Borussia Dortmund: BVB mit Bundesliga-Rekord im Kampf um Meisterschaft - Derwesten.de
Bundesliga – BVB-Boss Watzke: “Der FC Bayern kann alles verlieren”
Borussia Dortmund kann dem FC Bayern München die Meisterschaft am letzten Spieltag verderben. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke glaubt, dass der FCB mehr zu verlieren hat als die Borussen. (Quelle: Omnisport)

Hans-Joachim Watzke: Der BVB-Boss ist stolz darauf, der Bundesliga ein spannendes Saisonfinale mit der Entscheidung am letzten Spieltag zu bieten. (Quelle: Omnisport)

Weil sich im DFB-Pokal-Finale mit Bayern und Leipzig zwei sichere Champions-League-Starter gegenüberstehen, reicht in dieser Saison auch der siebte Platz für die Europa-League-Qualifikation. Während Gladbach und Leverkusen nicht mehr aus den Top Sieben fallen können, hoffen und bangen Frankfurt, Wolfsburg, Hoffenheim (51, +20) und Bremen (50, +8) noch. Die Eintracht wäre mit einem Punkt in München auf der sicheren Seite, Wolfsburg mit einem Sieg gegen Augsburg. Die TSG braucht – einen Sieg in Mainz vorausgesetzt – entweder eine Frankfurter Niederlage oder maximal ein Wolfsburger Remis, Werder muss nicht nur gegen Leipzig gewinnen, sondern auch auf sieglose Auftritte sowohl von Wolfsburg als auch von Hoffenheim hoffen.

Der Bundesliga steht ein dramatisches Finale um den Meistertitel bevor. Die BVB-Verantwortlichen schlagen forsche Töne an – doch nicht alle Spieler teilen diese Überzeugung.

Die vier offenen Fragen vor dem letzten Spieltag

Hans-Joachim Watzke schaltete nach dem erzwungenen Titel-Showdown in den Angriffsmodus. “Wir hatten brutalen Druck. Der Druck wandert jetzt weiter Richtung Süden. Die Bayern können alles verlieren, wir können jetzt nur noch gewinnen”, sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund nach dem 3:2 (1:0)-Zittersieg gegen Fortuna Düsseldorf.

Erstmals seit zehn Jahren fällt die Titel-Entscheidung erst am 34. Spieltag. Borussia Dortmund kann den FC Bayern bei einem Auswärtssieg in Mönchengladbach noch abfangen, sollte der Rekordmeister in München gleichzeitig gegen Eintracht Frankfurt verlieren. Angesichts der um 17 Treffer besseren Tordifferenz der Bayern bleibt dies das letzte realistische Aufholszenario. Der Spitzenreiter macht sich keine Sorgen: “Sollen wir Angst haben, dass wir zu Hause gegen Frankfurt verlieren?”, fragte Präsident Uli Hoeneß im Gespräch mit dem kicker.

FC Bayern München: Hasan Salihamidzic fordert im Sportstudio die Meisterschaft

Angesichts von nur noch zwei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München ist die Überzeugung beim BVB endgültig zurückgekehrt. “Wir glauben noch fest daran. Aber dafür müssen die Bayern Federn lassen”, sagte Lizenzspieler-Abteilungsleiter Sebastian Kehl.

Öfter als dreimal wurde bisher nur Gerd Müller Torschützenkönig (7), jetzt steht Robert Lewandowski kurz vor seinem vierten Titel nach 2013/14 (20 Tore für den BVB), 2015/16 (30) und 2017/18 (29, jeweils mit Bayern). Obwohl er in den letzten fünf Spielen nur einmal traf, hat der Bayern-Torjäger vor den letzten 90 Minuten der Saison 22 Treffer auf dem Konto, vier mehr als der Dortmunder Paco Alcacer, fünf mehr als Frankfurts Luka Jovic. Diesem steht Lewandowski am Samstag auf dem Rasen direkt gegenüber.

Um doch noch die neunte deutsche Meisterschaft bejubeln zu können, müssen die Schwarz-Gelben am letzten Spieltag bei Borussia Mönchengladbach gewinnen und gleichzeitig auf eine Bayern-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt hoffen. Daher teilte nicht jeder Spieler den Optimismus der Vorgesetzten. “Es ist nicht mehr in unseren Händen. Ich sehe die Chance ganz klein”, sagte Thomas Delaney.

