Frankfurt zieht nach viertem Sieg in die K.-o.-Phase ein
Sieg auf Zypern – Eintracht zieht vorzeitig in K.o.-Phase der Europa League ein
Eintracht Frankfurt hat auch das vierte Gruppenspiel in der Europa League gewonnen und sich damit souverän für die Zwischenrunde qualifiziert. Auf Zypern reichte den Hessen eine konzentrierte Leistung, um sich gegen ein überfordertes Apollon Limassol mit 3:2 durchzusetzen. Die SGE ist seit nunmehr acht Pflichtspielen ungeschlagen (7/1/0).

SGE-Trainer Adi Hütter wechselte gegenüber dem 3:0 in Stuttgart dreimal Personal: Willems, Stendera und Gacinovic begannen für de Guzman, Kostic und Rebic, die allesamt auf der Bank Platz nahmen.

Die zusätzlichen Spiele haben bislang noch keine negativen Auswirkungen auf die direkt folgenden Bundesligaspiele gezeigt: Nach dem Marseille-Spiel trotzte die Eintracht RB Leipzig zu Hause ein 1:1 ab, nach Rom gewann sie in Hoffenheim 2:1, nach Limassol spielten sie 1:1 in Nürnberg, da allerdings hingen die Frankfurter leicht durch. Fast sieht es so aus, als beflügelte die Europa League die Eintracht-Profis. Die vielen Spiele stecken die Hessen, körperlich auf einem guten Niveau, bislang erstaunlich gut weg.

Limassols Trainer Sofronis Avgousti tauschte indes nach dem 1:2 gegen Anorthosis Famagusta, der ersten Heimniederlage der Saison, fünfmal: Kissas (Tor), Ouedraogo, Sachetti, Schembri und Maglica spielten für Bruno Vale (Tor), Joao Pedro, Papoulis, Pereyra und Zelaya (alle Bank). Damit war klar, dass die etatmäßige Nummer 1, Bruno Vale, der für seinen Lapsus im Hinspiel (0:2) mächtig Häme hatte einstecken müssen, nicht spielen würde.

Die Europa League ist bislang aus Frankfurter Sicht eine prima Spaßveranstaltung. Drei Partien, drei Siege, 8:2 Tore und die schwersten Brocken schon mal aus dem Weg geräumt, dazu bislang bereits 4,63 Millionen Euro von der Uefa kassiert – die Zwischenbilanz fällt erfreulich aus und deutet rosarote Perspektiven an, die vor der Auslosung des Wettbewerbs nicht unbedingt vorherzusagen waren. Eintracht Frankfurt kann Europa, Eintracht Frankfurt hat diese besonderen Spiele auch zu etwas Besonderem genutzt.

In Marseille waren Zuschauer aufgrund einer Strafe gegen OM nicht erlaubt, folglich war die Partie auf Zypern das erste Europapokalspiel der Frankfurter, bei dem die Eintracht-Fans ihr Team auch im Stadion “supporten” konnten. Kurios: Bereits die letzte Auswärtsreise auf internationalem Parkett in der Saison 2013/14 führte zum selben Ort: Das GSP-Stadion in Nikosia – damals gab es ein 3:0 gegen Apoel Nikosia.

Tatsächlich genießen die Frankfurter die internationalen Auftritte, selbst Stimmungskiller wie ein leeres Stadion zu Beginn in Marseille, schreckt niemanden ab. Im Gegenteil: „Wir freuen uns auf die Spiele“, hat Trainer Adi Hütter zuletzt nach dem 3:0-Auswärtssieg in Stuttgart gesagt, als die Frage nach der nächsten Herausforderung aufkam. Von Belastung, Mühsal oder Müdigkeit keine Spur. „Wir haben das nicht zum Thema gemacht.“

Eintracht Frankfurt nach Heimsieg über Limassol in Europa-League-Zwischenrunde – Schock für Olympique Marseille

Rund 5000 SGE-Anhänger traten die Reise an und bekamen dann ein mäßiges Fußballspiel zu sehen, sorgten aber dennoch durchweg für mächtig Stimmung. Hilfreich dabei war sicherlich die frühe Führung der Eintracht: In der 17. Minute spielte Gacinovic einen feinen Pass von der linken Seite aus zu Willems, der einen noch feineren Pass in die Gasse zu Jovic brachte – und der Serbe bedankte sich, in dem er trocken mit links aus sieben Metern ins kurze Eck verwandelte. Abgesehen von einer weiteren Möglichkeit für Haller, der in letzter Sekunde von Stylianou abgegrätscht wurde (41.), gab es in Hälfte eins keine weiteren Chancen zu sehen.

