Duisburg kassiert nächsten Rückschlag - Heidenheim dreht Partie gegen Bochum
Doppelschlag ebnet den Weg für perfekte Jahn-Woche
Duisburg verliert 1:2 gegen Regensburg, wartet auch nach acht Spieltagen auf einen Sieg (2 Unentschieden, 6 Niederlagen). Nun droht dem Bulgaren das Aus. 45 Minuten vor Spielbeginn sprechen ihm die MSV-Verantwortlichen noch das Vertrauen aus. Aber bleibt das nach der Pleite auch so?

▶︎ Mögliche Nachfolger: Kosta Runjaic (47), Bernd Hollerbach (48, war gegen Aue und Regensburg schon im MSV-Stadion) und Ismail Atalan (38). Kein Thema sind nach BILD-Informationen dagegen Jens Keller (47), Uwe Neuhaus (58), Torsten Frings (41), Mike Büskens (50) und Hannes Wolf (37).

Der SSV Jahn Regensburg startete durchwachsen in die Saison der 2.?Fußball-Bundesliga. Nach fünf Spielen standen nur vier Punkte – immerhin vier mehr als beim MSV Duisburg – auf dem Konto. Mit dem fulminanten 5:0 beim Erstliga-Absteiger Hamburger SV und dem anschließenden 2:1-Heimsieg gegen Heidenheim gelang dem Jahn ein kräftiger Brustlöser. So ein Erlebnis fehlt uns, hofft MSV-Trainer Ilia Gruev, dass seinem Team heute im Spiel gegen Regensburg (13 Uhr, Schauinsland-Reisen-Arena) ein vergleichbarer Befreiungsschlag gelingt.”Wir wollen mit unseren Fans als Einheit da unten rauskommen”Ilia Gruev, der einen Sieg braucht, um seinen Job zu sichern, setzt auch auf die Fans. In Magdeburg feierten die mitgereisten Anhänger die Zebras für ihre kämpferische Leistung. Auch wenn die Meidericher heute mit rund 12?000 Besuchern erneut nur eine magere Kulisse erwarten, rechnet Gruev mit einer breiten Unterstützung: Wir wollen mit unseren Fans als Einheit da unten rauskommen.Personell hat der Fußball-Lehrer nicht viele Variationsmöglichkeiten. Richard Sukuta-Pasu (Infekt), Moritz Stoppelkamp (Muskelfaserriss), Enis Hajri (Bänderdehnung im Knöchel) und natürlich Christian Gartner (Kreuzbandriss) stehen nicht zur Verfügung. Stürmer John Verhoek, der sich in Magdeburg nach seinem Haarriss in der Schulter früher als erwartet zurückmeldete, wird wieder auf der Bank sitzen.Diesen Platz hat Lukas Daschner mindestens sicher. Vielleicht ist für den Mittelfeldspieler auch mehr drin. Ein Startplatz für Daschner ist eine Option. Mit seinem Treffer zum 3:3 in Magdeburg kurz vor Schluss rettete er dem MSV nicht nur einen Punkt, sondern dem Trainer auch den Arbeitsplatz. Nicht nur aus Dankbarkeit, nicht nur wegen seines 20.?Geburtstages, den Daschner am Montag feiern wird, ist ein Startelfeinsatz auf dem Flügel denkbar. In den letzten zwei Jahren verbuchte er zehn Einsätze als Einwechselspieler – von Beginn an war er noch nie für die Zebras am Ball.Gefahr durch Adamyan Eine weitere Variationsmöglichkeit hat Gruev noch in der Innenverteidigung. Gerrit Nauber, in der letzten Saison noch Abwehrchef, musste sich zuletzt mit der Reservistenrolle begnügen. Dustin Bomheuer ist derzeit stabil, Sebastian Neumann ist es nicht. Im eigenen Stadion ist der MSV gegen Regensburg noch ungeschlagen. In den letzten Jahren gab es vier Siege und zwei Unentschieden. Ein gutes Omen wird gerne genommen: Mit dem 4:1-Heimsieg im April sicherte der MSV in der letzten Saison den Klassenerhalt.Der SSV Jahn Regensburg will hingegen nach den letzten zwei Siegen mit einem weiteren Erfolg in Duisburg die Englische Woche vergolden, wie Jahn-Mittelfeldspieler Sebastian Stolze sagt. Die Hoffnungen der Bayern ruhen dabei vor allem auf Stürmer Sargis Adamyan. Der Armenier schoss den Hamburger SV mit einem Dreierpack fast im Alleingang ab, auch gegen Heidenheim trug er sich in die Torschützenliste ein.Autor: Dirk Retzlaff

