Christliche Rockergang in Düsseldorf vor Gericht - WDR Nachrichten
Düsseldorf: Mordversuch nahe der Kö: Konvertierter Christen-Rocker vor muss vor Gericht
Vor dem Landgericht Düsseldorf müssen sich von Freitag (31.05.2019) an vier Mitglieder einer christlichen Rockergang verantworten. Sie sollen versucht haben, ein Mitglied einer anderen Rockergruppe zu töten. Anlass soll ein Glaubensstreit gewesen sein.

Audio starten, abbrechen mit Escape Christliche Rockergang in Düsseldorf vor Gericht WDR Studios NRW. 31.05.2019. 00:54 Min.. WDR Online.

Düsseldorf (dpa/lnw) – Ein selbst ernannter Apostel der christlichen Rockergang "True Live" (Wahres Leben) muss sich von Freitag (9.30) an vor dem Düsseldorfer Landgericht verantworten. Dem 36-jährigen türkischen Konvertiten und drei mitangeklagten Rockern aus dem Schwarzwald wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Sie sollen im Streit um Glaubensfragen versucht haben, einen anderen Rocker zu töten.

Tübinger vor dem Landgericht Düsseldorf – Christen-Rocker wegen versuchten Totschlags angeklagt

Die vier Angeklagten hatten sich Ende August vergangenen Jahres nachts vor einer Kirche in Düsseldorf getroffen. Dort soll laut Anklage einer von ihnen nach einem Wortgefecht versucht haben, den anderen Rocker zu erschießen – doch die Waffe klemmte. Daraufhin wurde das Opfer von den anderen mit Reizgas beschossen und mit einem Messer lebensgefährlich verletzt.

Der Hauptangeklagte ist in Süddeutschland auch als “Rockerapostel” bekannt. Dort war er knapp 10 Jahre im Gefängnis und ist vom Islam zum Christentum konvertiert.

Der Hauptangeklagte soll versucht haben, mit einer scharfen Pistole drei Mal auf sein Opfer zu schießen. Doch die Waffe hatte Ladehemmung – kein Schuss löste sich. Daraufhin soll einer der Mitangeklagten eine Reizgaswaffe genommen und auf den jungen Mann geschossen, ein anderer zugestochen und den 24-Jährigen mit einem Stich in die Herzgegend lebensgefährlich verletzt haben.

Die Männer sollen im Streit um Glaubensfragen versucht haben, einen anderen Rocker zu töten. Der Hauptangeklagte war früher Präsident der Black Jackets.

Düsseldorf/Tübingen – Ein selbst ernannter Apostel der christlichen Rockergang True Live (Wahres Leben) muss sich von Freitag (31.5.) an vor dem Düsseldorfer Landgericht verantworten. Dem 36-jährigen türkischen Konvertiten aus Tübingen und drei mitangeklagten Rockern aus Tuningen, Villingen-Schwenningen und Freudenstadt im Schwarzwald wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Sie sollen im Streit um Glaubensfragen versucht haben, einen anderen Rocker zu töten.

Der Hauptangeklagte soll versucht haben, mit einer scharfen Pistole drei Mal auf sein Opfer zu schießen. Doch die Waffe hatte Ladehemmung – kein Schuss löste sich. Daraufhin soll einer der Mitangeklagten die Waffe genommen und auf den jungen Mann geschossen, ein anderer zugestochen und den 24-Jährigen mit einem Stich in die Herzgegend lebensgefährlich verletzt haben.

Bevor der Online-Prediger im Jahr 2015 im Gefängnis vom Islam zum Christentum konvertierte, war der 36-Jährige Präsident der "Black Jackets" und hatte nach eigenen Angaben fast zehn Jahre im Gefängnis verbracht.

Ein Zeuge hatte gesehen, wie vier Männer das Opfer angriffen. Der 24-Jährige, der selbst wegen eines Tötungsdelikts vorbestraft ist, konnte mit einer Notoperation gerettet werden. Der Rockerapostel und seine mutmaßlichen Komplizen hatten nach der Tat entkommen können. Später war er in Spanien gefasst worden.

Sie sollen einer Freikirche angehören und die christliche Rocker-Gang “True live” gegründet haben. Was sie nachts in Düsseldorf getrieben haben sollen, zeugt allerdings nicht von Nächstenliebe.

Bevor der Online-Prediger im Jahr 2015 im Gefängnis vom Islam zum Christentum konvertierte, war der 36-Jährige Präsident der Black Jackets und hatte nach eigenen Angaben fast zehn Jahre im Gefängnis verbracht.

Im Jahr 2014 veröffentlichte der 36-Jährige sogar ein Buch über seinen Wandel vom Rockerchef zum Jesus-Jünger. Für den Prozess sind bis Ende August zunächst 14 Verhandlungstage angesetzt. Die Angeklagten haben zur Tat Stellung genommen. Zum Inhalt der Aussagen wollten sich weder Gericht noch Staatsanwaltschaft äußern.