Auch jetzt ist der Bundesligaklub und Tabellenführer der Gruppe H Favorit. Zumal schon der erste Vergleich mit Gegner Apollon Limassol mit einem Sieg endete. 2:0 hieß es vor zwei Wochen in der ausverkauften Frankfurter Arena. Es war nach dem überraschenden 2:1 in Marseille und dem furiosen 4:1 gegen Rom schon der dritte Sieg im dritten Gruppenspiel für die Mannschaft von Trainer Adi Hütter und der nächste große Schritt Richtung Sechzehntelfinale. Das Ticket für die K.o.-Phase kann und will die Eintracht schon an diesem Donnerstag lösen. Die Ausgangslage dafür: Bei einem weiteren Sieg der Eintracht kann Verfolger Lazio Rom, der es zeitgleich mit Olympique Marseille zu tun bekommt, machen, was er will: Die Hessen wären mit dann vier Siegen unerreichbar und schon weit vor Weihnachten qualifiziert.

Und auch sonst war der Durchgang recht sparsam mit Highlights. Einzig eine Unsportlichkeit von Apollon-Coach Avgousti, der unnötigerweise Stendera den Ball bei einem Einwurf aus der Hand riss und damit eine kleine Rudelbildung auslöste, sorgte für Aufregung. Stendera sah danach Gelb, Avgousti musste auf die Tribüne (37.). Ansonsten plätscherte die Partie vor sich hin.

Nach dem Seitenwechsel räumten die Frankfurter dann alle Restzweifel aus dem Weg – und zwar mit einem Doppelschlag binnen weniger Minuten: Beim technisch anspruchsvollen 2:0 von Haller glänzte Gacinovic noch als Vorbereiter (55.), ehe er drei Zeigerumdrehungen später selbst als Vollstrecker in Erscheinung trat. Der Serbe fing Stylianous schlampigen Pass ab und traf auf 17 Metern zum 3:0.

Hütter weiß um diese vorzügliche Konstellation. Doch der Coach hält Kurs. Wie in den vergangenen Wochen auch, in denen die Eintracht bei ihren Pflichtspielen im Liga-Alltag sowie in der Europa League insgesamt sieben Mal in Folge ungeschlagen geblieben ist und es am Sonntag im Kerngeschäft Bundesliga mit dem FC Schalke 04 zu tun bekommt, fordert der 48 Jahre alte Fußballlehrer volle Konzentration von seinen Spielern. Wir haben eine große Chance, die wollen wir jetzt nutzen. Das Spiel gegen Apollon ist der erste von drei möglichen Matchbällen, sagte Hütter in einer denkwürdigen Pressekonferenz in den Katakomben des GSP-Stadions. Ziel ist es, dass wir weiterkommen.

Die Messe war gelesen, ein Aufbäumen der Zyprer war in der Folge nicht zu erkennen. Frankfurt schaltete einen Gang zurück und wurde prompt bestraft: Joao Pedro brachte einen Freistoß von der rechten Außenbahn präzise nach innen zu Zelaya, der per Kopf verkürzte – das 1:3 war eine Koproduktion zweier Einwechselspieler (71.).

Weil Jovic nach herrlichem Fußgelenk-Pass von Willems sein zehntes Pflichtspieltor erzielte (17.), Haller nachlegte (55.) und Gacinovic einen Abwehrpatzer zum zwischenzeitlichen 3:0 nutzte (58.), holten die “Gäste” auch ohne die geschonten Rebic, Kostic und de Guzman insgesamt souverän die Punkte zehn bis zwölf. Gacinovic war an allen drei Toren beteiligt. Die Schönheitsfehler: Zelaya verkürzte noch für Limassol (71./90.+4) und Stendera sah nach einem unglücklichen Zweikampf Gelb-Rot (81.). Die erste Gelbe Karte hatte er nach einem Gerangel mit Apollon-Trainer Sofronis Avgousti gesehen, der deswegen auf die Tribüne musste (37.).

