Borussia Dortmund: BVB-Boss Watzke erhöht Druck auf Trainer Favre - WELT
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke: Würde FC Bayern zu Leroy Sané gratulieren
Um es gleich mal vorweg zu nehmen: Borussia Dortmund will in der nächsten Saison Meister werden. Hat Hans-Joachim Watzke gesagt, ist nun in der Welt. Die Bild am Sonntag hatte den BVB-Boss zum Interview getroffen, und weil sein Klub allein in dieser Woche 76 Millionen Euro für die höchst interessanten Spieler Hazard, Schulz und Brandt ausgegeben hat und die Transferoffensive wie eine Angriffserklärung an den FC Bayern wirkt, wurde also Watzke nach dem tieferen Sinn gefragt.

Wir wollen Meister werden, antwortete er, aber Bayern ist wie der Mount Everest, wie ein 8000er. Den kannst du versuchen, mal zu bezwingen – und das möchten wir auch. Ich denke sogar, Deutschland braucht das bald mal wieder. Doch wir wissen trotzdem, dass Bayern immer ein 8000er bleibt.

Allerdings sieht der BVB-Boss keinen zwingenden Handlungsbedarf in Sachen wuchtiger Mittelstürmer: Diese Phantom-Diskussion um einen Stoßstürmer ist ein klassischer Reflex. Je mehr Mittelstürmer-Konkurrenz du hast, desto mehr wirst du sehen, dass alle schwächer werden. Warum holt denn Bayern seit Jahren keine Alternative für Lewandowski? Mit Mario Götze und Paco Alcácer habe man ohnehin schon zwei Angreifer und müsse deshalb genau abwägen.

Hans-Joachim Watzke spricht über Pläne und Personalien beim BVB

Für den alpinen Blick nach Bayern hat Watzke in dem Gespräch einen recht interessanten Einblick in die Personalplanungen von Borussia Dortmund gegeben. Vielleicht sollte mit Leroy Sané angefangen werden, den Watzke offenbar nicht von Manchester City loszueisen gedenkt. Denn er sagte, er fände es sehr gut, wenn Bayern Leroy Sané als deutschen Nationalspieler zurückholt, denn das würde die Attraktivität der Liga weiter steigern. Ich bin der Erste, der ihnen gratuliert.

Das werden sie in München gern hören, wo ja gerade Klubpräsident Uli Hoeneß das Interesse am deutschen Nationalspieler bekräftigt hat. Wahrscheinlich werden sie auch aufmerksam vernommen haben, was Watzke über ihren ehemaligen Spieler Mario Mandzukic denkt, der zum Spekulationsobjekt geworden ist.

Verlässt der 33 Jahre alte Angreifer Juventus Turin und wechselt nach Dortmund? Watzke sagte: Diese Phantomdiskussion um einen Stoßstürmer ist ein klassischer Reflex. Je mehr Mittelstürmerkonkurrenz du hast, desto mehr wirst du sehen, dass alle schwächer werden. Warum holt denn Bayern seit Jahren keine Alternative für Lewandowski?.

Auf erneute Mandzukic-Pläne angesprochen, gibt sich Watzke undurchsichtig: Im Fußball ist nie etwas ausgeschlossen. Er spielt aber in Turin. Und so wie ich Mario Mandzukic kenne, ist er ein Stürmer, der so viel Ehrgeiz hat, dass er immer spielen will.

Watzke sagte auch, es müsse nicht über Mandzukic diskutiert werden. Der spiele schließlich in Turin, und so wie er ihn kenne, ist er ein Stürmer, der so viel Ehrgeiz hat, dass er immer spielen will. Was man oft unterschätzt: Wenn man einen kopfballstarken Stoßstürmer hat und nur auf diesen setzt, führt das in der Spielanlage mitunter dazu, dass man sein Spiel simplifiziert. Und wer will das schon, von dem Mehr an Variabilität mal abgesehen? Watzke sagt, dass sie auf dieser Position ja Mario Götze und Paco Alcácer schon hätten und die dann noch weniger Spielzeit bekommen. Das muss man genau abwägen.

