Flughafen in Düsseldorf - Spürhund Luke erschnüffelt 1,2 Millionen Euro - General-Anzeiger
Flughafen Düsseldorf: Spürhund Luke erschnüffelt 1,2 Millionen Euro Bargeld
Düsseldorf – Mit seiner feinen Nase erschnüffelt Luke (3) für den Zoll verstecktes Geld. Sein Revier ist seit Dezember meistens der Ankunftsbereich oder die Sicherheitskontrolle am Flughafen Düsseldorf.

Rund ein Jahr dauerte Lukes spezielle Diensthund-Ausbildung. Luke ist darauf trainiert, größere Mengen Bargeld zu finden, erklärt Frauchen Sabine Mohren (36).

Nicht alle sind von “Luke” so begeistert wie die Kinder in der Wartezone. Einigen ist es sichtlich unangenehm, dass seine feuchte Nase so nahe kommt. Aber das ist unvermeidlich, soll der Hund zuverlässig versteckte Banknoten wittern. Es gebe auch Passagiere mit so viel Angst vor Hunden, dass sie sich partout nicht an “Luke” vorbeitrauen. “Die müssen wir dann manuell kontrollieren”, sagt Walk. Denn die Angst könnte ja nur vorgegaukelt sein, um der Kontrolle zu entgehen. 

Das Besondere: Derzeit ist der Rüde der einzige Bargeldspürhund Deutschlands, der direkt am Menschen eingesetzt wird. Sobald Schäferhund Luke Bargeld an einem Passagier riecht, setzt er sich vor die Person. Für Zollbeamtin Sabine Mohren ist das das Zeichen, dass dort ein größerer Geldbetrag versteckt ist.

“Luke” stellt die Ohren auf und jault ungeduldig, denn er weiß: Jetzt beginnt die Arbeit, oder vielmehr: sein Lieblingsspiel. Der dreijährige Schäferhund ist nach Angaben des Zolls ein ganz besonderer Spezialist: der derzeit einzige für Kontrollen am Menschen ausgebildete Bargeld-Spürhund in Deutschland. Seit einem halben Jahr beschnüffelt “Luke” im Staatsauftrag Reisende am Düsseldorfer Airport. Auf seinem Geschirr steht es weiß auf schwarz: Zoll.

Wenige Scheine, wie sie normale Passagiere dabei haben, lassen Luke kalt. Genauso wie Butterbrote oder andere Lebensmittel, die der Reisende mit sich führt, erklärt die Hundeführerin im aktuellen Airport-Magazin DUSmoment. Grund: Sollen 10 000 Euro oder mehr in ein Drittland ausgeführt oder von dort eingeführt werden, muss das vorher angemeldet werden. So geht der Zoll gegen Zahlungsmittel aus illegalen Quellen wie u.a. Drogenhandel vor.

 Sobald “Luke” etwas erschnüffelt hat, bekommt er eine Belohnung: seinen leuchtend grünen Ball. Auf ihm darf er herumkauen. Ein Wurstbrot lässt ihn dagegen kalt, wenn er im Dienst ist, versichert Mohren. Bei einem Koffer voll mit getrocknetem Fisch, den ein Reisender kürzlich aus Afrika mitgebracht hatte, sei er zwar sehr neugierig gewesen, habe aber nicht angezeigt. “Bei der Arbeit blendet er alles andere aus.”

Insgesamt sind am Airport Düsseldorf elf Diensthunde im Einsatz u.a. auf Drogen- und Tabak spezialisiert. Ein weiterer Bargeldspürhund wird derzeit ausgebildet, soll zukünftig im Gepäckbereich eingesetzt werden.

Weil fast jeder Passagier Geldscheine bei sich hat und Luke nur Summen über 10.000 Euro aufspüren soll, ist er auf dickere Geldbündel trainiert. Was er riecht, ist die spezielle Kombination der Gelddruckfarben und des Papiers der Banknoten. Denn Geld stinkt eben doch. “Jede Währung riecht sogar anders”, sagt Mohren. Ihr Hund ist trainiert auf Euro, US-Dollar, britische Pfund und türkische Lira.

Zoll-Spürhund Luke hat in seinem ersten halben Jahr am Düsseldorfer Flughafen bereits insgesamt 1,2 Millionen Euro Bargeld an Passagieren erschnüffelt. Bei 21 Passagieren zeigte Luke an, dass sie eine verdächtig große Summe Bargeld bei sich haben.

20 Minuten lang kann “Luke” die Passagierströme am Airport beschnuppern. Dann braucht er dringend eine mindestens genauso lange Pause. Was ihn auszeichnet und in die engere Wahl hat kommen lassen, sei seine geringe Aggressivität, sagt Mohren. So nah an den Reisenden darf “Luke” auf keinen Fall zuschnappen, wenn ein Passagier eine schreckhafte Bewegung macht oder eine Kinderhand nach ihm greift.

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Seit einem halben Jahr beschnüffelt Luke im Staatsauftrag Reisende am Düsseldorfer Airport. Auf seinem Geschirr steht es weiß auf schwarz: Zoll.

Nicht alle sind von Luke so begeistert wie die Kinder in der Wartezone. Einigen ist es sichtlich unangenehm, dass seine feuchte Nase so nahe kommt. Aber das ist unvermeidlich, soll der Hund zuverlässig versteckte Banknoten wittern. Es gebe auch Passagiere mit so viel Angst vor Hunden, dass sie sich partout nicht an Luke vorbeitrauen. Die müssen wir dann manuell kontrollieren, sagt Walk. Denn die Angst könnte ja nur vorgegaukelt sein, um der Kontrolle zu entgehen.

Such!, befiehlt Hundeführerin Sabine Mohren (36). Das ist das ersehnte Signal. Jetzt kommt niemand mehr an Luke vorbei, den er nicht mit den vielen Millionen Riechzellen seiner Hochleistungsnase einer genauen Geruchskontrolle unterzogen hat.

Das dauert nur eine Sekunde. Die meisten Passagiere registrieren so schnell gar nicht, dass sie kontrolliert wurden. Nein, haben wir nicht gemerkt, sagt eine Mutter auf Nachfrage, die den Hund soeben passiert hat. Oder sie vermuten in Luke, wie zwei junge Männer auf dem Weg zu ihrer Maschine, einen Drogenspürhund.

Luke stellt die Ohren auf und jault ungeduldig, denn er weiß: Jetzt beginnt die Arbeit oder vielmehr: sein Lieblingsspiel. Der dreijährige Schäferhund ist nach Angaben des Zolls ein ganz besonderer Spezialist: der derzeit einzige für Kontrollen am Menschen ausgebildete Bargeldspürhund in Deutschland. Seit einem halben Jahr beschnüffelt Luke im Staatsauftrag Reisende am Düsseldorfer Airport. Auf seinem Geschirr steht es weiß auf schwarz: Zoll.

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Meinung Geldwäsche Wo ist das Schwarzgeld abgeblieben? 20 Minuten lang kann Luke die Passagierströme am Airport beschnuppern. Dann braucht er dringend eine mindestens genauso lange Pause. Was ihn auszeichnet und in die engere Wahl hat kommen lassen, sei seine geringe Aggressivität, sagt Mohren. So nah an den Reisenden darf Luke auf keinen Fall zuschnappen, wenn ein Passagier eine schreckhafte Bewegung macht oder eine Kinderhand nach ihm greift.