Borussia Dortmunds Boss Hans-Joachim Watzke: “Die Bayern können alles verlieren, wir alles gewinnen”

Aber sie ist noch da. “Wir haben der Bundesliga ein Finale am letzten Spieltag beschert. Das tut der Liga gut und macht uns stolz”, sagte Watzke, der das Spiel der Bayern in Leipzig auf einem Bildschirm an seinem Platz im Signal-Iduna-Park verfolgte. “Wir haben es allerdings so spannend gemacht, dass ich nicht viel Zeit hatte, um auf den Bildschirm zu schauen”, fügte Watzke an.

Es ist eine gewisse Tragik, dass die Zweifel überwiegen, gegen Ende einer Saison, in der die Dortmunder bereits mehr erreicht haben, als ihnen zugetraut worden war. Doch sie sind nur schwer zu verdrängen, denn auch gegen die Düsseldorfer traten wieder die Sollbruchstellen des BVB zutage. Wir sind nicht die sicherste Mannschaft, wenn wir in Führung liegen, sagte Thomas Delaney nach dem Zittersieg, der sogar in der Nachspielzeit gegen zehn Fortunen noch in Gefahr geriet. Gegen Ende habe sogar Chaos geherrscht, so der Däne: Wir haben nach der Saison an vielen Dingen zu arbeiten.

Der BVB machte es nach den Toren von Christian Pulisic (41.), Delaney (53.) und Mario Götze (90.+2) sowie der Roten Karte gegen Adam Bodzek (82./grobes Foulspiel) unnötig packend. Nach dem Anschlusstreffer von Dawid Kownacki (90.+5) hatten die tapfer kämpfenden Düsseldorfer noch zwei Chancen zum Ausgleich.

Es ist eine gewisse Tragik, dass die Zweifel überwiegen, gegen Ende einer Saison, in der die Dortmunder bereits mehr erreicht haben, als ihnen zugetraut worden war. Doch sie sind nur schwer zu verdrängen, denn auch gegen die Düsseldorfer traten wieder die Sollbruchstellen des BVB zutage. Wir sind nicht die sicherste Mannschaft, wenn wir in Führung liegen, sagte Thomas Delaney nach dem Zittersieg, der sogar in der Nachspielzeit gegen zehn Fortunen noch in Gefahr geriet. Gegen Ende habe sogar Chaos geherrscht, so der Däne: Wir haben nach der Saison an vielen Dingen zu arbeiten.

“Wir müssen es am Ende besser beherrschen und ruhiger bleiben”, kritisierte Trainer Lucien Favre, der am 34. Spieltag ausgerechnet bei seiner alten Liebe in Mönchengladbach zum Meistermacher werden kann. “Wir müssen alles dafür tun, dass wir in Gladbach gewinnen”, sagte der Schweizer.

Es ist ein taktisches Manöver, das Watzke bewusst platziert hat, um die Aufmerksamkeit von der Anfälligkeit der Mannschaft gegen Ende einer intensiven und lange herausragenden Saison zu lenken. In Gladbach geht es unabhängig von der Vergabe der Schale auch darum, welcher Gesamteindruck am Ende der Saison haften bleibt. Der BVB hat entscheidend dazu beigetragen, der Bundesliga erstmals nach neun Jahren wieder ein Finale am letzten Spieltag zu bescheren, so Watzke: Darauf sind wir auch ein bisschen stolz.

Die Fans auf der bebenden Südtribüne sangen nach dem erlösenden Schlusspfiff von Schiedsrichter Tobias Stieler jedenfalls lautstark von der deutschen Meisterschaft, den erschöpften Spielern merkte man den hohen Kräfteverschleiß am Saisonende aber an. Eine wilde Party vor dem feiernden Anhang gab es nicht – diese soll dann am nächsten Samstag steigen. “Es ist eine besondere Situation. Wir müssen das Spiel losgelöst von allem sehen”, sagte Götze und sprach von einer “großen Herausforderung, die uns noch einmal alle Körner rauben wird”.

Kommentar: Immerhin, es kribbelt im Bundesliga-Finale

Fast wäre es dazu gar nicht gekommen. Zunächst profitierte Fortunas Kapitän Oliver Fink bei seinem Ausgleich (47.) von einem dicken Patzer von Torhüter Marwin Hitz, der den verletzten Roman Bürki (muskuläre Probleme) vertrat. Dann setzte Dodi Lukebakio beim Stand von 1:2 einen von Hitz an ihm verschuldeten Foulelfmeter neben den Pfosten (59.).

