Zweitliga-Konferenz im Liveticker mit St. Pauli, Paderborn und Dresden
Joker Stolze sorgt für verdienten Lohn
Regensburg und St. Pauli trennten sich vor ausverkauftem Haus mit 1:1. Der aktivere Jahn konnte zunächst seine Chancen nicht nutzen, die Kiez-Kicker zeigten sich dagegen kurz vor der Pause effizient. Im zweiten Durchgang gelang dem nimmermüde anrennenden SSV gegen defensivstarke Hamburger der späte und verdiente Ausgleich.

Regensburgs Trainer Achim Beierlorzer ersetzte im Vergleich zum 3:2-Auswärtssieg beim 1. FC Magdeburg den verletzten Föhrenbach (Außenbandanriss im Knie) sowie Stolze durch Nandzik und Al Ghaddioui (Startelfdebüt).

Nach dem 1:8-Desaster von Dynamo Dresden beim 1. FC Köln rechnet Zweitligaschlusslicht FC Ingolstadt mit einer Reaktion der Sachsen. Ich glaube nicht, dass beim Gegner das 1:8 in Köln schon komplett aus den Köpfen ist. Aber ich rechne damit, dass sie eine Reaktion zeigen wollen, warnte Trainer Alexander Nouri. Der 1. FC Heidenheim kann gegen den SC Paderborn 07 fast in Bestbesetzung antreten – nur der verletzte Torjäger Robert Glatzel fehlt.

St. Paulis Trainer Markus Kauczinski tauschte gegenüber dem 1:1 gegen den 1. FC Heidenheim einmal Personal aus und schickte Veerman für Flum auf den Rasen.

Volle Hütte in Regensburg, die Fans erlebten allerdings einen zerfahrenen Beginn. Der Jahn war das aktivere Team, agierte jedoch wie auch der lauernde Gegner mit zu vielen Fehlpässen. Zielgerichtete Aktionen hatten Seltenheitswert, nur St. Paulis Veerman nach einem Konter (6.) sowie SSV-Kapitän Grüttner (7.) sorgten für etwas Torgefahr.

Zwei Tage nach der Vertragsverlängerung von Trainer Markus Kauczinski will der FC St. Pauli auf die Aufstiegsplätze vordringen. Die Hamburger peilen beim SSV Jahn Regensburg den achten Saisonsieg an. Der 1. FC Heidenheim trifft auf den SC Paderborn, Dynamo Dresden erwartet den FC Ingolstadt. Verfolgt die Zweitliga-Spiele in der Konferenz im SPORTBUZZER-Liveticker.

Das Zweikampfverhalten stimmte auf beiden Seiten, der Ball wechselte so schnell immer wieder seinen Besitzer. Regensburg war optisch überlegen, ließ es aber nach manch gutem Ansatz im letzten Drittel an Präzision beim letzten Pass fehlen. Es dauerte so bis zur 25. Minute, ehe Geipl aus zentraler Position von der Strafraumgrenze die bis dorthin beste Möglichkeit hatte, aber vorbeischoss.

Von den Kiez-Kickern war offensiv wenig zu sehen. Die Oberpfälzer blieben am Drücker, George hatte die nächste gute Chance (32.) und per Volleyabnahme nach feiner Grüttner-Vorarbeit kein Abschlussglück (38.).

Wie aus dem Nichts gelang dann St. Pauli die Führung: Allagui spielte bei einem Konter nach rechts zum losspurtenden Möller Daehli, der sofort flankte. Sörensen verpasste die Hereingabe an den zweiten Pfosten, wo Veerman mit dem rechten Außenrist aus fünf Metern ins kurze Eck zum schmeichelhaften 1:0-Pausenstand vollendete (39.).

Die Anfangsphase nach Wiederanpfiff gehörte den Kiez-Kickern, die den SSV zunächst fern vom eigenen Strafraum hielten und durch Knoll eine gute Freistoßchance vergaben (48.). Die Beierlorzer-Elf fand erst nach Anlaufzeit wieder statt, Al Ghaddioui fehlte per Volleyabnahme das Zielwasser (56.). Die Angriffe der Gastgeber gewannen nun an Wucht, Grüttner (57.), Geipl (59.) und Saller (65.) erhöhten das Chancenplus der Regensburger.

Die kompakten Hamburger fanden nun nur noch wenig Entlastung, setzten aber in Veerman einen Nadelstich (70.). Spielerisch hatte der Jahn viel Luft nach oben, lief aber immer wieder an – und verpasste in Person von Al Ghaddioui nach Sallers Vorarbeit aus sechs Metern die Top-Chance zum Ausgleich (72.).

In der Folge blieb vieles Stückwerk beim SSV, St. Pauli schien auf dem Weg zum Sieg, den Veerman hätte eintüten können – Pentke parierte (82.). Regensburg steckte nicht auf und belohnte sich mit dem Ausgleich: Grüttner schoss aus der Drehung an den linken Pfosten, Himmelmann wehrte Adamyans Nachschuss ab. Doch dann konnte der Keeper den Schuss von Joker Stolze von halbrechts aus fünf Metern nicht mehr entschärfen – der verdiente 1:1-Endstand (87.).

Regensburg tritt am Freitag (18:30 Uhr) bei Erzgebirge Aue an. St. Pauli empfängt am Samstag (13 Uhr) Dynamo Dresden.

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St. Pauli kann sich in der ersten Halbzeit gegen Regensburg behaupten und erzielt den ersten Treffer dank Henk Veerman. Doch dank dem Tor von Sebastian Stolze gelingt Regensburg der Ausgleich. 

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