Die den Unterschied machen
Nach schwachem Bundesligastart – Hütter kommt gegen Schlusslicht zu 3 entlastenden Punkten
Das 4:1 gegen Hannover 96 war der so heiß ersehnte Befreiungsschlag der Frankfurter in der Bundesliga – nach zuvor vier sieglosen Ligaspielen in Serie. Besonders freute sich Marco Russ, der persönlich gleich zwei magische Marken an diesem Nachmittag durchbrach. Der 33-Jährige verriet dann auch noch, was Ante Rebic mit “Fußballgott” Alex Meier gemein hat.

Marco Russ hat in der Bundesliga schon viele Schlachten geschlagen, gegen Hannover stand er zum 300. Mal in der Beletage des deutschen Fußballs auf dem Rasen und durfte am Ende sogar noch seinen 100. Sieg bejubeln. Er selbst zeichnete sich diesmal nicht als Torjäger aus und muss daher weiter auf seinen 25. Treffer warten, allerdings hatte er seinen Anteil daran, dass hinten fast nichts anbrannte. Das 4:1 sei ein Ergebnis, das “man sich für sein 300. Spiel nur wünschen konnte”, verriet der Routinier nach Abpfiff bei “Sky” und ergänzte: “Von Anfang an die Mannschaft als Kapitän anzuführen, ist natürlich top.”

Russ betonte zwar, dass es “natürlich eine geschlossene Mannschaftsleistung” gewesen sei, aber ein Mann hatte dann doch eine Ausnahmestellung inne. “In allem ragte Ante Rebic hervor”, stellte Russ fest und führte aus: “Tor selbst gemacht, Tor vorbereitet, so viel marschiert, so viel gearbeitet. Er hat heute einen ganz großen Anteil am 4:1.” Die Zahlen belegen das: ein Tor, eine Vorlage, eine Torschussvorlage, bis zu seiner Auswechslung in der 82. Minute lief der Kroate 8,75 km und gewann jeden zweiten Zweikampf – eine starke Quote für einen Stürmer.

Der 25-Jährige agierte auffällig, setzte seine Gegenspieler immer wieder konsequent unter Druck und machte diesen, auch aufgrund seiner robusten Spielweise, das Leben sehr schwer. Den Vize-Weltmeister macht aber mehr aus, wie Russ klarmachte. “Durch seine Spielweise ist er einer, der nicht nur uns Spieler mitreißt. Bei seinen Aktionen geht auch das Stadion mit”, sagte der 33-Jährige und zog anschließend einen für Frankfurter Verhältnisse beachtliche Vergleich: “Das sind so Spieler, die dann auch Erfolg herbeiführen. So wie es Alex Meier jahrelang war. Und Ante versucht, in seine Fußstapfen zu treten.”

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Eintracht Frankfurt gewinnt das Heimspiel der 6. Runde gegen Hannover 96 und verlässt die Abstiegsplätze.

Den Sieg spielten sich die Frankfurter entgegen den Umständen erstaunlich abgeklärt heraus. Nach 3 Startpunkten in Freiburg holte die Eintracht in den letzten 4 Spielen nur gerade einen Zähler.

Evan NDicka war per Direktabnahme für die Führung besorgt (36.). In der Nachspielzeit der 1. Hälfte konnte Ante Rebic diese auf Vorlage von Sebastian Haller ausbauen. Jonathan De Guzman musste zum 3:0 einen Pass von Rebic nur noch einschieben. Den Anschlusstreffer von Florent Muslija (86.) beantwortete das Heimteam umgehend mit dem 4. Tor durch Luka Jovic.

In der Abendpartie vom Sonntag unterlag der SC Freiburg in Augsburg mit 1:4. Mann des Spiels war Alfred Finnbogason, der 3 Tore schoss. Auch der Freiburger Treffer ging auf das Konto eines Augsburgers. Ex-SCF-Spieler Jonathan Schmid wurde angeschossen und erzielte so ein kurioses Slapstick-Eigentor.