Dortmunder Innenstadt Anti-Nazi-Plakate mit BVB-Spielern – Klub weiß von nichts Die nüchterne Beschreibung des Zustandes durch einen Fußballlehrer. Favre ist niemand, der die Realität einfach beiseiteschieben kann und will. Natürlich sei der Druck zu spüren gewesen, unbedingt gewinnen zu müssen. Das müssen wir beherrschen, so Favre. Die Betonung liegt auf müssen. Die Borussen, die zur Winterpause noch sechs Punkte Vorsprung auf die Bayern hatten, zwingen sich, an ihre Chance zu glauben.

Nach dem glücklichen Erfolg fiebern jetzt alle dem ersten Titel-Showdown am letzten Spieltag seit neun Jahren entgegen. “Die Vergangenheit”, betonte Götze, “zählt jetzt nicht mehr. Wir hauen noch einmal alles raus. Es kann alles passieren”. Eine Kampfansage, die auch Watzke gut gefiel.

Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge: “Die Mannschaft hat ein großartiges Spiel abgeliefert. Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein, aber der verschlechtert nicht unsere Situation. Wenn wir so gegen Frankfurt spielen, haben wir gute Chancen. Man hat gesehen, dass die Mannschaft gewinnen will. Der Spirit war großartig.” Noch siegesgewisser ist Präsident Uli Hoeneß. “Wenn die Mannschaft so spielt wie heute, werden wir kein Problem kriegen”, sagte er: “Ich werde wunderbar schlafen, weil ich weiß, dass, wenn sie so kämpfen und sich so reinhängen wie heute, sind wir am Samstag Deutscher Meister.”

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Was den Bayern indes Mut machen dürfte, ist vor allem ihre Heimstärke, denn die letzten zehn wurde alle gewonnen. Auch aus dem torlosen Remis schöpfen die Bayern Kraft. Die Zahlen: 61 Prozent Spielanteile, 13:10 Torschüsse, 6:1 Ecken. Dazu das hauchdünne Abseitstor von Leon Goretzka (50.), nach welchem die angefertigten Meister-Shirt gedanklich schon ausgepackt waren. Allerdings zog Schiedsrichter Manuel Gräfe das Tor aufgrund des Videobeweises wieder zurück und die Bayern hatten den 29. Meistertitel nur für zwei Minuten gesichert.

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Thomas Müller wirkte hingegen weniger euphorisch. Eher vorsichtig zurückhaltend. Der Ur-Bayer sah aber, wie Rummenigge, auch ein starkes Spiel seiner Bayern und sagte: “So eine Situation hatten wir noch nicht, aber im Winter hätten wir die Situation sofort unterschrieben, dass wir mit einem Heimsieg gegen Frankfurt alles klarmachen können.” Sein Fazit: “Wir müssen die gleiche Kultur und Spielkultur an den Tag legen. Dann werden wir die Meisterschaft holen.”

Vor dem Herzschlagfinale um die Meisterschale am kommenden Wochenende wird es giftig: Zwischen den Chefetagen der Bayern und der Dortmunder ist jetzt verbales Säbelrasseln angesagt.

“Die Spannung hätten wir uns gerne erspart”, erklärte Niklas Süle zwar. Der Innenverteidiger machte aber auch deutlich: “Wir haben immer noch alles in der eigenen Hand und wollen nächste Woche vor den eigenen Fans die Meisterschaft holen. Wenn wir es schaffen sollten, wovon ich ganz klar ausgehe und so optimistisch bin ich, dann wird es eine schöne Party.”

München – Zum ersten Mal seit zehn Jahren entscheidet sich die deutsche Meisterschaft am letzten Spieltag. Grund genug für die Dortmunder und Münchner Titelaspiranten, die Schmusebeziehung aus den vergangenen Jahren aufzukündigen und wieder die guten, alten Giftpfeile aus dem Keller zu holen. Kaum war nach dem 0:0 der Bayern in Leipzig und dem 3:2 der Borussia gegen Düsseldorf klar, dass es kommendes Wochenende zu einem Herzschlagfinale um die Meisterschale kommt, schossen sich BVB-Boss Hans-Joachim Watzke und FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic warm. Wie früher gehört der Psychokrieg scheinbar auch dieses Jahr wieder zum Titelduell dazu. Das Gift-Finale um die Schale!

