Mario Mandzukic | Wieder ein Thema bei Borussia Dortmund? - LigaInsider
BVB rüstet weiter auf: Die Kandidaten- und die Streichliste!
Duvan Zapata (28) – Sturm – noch bis 2020 von Sampdoria Genua an Atalanta Bergamo ausgeliehen – Hat in der laufenden Saison bislang 22 Tore erzielt. Dortmund-Vertreter sollen den Angreifer laut italienischen Medien im Spiel bei Juve beobachtet haben. Im Gespräch ist eine Ablösesumme in Höhe von 50 Mio. Euro

Drei Nationalspieler hat Borussia Dortmund bereits verpflichtet, das kann sich sehen lassen. Doch jetzt muss Manager Zorc andere Profis loswerden – denn auch sieben Leihspieler könnten zurückkommen.

Den Spekulationen um Mandzukic folgten Gerüchte um einen weiteren Stoßstürmer aus der Serie A. Wie italienische Medien berichten, haben BVB-Vertreter den Kolumbianer Duvan Zapata von Atalanta Bergamo beobachtet. Als 22-maliger Torschütze hatte der Leihspieler, der noch bei Sampdoria Genua unter Vertrag steht, in dieser Saison maßgeblichen Anteil an der Erfolgsstory des Überraschungsdritten aus Bergamo.

Er sollte allerdings ein Ziel mit gutem Netzempfang wählen, denn mindestens sein Mobiltelefon wird er auch in den kommenden Tagen und Wochen gut gebrauchen können.

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Zu klären ist etwa noch ein neuer Vertrag mit Trainer Lucien Favre – der aktuelle ist bis zum 30. Juni 2020 gültig. Es ist kaum anzunehmen, dass der BVB mit der Gewissheit in die Saison gehen wird, ständig nach einem neuen Vertrag für den Trainer gefragt zu werden. “Wir besprechen das in Ruhe mit ihm”, sagte Zorc dem SPIEGEL.

“An dieser Geschichte ist nichts dran. Mandzukic war schon letztes Jahr eine Never-Ending-Story und wurde falsch interpretiert”, sagte er in seiner Funktion als TV-Experte bei Eurosport. Bereits im vergangenen Sommer war der kroatische WM-Zweite, der 2013 mit dem FC Bayern das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League gewann, als möglicher BVB-Neuzugang gehandelt worden.

Die Sommerpause des BVB hat für Zorc glänzend begonnen, das liegt auch daran, dass es im Winter so gut lief: Am 2. Januar veröffentlichte die Fußballfirma aus dem Ruhrpott an der Börse, dass sie Christian Pulisic für 64 Millionen Euro an den FC Chelsea verkauft, ihn aber für die Rückrunde noch zum Nulltarif ausleihen darf.

In Sachen Schulz ist die Situation noch einfach: Der 26-Jährige ist als Linksverteidiger eingeplant – und soll damit Abhilfe schaffen auf einer Position, mit deren Besetzung Trainer Lucien Favre in der vergangenen Saison überhaupt nicht glücklich war: Marcel Schmelzer, zu Beginn noch Stammspieler, verlor nach einer Verletzung die Gunst des Trainers. Achraf Hakimi war nach vorne zwar eindrucksvoll, patzte aber zu oft und verletzte sich gegen Saisonende. Abdou Diallo, der schließlich auf der linken Abwehrseite gesetzt war, fehlte es an Wucht im Offensivspiel – und auch defensiv war er nicht immer sattelfest. Nun also Schulz.

“Durch diesen Transfer hatten wir schon früh eine sehr hohe Planungssicherheit”, sagte Zorc. Für Brandt, der von Bayer Leverkusen kommen wird, Hazard ( Borussia Mönchengladbach) und Schulz (TSG Hoffenheim) zahlt der BVB zusammengerechnet etwa 15 Millionen Euro mehr, als er für Pulisic einnahm.

