LIVE! Rebic legt vor, de Guzman trifft - 3:0 für Frankfurt
Das Wichtigste zu Eintracht-Hannover: Die einen müssen, die anderen eigentlich auch
Trainer Hütter hofft deshalb gegen Hannover auf den kopfballstarken Lucas Torro. Der Spanier (Muskelprobleme) trainiert seit Freitag wieder mit Ball. Ob er spielen kann, entscheidet sich erst am Sonntag.

Zwei Jahre lang hat Eintracht es geschafft, nie in die Nähe des Abstiegskampfs zu geraten. Gegen Hannover muss ein Heimsieg her!

Frankfurt gewann nur gegen 96 die letzten vier Bundesligaspiele, nimmt man den DFB-Pokal dazu, sind es sogar fünf Siege in Folge. Trotz der aktuellen Durststrecke: 96 feierte in der Bundesliga-Geschichte gegen kein Team mehr Siege als gegen Frankfurt (19). So viele Auswärtstore wie in Frankfurt (33) erzielten die 96er bei keinem anderen Club.

Bei Hannover fehlt im Mittelfeld Jung-Star Linton Maina (19) wegen Wadenproblemen. Das macht es nach dem Fehlstart (nur zwei Punkte) nicht leichter für Breitenreiter. Der 96-Trainer: Wir wollen gern gewinnen. Das ist aber kein Muss. Wir machen uns nicht verrückt.

Die aktuelle Tabellensituation ist für Eintracht Frankfurt und Hannover 96 unbefriedigend. Gerade einmal zwei Punkte holte die Breitenreiter-Mannschaft bisher, vier sind es bei den Hessen aus den bisherigen fünf Bundesligaspielen. Entsprechend groß ist der Druck vor der Partie.

Frankfurt will im dritten Versuch endlich den ersten Heimsieg. Deshalb stürmt WM-Star Ante Rebic (25) nach zwei Kurzeinsätzen erstmals von Anfang an.

Trainer André Breitenreiter muss um den Einsatz von Linton Maina (Wadenprobleme) bangen. Miiko Albornoz kehrt nach seiner Rotsperre wieder ins Team zurück.

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Hannover 96 bestreitet an diesem Sonntag das richtungsweisende Spiel bei Eintracht Frankfurt. Die Kompaktinfos zu Ausgangslage, Aufstellung und Statistik.

Druck, so weit das Auge reicht: Der Verlierer der Begegnung zwischen der Eintracht und Hannover muss sich wohl dauerhaft mit dem Tabellenkeller anfreunden. Während für die Frankfurter nur ein Sieg in Frage kommt, geben sich die Gäste nach außen lockerer.

Just dadurch fiel der Führungstreffer der „Fohlen“. Viel „zu passiv“ habe sich seine Elf zudem in vielen Situationen verhalten, bei Einwürfen, bei den Standards. Gerade bei den ruhenden Bällen „müssen wir uns unbedingt verbessern“, das habe viel „mit Konzentration zu tun“. Offensichtlich mangelt es auch da bei seinen Spielern. Es bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft den öffentlichen Appell verstanden hat. „So wie wir dastehen, passt es mir nicht“, sagte der Österreicher.

Zum Abschluss der englischen Woche in der Bundesliga empfängt Eintracht Frankfurt am Sonntag (15.30 Uhr) Hannover 96. Für beide Mannschaften geht es darum, der noch jungen Saison einen positiven Trend zu geben.

Keine Frage: Adi Hütter nimmt seine Spieler nach dem Holperstart in die Pflicht, er gibt den Druck weiter. Der 48 Jahre alte Fußballlehrer will offenbar aufrütteln, will durchdringen zu den Profis, will ihnen den Ernst der Lage, auch schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison, deutlich machen. „Ich will hier nicht um den heißen Brei herumreden.“ Sein Team hat ihm in Gladbach nicht gefallen. „Es stört mich, dass wir uns im Spiel unter Druck nicht befreien konnten“, krittelte er. 

