Angriff auf Gerichtsvollzieher: Frau verspritzte Salzsäure - WDR Nachrichten
SEK greift ein:Frau attackiert Gerichtsvollzieher mit Säure
Angriff auf Gerichtsvollzieher: Frau verspritzte Salzsäure Frau verschüttete SalzsäureAngriff auf Gerichtsvollzieher und SchlüsseldienstSEK hatte Wohnung in Düsseldorf-Hassels gestürmt Neuer Abschnitt Nach der Attacke auf einen Gerichtsvollzieher in Düsseldorf ist jetzt klar, dass die mutmaßliche Täterin ihre Opfer mit 30-prozentiger Salzsäure angegriffen hat. Das teilte am Donnerstag (18.04.2019) die Polizei mit.

Im Stadtteil Hassels hatte die Polizei am Mittwochmorgen (17.04.2019) die Wohnung gestürmt und die Frau festgenommen. Sie lag im Streit mit ihrem Vermieter, so die Polizei. Der Gerichtsvollzieher war damit beauftragt, die Wohnung zu räumen.

Die Frau verspritzte die ätzende Flüssigkeit in das Gesicht des Mannes. Da er sich aber nach dem Angriff direkt die Haut gewaschen hat, wurde er nur leicht verletzt. Zwei Mitarbeiter eines Schlüsseldienstes wurden nur von geringen Mengen der Salzsäure getroffen. Alle drei wurden nach ambulanter Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen.

SEK-Einsatz in Düsseldorf: Frau verletzt Gerichtsvollzieher und verschanzt sich

Die hinzugerufenen Polizisten bedrohte die Frau mit einer Waffe. Vermutlich handelte es sich dabei um eine Gas- oder Tränengaspistole, mit der die Frau im Treppenhaus schoss.

Wegen der Bedrohungslage, forderte die Polizei ein Spezialeinsatzkommando an. Um 9.45 Uhr zogen sich die SEK-Kräfte erst Säureschutzanzüge an, dann darüber ihre übliche Ausrüstung.

Daraufhin verschanzte sich die Frau alleine in ihrer Wohnung, wo sie später von einer herbeigerufenen Spezialeinheit festgenommen und aus dem Haus geführt wurde. Dabei trug das SEK Säureschutzanzüge.

Um kurz nach 11 Uhr stand das SEK kurz vorm Zugriff. Offenbar gab die Frau dann auf, kam freiwillig aus der Wohnung und wurde festgenommen.

Die Frau soll auf Antrag der Staatsanwaltschaft in die Psychiatrie eingewiesen werden. Offenbar leidet sie unter Wahnvorstellungen.

Dem Amtsgericht Düsseldorf zufolge hatte die Schuldnerin ihre Tür auf Klingeln und Ansprache des Gerichtsvollziehers nicht geöffnet. Daraufhin bohrte ein Schlüsseldienstmitarbeiter das Schloss auf – beim Öffnen der Tür trat die Schuldnerin vor und übergoss den Gerichtsvollzieher mit der Flüssigkeit. Auch zwei Mitarbeiter des Schlüsseldienstes bekamen Flüssigkeit ab. Die Polizei teilte mit, die erste Meldung sei am Morgen eingegangen: Eine Person habe Säure im Gesicht. Auch Schüsse seien gefallen, so Nachbarn gegenüber der Polizei.

In Düsseldorf eskaliert der Besuch eines Gerichtsvollziehers bei einer Schuldnerin. Die 51-Jährige greift den Mann und zwei weitere Menschen mit einer unbekannten Flüssigkeit an, bevor sie sich in ihrer Wohnung verschanzt. Da sie bewaffnet zu sein scheint, muss das SEK eingreifen.

Gespenstische Szenen vor einem Mehrfamilienhaus in Düsseldorf: Ein schwer bewaffnetes Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei bringt sich mit Säureschutzmasken und Schilden in Stellung. Eine 51-jährige Frau hatte sich am Morgen in ihrer Wohnung verschanzt, nachdem sie vorher einen Gerichtsvollzieher und zwei weitere Personen mit einer Flüssigkeit attackiert hatte, berichtete die Polizei. Nach knapp zweieinhalb Stunden wurde sie festgenommen und aus dem Haus geführt. Den Beamten zufolge leidet die Frau offenbar unter Wahnvorstellungen.

Polizei und Rettungsdienst waren gegen 8.40 Uhr alarmiert worden: Eine Person habe "Säure im Gesicht", so die erste Meldung. Auch Schüsse seien gefallen, berichteten Nachbarn. Die Frau hatte den 45-jährigen Gerichtsvollzieher laut Polizei vor ihrer Wohnungstür mit einer ätzenden Flüssigkeit angegriffen. Ob es Säure oder etwa ein Reinigungsmittel war, sei noch nicht geklärt. "Der Angriff erfolgte für den Obergerichtsvollzieher aus dem Nichts. Vor Jahren hatte er bereits einmal Kontakt mit der Schuldnerin, ohne besondere Vorkommnisse", teilte das Amtsgericht mit.

Der Gerichtsvollzieher und zwei Mitarbeiter eines Schlüsseldienstes, die ebenfalls etwas von der Flüssigkeit abbekamen, wurden nach Angaben des Düsseldorfer Amtsgerichts in ein Krankenhaus gebracht und dort behandelt. Sie konnten die Klinik noch im Laufe des Tages ohne körperliche Schäden verlassen.

Die Beamten seien von der Frau mit einer Waffe bedroht worden, sagte ein Polizeisprecher. Mutmaßlich handelte es sich um eine Gas- oder Tränengaspistole, mit der die 51-Jährige im Treppenhaus geschossen habe. Da sie sich allein in ihre Wohnung zurückgezogen hatte und die Brisanz der Situation unklar gewesen sei, wurde ein Spezialeinsatzkommando zu Hilfe gerufen.