Die Bayern werden zudem wissen, dass das alles entscheidende letzte Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt kein Zuckerschlecken wird. Grund: Die Hessen kämpfen noch um die Champions League und werden ihrem Ex-Trainer nichts schenken wollen. Allerdings muss Dortmund auch erstmal das schwere Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach siegreich gestalten.

„Wir haben der Bundesliga ein Finale am letzten Spieltag beschert. Das tut der Liga gut und macht uns stolz“, so Watzke am Samstag. Und weiter: „Wir hatten brutalen Druck. Der Druck wandert jetzt weiter Richtung Süden. Bayern kann alles verlieren, wir können alles gewinnen.“ Sätze, die Salihamidzic nicht auf sich sitzen lassen wollte. Im Sportstudio konterte der Bosnier: „Alles können die nicht gewinnen. Sie können nur die Meisterschaft gewinnen, im Pokal sind sie ja schon raus.“ Zu einem Jubelfoto des BVB aus der Kabine fügte Brazzo an: „Am Ende wird abgerechnet. Mal sehen, wer nächste Woche die Fotos aus der Kabine twittert.“

Dortmund gegen Düsseldorf. Der BVB hatte wirklich alles versucht, um sich vorzeitig den Vizemeistertitel zu sichern, es half nur nichts: Sie können immer noch Meister werden. Christian Pulisic traf zunächst in seinem letzten Heimspiel für den BVB, vorher hatte er nach seiner Verabschiedung geweint. Er geht zu Chelsea. Nach der Pause hatte Dortmunds zweiter Torhüter, Marwin Hitz, einen Aussetzer und patschte sich einen harmlosen Schuss ins Tor. Ausgleich. Delaney und Götze erhöhten bis zur 92. Minute auf 3:1, die Fortuna verschoss freundlicherweise noch einen Elfmeter und dezimierte sich durch ein hartes Foul von Bodzek selbst, er sah Rot. Eigentlich alles klar, doch auf den BVB ist Verlass. Julian Weigl, von Favre seit Längerem als Innenverteidiger aufgestellt, ließ Kownacki erst weglaufen, der traf in der 95. Minute zum 2:3. Dann senste Weigl über den Ball und die Fortuna bekam in der 96. Minute noch zwei weitere dickere Chancen. Arbeitsreiche Momente für Dortmunder Kardiologen waren das. Hätte die Fortuna ausgeglichen, wären die Bayern Meister gewesen, die gegen Leipzig nur unentschieden spielten. So aber wird zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder eine Meisterschaft am letzten Spieltag entschieden. Manche Kinder kennen das gar nicht. Es sind gar wieder Szenen wie 2001 möglich, als Schalke schon feierte, ehe die Bayern sie in der Nachspielzeit noch abfingen. Fragt sich nur, wer von beiden Meister der Herzen sein soll, wenn noch nicht mal jemand richtiger Meister sein will. 

So weit die Ansage der Münchner, dabei blieb es jedoch nicht. Salihamidzic in Richtung des Dortmunder Geschäftsführers: „Herr Watzke hat sich schon letzte Woche bei mir nicht beliebt gemacht. Ich bin kein Fan der großen Schnauze.“ Rückblick: Über einen möglichen Titelgewinn des FCB hatte Bayerns ziemlich bester Feind kürzlich gesagt: „70 Prozent der Deutschen drücken gefühlt Dortmund die Daumen. Wenn die Meisterfeier auf dem Marienplatz stattfindet, kommen 3000 Leute plus 1500 Touristen, die gucken: Was ist denn da los?“

Der Abstiegskampf, der nun keiner mehr ist. Der VfB Stuttgart besiegte die formstarken Wolfsburger erstaunlich deutlich mit 3:0, sicherte sich die Relegation und schickte Hannover und Nürnberg in die Zweite Liga. Das hatte sich schon länger angedeutet, so ab dem ersten Spieltag etwa. Nürnberg kam in die Liga und verzichtete unter dem mittlerweile entlassenen Trainer-Manager-Duo Köllner/Bornemann fast gänzlich auf Neuzugänge, selbst in der Winterpause. Als würde man den Herd aufdrehen und immer wieder die Hand drauflegen. Zwar hatte sich der Spielstil seit dem Trainerwechsel gebessert, doch auch beim 0:4 gegen Gladbach war zu sehen, dass die Franken so nicht in diese Liga gehören. Kein Club hat mit diesem bitteren Ereignis so viel Erfahrung: Es war der neunte Abstieg. “Wir verneigen uns vor Tausenden treuen Herzen, die sich für Rot und Schwarz zerreißen”, stand auf einem Banner, das die Spieler durchs Stadion trugen. Absteigen kann auch gelernt sein.

