Ost-Klassiker: Dresden empfängt Magdeburg - RTL Online
FCM gegen SGD: Erdmann: Wir spielen nicht im Sandkasten
Der Derbyhit Samstag (13 Uhr) gegen Dynamo – für Magdeburgs Abwehr-Boss Dennis Erdmann (28) ist es ein Spiel mit besonderem Reiz.

Der Abräumer spielte von 2014 bis 2015 in Dresden und wohnt mit seiner Familie seit Jahren dort. Auch im Stadion ist er regelmäßig als Zuschauer. Erdmann: Dresden ist für mich ein Stück weit Zuhause geworden. Aber das ist jetzt egal. Wir fahren da nicht hin, um im Sandkasten zu spielen. Wir wollen alles reinschmeißen und das Spiel gewinnen.Volles Haus, Knister-Atmosphäre, rassige Zweikämpfe, Emotionen. Es sind diese Duelle, die Erdmann das Herz aufgehen lassen. Für so ein Spiel lebt man als Fußballer. Wir müssen zusehen, dass wir da alles an den Tag legen.

Der Keeper weiß: Das Spiel gegen Magdeburg ist nicht nur ein Prestigeduell, sondern ein immens wichtiges Spiel um den Verbleib in Liga zwei. Wir wollen den Vorsprung, der in den letzten Wochen geschmolzen ist, wieder auf acht Punkte ausbauen, gibt sich der Dresdner Schlussmann kämpferisch. Der Partie gegen die Blau-Weißen, die vom Drumherum durchaus Bundesliga-Flair besitzen dürfte, fiebert er schon seit Tagen entgegen: Man freut sich schon die ganze Woche drauf, das sind immer heiße Duelle. Die aktuelle Tabellensituation beider Traditionsclubs erhöhe die Brisanz des Elb-Clasicos noch zusätzlich: Es geht bei beiden ums Überleben.

Ex-Dynamo Erdmann ist sich sicher: “Wir bleiben beide in der 2. Liga”

Dynamo gegen Magdeburg – das ist Tradition pur!Der Elb-Clasico gilt als Mutter aller Ost-Derbys.

Dresden. Am Sonnabend (13 Uhr) kann er beim Ostklassiker gegen den 1. FC Magdeburg einmal mehr beweisen, dass er auch mit 20 Jahren schon das Zeug für die Fußball-Bundesliga hat: Dynamo Dresdens Torhüter Markus Schubert steht dann im mit 30.500 Zuschauern ausverkauften Harbig-Stadion besonders im Fokus. Noch immer ist unklar, ob und zu welchem Verein der Schlussmann nach dem Saisonende wechselt. In jedem Fall möchte Schubert mit einer guten Leistung seine Verhandlungsbasis weiter verbessern und Dynamo im Kampf gegen den Abstieg helfen.

Von den Gegenspielern gehasst, von den Fans geliebt. Ein Jahr Dynamo, zwei Jahre Hansa, jetzt das zweite Jahr beim FCM. Erdmann kickte bei den drei großen Erzrivalen im Osten und wurde durch seine leidenschaftliche und offene Art überall zum Publikumsliebling. Bemerkenswert.Erdmann: Egal wo ich gespielt habe, ich habe das Trikot immer mit Stolz getragen. Und jetzt gebe ich für den FCM alles und das wird auch in Dresden so sein.

Der Schlussmann der SG Dynamo Dresden möchte den Schwarz-Gelben am Sonnabend im Kampf gegen den Abstieg helfen, sich aber mit starken Paraden auch weiter für die Bundesliga anbieten.

Im Hinspiel gab es ein Spektakel. Auch dank Dennis Erdmann mit glücklichem Ausgang. Beim 2:2-Ausgleich durch Bülter in der Nachspielzeit ließ das Zweikampf-Monster den Ball bewusst durch die Beine. Die Kugel kullerte ins Tor, und Erdmann flippte wie ganz Magdeburg aus. Jetzt steigt das Rückspiel in Sachsen.Donnerstag (15 Uhr, Platz 2 am NLZ) testet der FCM gegen den tschechischen Zweitligisten Usti Nad Labem.

Magdeburg – Fast vier Jahre sind ins Land gezogen, seit Dennis Erdmann die SGD verlassen hat. Nach seinem rüden Foul gegen Nationalspieler Marco Reus hatte der 28-Jährige damals bundesweit Schlagzeilen geschrieben. Sein Vertrag bei den Schwarz-Gelben war vorzeitig aufgelöst worden.

Am morgigen Samstag kommt der beinharte Verteidiger mit dem FC Magdeburg an die Elbe. Mit Dresden ist Erdmann im Reinen. “Ich drücke Dynamo als meinem Ex-Verein die Daumen, nur am Sonnabend nicht”, lacht der gebürtige Frechener, der übrigens immer noch in Dresden wohnt.

Wie für die Schwarz-Gelben geht es auch für Magdeburg gegen den Abstieg. “Natürlich ist für uns entscheidend, dass wir die Klasse halten”, sagt er.

Erdmann fühlt sich in Magdeburg pudelwohl. Das liegt vor allem daran, dass er unumstrittener Stammspieler ist. Wenn Erdmann mal nicht spielt, dann nur, wenn er verletzt oder gesperrt ist.

Der rustikale Verteidiger ahnt schon, dass am morgigen Samstag wieder große Emotionen im Spiel sein werden.

“Für die Fans ist das Spiel ein Highlight”, weiß er. Zu der gewachsenen Rivalität der beiden Klubs kommt jetzt noch die angespannte Lage bei den Rivalen.

Der FCM kämpft wie Dynamo gegen den Abstieg. “Mit den letzten beiden Spielen sind wir natürlich nicht zufrieden, wir haben direkte Duelle verloren und wichtige Zähler an die Konkurrenz abgegeben”, gibt Erdmann zu.

“Das wollen wir jetzt besser machen.” Egal, wie das Duell ausgeht: Erdmann glaubt an ein Happy End für den FCM und für die Schwarz-Gelben. “Beide Vereine werden auch nächstes Jahr 2. Bundesliga spielen, davon bin ich fest überzeugt”, stellt er klar.