Götze war dann auch ein gutes Stichwort, vom Bundestrainer ja trotz toller Saison für die anstehenden EM-Qualifikationsspiele links liegen gelassen. Er hätte es verdient, dass Jogi Löw ihm wieder eine Chance bei der Nationalmannschaft gibt. Auch Julian Weigl wäre bereit, sagte Watzke.

Und in Dortmund haben sie noch einen anderen, keinen für Löw, denn er ist Engländer. Aber einen, der bei allen Trainern Begehrlichkeiten weckt: Jadon Sancho. So großartig wie er spielt, fällt es einigen manchmal schwer, ihn weiter in Dortmund und nicht in London, Madrid oder Barcelona zu verorten. Also, bleibt er in diesem Sommer unverkäuflich, wurde Watzke gefragt. Der sagte, dass Jadon sicher nicht mehr zehn Jahre beim BVB spielt, davon kann man ausgehen. Aber wir haben klare Vereinbarungen, was die Gegenwart angeht. Jadon ist nicht auf dem Markt und spielt nächste Saison garantiert bei Borussia Dortmund.

Das ist doch mal ein Wort, zumal die Bundesliga ja irgendwie auch noch mit den Top-Ligen Europas mithalten will, allen voran nicht vollends sich der Übermacht aus England beugen zu müssen. Doch gerade da macht Watzke wenig Hoffnung. England, sagte er, nimmt jährlich 2,1 Milliarden Euro mehr TV-Gelder ein als wir. Das ist unfassbar, da kommst du kaum noch gegen an. Solange das so bleibt, können wir als Bundesliga-Spitzenteams da nur punktuell zuschlagen. Es wird keine deutsche Dauer-Präsenz an Europas Spitze mehr geben.

Der deutsche Fußball habe aktuell ein Problem im Ausland, weil man uns bis vor einem Jahr eine Art fußballerische Monokultur wie in Frankreich und Italien bescheinigt hat. Das haben wir in dieser Saison durchbrochen und den Fans damit wieder Spaß bereitet. Deshalb spüren wir eine Verpflichtung gegenüber Fußball-Deutschland, ab sofort das klare Ziel zu haben, um die Meisterschaft mitzuspielen. Wann, wenn nicht jetzt?

Watzke sagte, er und der Rest bei Borussia Dortmund hätten in der vergangenen Saison, als es etwa im Januar noch gut um den BVB stand und die Bayern noch hinter dem Tabellenführer mit dem Fernglas gesucht werden mussten, verbal offensiver werden können, vielleicht müssen. Deswegen jetzt noch mal für alle, Dortmunds Trainer Lucien Favre eingeschlossen. Borussia Dortmund will Meister werden.

Der Angriff auf Bundesliga-Krone ist gestartet Mit einer Transfer-Offensive will Borussia Dortmund nächste Saison den Sprung auf den Bundesliga-Thron schaffen. Thorgan Hazard, Julian Brandt und Nico Schulz verstärken den BVB bereits.

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Wir wollen Meister werden, antwortete er, aber Bayern ist wie der Mount Everest, wie ein 8000er. Den kannst du versuchen, mal zu bezwingen – und das möchten wir auch. Ich denke sogar, Deutschland braucht das bald mal wieder. Doch wir wissen trotzdem, dass Bayern immer ein 8000er bleibt.

Für den alpinen Blick nach Bayern hat Watzke in dem Gespräch einen recht interessanten Einblick in die Personalplanungen von Borussia Dortmund gegeben. Vielleicht sollte mit Leroy Sané angefangen werden, den Watzke offenbar nicht von Manchester City loszueisen gedenkt. Denn er sagte, er fände es sehr gut, wenn Bayern Leroy Sané als deutschen Nationalspieler zurückholt, denn das würde die Attraktivität der Liga weiter steigern. Ich bin der Erste, der ihnen gratuliert.

