Mutmaßliche Gangster der Audi-Bande in Düsseldorf vor Gericht - Westdeutsche Zeitung
Prozess in Düsseldorf um gesprengte Automaten
Teilen Weiterleiten Tweeten Weiterleiten Drucken Eine besondere Art von Grenzverkehr aus den Niederlanden beschäftigt in den nächsten fünf Monaten eine Strafkammer des Landgerichts in Düsseldorf.

Drei Männer sollen laut Anklage nämlich immer nachts in gestohlenen Luxus-Autos über die Grenze gekommen sein. Alle sollen dann schwarze Kleidung getragen haben – und im Handgepäck neben Abhöranlagen für den Polizeifunk auch Gasflaschen mit explosivem Inhalt mitgebracht haben.

Bei Sprengungen von Geldautomaten soll das Trio (26/28/31) in mindestens sieben Fällen im stark erweiterten Umfeld von Düsseldorf, aber auch in Magdeburg jeweils Automaten mit Gas befüllt und in die Luft gejagt haben. Über 600.000 Euro Bargeld soll ihnen in die Hände gefallen sein. Heute beginnt ihr Indizienprozess.

Monatelang war eine eigens gegründete Ermittlungsgruppe aus deutschen und niederländischen Beamten allen erdenklichen Hinweisen und Spuren gefolgt, bis im Herbst 2018 die Festnahme dieser drei Angeklagten gelang – und weiterer Täter aus deren Bereich.

Prozess in Düsseldorf um gesprengte Automaten Trio soll Geldautomaten gesprengt habenProzessbeginn am Düsseldorfer Landgericht35 Verhandlungstage angesetzt Neuer Abschnitt Am Düsseldorfer Landgericht beginnt am Montag (03.06.2019) der Prozess gegen drei mutmaßliche Geldautomaten-Sprenger. Die Angeklagten sollen zu einer Bande gehören, die für ihre Taten regelmäßig aus den Niederlanden nach Deutschland eingereist war.

Audio starten, abbrechen mit Escape Düsseldorf: Prozess gegen Geldautomatensprenger WDR Studios NRW. 03.06.2019. 00:48 Min.. WDR Online.

Das Trio soll von Juni 2017 bis zu seiner Festnahme ein Jahr später jeweils nachts zahlreiche Geldautomaten unter anderem in Mönchengladbach, Ratingen, Castrop-Rauxel und Essen gesprengt und so über 700.000 Euro erbeutet haben. Der angerichtete Sachschaden soll bei weit über 200.000 Euro liegen.

Die mutmaßliche Bande war aufgeflogen, nachdem die gemeinsame deutsch-niederländische Ermittlungsgruppe in einem Fluchtfahrzeug DNA-Spuren gefunden hatte. Die drei 26-bis 31-jährigen Angeklagten haben bislang zu den Vorwürfen geschwiegen. Für den Prozess in Düsseldorf sind bis zum 30. Oktober insgesamt 35 Verhandlungstage angesetzt.