Man muss nicht um den heißen Brei herumreden. Sowohl die Eintracht als auch Hannover stehen vor der Partie unter Zugzwang. Während die Hessen nach dem schmeichelhaften Auftaktsieg in Freiburg nur noch einen Punkt in der Liga sammelten, warten die 96er auch vor dem 6. Spieltag auf ihren ersten Saisonsieg. Wer das Duell 15. gegen 16. als Verlierer verlässt, muss sich wohl oder übel mit dem Begriff “Krise” auseinandersetzen.

Es gibt eine Menge Trainer, Manager oder Vorstände, die reden noch die niederschmetternsde Niederlage schön, wollen in Zeiten der Krise das Positive entdecken, überpinseln selbst offensichtliche Missstände gerne mit rosaroten Farben. Zu dieser Spezies gehört der Frankfurter Fußballlehrer nicht. Adi Hütter hat am Freitag, zwei Tage vor dem Heimspiel gegen Hannover 96 (15.30 Uhr), kein Blatt vor den Mund genommen und Klartext geredet, erfrischend deutlich. „Wir sind unter Druck.“ 

Europapokal und englische Woche stecken den Eintracht-Profis in den Knochen. Gut möglich also, dass Trainer Adi Hütter erneut Änderungen vornimmt. Als sicher gilt, dass Ante Rebic endlich zu seinem Startelf-Comeback für die Hessen kommt. Der Kroate ist in der Lage, die gesamte Offensive auf ein anderes Level zu heben. Auch Lucas Torró steht vor seiner Rückkehr ins Team. Nicolai Müller und/oder Filip Kostic könnten eine Verschnaufpause bekommen.

Hannover hat bislang keine Ausfälle zu verkraften, Coach Andre Breitenreiter beklagt einzig “das eine oder andere Wehwehchen”.

Die Tabelle lügt nicht, vier Punkte nach fünf Spieltagen seien viel zu wenig. „Wir haben uns selbst in diese Situation gebracht, mit diesem Druck müssen wir umgehen.“ Hütter machte aus seinem Herzen keine Mördergrube: „Wir müssen gegen Hannover gewinnen, ohne Wenn und Aber.“ Dazu erwartet er von seiner Mannschaft, dass sie sich „besser präsentiert“ als am Mittwoch bei der verdienten 1:3-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach. 

So könnte Hannover spielen: Esser – Sorg, Anton, Wimmer, Albornoz – Schwegler, Walace – Bebou, Maina – Asano, Füllkrug

Eintracht-Trainer Adi Hütter redet vor dem Spiel gegen Hannover nicht lange um den heißen Brei herum: „Wir sind unter Druck.“

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Adi Hütter (Eintracht Frankfurt): “Wir haben ein sehr wichtiges Spiel vor der Brust. Klar ist, dass wir drei Punkte einfahren wollen und müssen. Ich will eine Mannschaft sehen, die sich besser präsentiert als in Mönchengladbach, sich 90 Minuten zerreißt und Power-Fußball spielt. Wir wissen um Hannovers Stärken, aber wir schauen mehr auf uns.”

André Breitenreiter (Hannover 96): “Wir wollen da gerne gewinnen. Das ist aber kein Muss. Wenn man sich zu sehr unter Druck setzt, führt das in der Regel zu nichts.”

Lange fünf Jahre trug Pirmin Schwegler das Trikot der Frankfurter Eintracht. Über den Umweg Hoffenheim führte es den Schweizer nach Hannover, wo der ballsichere und erfahrene Schwegler eine Hauptrolle im zentralen Mittelfeld einnimmt. Der 31-Jährige ordnet das Spiel der Niedersachsen, als Nebenmänner kommen der elegante Walace oder der rustikale Ex-Frankfurter Marvin Bakalorz in Frage.

Aufpassen muss die Eintracht auch auf Niclas Füllkrug. Beim Topstürmer der Niedersachsen ist der Knoten nach schwachem Saisonstart geplatzt. Der Ex-Bremer erzielte zwei Tore in den vergangenen drei Partien.

Die Spieltage gegen Hannover waren aus Sicht der Eintracht zuletzt auch immer Feiertage: Die vergangenen vier Aufeinandertreffen entschieden die Frankfurter für sich. Das ist ungewöhnlich, weil die Eintracht im historischen Sinne der Lieblingsgegner der Gäste ist. Gegen kein Team feierte Hannover mehr Bundesliga-Siege als gegen die Hessen (19).