Mit weniger Spielern will der FSV Duisburg mehr Punkte holen
Albayrak setzt sechs Spieler vor die Tür
Namen wollte der Trainer am Randes des Testspiels gegen die TuS Mündelheim, das der FSV mit 5:1 gewann, nicht kommentieren. Doch nach Informationen von RevierSport soll es sich bei den Spielern, die Albayrak nicht mehr in seine Planungen einbezieht, um Deniz Steven Zarifoglu, Celil Kuzu, Berhan Eren, Furkan Taskan, Atsushi Kanahashi und Fatih Ünal – mit Ausnahme des Japaner Kanahashi allesamt U21-Spieler. Der Kader bei FuPa umfasst mit diesen sechs Akteuren aktuell in der Tat 31 Spieler – womöglich wirklich zu viele, um im Training zielgerichtet zu arbeiten.

Der Test, in dem beide Teams eher auf ihre bisherigen Reservisten zurückgriffen, verlief immerhin erfolgreich. Malik Cakmakci traf dreimal, zudem waren Allison Leite Dos Santos und Tamgac Kece erfolgreich. Letzterer, Sommer-Zugang von Landesliga-Aufsteiger SV Genc Osman, der bislang keine Rolle gespielt hatte, bekam von Albayrak ein Lob, auch für eine Reihe von guten Pässen. Das Tor für die Mündelheimer erzielte Thomas Liolios.

Der Oberligist hat den Sportlichen Leiter bis Saisonende offiziell zum Trainer gemacht +++ Sonntag gehts nach Velbert

Trotz dessen Ausbeute von null Zählern nimmt der Ratinger Oberligist den FSV Duisburg ernst – dafür wurde auf Kunstrasen trainiert

Acht Spiele, acht Niederlagen, 7:26 Tore: Beim Oberliga-Schlusslicht FSV Duisburg läuft es überhaupt nicht. Und das ist wohl noch untertrieben ausgedrückt. Der neue Trainer versucht ein Zeichen zu setzen und suspendierte sechs Spieler.

“Wir haben am Dienstag ein Testspiel gegen einen Bezirksligisten bestritten, welches wir 5:1 gewonnen haben. Leider haben mich die Spieler, die mal wieder eine Chance erhalten haben, nicht überzeugt. Der FSV hatte ursprünglich einen Kader von 31 Mann. Jetzt sind wir um sechs Mann schlanker geworden”, erklärt Erhan Albayrak die Suspendierungen. Nicht mehr zum FSV-Kader gehören nach RevierSport-Informationen Deniz Steven Zarifoglu, Celil Kuzu, Berhan Eren, Furkan Taskan, Atsushi Kanahashi und Fatih Ünal. “Ich werde keine Namen kommentieren”, sagt Albayrak.Albayrak ist seit Donnerstag beim Oberliga-Aufsteiger im Amt. Warum sich der Ex-Bundesligaprofi diese Herausforderung antut, ist schnell erklärt. “Weil ich ein bisschen verrückt bin”, sagt der 41-jährige Hamburger mit türkischen Wurzeln und schiebt nach: “Nein, im ernst: Ich sehe das als große Herausforderung an. Immerhin handelt es sich hier um einen Oberligisten mit Ansprüchen. Die Gespräche mit den Vereinsvertretern waren einfach sehr überzeugend.””Ich habe keine Lust mehr ausgelacht zu werden”Überzeugung benötigt die Mannschaft auch am Sonntag gegen Germania Ratingen. Dann steht neben Albayrak auch dessen Kumpel und Ex-Profi Cem Karaca an der Seitenlinie. “Cem kommt und ist mit mir gleichberechtigt. Ich sehe da keinen Unterschied zwischen Chef- und Co-Trainer. Wir entscheiden zusammen. Ich freue mich auf seine Erfahrung und Unterstützung”, betont Albayrak. Gegen Ratingen verlangt der über 300-malige Süperlig-Akteur Kampf, Herz und Leidenschaft. Albayrak: “Jeder kennt die Tabelle. Ich habe keine Lust mehr ausgelacht zu werden. Ich hoffe, dass die Jungs das ähnlich sehen und der FSV Duisburg endlich punktet.”Ex-Fenerbahce-Vize kommt am SonntagGegen Ratingen dürfen sich die FSV-Spieler auf einen ganz besonderen Fan freuen. Hakan Bilal Kutlualp, der jahrelang die Geschicke bei Fenerbahce Istanbul mitleitete und Spieler wie Robert Carlos oder Pierre van Hoojdonk nach Istanbul holte, wird an der Warbruckstraße zu Gast sein. Der in Köln lebhafte Kutlualp gilt als ein Freund des FSV-Präsidenten Erol Ayar. Bleibt aus Duisburger Sicht zu hoffen, dass der Ehrengast auch die ersten FSV-Punkte zu sehen bekommt.Autor: Krystian Wozniak