Paderborns Tormaschine trifft munter weiter
Alexander Nouri droht beim FC Ingolstadt die Entlassung
Dynamo Dresden hat zwei Wochen nach der 1:8-Niederlage in Köln Wiedergutmachung betrieben und sein Heimspiel gegen den FC Ingolstadt mit 2:0 gewonnen. Nach einer frühen Roten Karte für die Schanzer gingen die Sachsen schnell in Führung und hatten die Partie – mit Ausnahme einer Druckphase des FCI kurz vor dem Ende – komplett im Griff. Die Oberbayern warten damit seit zehn Spielen (0/3/7) auf einen Sieg.

Dresdens Coach Maik Walpurgis wechselte gegenüber der 1:8-Klatsche beim 1. FC Köln vor der Länderspielpause viermal: Hamalainen, Müller, Kreuzer und Atik begannen für Dumic, Gonther, Aosman (alle Bank) und den angeschlagenen Heise. Kapitän Hartmann (nach Einblutung im Rippenzwischenraum) war rechtzeitig fit geworden.

Auf dem Spielfeld zeigte Ebert, warum es ein Fehler des FC war, nicht auf ihn zu setzen. Lediglich vier Mal wurde er in der vergangenen Saison dort eingesetzt, zeitweise musste er sogar in der zweiten Mannschaft auflaufen. Er drückte der Partie seinen Stempel auf und hatte in der 30. Minute sogar das 3:0 auf dem Fuß, doch Philipp Heerewagen konnte den Ball in letzter Sekunde zur Ecke lenken.

Ingolstadts Trainer Alexander Nouri nahm im Vergleich zum 1:1 gegen Arminia Bielefeld eine Änderung vor: Lucas Galvao kehrte nach überstandenen Knieproblemen in die Startelf zurück. Krauße saß dafür auf der Bank, Gimber rückte vor die Abwehr.

Dabei fügten sich vor allem Jannik Müller, der nach dreimonatiger Verletzungspause (Fuß-Operation) seine Comeback gab, und Brian Hamalainen, der drei Wochen mit einer Adduktorenverletzung aussetzen musste, nahtlos ein. Zudem erhielten Atik und Kreuzer den Vorzug. Dumic, Aosman und Gonther mussten auf die Bank, wobei Gonther nach der Pause für Hartmann kam.

Und die Hoffnung des FCI, zurück in die Partie zu kommen, erhielt wenig später einen nächsten Dämpfer: Nach einem Pass von Ebert tauchte Koné im Strafraum frei vor Heerwagen auf und vollendete zum 2:0 für Dynamo (16.). Dresden hatte die Partie komplett im Griff, ließ den Ball durch die eigenen Reihen laufen und hatte weitere gute Chancen. Koné scheiterte jedoch zweimal allein vor Heerwagen (30./38.). Ingolstadt kam im Spiel nach vorne derweil nicht über Ansätze hinaus und brachte in Durchgang eins keinen Abschluss in Richtung des Kastens von SGD-Torhüter Schubert zustande.

Das rächte sich zweimal fast. Einmal parierte Schubert, in der 77. Minute traf der Ex-Hallenser Osayamen Osawe nur den Pfosten, dann scheiterte im Nachschuss Frederic Ananou am eigenen Mann (Kerschbaumer). Zwei Minuten später war dann der Arbeitstag von Ebert beendet, der langsam vom Platz ging und den tosenden Applaus sichtlich genoss.

Walpurgis nahm zur Pause seinen Kapitän Hartmann vom Feld und brachte dafür Gonther. Am Geschehen auf dem Feld änderte sich zunächst wenig: Dresden hielt den Ball in den eigenen Reihen, ließ aber die nötige Zielstrebigkeit vermissen und kam zu keinen gefährlichen Abschlüssen. Bei Ingolstadt dauerte es über eine Stunde, ehe die Schanzer erstmals für etwas Gefahr wurden. Nach einem Freistoß von Kerschbaumer köpfte der kurz zuvor eingewechselte Lezcano die Kugel am Tor vorbei (65.). Nach dieser Gelegenheit schöpften die Schanzer neuen Mut und hatten nur eine Minute später die nächste dicke Chance. Kerschbaumer steckte auf Cohen durch, der frei vor Schubert jedoch am SGD-Torwart scheiterte.

Perfekt für den 31-Jährigen: Er erzielte vor 26.853 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion das 1:0 in der 7. Minute. Nach dem fälligen Elfmeter an Moussa Koné hatte sich Ebert im Spiel gegen seinen Ex-Verein den Ball geschnappt und traf vom Punkt. Koné erzielte anschließend in der 16. Minute das 2:0.

