Fußball-Bundesliga: Frankfurt gewinnt souverän in Düsseldorf - tagesschau.de
Eintracht Frankfurt: Fans boykottierten erste Halbzeit gegen Düsseldorf
Im Bundesliga-Montagsspiel hat Eintracht Frankfurt bei Fortuna Düsseldorf am Ende klar gewonnen. Diskussionsbedarf gab es aber wegen eines nicht gegebenen Treffers der Fortunen.

Als zweitbeste Mannschaft der vergangenen zehn Spieltage war Überraschungs-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf heiß darauf, sich für die 1:7-Pleite im Hinspiel bei der Frankfurter Eintracht zu revanchieren. Das gelang am Montagabend (11.03.2019) nicht. 0:3 (0:0) hieß es am Ende. Goncalo Paciencia (48.) brachte die Eintracht in Führung. Der eingewechselte Sebastian Haller (90.+1/90.+2) sorgte per Doppelschlag für das Endergebnis.

Die Frankfurter holten sich somit noch einmal eine Extraportion Selbstbewusstsein für das Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League bei Inter Mailand am Donnerstag (14.03.2019). "Der Sieg ist gerade unter dem Gesichtspunkt der beiden Spiele gegen Mailand drumherum hoch einzuschätzen", sagte Eintracht-Trainer Adi Hüter nach der Partie.

Im zweiten Durchgang erwischten die Gäste vor 41.419 Zuschauern einen Start nach Maß. Rebic-Ersatz Paciência nutzte eine Verwirrung in der Fortuna-Defensive und köpfte nach einer Flanke von de Guzman am langen Pfosten nahezu unbehindert ein. Der zögerliche Rensing sah in dieser Szene schlecht aus. Fortuna war aber nur kurz geschockt und hatte wenig später durch Benito Raman (54.) eine gute Möglichkeit zum Ausgleich. In der 62. Minute zeigte dann Hartmann nach einem vermeintlichen Handspiel von Martin Hinteregger auf den Punkt, revidierte aber auf Intervention des Videoassistenten seine Entscheidung. Hennings scheiterte zudem frei vor Trapp (76.). Dann schlug der eingewechselte Haller eiskalt zu.

Fortuna Düsseldorf: Riesenärger über den Schiedsrichter

Das Spiel begann für Frankfurt mit einem Schreckmoment: Beim ersten Angriff der Düsseldorfer in der zweiten Minute traf Dawid Kownacki zum vermeintlichen 1:0. Doch Schiedsrichter Robert Hartmann gab den Treffer wegen Abseits nicht. Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel sah das anders: "Das war aus meiner Sicht eine krasse Fehlentscheidung."

Er habe ein mögliches Handspiel des Düsseldorfers Dodi Lukebakio auf dem Platz "gar nicht wahrgenommen", sagte Hartmann. Stattdessen ahndete er, dass das Zuspiel auf Kownacki nicht vom Frankfurter Jonathan de Guzman, sondern von Lukebakio kam und Kowniacki damit im Abseits stand.

Der Schiedsrichter räumte aber ein, zu früh gepfiffen zu haben, weshalb der Video-Assistent nicht hatte einschreiten dürfen. Laut Funkel entschuldigte sich der Unparteiische schon in der Halbzeitpause bei ihm persönlich. Besonders bitter für Kownacki: Der Düsseldorfer Neuzugang wurde in der 19. Minute mit Verdacht auf Muskelfaserriss ausgewechselt.

Aus Protest gegen Montagsspiele in der Fußball-Bundesliga blieben beide Fan-Blöcke beim Anpfiff wie angekündigt leer. Die Frankfurter Fans kamen erst zur zweiten Halbzeit in ihren Block und fielen dann sofort durch das Abbrennen von Pyrotechnik und einer Rauchbombe unangenehm auf. Die Düsseldorfer Anhänger waren nach 15:30 Minuten in den Mittelsektor der Südtribüne geströmt. Beim Einlaufen der Mannschaften spielte die Stadionregie "I Don't Like Mondays" von "The Boomtown Rats".

