Dortmunder Schüler wollten Lehrer töten - WDR Nachrichten
Dortmund – Schüler wollten Lehrer mit einem Hammer töten
Video starten, abbrechen mit Escape Dortmunder Schüler wollten Lehrer töten. 01:44 Min.. Von Franz Altrogge.

Drei Schüler einer Gesamtschule in Dortmund-Dorstfeld sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dortmund versucht haben, einen Lehrer zu töten. Die 16, 17 und 18 Jahre alten Beschuldigten sollen versucht haben den Lehrer in einen Hinterhalt zu locken, um ihn dort zu töten. Bekannt wurde der Fall bei einem Elternsprechtag. Die Schule informierte daraufhin am Montag (13.05.2019) die Polizei.

Dortmund (dpa). Aus Unzufriedenheit über schlechte Noten sollen Schüler in Dortmund einen Lehrer in einen Hinterhalt gelockt haben, um ihn zu töten. Ihr Ziel – den Pädagogen mit Hammerschlägen umzubringen – setzten sie schließlich nicht in die Tat um, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund am Dienstag sagte. Hauptbeschuldigter ist den Ermittlern zufolge ein 16-jähriger Schüler des Chemie- und Deutschlehrers. Mit der Benotung durch den Oberstufenlehrer sei er so unzufrieden gewesen, dass er mehrfach mit dem Mann in Streit geraten sei. „Er fühlte sich so ungerecht behandelt, dass er den Lehrer loswerden wollte”, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Felix Giesenregen. Der Jugendliche soll dann einen 17-jährigen Schulkameraden und einen 18-jährigen Bekannten angestiftet haben, ihm zu helfen, den Lehrer zu töten. Während der 16-jährige die Vorwürfe bestreitet, haben die anderen beiden laut Staatsanwaltschaft gestanden. Im Garagenhof mit Hammerschlägen töten Der Plan soll den Ermittlern zufolge vorgesehen haben, den Lehrer in einen in Schulnähe gelegenen Garagenhof zu locken und ihn dort mit Hammerschlägen zu töten. Am vergangenen Donnerstag soll dann der 17-Jährige dazu in dem Hof einen Kreislaufkollaps vorgetäuscht haben. Die beiden Komplizen sollen den Lehrer an der Schule abgefangen und ihn in den Hinterhalt gelockt haben. Der 16-Jährige und der 18-Jährige sollen Hämmer dabei gehabt haben – die aber nicht zum Einsatz kamen. Nun ermittelt die Polizei wegen Verabredung zu einer Straftat. Beim Elternsprechtag aufgeflogen Der Lehrer war den Schülern gefolgt, hatte dann einen Rettungswagen verständigt und war auf die Hauptstraße zurückgekehrt. Was die Jugendlichen davon abhielt, ihren mutmaßlich Plan umzusetzen sei unklar. „Der Lehrer hatte ein komisches Gefühl bei der Sache”, sagte Giesenregen. Der Mann habe den Teenagern nicht den Rücken zugedreht. Erst wenige Tage nach dem Vorfall sei das Komplott dann an einem Elternsprechtag durch den Hinweis eines Mitschülers aufgeflogen. “Im Rahmen eines Elternsprechtags hat sich eine Mutter an den betreffenden Lehrer gewandt. Sie berichtete, dass sich ihr Sohn ihr offenbart hatte, dass es zu so einer Tat kommen sollte”, sagte der Dortmunder Staatsanwalt Felix Giesenregen Die Schule schaltete die Polizei ein. Bei ihren noch andauernden Ermittlungen sucht sie insbesondere nach einem Spaziergänger, der den Vorfall möglicherweise beobachtet hat.

Dortmund: Schüler wollten Lehrer mit Hammer erschlagen

Audio starten, abbrechen mit Escape Dortmunder Schüler wollten Lehrer töten WDR Studios NRW. 14.05.2019. 00:54 Min.. WDR Online.

Es scheint nicht viel gefehlt zu haben für ein schreckliches Verbrechen. Weil ein Schüler sich ungerecht behandelt fühlte, soll er beschlossen haben, einen Lehrer zu töten.

