Zeuge gesucht: Dortmunder Schüler wollten Lehrer töten - WR
Dortmund – Schüler wollten Lehrer mit einem Hammer töten
Video starten, abbrechen mit Escape Dortmunder Schüler wollten Lehrer töten. 01:44 Min.. Von Franz Altrogge.

Drei Schüler einer Gesamtschule in Dortmund-Dorstfeld sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dortmund versucht haben, einen Lehrer in einen Hinterhalt zu locken, um ihn dort zu töten. Bekannt wurde der Fall im Rahmen eines Elternsprechtages. Die Schule informierte daraufhin am Montag (13.05.2019) die Polizei.

Am Donnerstag vergangener Woche soll dazu der 17-jährige einen Kreislaufkollaps auf einem Garagenhof in Schulnähe vorgetäuscht haben. Die anderen beiden sollen den Lehrer abgefangen und in den Hof gelockt haben. Der Lehrer – gewarnt durch ein “komisches Gefühl bei der Sache”, so der Staatsanwalt – sei ihnen gefolgt, habe sich aber vorsichtig verhalten. 

Audio starten, abbrechen mit Escape Dortmunder Schüler wollten Lehrer töten WDR Studios NRW. 14.05.2019. 00:54 Min.. WDR Online.

Dortmund: Schüler will Lehrer mit Hammerschlägen umbringen

Einer der Schüler fühlte sich von dem Lehrer offenbar ungerecht behandelt. Er drohte sitzen zu bleiben. So soll der Plan entstanden sein, den Lehrer umzubringen.

 Die mitgebrachten Hämmer seien nicht zum Einsatz gekommen. Am Wochenende sei das mutmaßliche Komplott nach dem Hinweis eines Mitschülers ans Tageslicht gekommen. Nun ermittelt die Polizei wegen Verabredung zu einer Straftat.

Dafür sollen die drei Jugendlichen am vergangenen Donnerstag einen medizinischen Notfall vorgetäuscht haben. Demnach fingen zwei von ihnen den Lehrer an der Schule ab und erzählten ihm, dass ein Schüler auf dem Garagenhof einen Kreislaufkollaps habe.

Der Lehrer folgte den Schülern, verständigte dann aber einen Rettungswagen und kehrte auf die Hauptstraße zurück. “Der Lehrer hatte ein komisches Gefühl bei der Sache”, sagte der Dortmunder Staatsanwalt Felix Giesenregen. Der Mann habe den Teenagern die ganze Zeit nicht den Rücken zugedreht.

Zwei der Jugendlichen sollen gestanden haben, dass sie den Lehrer mit einem Hammer töten wollten. Was die drei davon abhielt, ihren Plan umzusetzen, sei unklar, sagte die Staatsanwaltschaft. Zwei hatten einen Hammer dabei. Auch bei dem dritten Jugendlichen wurde später ein solches Werkzeug gefunden.

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Die Polizei sucht nun nach einem Mann, der an dem Donnerstag an dem Lehrerparkplatz der Schule gegen 14 Uhr mit seinem Hund spazieren gegangen ist. Möglicherweise hat er etwas von dem Geschehen gesehen.

Wegen schlechter Noten planten Schüler in NRW offenbar einen brutalen Mord an einem Lehrer. Nur dessen Intuition verhinderte wohl das geplante Verbrechen.

Dortmund – Es klingt unfassbar: Schüler einer Dortmunder Schule haben einen Lehrer in einen Hinterhalt gelockt, um ihn zu töten. Den Mann rettete offenbar sein Bauchgefühl.

Hauptbeschuldigter ist den Ermittlern zufolge ein Schüler des Chemie- und Deutschlehrers: Serkan (16) sei mit der Benotung durch den Oberstufenlehrer der Martin-Luther-King-Gesamtschule (780 Schüler, Anti-Mobbing-Projekte) so unzufrieden gewesen, dass er mehrfach mit dem Mann in Streit geraten sei.

Er fühlte sich so ungerecht behandelt, dass er den Lehrer loswerden wollte, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Felix Giesenregen (33). Der Jugendliche soll einen Schulkameraden (17) und einen Bekannten (18) angestiftet haben, ihm zu helfen, den Lehrer zu töten.

Am Donnerstag vergangener Woche soll dazu der 17-Jährige einen Kreislaufkollaps auf einem Garagenhof in Schulnähe vorgetäuscht haben. Die anderen beiden sollen den Lehrer abgefangen und in den Hof gelockt haben.

Der Lehrer – gewarnt durch ein komisches Gefühl bei der Sache, so der Staatsanwalt – folgte den Schülern, verhielt sich aber vorsichtig. Giesenregen zu BILD: Er merkte wohl, dass etwas nicht stimmt und wandte ihnen bewusst nicht den Rücken zu. Stattdessen rief er einen Krankenwagen.

Die mitgebrachten Hämmer kamen glücklicherweise nicht zum Einsatz. Die Schüler setzten ihr mutmaßliches Ziel, den Pädagogen mit Hammerschlägen umzubringen, nicht in die Tat um, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund am Dienstag sagte.

Zwei Tage später erfuhr der Pädagoge (Vertrauenslehrer der Oberstufe) beim Elternsprechtag von einem anderen Schüler, dass Serkan wohl seinen Tod plante. Die Polizei setzte eine Mordkommission ein. Montag Festnahmen, Durchsuchungen, Verhöre.