Mit zunehmender Spieldauer kontrollierte Frankfurt dann das Spiel mit der reiferen Spielanlage. Düsseldorf kam nicht zu seinem Konterspiel. So ging es torlos in die Pause.

Frankfurt kam dann mit mehr Elan aus der Kabine und belohnte sich prompt. Bei einer Flanke von de Guzman stand Paciencia im Fünfmeterraum am zweiten Pfosten sträflich frei und köpfte zur Führung für die Gäste ein.

Eintracht Frankfurt hat eine erfolgreiche Generalprobe für den anstehenden Fußball-Festtag bei Inter Mailand gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter gewann drei Tage vor ihrem Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League beim 18-maligen italienischen Meister in der Liga bei Fortuna Düsseldorf 3:0 (0:0) und verdrängte damit im Kampf um die Europacup-Ränge zum Abschluss des 25. Spieltages Bayer Leverkusen wieder vom fünften Platz.

Düsseldorf musste nun mehr über den Ballbesitz kommen und hatte seine Probleme damit. Zwar tauchte Benito Raman nach einem Fehler in der Frankfurter Abwehr aus spitzem Winkel allein vor dem Eintracht-Tor auf, scheiterte aber an Keeper Kevin Trapp (54.).

Wenig später sah es nach einer großen Chance für die Fortuna aus, aber Schiedsrichter Hartmann nahm eine Handelfmeter-Entscheidung gegen Frankfurts Martin Hinteregger auf Hinweis das Videoassistenten und Ansicht der Bilder zurück (61.).

Mit drei Treffern – davon zwei in den Schlussminuten – gelingt Eintracht Frankfurt ein ungefährdeter Sieg beim Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. Das Selbstvertrauen für die Partie gegen Inter Mailand in der Europaliga sollte also da sein. Das Montagsspiel der Fußball-Bundesliga wird jedoch von Fan-Protesten begleitet.

Vielmehr kam dann von Düsseldorf nicht mehr und Frankfurt machte in der Schlussphase den Sack zu. Der eingewechselte Haller traf in der Nachspielzeit erst nach einem Alleingang über die rechte Seite zum 2:0 und legte keine 120 Sekunden später auf Zuspiel von Filip Kostic mit seinem 14. Saisontor das 3:0 nach.

Am Ende stand ein verdienter Sieg für die reifere Mannschaft. Begleitet wurde die Partie von Protesten beider Fan-Lager gegen die Montagsspiele in der Bundesliga. Die Frankfurter Anhänger kamen erst zur zweiten Halbzeit in ihren Block und fielen dann sofort durch das Abbrennen von Pyrotechnik und einer Rauchbombe unangenehm auf. Die Düsseldorfer Anhänger waren erst nach 15:30 Minuten in den Mittelsektor der Südtribüne geströmt.

Die Fortuna spielt nun am Samstag (16.03.2019) beim VfL Wolfsburg. Eintracht Frankfurt – als Fünfter mit nur drei Punkten Rückstand im Kontakt zu den Champions-League-Plätzen – muss nach dem Europacup-Spiel in Mailand in der Bundesliga dann erst Sonntag daheim gegen Abstiegskandidat 1. FC Nürnberg ran.

Goncalo Paciencia (l.) schoss das erste Tor für Frankfurt, Sebastian Haller (r.) legte doppelt nach. (Quelle: Jan Hübner/imago)

Mit den Fans kam der Sieg: Eintracht Frankfurt hat durch einen 3:0 (0:0)-Erfolg bei Fortuna Düsseldorf nach nur einem Tag Platz fünf in der Fußball-Bundesliga zurückerobert und eine erfolgreiche Generalprobe für den Europa-League-Kracher bei Inter Mailand abgeliefert.

