Klare Heimsiege für Augsburg und Frankfurt
FC Augsburg: Finnbogason schießt SC Freiburg beim 4:1 ab
Der FC Augsburg hat zum Abschluss des sechsten Spieltags den ersten Heimsieg in der neuen Saison gefeiert: Die Fuggerstädter schlugen den SC Freiburg hochverdient mit 4:1. Ein traumhaftes Comeback feierte dabei Angreifer Finnbogason, der eines seiner drei Tore per Hacke erzielte.

Augsburgs Trainer Manuel Baum stellte seine Mannschaft nach dem überraschenden 1:1 beim FC Bayern auf drei Positionen um: Schmid und Richter begannen für Framberger und Moravek. Jubel brandete auf, weil Finnbogason nach langer Verletzungspause sein Comeback feierte (letztmals am 34. Spieltag der Vorsaison am Ball), für ihn musste Hahn weichen.

Per Hacken-Tor legt Finnbogason nach 34 Minuten nach. Im ersten Saison-Spiel (zurück nach Knie-Verletzung) gleich das erste Tor für Islands WM-Fahrer, der dazu einen Elfmeter verwandelt (68.) und dann mit einem Abstauber den Hattrick vollmacht (83.).

Freiburgs Coach Christian Streich nahm im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Schalke zwei Veränderungen vor: Lienhart begann für Kübler (Schlag auf die Schläfe), Frantz kehrte nach seiner Wadenblessur zurück und ersetzte Petersen (Schultereckgelenksprellung).

49. Minute: FCA-Torwart Luthe lässt einen Waldschmidt-Hammer abklatschen. Die Niederlechner-Nachschüsse klären Gouweleeuw und Hinteregger, der dann aber unglücklich Mitspieler Schmid anschießt, von wo aus der Ball ins eigene Tor geht.

Von Beginn an machten die Hausherren mächtig Druck, während der Gast aus dem Breisgau zu keinem Zeitpunkt im ersten Abschnitt wirklich Zugriff bekam. Nach vier Minuten probierte es Caiuby aus der Drehung, fand aber wie neun Zeigerumdrehungen später mit einem Distanzschuss seinen Meister in Schwolow. Der Freiburger Schlussmann rückte kurz darauf wieder ins Zentrum, als er mit einem überragenden Fuß-Reflex Richter das 1:0 verwehrte (18.). Dieses gabs dann allerdings eine Minute später: Richter flankte unbedrängt an den zweiten Pfosten, wo Caiuby angeflogen kam und wuchtig einköpfte.

Finnbogason nach dem Spiel: Das ist Wahnsinn, das ist schwer zu beschreiben. Ich hatte mich einfach gefreut, dass ich wieder auf dem Platz stehe. Aber es dauert noch, bis ich wieder auf meinem höchsten Niveau bin.

In der Folge blieb Freiburg passiv und im letzten Drittel zu brav. So war es nur eine Frage der Zeit, ehe der zweite Augsburger Treffer fallen würde: Der aufgerückte Gouweleeuw fand mit einer flache Flanke Finnbogason, der per Hacke (!) ins lange Eck vollendete – 2:0 (34.). Sein gelungenes Comeback hätte sich der Isländer schon vor der Pause fast noch mehr versüßt, doch sein Schlenzer flog links vorbei (45.+1).

Schockmoment: Weil ein FCA-Fan auf der Tribüne wohl mit Herzstillstand behandelt werden muss, wird 30 Minuten nicht angefeuert. Der Fan wurde ins Krankenhaus gebracht.

Bundesliga, 6. Spieltag Hertha – Bayern 2:0 (2:0)   Nürnberg – Düsseldorf 3:0 (1:0)   Schalke – Mainz 1:0 (1:0)   Stuttgart – Bremen 2:1 (1:0)   Wolfsburg – Gladbach 2:2 (1:1)   Hoffenheim – Leipzig 1:2 (0:0)   Leverkusen – Dortmund 2:4 (2:0)   Frankfurt – Hannover 4:1 (2:0)   Augsburg – Freiburg 4:1 (2:0) Die aktuelle Tabelle Mit dem Seitenwechsel tauschte Streich doppelt, er brachte Waldschmidt und Gondorf für Terrazzino und Lienhart. Sekunden nach Wiederanpfiff hatte Gregoritsch direkt das 3:0 auf dem Fuß, doch Schwolow fischte den frechen Heber aus dem langen Eck (46.). Aus dem Nichts stand es dann allerdings plötzlich nur noch 1:2, weil Gouweleeuw vor der Linie nicht klären konnte und Hinteregger Schmid anschoss (49.).

