfstoffe.

Bekannt ist, dass unter dem Kürzel NSU 2.0 in den vergangenen Monaten auch Drohschreiben an eine Frankfurter Rechtsanwältin geschickt worden waren. NSU steht für Nationalsozialistischer Untergrund, dessen Mitglieder Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt zehn Menschen erschossen hatte, wofür die einzige Überlebende Beate Zschäpe in einem noch nicht rechtskräftigen Urteil als Mittäterin verurteilt worden war.

Bei den Schreiben an die Frankfurter Anwältin war Hintergrundwissen aus dem Informationssystem der Polizei offenbart worden, weshalb nun gegen hessische Polizisten ermittelt wird. Dieser Fall sei eine Ausnahme in der Serie, hieß es in den Medienberichten. In den übrigen Fällen hätten die E-Mails nur öffentlich zugängliche Informationen enthalten.