Fridays for Future: Freitag Großdemo in Essen - radioduisburg.de
Fridays For Future gegen RWE: Meine Damen und Herren, bitte lassen Sie Frau Neubauer zu Ende reden
Essen.   Laut Veranstalter sind 1500 Teilnehmer am Freitag bei der Fridays for Future-Demo durch Essen gezogen. Der Protest richtet sich gegen RWE.

Die Fridays for Future-Demonstranten schreien laut vor der Grugahalle: Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut! 1500 junge Menschen, Schüler und Studenten, haben laut den Veranstaltern am Freitag in Essen demonstriert. Von der Grugahalle, wo die RWE-Hauptversammlung stattfand, zogen sie in die Essener Innenstadt. Der Protest der jungen Klimaaktivisten richtete sich an diesem Tag vor allem gegen den Energiekonzern RWE.

Zuvor hatte Rolf Martin Schmitz, 61, Vorstandschef des größten deutschen Braunkohle-Verstromers, das Wort. Schmitz versuchte es mit Lob für die Schüler, die aus mehreren Städten nach Essen gekommen waren und vor der Halle für mehr Klimaschutz demonstrierten – um anschließend durch die Innenstadt zur RWE-Zentrale zu ziehen. Klima- und Umweltschutz seien Herausforderungen für alle Generationen, sagte Schmitz. Ich finde es daher gut, dass sich viele Schülerinnen und Schüler dafür interessieren. Es lohne sich, für den Klimaschutz seine Stimme zu erheben.

Eine, die den Fridays for Future-Protest in Essen mitorganisiert, ist Carla Reemtsma. Die 21-jährige Studentin aus Münster ist nach eigenen Angaben seit Dezember in der Fridays for Future-Bewegung aktiv.

Zuvor hatte Rolf Martin Schmitz, 61, Vorstandschef des größten deutschen Braunkohle-Verstromers, das Wort. Schmitz versuchte es mit Lob für die Schüler, die aus mehreren Städten nach Essen gekommen waren und vor der Halle für mehr Klimaschutz demonstrierten – um anschließend durch die Innenstadt zur RWE-Zentrale zu ziehen. Klima- und Umweltschutz seien Herausforderungen für alle Generationen, sagte Schmitz. Ich finde es daher gut, dass sich viele Schülerinnen und Schüler dafür interessieren. Es lohne sich, für den Klimaschutz seine Stimme zu erheben.

Was bewegt sie und die anderen jungen Menschen, fürs Klima auf die Straße zu gehen? Für viele ist es eine Kombination aus verschiedenen Gründen. Der extreme Hitze-Sommer oder die krasse Untätigkeit der Politik, so Reemtsma. In den jungen Menschen habe sich einfach etwas aufgestaut, viele seien angesichts der aktuellen Klimapolitik gefrustet.

Und so scheinen einige auf dem Weg durch Essen ihren Frust herauszubrüllen: Sie fordern lautstark den Kohleausstieg. Sie singen, dass sie unaufhaltbar sind, ihnen die Zukunft gehöre.

Einen Aufstand der Aktionäre, die beim Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer dem Vorstand spektakulär die Entlastung verweigert hatten, musste Schmitz aber nicht befürchten. Dafür sorgen schon Kursgewinne, die RWE im vergangenen Jahr zum zweitbesten Dax-Titel gemacht hatten, wie Thomas Deser von Union Investment lobte. Und Aktionärsvertreter Thomas Hechtfischer freute es, dass Schmitz mit den erwarteten Milliarden-Entschädigungen für Kraftwerke offenbar einen Weg gefunden habe, aus Kohle Gold zu machen.

Die Fridays for Future-Bewegung fordert ein schnelleres Ende der Kohleverstromung: Bereits bis zum Ende dieses Jahres soll ein Viertel der Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, bis 2030 soll der endgültige Ausstieg erfolgen.

Neubauer machte den RWE-Aktionären schwere Vorwürfe: Kein Konzern in ganz Europa trägt mehr Verantwortung für die Klimakrise als RWE. Die RWE-Anteilseigner verkauften ihre Verantwortung für ein paar Cent Rendite. Die Aktionäre dürften sich nicht zu schweigenden Komplizen von Konzernchef Schmitz machen, kritisierte die 23-Jährige. Wer nach 2030 noch ernsthaft plane, Kohle zu verstromen, hat nicht verstanden, in welcher Krise wir sind, kritisierte Neubauer.

Friday for Future ist an diesem Tag der größte Organisator des Protestes. Andere Gruppen haben sich der Demo angeschlossen, wahrscheinlich sieht man deswegen auch zahlreiche Erwachsene im Demonstrationszug . Die Demo findet unter dem Dach von Friday for Future statt, erklärt Carla Reemtsma.