19. Minute: Flanke Richter, Caiuby rauscht heran und köpft den Ball rein. Erstes Saison-Tor für den Brasilianer, der noch am Freitag auf dem Oktoberfest feierte.

In der Folge wurde die Partie mehr und mehr zu einem offenen Schlagabtausch, wobei Gregoritsch und Günter binnen zwei Minuten Großchancen liegen ließen (62., 64.). Kurz darauf verursachte Heintz einen Foulelfmeter, weil er zu plump in den Zweikampf mit Finnbogason ging: Der Isländer trat selbst an und verwandelt kühl – 3:1 (68.).

Der große Traum vom FC Bayern – für Philipp Max (24) wäre dieser fast sein Fußball-Aus gewesen… Von 2007 bis 2010 trainierte der …

In den letzten 20 Minuten wogte das Geschehen nochmal hin und her. Erst zischte Schmids Volley links am Pfosten vorbei, dann scheiterte Joker Kleindienst auf Freiburger Seite am glänzend reagierenden Luthe (73., 77.). Das letzte Wort gehörte dem Mann des Abends: Der eingewechselte Hahn fand Finnbogason, der nur den linken Fuß hinhalten musste – 4:1 (83.). Bei diesem Resultat sollte es letztlich bleiben, für Augsburg war es der erste Dreier vor heimischem Publikum in dieser Saison.

Vor einem Jahr brach er sich die Kniescheibe, fiel neun Monate verletzt aus. Jetzt ist Torjäger Florian Niederlechner endlich zurück.

Nachlegen will der FCA am kommenden Samstag (15.30 Uhr) beim schweren Gang nach Dortmund. Freiburg empfängt am Sonntag (13.30 Uhr) Leverkusen.

Caiuby und die Wiesn: Da war doch was. Letztes Jahr wurde er – wohl auf dem Heimweg vom Oktoberfest – beim Schwarzfahren erwischt.

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68. Minute: Finnbogason nimmt den Kontakt von SC-Verteidiger Heintz an. Den fälligen Elfmeter verwandelt der Isländer gleich selbst.

Alfred Finnbogason: Der Isländer vollstreckte die Augsburger Chancen gegen Freiburg eiskalt. (Quelle: Sven Simon/imago)

Der FC Augsburg triumphiert zum Abschluss des 6. Spieltags nach einer starken Leistung gegen den SC Freiburg. Mann des Tages: der überragende Alfred Finnbogason.

Gegen Freiburg bestritt Finnbogason seine erste Bundesligapartie der laufenden Saison. Zuvor war er mit einer Patellasehnenreizung ausgefallen. Der Isländer brauchte knapp 34 Minuten – dann hatte er bereits ein Traumtor erzielt. Jeffrey Gouweleeuw brachte eine flache Flanke in die Mitte und Finnbogason lenkte den Ball hinter dem Standbein mit der Hacke zum 2:0 ins Tor. In der zweiten Hälfte legte er nach: Erst holte er im Zweikampf gegen Dominique Heinz einen Strafstoß heraus und verwandelte diesen selbst (68.), dann sorgte er auch für den Treffer zum Endstand (83.). Damit ist Finnbogason nun erfolgreichsteder erfolgreichste Augsburger Bundesliga-Torschütze der Geschichte.

Was für ein Comeback! Angreifer Alfred Finnbogason hat dem FC Augsburg bei seinem Saisondebüt mit einem Dreierpack den ersten Heimsieg seit April beschert. Die Schwaben setzten sich dank ihres neuen Rekord-Torjägers fünf Tage nach dem überraschenden Remis beim FC Bayern 4:1 (2:0) gegen den SC Freiburg durch und zogen in der Tabelle an den Breisgauern vorbei.

FC Augsburg – SC Freiburg 4:1 (2:0) 1:0 Caiuby (19.) 2:0 Finnbogason (34.) 2:1 Eigentor Schmid (49.) 3:1 Finnbogason (68., Foulelfmeter) 4:1 Finnbogason (83.) Augsburg: Luthe – Schmid, Gouweleeuw, Hinteregger, Max – Baier (85. Götze), Khedira – Richter (75. Hahn), Gregoritsch (70. Koo), Caiuby – Finnbogason Freiburg: Schwolow – Lienhart (46. Gondorf), Gulde, Heintz, Günter – Koch, Höfler – Frantz, Sallai – Terrazzino (46. Waldschmidt) – Niederlechner (76. Kleindienst) Schiedsrichter: Kampka Gelbe Karten: – / Höfler Zuschauer: 26.488

Das Spiel wurde allerdings von einem Zwischenfall überschattet. Ein Fan in Block Z der WWK Arena gegenüber der FCA-Kurve musste nach einem Herzstillstand reanimiert und ins Krankenhaus gebracht werden. Die Anhänger beider Lager stellten deshalb von der 25. bis zur 57. Minute ihre Gesänge ein.

