Kopfnoten verfassungswidrig Unsere Schüler haben kein Betragen mehr
Kopfnoten: Wann Verhaltensnoten verfassungswidrig sind
Dresden – In einigen sächsischen Klassenzimmern gibt es wohl künftig kein Betragen mehr. Auch Ordnung, Fleiß und Mitarbeit könnten gestrichen werden. Grund: Ein Schüler hatte gegen die Kopfnoten auf seinem Bewerbungszeugnis geklagt – und Recht bekommen.

Für Kopfnoten in Zeugnissen von Schülern, die sich um Ausbildungsplätze bewerben, fehle die Rechtsgrundlage, entschied das Verwaltungsgericht Dresden, wie es am Montag mitteilte. Ein Schüler in Sachsen könne deshalb bei der Bewerbung um eine Lehrstelle zu Recht ein Zeugnis der 9. Klasse ohne Kopfnoten verlangen.

Das Verwaltungsgericht Dresden hat die Kopfnoten auf sächsischen Schulzeugnissen für rechtswidrig erklärt. Ein Schüler der neunten Klasse darf ein Endzeugnis ohne Noten in Betragen, Ordnung, Fleiß und Mitarbeit verlangen, wenn er sich damit um eine Berufsausbildung bewerben will. Das hat die 5. Kammer des Gerichts entschieden. Ein Schüler einer Oberschule hatte sich gewehrt und jetzt zunächst im Verfahren um einstweiligen Rechtsschutz gewonnen. Über seine Klage wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Verwaltungsgericht – Dresdner Richter kippen Kopfnoten auf Bewerbungszeugnissen

In einem Dokument, das auch für Lehrbetriebe oder spätere Arbeitgeber wichtig sei, stellten Kopfnoten einen Eingriff in die Freiheit der Berufswahl eines Schülers dar. Über solch wesentliche Eingriffe in Grundrechte müsse der Gesetzgeber entscheiden, im Schulgesetz aber fehle eine Norm, die Kopfnoten ausdrücklich erwähnt.

Sachsens Kultusministerium wurde von dem Urteil des Dresdner Verwaltungsgerichtes offenbar kalt erwischt. Die Entscheidung verwundert uns sehr. Nicht zuletzt deshalb werden wir den Beschluss sorgfältig prüfen und uns weitere Schritte vorbehalten, sagte Ministeriumssprecher Dirk Reelfs (54) gegenüber BILD in einer ersten Reaktion.

Ein Oberschüler hatte auf Entfernung der Kopfnoten aus dem Zeugnis der 9. Klasse geklagt, mit dem er sich bei Unternehmen um eine Ausbildung nach dem Realschulabschluss bewerben will. Er erhält nun bis zur Entscheidung in der Hauptsache vorläufig ein Zeugnis der 9. Klasse ohne Kopfnoten.

Zeugnismappe: Ein Schüler aus Sachsen hat gegen die Kopfnote in seinem Zeugnis geklagt – und Recht bekommen. (Quelle: dpa)

Die Kammer beschränkt ihre Auffassung aber lediglich auf Fälle, in denen Personen außerhalb der Schule auch anhand von Kopfnoten ihre Entscheidungen treffen. Genannt wird dabei ausdrücklich die Bewerberauswahl für eine Ausbildungsstelle.

Ein Schüler aus Sachsen hat gegen die sogenannte Kopfnote in seinem Zeugnis geklagt. Vor Gericht bekam er Recht. Kopfnoten seien ein Eingriff in die Grundrechte.

Aber nicht in jedem deutschen Krankenhaus bekommt man die Hilfe, die man braucht. Woran das liegt und was dagegen zu tun wäre, zeigt die Geschichte des zehnjährigen Anton Lieb aus Döbeln, der in der Leisniger Helios-Klinik verstarb.

Ein Schüler in Sachsen kann bei der Bewerbung um eine Lehrstelle zu Recht ein Zeugnis der 9. Klasse ohne Kopfnoten verlangen. Für Kopfnoten in Zeugnissen von Schülern, die sich um Ausbildungsplätze bewerben, fehle die Rechtsgrundlage, entschied das Verwaltungsgericht Dresden, wie es am Montag mitteilte.

In einem Dokument, das auch für Lehrbetriebe oder spätere Arbeitgeber wichtig sei, stellten Kopfnoten einen Eingriff in die Freiheit der Berufswahl eines Schülers dar. Über solch wesentliche Eingriffe in Grundrechte müsse der Gesetzgeber entscheiden, im Schulgesetz aber fehle eine Norm, die Kopfnoten ausdrücklich erwähnt.

Betragen, Ordnung, Fleiß und Mitarbeit: Die sogenannten Kopfnoten auf Zeugnissen sind rechtswidrig, wenn sich Schüler damit um eine Lehrstelle bewerben. Das entschied die 5. Kammer des Dresdner Verwaltungsgerichts.

Ein Oberschüler hatte auf Entfernung der Kopfnoten aus dem Zeugnis der 9. Klasse geklagt, mit dem er sich bei Unternehmen um eine Ausbildung nach dem Realschulabschluss bewerben will. Er erhält nun bis zur Entscheidung in der Hauptsache vorläufig ein Zeugnis der 9. Klasse ohne Kopfnoten, wie das Gericht mitteilte. Gegen den Beschluss im Eilverfahren ist Beschwerde zum Oberverwaltungsgericht möglich.

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