LPI-EF: Rollator entwendet
LPI-EF: Bienenvölker bei Hardisleben gestohlen
Am Mittwoch, den 11. April 1945, um 11.35 Uhr, stehen amerikanische Soldaten, von Mittelhausen kommend, vor Stotternheim. Sie gehören zum 1. Bataillon der 385. Regimentskampfgruppe (Regimental Combat Team. Abkürzung: 1./385 RCT).

Dieses RCT wiederum gehört zu 76. Infanteriedivision des XX. Corps der 3. US-Armee unter dem Kommando des Generals George S. Patton. Der Militärhistoriker Jürgen Möller hat den Vorstoß dieses XX. US Corps durch Thüringen detailliert nachgezeichnet, so dass sich auch für die Kämpfe in und um Stotternheims ein genaueres Bild ergibt. Abgerundet wird es durch eine Studie der gebürtigen Erfurter Bundeswehroffizierin Anja Buresch über den Kampf um Erfurt.

3,5 Hektar umfasst das ehemalige Königliche Bahnbetriebswerk im Zentrum von Erfurt. Ein Stück Industriekultur – mit Hallen aus dem 19. Jahrhundert – verfällt seit 90ern ungebremst. Wie geht es weiter mit dem Quartier in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hauptbahnhof – eben jenem Bahnhof, der seit wenigen Wochen einer der Hauptknotenpunkte des deutschen Bahnnetzes ist.

LPI-EF: Bienenvölker bei Hardisleben gestohlen

Die Schlussphase des Zweiten Weltkriegs begann im Westen mit der Bildung dreier Brückenköpfe der Westalliierten am Rhein Mitte März 1945. Am 28. März entschied der Oberkommandierende der westalliierten Streitkräfte, Dwight D. Eisenhower, die verbleibenden deutschen Streitkräfte auf der Achse Erfurt – Leipzig – Dresden zu teilen. Pattons 3. US-Armee vollzog diesen Vorstoß. Die Wehrmacht hatte dem nicht mehr viel entgegenzusetzen. Sie war ab 1945 zu keiner organisierten Operation mehr fähig, schreibt Buresch. Eine der letzten in Thüringen war die sogenannte Schlacht bei Struth, der gescheiterte und verlustreiche Versuch, am 7. April 1945 westlich von Dingelstädt und Mühlhausen in die Flanke der 3. US-Armee zu stoßen.

Die nicht eben verlockende Alternative hatte das Oberkommando der Wehrmacht bereits im Sommer 1944 formuliert: Jeder Bunker, jeder Häuserblick in einer deutschen Stadt, jedes Dorf muss zu einer Festung werden. Darauf waren die Einwohner verständlicherweise nicht erpicht. Im Tagesbericht der Wehrmachtsführung heißt es unter dem 7. April für Thüringen: Im Korpsabschnitt setzt die Zivilbevölkerung der Verteidigung von Ortschaften mindestens passiven Widerstand entgegen. Selbst in von eigenen Truppen besetzten Ortschaften wurden weiße Fahnen gehisst. Da die Amerikaner die eigenen Verluste in der Schlussphase des Krieges so gering wie möglich halten wollten, belegten sie die Dörfer entlang der Vormarschwege mit Steilfeuer, bevor Infanterie nachrückte. Vielfältige Zerstörungen waren die Folge.

Der Grund für die Auseinandersetzung ist bisher nicht bekannt. Die Beteiligten waren alkoholisiert und wurden durch couragierte Fahrgäste von einander getrennt. Verletzungen erlitten sie offensichtlich nicht. Wer die Schlägerei begonnen hat, konnte bisher nicht ermittelt werden. Der Ghanaer gab an, zuerst von den Eritreern beleidigt und dann geschlagen wurden zu sein. Die Eritreer schilderten, dass einer von ihnen durch den Ghanaer angegriffen wurde und sie sich nur zur Wehr setzten. Aufschluss über den genauen Tatverlauf wird die Videoüberwachung in der Straßenbahn geben. (TL)

LPI-EF: Schlägerei in der Straßenbahn am Sonntagmorgen

Auf den Kriegsverlauf hatten die Gegenwehr keinen nennenswerten Einfluss mehr. Der Weg des 1./385 RCT zeigt es. Das Bataillon setzte am 7. April bei Großenburschla westlich von Treffurt über die Werra und war an diesem und am Folgetag dann nördlich von Eschwege auf der östlichen Werraseite in kleinere Gefechte verwickelt. Bereits am 9. April verlegte es die rund 75 Kilometer von dort an die Fahnersche Höhe: nach Kleinfahner und Gierstädt nördlich und Eschenbergen südlich des Höhenzuges. Andere Einheiten hatten dort im Laufe des Tages den deutschen Widerstand nach intensiver Aufklärung gebrochen. Die Sieben Gräber junger Wehrmachtsangehöriger und Hitlerjungen am Abtsberg zeugen noch heute davon.