Gut möglich auch, dass Favre angesichts der geballten Offensivpower umstellt auf das 4-3-3, das er zu Saisonbeginn und in einigen Partien der Rückrunde praktizieren ließ – vor allem gegen defensive Gegner. Dann wäre Witsel alleiniger Sechser und Delaney seinen Stammplatz wohl los. Hinter dem Stürmer, der vermutlich Mario Götze und vielleicht auch Paco Alcácer hieße, könnten sich dann Reus und Brandt zentral austoben, flankiert von Jadon Sancho und Thorgan Hazard – und neben Bruun Larsen hätte Favre auch noch Mahmoud Dahoud für die zentralen Positionen in der Hinterhand.

Allerdings zahlten die Dortmunder im Laufe der Saison auch schon 23 Millionen Euro für Paco Alcácer, der zunächst nur vom FC Barcelona ausgeliehen war, und 15 Millionen für den argentinischen Innenverteidiger Leonardo Balerdi, der in der Bundesliga noch ohne Einsatz blieb.

Drei Spieler für rund 75 Millionen Euro – Borussia Dortmund hat gleich zu Beginnd er Transferperiode mächtig geklotzt. In Nico Schulz, Julian Brandt und Thorgan Hazard kommen zwei deutsche und ein belgischer Nationalspieler, gerade die Offensive wird noch einmal deutlich verstärkt. Für Trainer Lucien Favre bedeutet dies: Er hat künftig die Qual der Wahl – zwischen einzelnen Spielern und zwischen unterschiedlichen Systemen.

BVB-Gerücht: Klappt es zwischen Borussia Dortmund und Duván Zapata im zweiten Anlauf?

Am 3. Juli wird der BVB das Training wieder aufnehmen. Schon sechs Wochen vorher ist bei den Zugängen vieles erledigt. Mit diesem Wissen formulierten die Dortmunder auch ihr Saisonziel schon früh. “Es ist an der Zeit, etwas ambitionierter aufzutreten”, sagte Hans-Joachim Watzke an dem Tag, an dem er unter anderen mit Zorc und dem Trainer die abgelaufene Spielzeit und die Zukunft besprach.

Michael Zorc und der BVB haben starke Arbeit auf dem Transfermarkt abgeliefert. Innerhalb von zwei Tagen verkündete der Klub die Transfers von Nico Schulz (TSG Hoffenheim), Julian Brandt (Bayer Leverkusen) und Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach).

“Wir werden mit der klaren Maßgabe in die neue Saison gehen, dass wir wieder versuchen werden, um die deutsche Meisterschaft mitzuspielen”, sagte Watzke. Selbst bei neun Punkten Vorsprung hatte der BVB die Ansprüche im vergangenen Winter deutlich defensiver ausgedrückt.

Durch die Transfers ist Dortmund besonders in der Offensive noch breiter aufgestellt. Auf Lucien Favre wird einiges an Arbeit zukommen, um alle Leistungsträger bei Laune zu halten.

Michael Zorc hält den Strategiewechsel für konsequent: “Was sollen wir denn sagen? Dass wir wieder Zweiter werden wollen?” Der Sportdirektor habe das Gefühl, dass “auch die Mannschaft das will.” Also zum einen Meister werden, zum anderen dieses Ziel auch klar zu formulieren.

Borussia Dortmund verstärkt sich mit Thorgan Hazard, Julian Brandt und Nico Schulz. Doch wo sollen alle spielen? Der BVB-Kader im Check.

Der Kader sieht so aus, als könne er wieder mehr als 70 Punkte einspielen. Vor allem auf der Position des Linksverteidigers dürfte sich der BVB mit Schulz verstärkt haben. Abdou Diallo, der nach einer kleinen Operation laut Zorc “zum ersten Trainingstag wieder dabei sein wird”, und Raphaël Guerreiro waren dort nicht optimal eingesetzt.

Die Vertragssituation des Angreifers könnte die Situation zudem erschweren. Im Sommer 2018 lieh Atalanta Zapata für 14 Millionen Euro bis zum Ende der Saison 2019/20 von Sampdoria Genua und sicherte sich eine Kaufoption in Höhe von zwölf Millionen Euro. Es gilt als wahrscheinlich, dass Atalanta die Summer überweist, der Klub aus Bergamo kann sich aber wohl vorstellen, Zapata anschließend zu verkaufen. Eine Ablöse von satten 50 Millionen Euro steht im Raum. Zuviel für den BVB?