Schüler lockten ihren Lehrer in Hinterhalt und wollten ihn töten

“Im Rahmen eines Elternsprechtags hat sich eine Mutter an den betreffenden Lehrer gewandt. Sie berichtete, dass sich ihr Sohn ihr offenbart hatte, dass es zu so einer Tat kommen sollte”, sagte der Dortmunder Staatsanwalt Felix Giesenregen dem WDR.

Der mutmaßliche Haupttäter soll sich von dem Lehrer ungerecht behandelt gefühlt haben. Er drohte sitzen zu bleiben. So soll der Plan entstanden sein, den Lehrer umzubringen.

Dafür sollen die drei Jugendlichen am vergangenen Donnerstag (09.05.2019) einen medizinischen Notfall vorgetäuscht haben. Demnach fingen zwei von ihnen den Lehrer an der Schule ab und erzählten ihm, dass ein Schüler auf dem Garagenhof einen Kreislaufkollaps habe.

Der Lehrer folgte den Schülern, verständigte dann aber einen Rettungswagen und kehrte auf die Hauptstraße zurück. “Der Lehrer hatte ein komisches Gefühl bei der Sache”, sagte der Dortmunder Staatsanwalt Felix Giesenregen. Der Mann habe den Teenagern die ganze Zeit nicht den Rücken zugedreht.

Zwei der Jugendlichen sollen gestanden haben, dass sie den Lehrer mit einem Hammer töten wollten. Was die drei davon abhielt, ihren Plan umzusetzen, sei unklar, sagte die Staatsanwaltschaft. Zwei hatten einen Hammer dabei. Auch bei dem dritten Jugendlichen wurde später ein solches Werkzeug gefunden.

Keiner der drei Tatverdächtigen war je bei der Polizei auffällig geworden. Sie wurden zunächst aus der Haft entlassen. Fluchtgefahr sieht die Staatsanwaltschaft nicht. Eine Anklage wegen versuchten Mordes sei wahrscheinlich.

Die Polizei sucht nun nach einem Mann, der an dem Donnerstag (09.05.2019) an dem Lehrerparkplatz der Schule gegen 14 Uhr mit seinem Hund spazieren gegangen ist. Möglicherweise hat er etwas von dem Geschehen gesehen.

Dortmund – Die Noten waren schlecht, die Versetzung gefährdet: Da soll ein Schüler (16) beschlossen haben, dass sein Deutschlehrer (51) sterben muss!

Unfassbar: Polizei und Staatsanwaltschaft in Dortmund ermitteln wegen eines Mordkomplotts von drei Schülern der Martin-Luther-King-Gesamtschule (780 Schüler). Haupttäter Serkan wollte sich offenbar rächen, gewann zwei Mitschüler (17, 18) als Komplizen.Den Ermittlungen zufolge lockte das Trio den Lehrer am Donnerstag um 14 Uhr in einen Hinterhalt. Einer der drei Schüler täuschte in einer Raucherecke neben dem Lehrerparkplatz einen Kreislauf-Kollaps vor. Die anderen riefen den Lehrer zur Hilfe. Sie hatten sich angeblich mit Hämmern bewaffnet, um dem Pädagogen bei günstiger Gelegenheit den Kopf einzuschlagen!

Staatsanwalt Felix Giesenregen (33) zu BILD: Der Lehrer merkte aber wohl, dass etwas nicht stimmt und wandte den Schülern bewusst nicht den Rücken zu. Stattdessen rief er einen Krankenwagen.Zwei Tage später erfuhr der Lehrer beim Elternsprechtag von einem anderen Schüler, dass Serkan seinen Tod plane. Die Polizei setzte eine Mordkommission ein. Montag Festnahmen, Durchsuchungen, Vernehmungen. Der Vorwurf: Verabredung zu einem Verbrechen. Die beiden älteren Schüler haben bereits gestanden.

Anschließend kamen die drei Jungen zunächst wieder frei. Die Schule war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht mehr zu erreichen. Der betroffene Lehrer wollte sich gegenüber BILD nicht zu dem Vorfall äußern.Die Polizei sucht noch dringend einen Spaziergänger, der mit seinem Hund am Hinterhalt vorbei ging.Der Zeuge wird gebeten sich bei der Kriminalwache der Dortmunder Polizei unter 0231 – 132 7441 zu melden.