Zehn Ingolstädter schafften es in dieser Spielphase tatsächlich, Druck aufzubauen – und hätten um ein Haar den Anschlusstreffer erzielt: Osawe traf aus spitzem Winkel allerdings nur den Pfosten, beim Nachschuss traf Ananou nur den Rücken von Mitspieler Kerschbaumer (77.). Im Anschluss fand Dresden wieder zu seiner Ordnung zurück und hätte den Sieg noch in die Höhe schrauben können. Sowohl Nikolaou (90.) als auch Koné (90.+1) zielten allerdings zu ungenau. So stand am Ende ein 2:0-Heimsieg für die Sachsen.

Dresden gelang damit die Wiedergutmachung für die Niederlage in Köln, Dynamo spielt am Samstag (13 Uhr) beim FC St. Pauli. Ingolstadt ist derweil seit mittlerweile zehn Spielen (0/3/7) ohne Sieg und empfängt im Parallelspiel den Hamburger SV.

Nach seinem Treffer stieß Ebert alle Mitspieler für etwaige Jubelarien von sich, rannte schnurstracks auf die Ingolstädter Bank zu und zeigte eine Geste, die darauf schließen lässt, dass er mit seiner Zeit bei den Audi-Städtern alles andere als glücklich war.

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Dresden – Vor dem Spiel lehnte er alle Interview-Fragen ab, auf dem Rasen ließ Patrick Ebert am Sonntag Taten sprechen. Der Mittelfeldspieler führte Dynamo Dresden zum 2:0 (2:0)-Sieg gegen den FC Ingolstadt 04.

Update Dresden – Auch im achten Spiel unter Coach Alexander Nouri gelingt dem FC Ingolstadt wieder kein Sieg. Ein erneuter Trainerwechsel ist nicht mehr auszuschließen.

Das einzige, was man dem Team von Trainer Maik Walpurgis vorwerfen konnte war, dass sie die zahlreichen Möglichkeiten in der ersten Hälfte nicht nutzten, um das Ergebnis noch deutlicher ausfallen zu lassen.

Die Luft für Trainer Alexander Nouri beim FC Ingolstadt wird durch die 0:2-Niederlage bei Dynamo Dresden nach SPORT1-Informationen immer dünner. Am Montag will man sich zusammensetzen und beratschlagen, ob es mit dem Coach weitergeht. 

Daran änderte sich zunächst auch nach der Pause nichts. Ingolstadt war an diesem Tag in Unterzahl lange nicht in der Lage, Gefahr auszustrahlen. Doch anstatt weiter Ballett zu machen, ließen die Dresdner zusehends Zug und Biss vermissen. Das Schlusslicht roch den Braten und wurde mutig. Trainer Alexander Nouri wechselte offensiv, brachte mit Dario Lezcano einen weiteren Stürmer und der sorgte gleich ordentlich für Wirbel. Sekunden auf dem Platz, köpfte er nur knapp vorbei. Wenig später leitete er die Großchance für Almog Cohen ein, der an Markus Schubert (Fußparade) scheiterte (65.). Dass Spiel, das entschieden schien, war plötzlich wieder offen, weil sich Dresden auf der Führung ausruhte und in Ingolstadt die zweite Luft bekam. In der 77. Minute verhinderten der Pfosten und ein Dresdner Abwehrbein das 2:1. Dynamo verbuchte die erste Chance in der zweiten Halbzeit in der 89. (!) Minute und brachte die drei Punkte am Ende glanzlos ins Ziel.

Unter dem früheren Trainer von Werder Bremen gab es für das Tabellenschlusslicht der 2. Bundesliga in acht Spielen keinen einzigen Sieg, dafür sieben Niederlagen.

Ja das war wieder ,die 2.Halbzeit,nichts für schwache Nerven.Erste Halbzeit super ,es galng fast alles.Natürlich spielt der Elfer,war einer ,und der folgende Platzverweis Dynamo im die Karten.Es mussten mindestens noch 2 "Runde" ins Eckige"!Zweite Halbzeit ,welch Graus,alte Fehler wieder und erste Zweifel kamen auf!Hoffentlich kein Anschlusstreffer dann wird es wieder einmal sehr eng.Da jedoch auch die Schanzer(und nun weis man warum sie nur 8 Punkte haben)nicht in der Lage waren mal richtige Torgefahr zu entwickeln und UNS zu ärgern,verdienter Sieg jedoch zu niedrig.Fazit WIR haben gewonnen und den Maggis den letzten Platz erspart.21 Punkte ,da sollte man weitermachen und den Anstand zur Religation groß halten.AWer weis was da so noch geschieht.Schönen Sonntag euch allen da draußen!