Weil Markovic an Trapp scheiterte (73.), der ebenfalls eingewechselte Faupala knapp daneben köpfte (80.), schien der verdiente Auswärtssieg der Frankfurter nicht mehr in Gefahr. Doch dann sah Stendera in der 81. Minute die Gelb-Rote Karte und die SGE musste plötzlich in Unterzahl agieren. Apollon witterte Morgenluft und probierte es noch einmal. Mehr als der Anschlusstreffer von Zelaya, der in der 90. Minute noch aus dem Spiel heraus in Trapp seinen Meister gefunden hatte, per Strafstoß (Willems an Joao Pedro) in der vierten Minute der Nachspielzeit war aber für die Hausherren nicht mehr drin und Limassols Europa-League-Aus besiegelt.

Dramatisches spielte sich in der Gruppe J ab: Der türkische Pokalsieger Akhisar Belediyespor glich nach dem 0:6 im Hinspiel ein frühes 0:2 (Nolito, 12./Muriel, 38.) gegen den FC Sevilla tatsächlich aus (Manu, 52./Ayik, 78.), obwohl Güray einen Elfmeter an den Pfosten setzte (57.). Aber Sevilla, nach Gelb-Rot für Sergi Gomez in Unterzahl (56.) nahm durch einen berechtigten Banega-Elfmeter (87.) doch noch alle Punkte mit. Belediyespor, in der Liga auf einem Abstiegsplatz, bleibt in Europa ohne Punkt – und ist draußen. Sevilla hat wie der FK Krasnodar (2:1 gegen Lüttich) beste Aussichten.

Für beide Mannschaften steht nun wieder der Liga-Alltag an: Limasoll will dabei am Sonntag ab 15 Uhr im Derby bei AEL seine Ergebniskrise – Apollon ist seit vier Spielen sieglos – endlich beenden. Und Frankfurt? Die Hessen hätten sicherlich nichts dagegen, wenn in der Bundesliga der Höhenflug auch gegen Schalke anhalten würde – Anpfiff ist am Sonntag um 18 Uhr. In der Europa League gehts am Donnerstag, den 29. November, weiter: Limasoll hat dann ab 21 Uhr Lazio Rom zu Gast, die Eintracht zur selben Zeit Olympique Marseille.

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Eintracht Frankfurt hat ja nicht einfach nur die Europa-League-Zwischenrunde erreicht. Das 3:2 bei Apollon Limassol war der vierte Sieg im vierten Spiel in einer Gruppe, die das Beiwort “Todes-” oder “Hammer-” wahrlich verdient hatte. Von “großen Hürden” hatte Sportvorstand Fredi Bobic nach der Auslosung gesprochen – und jetzt hat sie Frankfurt schon Anfang November alle übersprungen, während Vorjahresfinalist Marseille ausgeschieden ist. Nur Stuttgart (2010/11) und Schalke (2016/17) starteten aus der Bundesliga schon einmal mit vier Siegen in diesen Wettbewerb.

Eintracht Frankfurt international – auch im Jahr 2019: Der Pokalsieger steht vorzeitig in der K.o.-Phase der Europa League. Die Hessen gewannen am Donnerstag bei Apollon Limassol, auch wenn es am Ende unnötig knapp wurde.

Die Frankfurter Eintracht steht vorzeitig im Sechzehntelfinale der Fußball-Europa-League. Das Team von Trainer Adi Hütter gewann am Donnerstag auch sein viertes Gruppenspiel in Folge und siegte bei Zypern-Club Apollon Limassol mit 3:2 (1:0). Nach den Toren von Luka Jovic (17. Spielminute), Sébastien Haller (55.) und Mijat Gacinovic (58.) haben die Hessen in der Gruppe H zwölf Punkte auf dem Konto.

Auch für Trapps Trainer zählte nur, dass der erste Matchball gleich saß. “Kompliment an die Mannschaft”, sagte Hütter, genoss jedoch diesmal ausnahmsweise selbst einen “tollen Moment” mit den Anhängern: “Die Fans haben darauf gewartet, dass ich mal in die Kurve gehe. Heute hat das gepasst.” Er habe sich das für den Tag des Weiterkommens vorgenommen. “Ich merke, dass ich mehr und mehr in Frankfurt ankomme und mich die Fans schätzen.”