Keine drei Minuten, nachdem die Gäste-Anhänger ins Stadion kamen, schoss Goncalo Paciencia (48.) die Hessen in Führung. In der Nachspielzeit sorgte der eingewechselte Sebastien Haller (90.+1/90.+3) für die Entscheidung zugunsten der Eintracht.

Ohne die Unterstützung ihrer Anhänger, die aus Protest gegen Montagsspiele ihren Block 45 Minuten lang leer gelassen hatten, hatten die Hessen zuvor eine enttäuschende erste Halbzeit gespielt.

Für Aufregung sorgte nach einer Stunde wieder einmal der Videobeweis. Nach einer Flanke von Düsseldorfs Benito Raman sprang der Ball an den angelegten Arm von Frankfurts Martin Hinteregger, was Schiedsrichter Robert Hartmann aus Wangen nach dem Studium der Bilder am Monitor als nicht-elfmeterwürdig ansah und den Strafstoß zurücknahm (61.).

Angesichts von drei Punkten Rückstand auf Rang drei dürfen die Frankfurter nach dem Sieg vor 41 419 Zuschauern sogar von der erstmaligen Qualifikation für die Champions League träumen. Am Donnerstag aber bestreiten sie beim Achtelfinal-Rückspiel in Mailand erst einmal ihr wichtigstes Europacup-Spiel seit fast 25 Jahren.

Der zuletzt starke Aufsteiger aus Düsseldorf, der schon nach 15:30 Minuten auf die Unterstützung seiner Fans bauen konnte, wird die Niederlage verschmerzen können. Bei zwölf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz und neun noch ausstehenden Spielen dürfte die Fortuna eigentlich nicht mehr in Abstiegsgefahr geraten.

Kurz bevor die Stadionregie den Klassiker “I Dont Like Mondays” von den “Boomtown Rats” einspielte, hatte Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel sein Verständnis für die Proteste geäußert und bei Eurosportvon seiner Elf gefordert, “besser zu spielen als im Hinspiel”. Das hatten die Düsseldorfer mit 1:7 verloren. Diesmal jubelte die Fortuna schon nach zwei Minuten nach einem Schuss von Dawid Kownacki. Doch Schiedsrichter Hartmann gab den Treffer nicht – weil Dodi Lukebakio zuvor den Ball mit der Hand gespielt haben soll (2.).

Dem Spiel fehlten anschließend die großen Aufreger in den Strafräumen. Der Düsseldorfer Matthias Zimmermann traf den Außenpfosten (33.), auf der anderen Seite hätte Luka Jovic für das 0:1 sorgen können. Doch der serbische Angreifer schoss knapp vorbei (43.) und scheiterte an Fortuna-Keeper Michael Rensing (44.).

Das erste Tor der Partie fiel dann kurz nach Wiederanpfiff. Nach einer Flanke von Jonathan de Guzman köpfte Paciencia aus kurzer Distanz zum Führungstreffer für die Gäste ein. Der Portugiese hatte schon im vorherigen Spiel gegen Hoffenheim in der sechsten Minute der Nachspielzeit mit seinem ersten Bundesliga-Tor den Siegtreffer zum 3:2 erzielt. Nach dem zurückgenommen Strafstoß durch Videobeweis schimpfte Funkel, der seine längste Amtszeit als Cheftrainer von 2004 bis 2009 bei der Eintracht hatte und den Club 2006 ins Endspiel des DFB-Pokals gegen den FC Bayern führte, lautstark an der Seitenlinie und von Schiedsrichter Hartmann mit deutlichen Worten ermahnt.

Engagement zeigten auch die Spieler. Der für Kownacki eingewechselte Rouwen Hennings (19.) hatte den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aus vier Metern aber an Eintracht-Keeper Kevin Trapp (76.). In der Nachspielzeit sorgte Haller mit seinem Doppelschlag für das 0:3.

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