Diese wurden seit mehreren Wochen nicht mehr versorgt. Beißender Geruch und jämmerliches Gejaule drang dabei aus der Wohnung. Ein Zutritt in die Wohnung offenbarte das Unglaubliche. Verwahrloste, stark verängstige und unterernährte Hunde wurden in der Wohnung festgestellt. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr sollten die Hunde eingefangen und zum Tierheim Erfurt verbracht werden. Die Tiere waren jedoch so flink, dass sich die gesamte Rettungsaktion über drei Stunden hinzog. Die Kameraden der Feuerwehr, Beauftragte der Stadt und die eingesetzten Polizisten bewiesen großen Einfallsreichtum um die Kleinen zu retten. Als dann alle eingefangen waren, erschien der Hundehalter und muss sich nun für seine Pflichtvergessenheit verantworten.

In den Vortagen hatte der frühere Kommandeur der Panzertruppen im Wehrkreis IX, Generalmajor Gustav Feller, versucht, im Thüringer Becken zwischen Bad Langensalza im Westen und Straußfurt im Osten noch so etwas wie eine Front aufzubauen. In diesem Rahmen operierte nordwestlich von Erfurt auch die Kampfgruppe des Oberstleutnants Heinz-Eberhard Opitz. Fellers und Opitz´ Einheiten waren aus Volkssturm, Ausbildungs- und Ersatzeinheiten der Wehrmacht und Waffen-SS zusammengewürfelt. Der Versuch einer systematischen Verteidigung war jedoch mit dem Durchbruch der Amerikaner bis auf die Höhe Straußfurts am 10. April bereits gescheitert. Es waren verbliebene Einheiten dieser Kampfgruppe Opitz, auf die das 385 RCT am 11. April traf. Das Regiment war nicht an der Eroberung Erfurts beteiligt, sondern sollte nördlich Richtung Saale vordringen. Die Einnahme der Stadt planten die Amerikaner von Westen und Süden über den Steiger.

Landespolizeiinspektion Erfurt: Unfallflucht in Kindelbrück

Am Dienstag, 10. April, stieß 1./385 RCT von Kleinfahner auf Witterda vor und nimmt dort nach Gefechten zwischen 10:00 Uhr und 12:10 Uhr 80 Soldaten gefangen. Sechs weitere Soldaten, die gemeinsam mit ihnen gefangen genommen wurden, werden unter ungeklärten Umständen kurz darauf zwischen Kleinfahner und Witterda erschossen, weiß Möller zu berichten. Anschließend zieht das Bataillon in zwei Kolonnen weiter auf Elxleben und Kühnhausen, um die Gerabrücken In Elxleben leisten Wehrmachts- und SS-Einheiten Widerstand. Beschossen werden beide Orte, jeweils zehn Tote Zivilisten sind laut Möller zu beklagen. Die Brücken sind gesprengt.

Erfurt (ots) – Am Sonntag gegen 06:20 Uhr kam es in einer Straßenbahn in der Johannesstraße in Erfurt zu einer Schlägerei zwischen einem jungen Mann aus Ghana und drei jungen Männern aus Eritrea. Der Grund für die Auseinandersetzung ist bisher nicht bekannt. Die Beteiligten waren alkoholisiert und wurden durch couragierte Fahrgäste von einander getrennt. Verletzungen erlitten sie offensichtlich nicht. Wer die Schlägerei begonnen hat, konnte bisher nicht ermittelt werden. Der Ghanaer gab an, zuerst von den Eritreern beleidigt und dann geschlagen wurden zu sein. Die Eritreer schilderten, dass einer von ihnen durch den Ghanaer angegriffen wurde und sie sich nur zur Wehr setzten. Aufschluss über den genauen Tatverlauf wird die Videoüberwachung in der Straßenbahn geben. (TL)