Das nächste Endspiel für MSV-Trainer Ilia Gruev (48) – auch das letzte? Gegen Regensburg muss ein Sieg her, sonst fliegt Gruev.

Der MSV-Trainer kämpft um seinen Job. Er weiß, dass er Samstag im Heimspiel gegen Regensburg zum Siegen verdammt ist…

Bitterer Beginn für den MSV! Iljutschenko (11. Minute) taucht allein vor dem Jahn-Tor auf, scheitert aber an Keeper Pentke. Im direkten Gegenzug macht es Grüttner besser, unter Mithilfe von MSV-Torwart Mesenhöler. 114 Sekunden später vernaschen zwei Regensburger vier Zebras. Stolze trifft zum 2:0.

Doch der MSV lebt! Gyau (24.) trifft nach einem Föhrenbach-Aussetzer zum Anschluss. Duisburg stemmt sich gegen die Pleite, doch George macht mit einem Strafstoß alles klar. 5:0 in Hamburg, 2:1 gegen Heidenheim, 3:1 in Duisburg – eine perfekte Woche den Jahn.

Bezeichnend für die Stimmungslage in Duisburg: In der 69. Minute wird MSV-Torschütze Gyau ausgewechselt. Die Zuschauer reagieren mit Gruev raus-Rufen!

▶︎ Torschützen: 0:1 Grüttner (11.), 0:2 Stolze (13.), 1:2 Gyau (24.), 1:3 George (78./Elfmeter)

Die nächste bittere Pleite für Bochum. Nach dem 0:1 unter der Woche gegen Dresden nun ein 2:3 in Heidenheim.

Drei Tore, ein Platzverweis – viel los in der 1. Halbzeit. Heidenheim macht mit Dovedan (11.) den Anfang, kontert den VfL aus. Aus dem Nichts gelingt Hinterseer (21.) der Ausgleich. Schon sein fünftes Saisontor. Nur zwei Minuten nach der VfL-Führung durch Hoogland (31.) fliegt Losilla (33.) mit Gelb-Rot vom Platz. Bochum also fast eine Stunde in Unterzahl.

Glatzel (77.) findet in der 77. Minute die Lücke im VfL-Beton, der dann komplett zerbröckelt. Schnatterer sorgt mit einem direkten Freistoß für die Entscheidung. VfL-Torwart Riemann, wie auch beim 1:0 der Heidenheimer, macht eine ganz schwache Figur.

▶︎ Torschützen: 1:0 Dovedan (11.), 1:1 Hinterseer (21.), 1:2 Hoogland (31.), 2:2 Glatzel (77.), 3:2 Schnatterer (84.) ▶︎ Platzverweis: Losilla (33./Gelb-Rot)

Sieben Änderungen im Team der Veilchen, aber keine Veränderung auf dem Platz. Aue verliert beim starken Aufsteiger Paderborn verdient mit 0:1, nur drei Tage nach dem 0:2 gegen Sandhausen.

Jetzt wird es wieder ungemütlich im Erzgebirge. Paderborn hat sein kleines Zwischentief mit zwei Spielen ohne Sieg dagegen beendet, hätte durchaus höher gewinnen können.

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Der MSV Duisburg bleibt in der 2. Bundesliga auch nach dem 8. Spieltag sieglos und hat sein viertes Heimspiel in dieser Saison verloren. Am Samstagmittag unterlagen die Zebras mit 1:3 gegen Jahn Regensburg und bleiben damit Tabellenschlusslicht im deutschen Unterhaus. Die Oberpfälzer machten durch den Auswärtserfolg ihre perfekte englische Woche mit drei Siegen aus drei Spielen perfekt.

