Borussia Dortmund - Reif : DAS ist der Nachteil der BVB-Transfers - Derwesten.de
FC Bayern München: Rummenigge nimmt Watzke aufs Korn
BVB-Boss gibt Transfer-Roundup BVB Transfer News: Watzke über Mandzukic, Sancho, Götze & Co. Sarah Zoche 26.05.2019 | 15:57 Uhr

Der BVB rüstet auf, folgt nun auch noch im Sturm ein Neuzugang? Vereinsboss Hans-Joachim Watzke spricht über einen möglichen Mandzukic-Deal und geplante Vertragsverlängerungen.

Drei Top-Transfers in zwei Tagen: Dortmund hat sich mit der Verpflichtung von Thorgan Hazard, Julian Brandt und Nico Schulz früh für einen Großangriff auf den FC Bayern und die Meisterschaft 2019/20 gerüstet.

BVB-Boss Watzke will die Meisterschaft – “Bayern ist wie der Mount Everest”

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Im Interview mit der Bild erklärt Watzke den Kaufrausch. “Wir wollten planen, bevor sich die Preise immer weiter hochschaukeln. Wenn man auf die Summen schaut, sieht man, dass wir nicht verschwenderisch waren: Wir haben rund 64 Millionen Euro für Christian Pulisic bekommen und für die drei Neuzugänge damit rund zehn Millionen Euro netto investiert – aus eins mach drei. Mein großes Kompliment gilt unserem Sportdirektor Michael Zorc”, so der 59-Jährige.

Hartnäckig halten sich die Gerüchte um eine Verpflichtung von Juve-Angreifer Mario Mandzukic. Dringenden Handlungsbedarf scheint der BVB im Sturm allerdings nicht zu sehen. “Diese Phantom-Diskussion um einen Stoßstürmer ist ein klassischer Reflex. Je mehr Mittelstürmer-Konkurrenz du hast, desto mehr wirst du sehen, dass alle schwächer werden. Warum holt denn Bayern seit Jahren keine Alternative für Lewandowski?”, so Watzke im Interview.

Und weiter: “Wir müssen nicht über Mandzukic diskutieren. Im Fußball ist nie etwas ausgeschlossen, er spielt aber aktuell in Turin. Und so wie ich Mario Mandzukic kenne, ist er ein Stürmer, der so viel Ehrgeiz hat, dass er immer spielen will.”

Neben den Auswirkungen auf das Stammpersonal im Sturm, Mario Götze und Paco Alcacer, sieht der BVB-Geschäftsführer ein weiteres Problem: “Was man oft unterschätzt: Wenn man einen kopfballstarken Stoßstürmer hat und nur auf diesen setzt, führt das in der Spielanlage mitunter dazu, dass man sein Spiel simplifiziert.”

Was Watzke sicher sagen kann, ist, dass Juwel Jadon Sancho in diesem Sommer unverkäuflich ist und vorerst definitiv bei Borussia Dortmund bleibt. “Dass Jadon sicher nicht mehr zehn Jahre beim BVB spielt, davon kann man ausgehen. Aber wir haben klare Vereinbarungen, was die Gegenwart angeht. Jadon ist nicht auf dem Markt und spielt nächste Saison garantiert bei Borussia Dortmund”, so der Klubchef.

Zudem wolle der Klub sowohl mit Trainer Lucien Favre als auch mit Götze verlängern. “Ich habe das Gefühl, dass sich beide sehr wohl fühlen. Wir werden diese Personalia in den nächsten Wochen angehen”, kündigt Watzke Gespräche an.

Rivale FC Bayern geht derweil bei einem möglichen Transfer von Manchester Citys Leroy Sane in die Offensive. Auch hierzu hat Watzke eine klare Meinung.

“Ich fände es sehr gut, wenn Bayern Leroy Sane als deutschen Nationalspieler zurückholt, denn das würde die Attraktivität der Liga weiter steigern. Ich bin der Erste, der ihnen gratuliert”, so der 59-Jährige.

Borussia Dortmunds Geschäftsführer, Hans-Joachim Watzke, gibt die Meisterschaft als Ziel des BVB aus. Außerdem sprach der 59-Jährige über die Dortmunder Transfer-Offensive, Trainer Lucien Favre und Mario Götze. 

Es war an der Spitze so knapp wie lange nicht mehr. Bis zum Schluss musste Serienmeister FC Bayern München um den siebten Titel in Folge zittern, jubelte nach einigen Patzern von Borussia Dortmund dann aber doch. Damit das in der nächsten Saison anders ausgeht, geht der BVB in diesem Transfer-Sommer in die Offensive. Innerhalb weniger Tage machte der Vizemeister die Verpflichtungen von Nico Schulz, Thorgan Hazard und Julian Brandt perfekt und investierte – die Kaufoption von Leihgabe Paco Alcácer eingerechnet – bereits rund 97 Millionen Euro.

Auch wenn Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke betont, dass Erzrivale Bayern München mit dem Transfer-Dreierpack nichts zu tun habe, ist das dennoch ein klares Signal an den frischgebackenen Double-Sieger. “Wir wollen Meister werden!”, betonte Watzke im Interview mit der Bild am Sonntag und ergänzte angesichts der Dominanz des Rekordmeisters: “Wir spüren eine Verpflichtung gegenüber Fußball-Deutschland, ab sofort das klare Ziel zu haben, um die Meisterschaft mitzuspielen. Wann, wenn nicht jetzt?”

Allerdings mahnte der 59-Jährige auch: “Bayern ist wie der Mount Everest, wie ein 8000er. Den kannst du versuchen, mal zu bezwingen. Ich denke sogar, Deutschland braucht das bald mal wieder. Doch wir wissen trotzdem, dass Bayern immer ein 8000er bleibt.” Dennoch geht der BVB mit bereits drei externen Neuzugängen gut gerüstet in die neue Saison.