Dresden: Vater (56) tötete Töchter (3, 6) bei Wochenend-Besuch - BILD
Zwei Mädchen brutal in Dresden ermordet: Jetzt muss sich der Vater vor Gericht verantworten
Dresden – Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft klingen schrecklich. Eduardo A. (56), ein seit fast 40 Jahren in Sachsen lebender Mosambikaner, soll seine beiden Töchter (3, 6) auf brutalste Art und Weise getötet haben.

Laut Anklage am Dresdner Landgericht war der brutale Doppelmord eine Rache an der Frau (35) des mutmaßlichen Killers. Sie habe ihn verlassen.

Ein Vater (55) steht im Verdacht, seine beiden Töchter im Alter von drei und sechs Jahren getötet zu haben.

Ende Juli 2018 hatten die beiden Mädchen einen Tag bei ihrem Vater in Dresden-Gorbitz verbracht. Als die Kinder nicht wie vereinbart zur Mutter zurückgebracht wurden, ahnte sie Schlimmes.

Die ebenfalls aus Mosambik stammende Frau alarmierte die Polizei. Die klingelte bei dem völlig betrunkenen Eduardo A. (2,51 Promille). Er leugnete, dass die Kinder bei ihm waren. Ein Polizist fand die beiden Kinder kurz darauf tot, versteckt im Schlafzimmer unter einer Decke.

Laut Anklage hatte Eduardo A. seinen Töchtern Sylka (3) und Martina (6) die Schädel eingeschlagen und mit Werkzeugen malträtiert.

Dresden – Der grausame Tod zweier kleiner Mädchen ist seit Donnerstag ein Fall für die Schwurgerichtskammer am Landgericht Dresden.

Eduardo A. (56) soll, aus Rache an seiner Frau, die gemeinsamen Töchter (drei und fünf Jahre) ermordet haben (TAG24 berichtete). Er erschlug die Mädchen brutal, weil sich Ehefrau Hortencia (35) von dem Mosambikaner, der zuletzt als Krankenpflegehelfer arbeitete, trennte.

Die Kindesmutter ahnte Schlimmes, als ihre beiden Kleinen am Samstagnachmittag nicht zur vereinbarten Zeit vom Vater-Kind-Ausflug zurückkamen. Am Abend alarmierte Hortencia A. die Polizei. Die Fahnder rückten zur Wohnung von Eduardo A. in Gorbitz aus.

Dort fanden die Polizisten die Leichen der Mädchen. Grausam zugerichtet. Laut Anklage wurden die Kinder mit einer Holzkeule erschlagen. Der Täter zertrümmerte den Kleinen die Schädel. Damit nicht genug: Einem Mädchen rammte er noch eine Astsäge oder einen ähnlichen Gegenstand in den Hals!

Ebenfalls in der Wohnung saß der völlig betrunkene Eduardo A., bei dem später ein Promillewert von 2,51 nachgewiesen wurde.

Seither sitzt der Mosambikaner in U-Haft. Ihm droht lebenslange Haft. Das Gericht hat zehn Prozesstage angesetzt, um in dem Fall Anfang Mai ein Urteil zu sprechen. Heute wird nicht mit Angaben des Angeklagten gerechnet, stattdessen hört die Kammer schon ab dem Vormittag Zeugen.

Update 11.40 Uhr: Über eine Stunde wurde ein Polizist vernommen, der als erster mit einem Kollegen am Tatort, der Wohnung von Eduardo, war. “Der Beschuldigte sagte, die Kinder seien nicht bei ihm. Die Wohnung war sauber, es lag Spielzeug herum. Der Kollege ging ins Schlafzimmer, auch da war erst einmal nichts Auffälliges. Aber unter einer Decke auf dem Bett ragte eine kleine Rastalocke hervor. Der Kollege schlug die Decke weg und da sahen wir beide Kinder. Augenscheinlich tot, mit massiven Verletzungen”, beschrieb der Beamte.

Der Vater hätte in Unterhosen teilnahmslos dabei gestanden. Später habe Eduardo im Flur stehend erklärt, er freue sich, dass seine älteste Tochter jetzt bald in die Schule kommt. “Ich habe die Schlafzimmertür wieder geöffnet, aufs Bett gedeutet und geantwortet ‚Ihre Kinder gehen nirgends mehr hin. Sie haben sie getötet. Das war der einzige Moment, wo er Emotionen zeigte und eine Träne floss”, beschrieb der Polizist, der den Angeklagten als “merkwürdig teilnahmslos” empfand.