1 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

0 Anzeige Konflikt der Generationen bei der Hauptversammlung des Energieversorgers RWE in Essen: Am Freitag kam es zu einem Schlagabtausch zwischen der Schüler-Protestbewegung Fridays for Future und dem Stromkonzern. Fridays for Future-Aktivistin Luisa Neubauer hatte von den Kritischen Aktionären Rederecht erhalten – und nutzte das für eine Generalabrechnung mit dem Konzern. Nicht bei allen Anwesenden kam das gut an. Einmal wurde ihr kurz das Mikrofon abgedreht.

2 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

Konflikt der Generationen bei der Hauptversammlung des Energieversorgers RWE in Essen: Am Freitag kam es zu einem Schlagabtausch zwischen der Schüler-Protestbewegung Fridays for Future und dem Stromkonzern. Fridays for Future-Aktivistin Luisa Neubauer hatte von den Kritischen Aktionären Rederecht erhalten – und nutzte das für eine Generalabrechnung mit dem Konzern. Nicht bei allen Anwesenden kam das gut an. Einmal wurde ihr kurz das Mikrofon abgedreht.

3 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

4 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

Kritik zu hören bekam Schmitz aber auch von ganz anderer Seite. Winfried Mathes von der Sparkassentochter Deka Investment warf dem Konzernchef vor, mit seinem langen Beharren auf der Abholzung des Hambacher Forsts RWE einen Reputationsschaden zugefügt zu haben. Deka werde für die Nichtentlastung des Vorstands stimmen, kündigte Mathes an. Das solle ein Anreiz sein, damit Schmitz RWE möglichst schnell in eine kohlefreie Zukunft führe.

5 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

Kritik zu hören bekam Schmitz aber auch von ganz anderer Seite. Winfried Mathes von der Sparkassentochter Deka Investment warf dem Konzernchef vor, mit seinem langen Beharren auf der Abholzung des Hambacher Forsts RWE einen Reputationsschaden zugefügt zu haben. Deka werde für die Nichtentlastung des Vorstands stimmen, kündigte Mathes an. Das solle ein Anreiz sein, damit Schmitz RWE möglichst schnell in eine kohlefreie Zukunft führe.

6 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

7 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

Bis RWE ein grüner Stromproduzent wird, ist es aber noch ein weiter Weg. Insgesamt verfügte RWE Ende vergangenen Jahres europaweit über eine Erzeugungskapazität von knapp 42 Gigawatt. Nach der geplanten Zerschlagung der eigenen Tochter Innogy und der Übernahme des Grünstroms von E.on wird RWE über eine Kapazität an Erneuerbaren von neun Gigawatt verfügen. Pro Jahr sollen künftig weitere zwei bis drei Gigawatt hinzukommen.

8 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

Schon bald werde der Konzern bei den erneuerbaren Energien zu den internationalen Marktführern gehören, betonte Schmitz. Ermöglichen soll das ein Milliardendeal mit dem Konkurrenten E.on, der RWE schlagartig zur Nummer drei bei den erneuerbaren Energien in Europa und weltweit zur Nummer zwei bei Windkraft auf See machen würde. Kein Unternehmen setzt so konsequent auf Umbau, warb Schmitz für seinen Kurs.

9 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

Video: Das sagt Luisa Neubauer bei der RWE-Hauptversammlung in Essen

10 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

Die Kohleenergie nach 2030 hat keine Zukunft. Sie ist geklaut. Von uns. Und Sie sind die Dealer, so die Aktivistin. Zwischenzeitlich ging das Mikrofon Neubauers aus – offenbar, weil sie ihre Redezeit überschritten hatte. Kurz kam Unruhe im Saal auf. Dann erfolgte eine Durchsage: Meine Damen und Herren, bitte lassen Sie Frau Neubauer zu Ende reden.

11 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

12 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

13 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

Proteste von Umweltschützern gehören seit Jahren zu Hauptversammlungen des Energieriesen. Weil das Aktionärstreffen diesmal auf einen Freitag fällt, meldete sich die Protestbewegung Fridays for Future direkt vor den versammelten RWE-Eignern zu Wort.

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Lob kam auch von den Kommunen, die noch immer rund ein Fünftel der RWE-Anteile halten. Anders als in früheren Jahren gebe es angesichts der gestiegenen Dividende wenig zu kritisieren, meinte deren Vertreter Ernst Gerlach.

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18 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

19 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

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22 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

23 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

24 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

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27 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

28 / 28 Fridays for Future: Schüler protestieren in Essen gegen RWE Die Protestbewegung “Fridays for Future” hat am Freitag in Essen demonstriert. Der Anlass: Die RWE-Hauptversammlung in der Grugahalle. Die Schüler fordern das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2030.