Duisburgs Trainer Ilia Gruev brachte nach dem 3:3 in Magdeburg Nauber und Gyau (Startelfdebüt) für Neumann und Oliveira Souza (beide Bank).

Nur eine Veränderung nahm Regensburgs Trainer Achim Beierlorzer im Vergleich zum 2:1-Heimsieg gegen Heidenheim vor: Lais verdrängte Thalhammer (nicht im Kader) aus der Startelf.

Duisburgs Trainer hatte bereits im Vorfeld verkündet: “Von allen Mannschaften in der 2. Liga brauchen wir am dringendsten die Punkte.” Und sein Team verzeichnete die erste Großchance der Partie. Nach einem klasse Diagonalball von Wolze nahm Iljutcenko die Kugel technisch anspruchsvoll herunter, scheiterte dann aber alleine vor Pentke am Regensburger Keeper (10.). Gleich doppelt bitter für den Tabellenletzten, denn im direkten Gegenzug lag der Ball im eigenen Netz: Adamyan leitete einen Steilpass mit der Hacke weiter zu Grüttner, der rechts durchbrach und mit dem Außenrist die Führung für die Oberpfälzer markierte (11.).

Es sollte in dieser Phase aber noch dicker kommen für Duisburg. Nur zwei Minuten nach der Führung waren die Zebras weit aufgerückt und George leitete mit einem klasse Vertikalball einen Regensburger Konter ein, den Stolze schließlich nach schönem Zusammenspiel mit Grüttner zum 0:2 abschloss (13.). Eine extrem bittere Anfangsphase für den MSV, der aber nicht aufsteckte und unbeirrt den Weg in die Offensive suchte: Pentke parierte einen schönen Freistoß von Wolze noch (21.), dann drosch Startelfdebütant Gyau den Ball sehenswert aus spitzem Winkel unter die Latte – nur noch 1:2 (24.).

Auch nach dem Anschlusstreffer blieb Duisburg am Drücker, erspielte sich ein deutliches Übergewicht, agierte häufig aber zu umständlich in vorderster Front. Die besten Möglichkeiten zum Ausgleich im ersten Durchgang hatten somit Wiegel mit einem strammen Distanzschuss, den Pentke entschärfte (30.), sowie die Innenverteidiger Bomheuer und Nauber, die innerhalb kürzester Zeit nach Ecken beide jeweils per Kopf das Tor verfehlten (45.).

Die erste Möglichkeit des zweiten Durchgangs gehörte dann wieder den Regensburgern, der sehenswerte Seitfallzieher von Lais landete aber in den Armen von Mesenhöler (46.). Insgesamt ließ der Jahn seinen Gegner hauptsächlich kommen und lauerte auf schnelle Kontersituationen. Duisburg schnürte die Oberpfälzer zusehends in der eigenen Hälfte ein, spielte sich aber nur selten in die gefährliche Zone. So war es ein Distanzschuss von Engin über das Tor (55.), der die beste Torannäherung des MSV im gesamten zweiten Durchgang darstellte.

Stattdessen nutzte Regensburg einen seiner vereinzelten Konter zur Entscheidung. Wiegel kam im Strafraum deutlich zu spät gegen Geipl, George verwandelte den fälligen Strafraum sicher zum 1:3 (78.). Das Spiel war damit gelaufen, in der Nachspielzeit vergaben Stolze und Grüttner bei einer Doppelchance sogar noch das 1:4 (90.+3). Für Regensburg reichte es trotzdem zum dritten Sieg in der englischen Woche, Duisburg bleibt siegloser Tabellenletzter.

Am nächsten Montag (20.30 Uhr) in Köln will Duisburg die nächste Chance auf den ersten Saionsieg wahrnehmen, Regensburg gastiert am Samstag (13 Uhr) in Fürth.

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