Eine Entlassung Nouris wäre der nächste Tiefpunkt einer turbulenten FCI-Saison: Im September musste Nouris Vorgänger Stefan Leitl nach einem Fehlstart gehen, im Oktober der glücklose Manager Angelo Vier.

Während Dynamo Wiedergutmachung für das 1:8-Debakel beim 1. FC Köln leistete und in der Tabelle den Blick nach oben richten darf, verschärfte sich die Lage beim FCI nach der achten Saisonniederlage weiter. (Tabelle der 2. Bundesliga)

Viel war vor dem Spiel über Dynamo Dresden geschrieben und geredet worden. 1:8 gegen Köln, 1:4 gegen Halle (Testspiel) – jetzt bloß kein weiterer Ausrutscher gegen das Tabellenschlusslicht aus Ingolstadt. Alle Sorgen waren nach sieben Minuten verflogen. Dynamo führte mit 1:0 und durfte die restlichen 83 Minuten auch noch in Überzahl spielen. In der fünften Minute hatte FCI-Verteidiger Phil Yannik Neumann das lange Bein gegen Moussa Koné ausgefahren und wurde doppelt bestraft. Rot und Elfmeter. Patrick Ebert versenkte locker zur frühen Führung. Dynamo hatte Spiel und Gegner im Griff und legte nach.

Die Zweitliga-Highlights in der Sendung “Sky Sport News HD: Die 2. Bundesliga” sonntags ab 19.30 Uhr im TV auf SPORT1

Puuh….Heimsieg und ganz wichtige 3 Punkte. Jedem muss doch klar gewesen sein, dass wir keinen Fußball-Leckerbissen vorgesetzt bekommen. Aber Wille, Kampf und Moral haben gestimmt. Vll das dritte Tor machen und ich hätte wiedermal nicht so viel Haare verloren. Freud mich auch für den Schacht und die Erntehelfer, dass einer weiter unten bleibt.Allerdings muss ich Tante Lulli wiedermal dran erinnern, dass Fußball eben doch Ergebnissport ist…Allen vernünftigen Fans noch einen schönen Sonntag und Grüße in den Unterharz!

Patrick Ebert (7., Foulelfmeter) und Moussa Kone (16.) legten früh für Dresden vor. Vor dem Strafstoß war Kone von Phil Neumann zu Fall gebracht worden, der für die Notbremse die Rote Karte sah (5.). (Alle Ergebnisse im Überblick)

Alexander Nouri (Ingolstadt): “Es ist natürlich bitter für uns, wieder einmal mit leeren Händen dazustehen. Wir hatten Dresden von Beginn an stark erwartet und diese Erwartung hat sich bereits nach fünf Minuten negativ erfüllt. Die beinahe logische Folge der Verwirrung war das 0:2. Die zweite Halbzeit haben wir alle Energie aufgebracht, ins Spiel zurückzufinden, vor allem nicht auseinanderzufallen. Das ist gelungen. Diese Einstellung sollten wir weiterentwickeln, um endlich wieder aus dem Keller herauszukommen.”

Dresden ruhte sich nach der schnellen Führung nicht aus und drängte auf den zweiten Treffer. Dieser gelang Kone nach einer guten Vorarbeit von Ebert. In der Folge kontrollierte Dresden das Spiel. Ingolstadt kam in Unterzahl kaum zu Vorstößen und hatte sogar Glück, zur Pause nicht höher zurückzuliegen. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Maik Walpurgis (Dresden): “Die Mannschaft hat eine gute Reaktion gezeigt, und das unselige Spiel von Köln vergessen gemacht. Man hat gespürt, dass sie das Ergebnis, wieder in die richtige Bahn lenken wollte, ist schnell in Führung gegangen und hat wohl die beste erste Halbzeit daheim geboten, seitdem ich hier Trainer bin. Anders in Hälfte zwei. Da ging der Faden vor allem in der Offensive verloren. Es wurde versäumt, dass Ergebnis hochzuschrauben. Da gibt es auf jeden Fall noch einiges für die Zukunft zu tun.”

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig. Dresden dominierte das einseitige Spiel und hatte selten Mühe mit den harmlosen Gästen. Erst in der Schlussphase kam der FCI wie beim Pfostenschuss von Osayamen Osawe (77.) zu Chancen.

“Der Platzverweis und die Rote Karte sind fraglich, aber ich will nicht über den Schiedsrichter reden. Dass wir uns in Unterzahl Chancen herausgespielt haben, gibt mir Zuversicht”, sagte FCI-Torwart Philipp Heerwagen bei Sky. Ob diese Hoffnungsschimmer reichen, um Nouris Job zu retten: fraglich.