Das werden sie in München gern hören, wo ja gerade Klubpräsident Uli Hoeneß das Interesse am deutschen Nationalspieler bekräftigt hat. Wahrscheinlich werden sie auch aufmerksam vernommen haben, was Watzke über ihren ehemaligen Spieler Mario Mandzukic denkt, der zum Spekulationsobjekt geworden ist.

Verlässt der 33 Jahre alte Angreifer Juventus Turin und wechselt nach Dortmund? Watzke sagte: Diese Phantomdiskussion um einen Stoßstürmer ist ein klassischer Reflex. Je mehr Mittelstürmerkonkurrenz du hast, desto mehr wirst du sehen, dass alle schwächer werden. Warum holt denn Bayern seit Jahren keine Alternative für Lewandowski?.

Watzke sagte auch, es müsse nicht über Mandzukic diskutiert werden. Der spiele schließlich in Turin, und so wie er ihn kenne, ist er ein Stürmer, der so viel Ehrgeiz hat, dass er immer spielen will. Was man oft unterschätzt: Wenn man einen kopfballstarken Stoßstürmer hat und nur auf diesen setzt, führt das in der Spielanlage mitunter dazu, dass man sein Spiel simplifiziert. Und wer will das schon, von dem Mehr an Variabilität mal abgesehen? Watzke sagt, dass sie auf dieser Position ja Mario Götze und Paco Alcácer schon hätten und die dann noch weniger Spielzeit bekommen. Das muss man genau abwägen.

Weil es für den BVB nichts mehr zu gewinnen gibt, drückt Watzke nun Ex-Trainer Klopp die Daumen für das Finale in der Champions League. “Fast eine moralische Verpflichtung”, sagte …er Quelle: AP/Martin Meissner Anzeige Götze war dann auch ein gutes Stichwort, vom Bundestrainer ja trotz toller Saison für die anstehenden EM-Qualifikationsspiele links liegen gelassen. Er hätte es verdient, dass Jogi Löw ihm wieder eine Chance bei der Nationalmannschaft gibt. Auch Julian Weigl wäre bereit, sagte Watzke.

Und in Dortmund haben sie noch einen anderen, keinen für Löw, denn er ist Engländer. Aber einen, der bei allen Trainern Begehrlichkeiten weckt: Jadon Sancho. So großartig wie er spielt, fällt es einigen manchmal schwer, ihn weiter in Dortmund und nicht in London, Madrid oder Barcelona zu verorten. Also, bleibt er in diesem Sommer unverkäuflich, wurde Watzke gefragt. Der sagte, dass Jadon sicher nicht mehr zehn Jahre beim BVB spielt, davon kann man ausgehen. Aber wir haben klare Vereinbarungen, was die Gegenwart angeht. Jadon ist nicht auf dem Markt und spielt nächste Saison garantiert bei Borussia Dortmund.

Das ist doch mal ein Wort, zumal die Bundesliga ja irgendwie auch noch mit den Top-Ligen Europas mithalten will, allen voran nicht vollends sich der Übermacht aus England beugen zu müssen. Doch gerade da macht Watzke wenig Hoffnung. England, sagte er, nimmt jährlich 2,1 Milliarden Euro mehr TV-Gelder ein als wir. Das ist unfassbar, da kommst du kaum noch gegen an. Solange das so bleibt, können wir als Bundesliga-Spitzenteams da nur punktuell zuschlagen. Es wird keine deutsche Dauer-Präsenz an Europas Spitze mehr geben.

