Sturm Fabienne fegt über den Kreis Esslingen
Sturmtief Fabienne – So wütete das Unwetter im Kreis Esslingen
Das heftige Sturmtief Fabienne hinterließ im Kreis Esslingen seine Spuren. Es kam zu rund 60 Einsätzen der Feuerwehr und Polizei. Ein Tunnel und mehrere Straßen wurden gesperrt.

Esslingen – Sturmtief Fabienne hat am Sonntag in der Zeit zwischen 16 Uhr und 21.30 Uhr zu rund 60 unwetterbedingten Einsätzen der Polizei im Landkreis Esslingen geführt. Bäume stürzten auf die Straßen und mussten von der Feuerwehr abgesägt werden.

Mehr zum Thema Sturm zieht über Baden-Württemberg – Elf Verletzte und große Schäden  Unwetter zieht über Stuttgart – Viele Einsätze und ein Schwerverletzer durch Sturmtief  Unwetter in Süddeutschland – Sturmtief lässt Bäume umknicken – Bahnverkehr beeinträchtigt  Unzählige Bauzäune, Werbeplakate und Planen wurden auf die Straßen geweht und mussten von den Einsatzkräften beseitigt und gesichert werden. Mehrere mobile Toilettenkabinen fielen um, Verkehrszeichen kippten auf geparkte Fahrzeuge. Ins gesamt mussten im Kreis der Stadt Esslingen 27 Feuerwehren zu 50 Einsätzen ausrücken, berichtet Oliver Knörzer von der Esslinger Feuerwehr, die wegen der großen Zahl der Einsätze die Leitstelle mit drei Mitarbeitern verstärkte.

Aufgrund des heftigen Regens löste die automatische Tunnelsperrung an der B 297 bei Neckartailfingen hochwasserbedingt aus. Deswegen war der Tunnel in der Zeit zwischen 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr für den Verkehr gesperrt. Erst als das Wasser von alleine abgelaufen war, konnte die Fahrbahn wieder freigegeben werden.

In Leinfelden-Echterdingen drohte die Mauer eines Neubaus auf das Nachbargebäude zu stürzen. Daraufhin rückten Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks aus und sicherten den Giebel mittels Spanngurten. Die Tübinger Straße in Echterdingen wurde auf Höhe der Baustelle vorsichtshalber halbseitig gesperrt.

In der Nacht zum Montag wurde die L 1201 zwischen dem Plochinger Stadtteil Stumpenhof und dem Weißen Stein aufgrund mehrerer schief hängender Bäume gesperrt. Bei Kirchheim/Teck rückte die Feuerwehr zu einem Pferdestall aus, dessen Dach von dem Sturm teils abgedeckt wurde.

Bislang sind im Kreis Esslingen keine Verletzten durch das Sturmtief zu beklagen. Welchen Sachschaden Fabienne hier angerichtet hat, kann die Polizei bislang nicht abschätzen.

Das Sturmtief (hier über Nürtingen) richtete rund um Esslingen erheblichen Schaden an. Foto: 7aktuell.de/Moritz Bassermann

Das Sturmtief (hier über Nürtingen) richtete rund um Esslingen erheblichen Schaden an. Foto: 7aktuell.de/Moritz Bassermann

Die Einsätze lagen schwerpunktmäßig im Landkreis Esslingen (zirka 60) sowie im Landkreis Tübingen (etwa 30) und vereinzelt im Landkreis Reutlingen (knapp 20).

Im Allgemeinen kippten Bäume auf die Fahrbahnen und mussten von der Feuerwehr abgesägt werden. Unzählige Bauzäune, Werbeplakate und Planen wurden auf die Straßen geweht und mussten von den Polizisten und den Feuerwehren beseitigt und gesichert werden. Weiterhin fielen mehrere mobile Toilettenkabinen um und Verkehrszeichen kippten auf geparkte Fahrzeuge.

Im Kreis Reutlingen kam es zwischen Ödenwaldstetten und Marbach zu einem Verkehrsunfall aufgrund des Unwetters. Durch den Sturm war ein Baum umgestürzt und eine 51-jährige BMW-Lenkerin fuhr dagegen. Die Frau blieb unverletzt, ihr Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Schaden beläuft sich auf etwa 3.000 Euro.

Im Kreis Esslingen löste die automatische Tunnelsperrung an der B 297 bei Neckartailfingen hochwasserbedingt aus. Der Tunnel war in der Zeit zwischen 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr nicht mehr befahrbar. Erst als das Wasser von alleine abgelaufen war, konnte die Fahrbahn für den Verkehr wieder freigegeben werden.

In Leinfelden-Echterdingen drohte die Mauer eines Neubaus auf das Nachbargebäude zu stürzen. Daraufhin rückten Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks aus und sicherten den Giebel mittels Spanngurten. Die Tübinger Straße in Echterdingen wurde auf Höhe der Baustelle vorsichtshalber halbseitig gesperrt.

Weiterhin musste in der Nacht zum Montag die L 1201 zwischen dem Stumpenhof und dem Weißen Stein aufgrund mehrerer schief hängender Bäume gesperrt werden, die erst am Morgen überprüft werden müssen.

Im Kreis Tübingen kam es in der Universitätsstadt zu einem Zwischenfall aufgrund des Sturms, durch den mehrere Personen leicht verletzt wurden. Durch eine Windböe schlug um 17.50 Uhr die Eingangstür einer Gaststätte in der Gartenstraße so heftig zu, dass der Glaseinsatz der Tür zerbrach. Mehrere umherfliegende Splitter trafen die in der Nähe sitzenden Gäste. Fünf Personen zogen sich Schnittverletzungen zu, wovon drei in einer Klinik ambulant behandelt werden mussten.

Ansonsten sind bislang keine Verletzten durch das Sturmtief zu beklagen. Welchen Sachschaden “Fabienne” angerichtet hat, lässt sich noch nicht abschätzen. (ms)

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