Düsseldorf bekommt Umweltspuren - DIE WELT
Umweltspuren in Düsseldorf werden ab Donnerstag eingerichtet
Wenn das Wetter es zulässt, rücken in dieser Woche in Düsseldorf Teams aus, um Fahrbahnen neu zu markieren. Dazu sollte es trocken sein. Auf zwei wichtigen Nord-Süd-Achsen soll je eine von zwei Spuren in jede Richtung zur sogenannten Umweltspur werden. Das Experiment wird bundesweit beachtet und hat neben den Chancen für die Umwelt auch Potenzial für Pendlerfrust und Verkehrschaos.

Die Umweltspuren sollen dazu beitragen, Dieselfahrverbote abzuwenden. Fahren dürfen auf ihnen nur Busse, Fahrräder, Taxis und Autos mit Elektroantrieb. Geprüft wird noch, ob später auch Fahrgemeinschaften die Umweltspuren nutzen dürfen.

Die Umweltspuren sind zunächst auf ein Jahr angelegt. Dann wird geprüft, ob sie die Luftwerte verbessert haben. Den morgendlichen Weg in die Landeshauptstadt dürften sie für viele Berufspendler zu einer noch größeren Geduldsprobe werden lassen.

Die Umweltspuren sind ein erster Schritt, um Fahrverbote für Dieselfahrzeuge zu vermeiden und um die Luftqualität auf besonders stark belasteten Straßenabschnitten zu verbessern, sagt Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD). Die autogerechte Stadt ist kein Zukunftsmodell.

Düsseldorf bleibt kein Einzelfall: Köln hat eine Umweltspur auf der Aachener Straße beschlossen. Sie soll im kommenden Dezember umgesetzt werden. Essen prüft ihre Einführung für den inneren City-Ring und will im Mai darüber entscheiden.

Automobilwirtschaftsprofessor Ferdinand Dudenhöffer hat die Spuren als Schildbürgerstreich bezeichnet. Er erwarte mehr Staus und mehr Emissionen, sagte er der Westdeutschen Zeitung.

Mehr als 300.000 Menschen kommen werktags aus dem Umland zur Arbeit in die Landeshauptstadt mit gut 600.000 Einwohnern. Der Pendleranteil liegt damit bei 60 Prozent der Menschen, die in Düsseldorf arbeiten, berichtet das Statistische Landesamt.

Mit breiten Fahrradwegen hatte man bereits vor einiger Zeit die Wege der motorisierten Pendler in die Landeshauptstadt zu Nadelöhren verengt. Nun steht den Autos mit Verbrennungsmotoren noch weniger Raum zur Verfügung. Kilometerlange Rückstaus könnten die Folge sein.

Zu Umweltspuren werden in beiden Richtungen die rechten Fahrspuren der besonders schadstoffbelasteten Merowingerstraße und der Prinz-Georg-Straße, jeweils insgesamt vierspurige Straßen. Kontrollieren soll die Einhaltung der neuen Fahrverbote die Polizei.

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hatte die Bezirksregierung bereits 2016 verpflichtet, schnellstmöglich für die Einhaltung der Stickstoffdioxidgrenzwerte in Düsseldorf zu sorgen. Fahrverbote für Dieselmotoren seien dazu ausdrücklich erlaubt. Die will die Landesregierung aber unbedingt verhindern.

Täglich 25.000 Fahrzeuge nutzen die Merowingerstraße, eine wichtige Nord-Süd-Achse der Stadt. Entsprechend lärm- und schadstoffbelastet ist sie. Die Prinz-Georg-Straße bringt den Verkehr von Norden hinein – über sie rollen täglich 22.000 Fahrzeuge.

Menschen, die diese Routen als ihren Arbeitsweg nutzen, berichten, die Straßen seien bereits jetzt brechend voll und im Berufsverkehr von langen Rückstaus gezeichnet.

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Die Umweltspuren sollen dazu beitragen, Dieselfahrverbote abzuwenden. Fahren dürfen auf ihnen nur Busse, Fahrräder, Taxis und Autos mit Elektroantrieb. Geprüft wird noch, ob später auch Fahrgemeinschaften die Umweltspuren nutzen dürfen.