Die Teilnahme an der K.o-Runde, die am 14. und 21. Februar 2019 ausgetragen wird, ist ihnen damit nicht mehr zu nehmen. Für den Tabellendritten der zyprischen First Divison traf der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Emilio Zelaya per Kopf (71.) sowie in der Nachspielzeit per Foulelfmeter (90.+4). Frankfurts Marc Stendera sah in einer ereignisreichen Schlussphase nach einem Foulspiel Gelb-Rot (81.).

Der Eintracht-Sieg bei Apollon Limassol ist auch Thema in den heimspiel!-Sendungen des hr-fernsehens: Samstag ab 17.15 Uhr, Sonntag ab 21.45 Uhr und Montag ab 23.15 Uhr.

Die Eintracht müsste dann zwar ohne gelernten defensiven Mittelfeldspieler agieren. Aber auf den Sechser hatten die Hessen zuletzt auch im zweiten Abschnitt in Stuttgart und gegen Düsseldorf verzichten müssen, Marc Stendera, von Haus aus offensiv ausgerichtet, hatte die defensive Rolle zur Zufriedenheit aller erledigt. „Das hat da gut funktioniert“. Die Stimmung im Team bezeichnet der ewig gut gelaunte Fernandes als gut. „Wir wollen richtig Gas geben“ und den gut 5000 mit auf die Insel gereisten Fans Spaß bereiten. „Wir sind gekommen, um ein richtig gutes Ergebnis zu holen.“

“Matchball” in Limassol: Eintracht will Siegeszug durch Europa vorläufig krönen

Mit Blick auf die Startaufstellung hatte Hütter durchaus überrascht. Auf dem linken Flügel bot er Jetro Willems statt Filip Kostic auf, der Dauerbrenner aus Serbien erhielt nach zuletzt zwölf Einsätzen am Stück eine Verschnaufpause. Im Mittelfeld gab der Trainer dem 22-Jährigen Stendera den Vorzug gegenüber Jonathan de Guzmán, und in der Offensive verzichtete er im Gegensatz zum Bundesliga-Auswärtssieg in Stuttgart auf sein magisches Dreieck: Ante Rebic musste zunächst auf der Bank Platz nehmen, neben Jovic stürmte Haller von Beginn an.

Das Wichtigste zum Europa-League-Spiel der Eintracht bei Apollon Limassol

Größeren Einfluss auf die Anfangsphase hatte allerdings eine andere Tatsache. Apollon präsentierte sich über weite Strecken der ersten Halbzeit mutiger, geschlossener und insgesamt besser als im Hinspiel vor zwei Wochen. Die Folge: Frankfurt hatte leichte Probleme im Spielaufbau, Limassol dafür die erste Chance. Der Freistoß von Charalambos Kyriakou ging allerdings knapp über das Tor (8.).

Mittelfristig sei ein Konkurrent wie der FC Schalke 04, am Sonntag (18 Uhr im LIVETICKER) zu Gast im Frankfurter Stadtwald, kaum einzuholen. “Schalke hat sich auf ein Umsatzniveau von 200, 250 Millionen Euro aus dem laufenden Geschäft gebracht. Wir stehen bei einer Größenordnung von 150 Millionen”, rechnet der 47-Jährige vor. Das würde 30, 40 Millionen Euro Differenz beim Lizenzspielerbudget ausmachen. Das könne nicht mit einem internationalen Jahr kompensiert werden, sondern: “Das bedeutet, dass man über fünf, sechs, sieben, acht Jahre eine permanente Teilnahme vorweisen muss.” Aber was hatte Aufsichtsratschef Wolfgang Steubing vor Saisonstart öffentlich verkündet: “Wir werden in den nächsten Jahren ganz, ganz dicke Bretter bohren. Das sind richtige Platten.”

Anschließend kam die Eintracht immer besser in die Partie – und nach ersten Annäherungsversuchen durch Stendera (12., 15.) auch rasch zum Torerfolg. Den ersten konsequent zu Ende gespielten Angriff der Gäste vollendete Jovic problemlos, nachdem ihn Willems mit einem Pass aus dem Fußgelenk freigespielt hatte. Haller hätte in der Folge gleich zwei Mal auf 2:0 erhöhen können, der Franzose wurde aber immer wieder entscheidend und rechtzeitig gestört (20., 41.).