Vier Spiele in Folge hatte der FC Augsburg nicht gewonnen, gegen den SC Freiburg gelang der Mannschaft von Trainer Manuel Baum der zweite Saisonsieg. Der FCA feierte durch die Tore von Caiuby (19. Minute) und Alfred Finnbogason (34./68./83.) einen 4:1 (2:0)-Erfolg. Ein Eigentor von Jonathan Schmid brachte Freiburg zu Beginn der zweiten Hälfte zwischenzeitlich wieder heran (49.). Augsburg zieht durch den Erfolg am Gegner vorbei, der FCA ist nun Achter (acht Punkte), Freiburg liegt auf Rang 13 (sieben Punkte).

Noch vor dem Notarzteinsatz hatte der äußerst umtriebige Caiuby (19.) die vor allem in der ersten Halbzeit wesentlich bissigeren und spielerisch überlegenen Augsburger in Führung gebracht. Rückkehrer Finnbogason erhöhte vor 26.488 Zuschauern per Traumtor mit der Hacke (34.). Nach dem Slapstick-Eigentor des früheren Freiburgers Jonathan Schmid (49.) sorgte Finnbogason per Foulelfmeter (68.) für die Entscheidung, in der 82. Minute erzielte er den Endstand.

Freiburgs Höfler (l.) spricht mit Gegenspieler Baier und Schiedsrichter Kampka: Immer wieder gab es in der umkämpften Partie hitzige Diskussionen. (Quelle: Eibner/imago)

Überschattet wurde die Partie von einem Notarzteinsatz, bei dem ein Zuschauer reanimiert werden musste. Wie es der Person geht, ist unklar. Noch während des Spiels wurde sie ins Krankenhaus gebracht. Die Stimmung im Stadion war in der Folge sehr bedrückt, Fangesänge blieben bis Mitte der zweiten Hälfte aus Respekt aus.

Mit seinem dritten Dreierpack in der Bundesliga löste Finnbogason (25 Tore) zudem Tobias Werner als Augsburger Bundesliga-Rekordtorschütze ab. Der Isländer, der wegen einer hartnäckigen Entzündung an der Patellasehne gefehlt hatte, verhagelte Freiburg nach zwei Siegen eine perfekte englische Woche.

Allerdings bestritt der SC die Begegnung nicht in Top-Besetzung. Torjäger Nils Petersen fiel wegen seiner Schultereckgelenkprellung aus. Mit Lukas Kübler und Pascal Stenzel fehlten zudem beide etatmäßigen Rechtsverteidiger, weshalb Philipp Lienhart erstmals in der Bundesliga auf dieser Position ran musste. Augsburg hatte Lienharts Seite schnell als Schwachstelle ausgemacht.

Perfekter Einstand für Alfred Finnbogason: In seinem ersten Saisonspiel gelangen dem Augsburger direkt drei Treffer. Dazu gewann sein Team gegen Freiburg – trotz eines verrückten Gegentors.

Die Führung fiel allerdings nach einer Ecke von links: Der agile Marco Richter konnte ungehindert flanken und Caiuby, der zuvor bereits zwei Chancen vergeben hatte (4., 15.), köpfte ein.

Das 2:0 entstand dann über Augsburgs rechte Angriffsseite: Nach der Hereingabe von Jeffrey Gouweleeuw war der bis dahin völlig abgemeldete Finnbogason am Fünfmeterraum zur Stelle und verwertete gekonnt.

Augsburg war Freiburg in der ersten Halbzeit in allen Belangen überlegen. SC-Coach Christian Streich nahm mit Wiederbeginn den überforderten Lienhart sowie Marco Terrazzino vom Platz und stellte auf Dreierkette um. Der gute Torhüter Alexander Schwolow hielt Freiburg gegen Michael Gregoritsch im Spiel (46.).

Streichs Maßnahmen zeigten aber Wirkung: Die Gäste spielten jetzt endlich mit. Nach einem Fehler von Rani Khedira brachte Martin Hinteregger Freiburg zurück ins Spiel, als er Kollege Schmid bei seinem Rettungsversuch anschoss. Khedira verhinderte gegen Christian Günter den Ausgleich (64.). Dann schlug der von Günter gefoulte Finnbogason vom Punkt zu und legte noch seinen dritten Treffer nach.

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