Marcel Schmelzer spielte unter Favre keine Rolle mehr. Die sportliche Situation des Fanlieblings ist nach Schulz Verpflichtung noch schlechter geworden, zumal Achraf Hakimi nach einem Mittelfußbruch zur neuen Saison wieder einsatzbereit sein dürfte. “Wir planen mit Marcel Schmelzer”, sagte Zorc. Ob Schmelzer auch mit dem BVB plant, ist offen. Der langjährige Kapitän schweigt öffentlich seit Monaten.

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Angenommen, der 19 Jahre alte Rechtsverteidiger Mateu Morey, dessen Verpflichtung von einigen Medien schon als perfekt gemeldet wurde, käme ablösefrei vom FC Barcelona, wären zur neuen Saison 29 Spieler im Kader des BVB mit mehr oder minder guten Einsatzchancen. Hinzu kommen zwei Spieler der U19, die Profiverträge erhielten.

Und dann sind da noch die sieben Spieler, die bis zum 30. Juni ausgeliehen sind: Weder André Schürrle ( FC Fulham) noch Jeremy Toljan (Celtic Glasgow), Shinji Kagawa (Besiktas), Sebastian Rode ( Eintracht Frankfurt), Felix Passlack (Norwich City), Dženis Burni ( Dynamo Dresden) und Alexander Isak (Willem II Tilburg) haben eine Perspektive bei der Borussia. Zorc wird viel telefonieren müssen, um die Profis bei anderen Vereinen unterzubekommen.

An den fachlichen Qualitäten des Mannes aus Saint-Barthélemy in der Schweiz, der vom Typ her eher Professor als Pädagoge ist, gibt es wenig Zweifel. Favre hat Borussia Dortmund einen klar erkennbaren fußballerischen Anstrich verpasst. Er liebt es, seine Mannschaft bis ins kleinste Detail vorzubereiten. Er steht mit dem Gedanken an Fußball auf und geht abends mit den Gedanken an Fußball ins Bett, sagt sein Berater Reza Fazeli. Eventualitäten auszuschließen oder zumindest bestmöglich auf sie vorbereitet zu sein, das sieht er als wichtigen Teil seiner Aufgabe an.

Auch andere Spieler könnten den Verein noch verlassen. Gerüchteweise werden Julian Weigl, Guerreiro, Maximilian Philipp und Ömer Toprak mit Wechseln in Verbindung gebracht. “Es kann sein, dass auf der Abgabenseite etwas passiert”, sagte Zorc über die Gruppe, die auch ohne die zurückkehrenden Leihspieler schon groß ist.

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Ob es weitere Zugänge geben könnte, ist offen. Dass Matthias Sammer als externer Berater den kroatischen Stürmer Mario Mandzukic empfohlen habe, um einen körperlich sehr robusten Mittelstürmer als weitere Option zu haben, dementierte der ehemalige Spieler und Trainer des BVB selbst.

Doch in seiner ersten Saison ist Favre auch an Grenzen gestoßen. Die Zweifel, dass er seine Mannschaften auch auf einer anderen Ebene als der fachlich-analytischen motivieren kann, erhielten Nahrung, als im Titel-Endspurt die Nerven blank lagen. Die Spieler nicht nur mit dem taktischen Rüstzeug auszustatten, sondern sie auch emotional zu packen, kann ein paar Extra-Prozent herauskitzeln. Nicht wenige vermissten in der nervlich hoch fordernden Endphase daher an der Linie einen Motivator a la Jürgen Klopp oder Thomas Tuchel.

Duván Zapata, ein Kolumbianer von Atalanta Bergamo, soll ein Kandidat sein. “Ich habe keine Lust, solche Meldungen ständig zu kommentieren. Das wird immer schlimmer, und das fängt ja jetzt gerade erstmal richtig an in der Sommerpause”, sagte Zorc SPIEGEL ONLINE. Er wird trotzdem angerufen werden.

Laut Medienberichten denkt der BVB über einen Kauf von Mario Mandzukic nach. Demnach soll der ehemalige BVB-Profi und -Trainer Matthias Sammer der Klubführung eine Verpflichtung des 33 Jahre alten Stürmers von Juventus Turin empfohlen haben. Doch der mittlerweile beim Revierklub als externer Berater tätige Sammer dementierte umgehend.