Mittlerweile kassiert der in der Liga auf Platz fünf gelistete Klub selbst die These, die der langjährige Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen stets erneuerte: dass die Kräfteverhältnisse in der Bundesliga zementiert seien. Nun räumte der 70-Jährige dieser Tage ein: “Ich habe unsere Rolle damals immer im Mittelfeld gesehen. Ich hätte es der Eintracht nicht zugetraut, in die Phalanx von Bayern München, Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, Schalke 04, Bayer Leverkusen und Hoffenheim einzubrechen.” Die handelnden Personen im sportlichen Bereich hätten Großartiges geleistet, so Bruchhagen, der sich am Ende nicht gerade als Förderer innovativer Ideen verdient machte.

Wer nach dem Seitenwechsel dachte, das Hütter-Team würde seinen knappen Vorsprung einfach nur verwalten, wurde rasch eines Besseren belehrt. In der Defensive ließ Frankfurt in den ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff wenig anbrennen. Die gefährlichste Chance der Zyprer, ein Kopfball von Zelaya, entschärfte Torwart Kevin Trapp problemlos (50.). Aber vor allem in der Offensive machte die Eintracht nun kurzen Prozess und nutzte ihre nächsten Gelegenheiten eiskalt.

Stimmen zum Eintracht-Sieg: “Die Souveränität ist schon Wahnsinn”

Dabei spielte sich insbesondere ein Profi in den Vordergrund: Gacinovic. Der 23-Jährige legte erst das 2:0 durch Haller auf und traf kurz darauf selbst, indem er sich die Halbherzigkeit der Hintermannschaft von Limassol zu Nutze machte und einen Flachschuss von der Strafraumkante im gegnerischen Gehäuse unterbrachte. Spätestens in diesem Moment war klar: Der Eintracht-Adler kreist mindestens auch im kommenden Frühjahr durch die Europa League. Spannend wurde es trotzdem noch einmal.

Luka Jovic (17.) erzielte die Führung für die Mannschaft von Trainer Adi Hütter, die in der vermeintlichen “Hammergruppe” mit Lazio Rom und Olympique Marseille ein dickes Ausrufezeichen gesetzt hat. Sebastien Haller (55.) und Mijat Gacinovic (58.) legten nach. Emilio Zelaya (71., 90.+4/FE) brachte die Gastgeber in einer hektischen Schlussphase nochmals heran, in der Eintrachts Mittelfeldspieler Marc Stendera mit Gelb-Rot vom Platz (81.) flog.

Viertes Spiel, vierter Sieg: Frankfurt nach 3:2 bei Limassol weiter

Denn statt sich komplett aufzugeben, waren die Zyprer weiter um Offensivaktionen bemüht und kamen in der Endphase durch Zelayas Doppelpack auf 2:3 heran. Begünstigt wurden sie dabei durch den Platzverweis gegen Stendera, der sich zwischen den beiden Toren ein unnötiges Foulspiel geleistet und dafür die zweite Gelbe Karte gesehen hatte. Allerdings: Am vorzeitigen Einzug der Frankfurter in die K.o.-Runde war da schon nicht mehr zu rütteln.

Abgesehen von zwei, drei vielversprechenden Angriffen der Gastgeber, die schon vor der Partie fast keine Chance mehr auf das Weiterkommen hatten, dominierte Frankfurt die erste Halbzeit. Limassols Trainer Sofronis Avgousti wurde nach einer verbalen Auseinandersetzung mit Stendera von Schiedsrichter Tiago Martins (Portugal) auf die Tribüne geschickt (36.).

Limassol: Kissas – Stylianou, Ouedraogo, Roberge, Vasiliou (61. Pedro) – Kyriakou, Sachetti – Adrian Sardinero, Markovic, Schembri (68. Faupala) – Maglica (46. Zelaya)                            Frankfurt: Trapp – Abraham, Hasebe, NDicka – da Costa, Willems – Fernandes (77. de Guzmán), Stendera – Gacinovic – Haller (66. Rebic), Jovic (85. Müller)Tore: 0:1 Jovic (17.), 0:2 Haller (55.), 0:3 Gacinovic (58.), 1:3 Zelaya (71.), 2:3 Zelaya (90.+4/FE)Gelbe Karten: – / NDicka, Willems, Rebic  Gelb-Rot: Stendera (81.)       Schiedsrichter: Martins (Portugal) Zuschauer: 8.000