Wir müssen als junge Menschen doch noch besonders lange auf diesem Planeten leben, erklärt Julian (20) aus Essen seine Motivation. Der Student hat an sieben Fridays for Future-Demos teilgenommen. Ich würde gerne in einer Welt leben, die noch Natur hat, in der Menschen nicht wegen Dürre oder Flutkatastrophen massenhaft flüchten müssen.

Hört auf, unsere Lebensgrundlage zu zerstören, formuliert Student Jannis seine Forderung an RWE. Der 19-jährige Essener war bereits mehrfach bei Fridays for Future-Demos. Seine jüngere Schwester, die noch die Schule besucht, nehme ebenfalls regelmäßig teil. Der Student sagt: Scheiß auf für die Zukunft lernen. Was willst du für die Zukunft lernen, wenn die Zukunft im Kraftwerk verbrannt wird.

Am Freitag greifen die jungen Demonstranten immer wieder zum Mikrofon – so beispielsweise Levi. Der 13-Jährige aus Essen geht nach eigenen Angaben seit Monaten zu den Fridays for Future-Demos. Er fordert, dass RWE seine Kohlekraftwerke abschaltet.

Wann verstehen die Politiker und RWE, dass sie auf einem Irrweg sind?, ruft er ins Mikro auf dem Kennedyplatz. Ihm seien die paar Fehlstunden und das Nacharbeiten am Wochenende egal. Nur wenn wir in der Schulzeit demonstrieren, interessiert das die Leute.

Als der Demozug durch Rüttenscheid zieht, müssen vor allem die Autofahrer Geduld haben – zwischenzeitlich kommt es sogar zur Sitzblockade auf der Rüttenscheider Straße.

Bereits früher an diesem Freitag hatten sich die zumeist jungen Teilnehmer kurzzeitig in einem U-Bahnhof in der Nähe der Gruga auf den Boden gelegt. So wollten sie den Weg der RWE-Aktionäre in die Grugahalle blockieren.

Auf dem Kennedyplatz spricht schließlich Luisa Neubauer – ein prägendes Gesicht der Fridays for Future-Bewegung in Deutschland. Zuvor hatte die 23-Jährige vor den RWE-Aktionären in der Grugahalle gesprochen. Über die Situation vor der Hauptversammlung sagt sie: Es war krass, weil wir omnipräsent waren. Keiner kam an Friday for Future vorbei.

Fridays for Future Schüler protestieren gegen super-antiquierte RWE-Strategie Neubauer habe vor den Aktionären gesagt: Was gerade mit dem Planeten passiert, sei einer der größten Skandale. Sie reden vom grünen RWE, machen aber eigentlich genauso weiter wir immer.

Vor den Demonstranten auf dem Kennedyplatz kündigte die junge Frau schließlich an: Wir machen jede Woche weiter und gehen auf die Straße.

RWE ist der größte Stromerzeuger in Deutschland. Der Konzern steht vor allem wegen seiner Braunkohlekraftwerke und dem Ausbaggern der Tagebaue im Rheinischen Revier in der Kritik von Umweltschützern. Heftige Auseinandersetzungen hat es immer wieder um den Hambacher Forst gegeben. RWE musste die Rodung des Waldes nach einem Gerichtsurteil aussetzen. Die Kohlekommission der Bundesregierung hat den Wunsch geäußert, dass der Wald erhalten bleibt. RWE prüft dies jetzt. Nach dem Willen der Kohlekommission sollen in Deutschland bis 2038 alle Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. In einem ersten Schritt sollen bis 2022 rund 3 Gigawatt Braunkohlekapazität zusätzlich vom Netz genommen werden. Das würde vor allem RWE treffen. Konzernchef Rolf Martin Schmitz hat dafür bereits Entschädigungen in Milliardenhöhe gefordert. RWE produziert seinen Strom derzeit mit Kohle, Gas und Kernkraft. Das soll sich mit dem großangelegten Tauschgeschäft mit dem alten Rivalen Eon ändern. Die beiden Energieriesen wollen die RWE-Tochter Innogy unter sich aufteilen. Eon soll die Strom- und Gasnetze sowie das Endkundengeschäft von Innogy übernehmen, RWE die Ökostromproduktion der eigenen Tochter und den Grünstrom von Eon. Der Braunkohleverstromer würde dadurch nach eigenen Angaben schlagartig zur Nummer drei bei den erneuerbaren Energien in Europa und weltweit die Nummer zwei bei der Windkraft auf See. Pro Jahr will RWE künftig rund 1,5 Milliarden Euro in den Ausbau des Ökostroms investieren. (mit dpa)