Frankfurts Luka Jovic Andere Ligen in Europa passen besser zu mir Der deutsche Fußball habe aktuell ein Problem im Ausland, weil man uns bis vor einem Jahr eine Art fußballerische Monokultur wie in Frankreich und Italien bescheinigt hat. Das haben wir in dieser Saison durchbrochen und den Fans damit wieder Spaß bereitet. Deshalb spüren wir eine Verpflichtung gegenüber Fußball-Deutschland, ab sofort das klare Ziel zu haben, um die Meisterschaft mitzuspielen. Wann, wenn nicht jetzt?

Watzke sagte, er und der Rest bei Borussia Dortmund hätten in der vergangenen Saison, als es etwa im Januar noch gut um den BVB stand und die Bayern noch hinter dem Tabellenführer mit dem Fernglas gesucht werden mussten, verbal offensiver werden können, vielleicht müssen. Deswegen jetzt noch mal für alle, Dortmunds Trainer Lucien Favre eingeschlossen. Borussia Dortmund will Meister werden.

Thorgan Hazard wechselt für rund 25 Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach zu Borussia Dortmund. Der Belgier macht in seinem ersten Interview gleich forsche Ansagen.

In der abgelaufenen Saison ist der BVB knapp gescheitert. Nächstes Jahr will Dortmund Bayern überholen. Hans-Joachim Watzke erklärt wie und bläst zum Angriff.

Die Saison ist gerade einmal abgeschlossen, da hat Borussia Dortmund für die nächste Spielzeit bereits ein klares Ziel ausgegeben. 

“Wir wollen Meister werden”, kündigte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in der Bild am Sonntag an. 2018/19 war der BVB noch knapp hinter Serienmeister FC Bayern gelandet. Bald soll sich das Blatt jedoch wenden.

“Aber Bayern ist wie der Mount Everest. Den kannst du versuchen, mal zu bezwingen – und das möchten wir auch. Ich denke sogar, Deutschland braucht das bald mal wieder”, ergänzte Watzke.

Auch Trainer Lucien Favre, der von einigen Beobachtern bisweilen kritisch gesehen wurde (Watzke: “Wir sind von unserer Linie und von Lucien überzeugt”), geht konform mit den neuen Zielen. “In unserer Saison-Analyse haben wir auch ihn darauf eingeschworen. Es war sehr einfach, weil er es genauso sieht”, erläuterte der BVB-Boss.

“Lucien ist genau der Richtige für den BVB. Im zweiten und dritten Jahr wird sich zeigen, ob wir gemeinsam Titel holen können”, stärkte Watzke seinem Coach den Rücken.

Darüber hinaus gab er zu, in der abgelaufenen Spielzeit in Sachen Kommunikation nicht alles richtig gemacht zu haben: “Nach dem 1:0-Sieg in Leipzig im Januar hätten wir verbal offensiver werden können, vielleicht müssen.”

Daraus habe man bei den Schwarz-Gelben Schlüsse gezogen. “Wenn das nächste Saison krachend schiefgeht, werden alle sagen, dass es am Postulieren des Saisonziels lag. Das sind dann aber die gleichen Nörgler, die aktuell meinen, Dortmund hätte viel früher in der abgelaufenen Saison den Meistertitel als Ziel formulieren müssen”, führte der 59-Jährige weiter aus.

Für die Mission Titel haben Watzke und Sportdirektor Michael Zorc auch schon einiges in die Wege geleitet. Mit Julian Brandt, Thorgan Hazard und Nico Schulz verkündete der BVB in kurzer Zeit drei Neuzugänge.

Watzke erklärte in der Bild am Sonntag die Strategie dahinter: “Wir wollten planen, bevor sich die Preise immer weiter hochschaukeln.”

Die Finanzierung des Trios sei kein Problem gewesen. “Wir haben rund 64 Millionen Euro für Christian Pulisic bekommen und für drei Neuzugänge damit rund zehn Millionen Euro netto investiert – aus eins mach drei”, fügte Watzke hinzu.

Und die bisherigen Transfers waren noch nicht alle. “Wir haben noch Ideen, die sind aber nicht immer leicht umzusetzen”, sagte Watzke.