Die Umweltspuren sind zunächst auf ein Jahr angelegt. Dann wird geprüft, ob sie die Luftwerte verbessert haben. Den morgendlichen Weg in die Landeshauptstadt dürften sie für viele Berufspendler zu einer noch größeren Geduldsprobe werden lassen.

Die Umweltspuren sind ein erster Schritt, um Fahrverbote für Dieselfahrzeuge zu vermeiden und um die Luftqualität auf besonders stark belasteten Straßenabschnitten zu verbessern, sagt Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD). Die autogerechte Stadt ist kein Zukunftsmodell.

Düsseldorf bleibt kein Einzelfall: Köln hat eine Umweltspur auf der Aachener Straße beschlossen. Sie soll im kommenden Dezember umgesetzt werden. Essen prüft ihre Einführung für den inneren City-Ring und will im Mai darüber entscheiden.

Stickoxide Dieser Grenzwert war schon vor 15 Jahren lächerlich Automobilwirtschaftsprofessor Ferdinand Dudenhöffer hat die Spuren als Schildbürgerstreich bezeichnet. Er erwarte mehr Staus und mehr Emissionen, sagte er der Westdeutschen Zeitung.

Mehr als 300.000 Menschen kommen werktags aus dem Umland zur Arbeit in die Landeshauptstadt mit gut 600.000 Einwohnern. Der Pendleranteil liegt damit bei 60 Prozent der Menschen, die in Düsseldorf arbeiten, berichtet das Statistische Landesamt.

Mit breiten Fahrradwegen hatte man bereits vor einiger Zeit die Wege der motorisierten Pendler in die Landeshauptstadt zu Nadelöhren verengt. Nun steht den Autos mit Verbrennungsmotoren noch weniger Raum zur Verfügung. Kilometerlange Rückstaus könnten die Folge sein.

Zu Umweltspuren werden in beiden Richtungen die rechten Fahrspuren der besonders schadstoffbelasteten Merowingerstraße und der Prinz-Georg-Straße, jeweils insgesamt vierspurige Straßen. Kontrollieren soll die Einhaltung der neuen Fahrverbote die Polizei.

Luftverschmutzung Warum die Automobilindustrie die Deutsche Umwelthilfe braucht Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hatte die Bezirksregierung bereits 2016 verpflichtet, schnellstmöglich für die Einhaltung der Stickstoffdioxidgrenzwerte in Düsseldorf zu sorgen. Fahrverbote für Dieselmotoren seien dazu ausdrücklich erlaubt. Die will die Landesregierung aber unbedingt verhindern.

Täglich 25.000 Fahrzeuge nutzen die Merowingerstraße, eine wichtige Nord-Süd-Achse der Stadt. Entsprechend lärm- und schadstoffbelastet ist sie. Die Prinz-Georg-Straße bringt den Verkehr von Norden hinein – über sie rollen täglich 22.000 Fahrzeuge.

Menschen, die diese Routen als ihren Arbeitsweg nutzen, berichten, die Straßen seien bereits jetzt brechend voll und im Berufsverkehr von langen Rückstaus gezeichnet.

Teilen Weiterleiten Tweeten Weiterleiten Drucken In diesem Jahr sollen in Düsseldorf drei Umweltspuren eingerichtet werden: Zunächst auf der Prinz-Georg-Straße und der Merowinger Straße, im zweiten Halbjahr auf der Route von der A46 in Richtung Kennedydamm insgesamt, also auch die Berliner Allee und die Kaiserstraße bis zur Klever Straße.

Die Markierungsarbeiten zur Einrichtung von Umweltspuren auf der Prinz-Georg-Straße beginnen am kommenden Donnerstag, 11. April, vormittags. Das hat die Stadt Düsseldorf mitgeteilt. Die neuen Spuren dort zwischen Moltkestraße und Bagelstraße in beide Fahrtrichtungen werden am Dienstag, 16. April, ausgeschildert und freigegeben. Ab Dienstag, 9. April, gibt es Informationen dazu auf mobilen Hinweistafeln an umgebenden Straßen.

Am Freitag, 12. April, vormittags beginnen die Markierungsarbeiten zur Einrichtung einer Umweltspur auf der Merowinger Straße stadteinwärts. Die neue Spur wird auf der Merowinger Straße bereits am Montag, 15. April, zwischen Südring und Ludwig-Hammers-Platz ausgeschildert und freigegeben.