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Worte, die noch an die psychologische Kriegsführung aus den Kloppo-Jahren erinnern. Es waren die Hochzeiten der Rivalität zwischen Schwarzgelb und Rotweiß, große Schuld daran trugen vor allem Watzke auf der einen sowie Rummenigge/Hoeneß auf der anderen Seite. Gerade Letztere scheinen sich in diesem Jahr aber zurückhalten zu wollen. Auf die Frage, ob er in den kommenden Tagen mit markanten Sprüchen aus Dortmund rechne, sagte Hoeneß nur: „Wenn ihr euch ein bisschen zurückhalten würdet, haben wir eine ruhige Woche. Die Unruhe kommt nur von der Presse.“ Und weiter: „Ich werde sechs oder sieben Tage wunderbar schlafen. Weil ich weiß: Wenn sie so spielen wie heute, so kämpfen, so fighten, sich so reinhauen – dann sind wir am Samstag Deutscher Meister.“

Und bei Hannover blitzte noch einmal auf, was möglich gewesen wäre. Ihlas Bebou und Niclas Füllkrug kehrten zurück, sie waren lange verletzt, prompt wurde Freiburg mit 3:0 abgefertigt. Zu spät. Hinter Hannover liegt eine Saison, in der es Fanboykotte gab, der Präsident erst die Mannschaft, dann den Manager, dann die verschiedenen Trainer rhetorisch abkanzelte, juristische Gutachten und Pressemitteilungen über die Vereinszukunft taten ihr Übriges. So steigt man ab. Hannover kann wenigstens von sich sagen, auf dem Weg dahin keine Pointe ausgelassen zu haben.

Die Rechnung ist ganz einfach: Die Bayern können den Titel nur noch verspielen, wenn sie am Samstag gegen Frankfurt verlieren und die Dortmunder gleichzeitig in Gladbach drei Punkte holen. Bei allen anderen Konstellationen feiern die Münchner Schale Nummer 29 – selbst bei Punktgleichheit nach einem FCB-Remis und einem BVB-Sieg, schließlich ist das Torverhältnis der Roten aktuell um 17 Treffer besser als das des BVB. Der Druck liegt aber nur in München. Watzke sprach es aus. Und Salihamidzic gab ihm schließlich recht: „Wenn wir Meister werden, ist die Saison eine 2+. Wenn wir nicht Meister werden, war es eine Scheißsaison.“ Ehrlich.

Willst du die Bayern siegen sehen, darfst du nicht auf ZEIT ONLINE gehen. Zumindest würde das den Leipziger Tagessieg in unserer Herzchenwertung erklären.

Dortmund provoziert die Bayern im Titelduell

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Nach drei weiteren BVB-Toren durch Pulisic reagiert Kovac und bringt Rafinha für Müller. Nach der Pause scheitert Frankfurts Hinteregger mit einem viermal zurückgenommenen und fünfmal wieder gegebenen Handelfmeter an Manuel Neuers Mittelfuß. Während der siebenminütigen Videobeweis-Phase in München wechselt der leidenschaftliche BVB-Trainer Favre den Stürmer Alcácer ein, der nach drei Abspielfehlern des Gladbachers und künftigen Dortmunders Hazard auf 12:0 erhöht.

Bei Frankfurt geht es um alles, bei Bayern geht es um alles, bei Gladbach geht es um alles, bei Dortmund geht es um alles…ja so ist das.

Wenn ihr euch ein bisschen zurückhalten würdet, haben wir eine ruhige Woche. Die Unruhe kommt nur von der Presse. Und weiter: Ich werde sechs oder sieben Tage wunderbar schlafen. Weil ich weiß: Wenn sie so spielen wie heute (gegen RB), so kämpfen, so fighten, sich so reinhauen – dann sind wir am Samstag Deutscher Meister.

… die Bayern stehen gegen Frankfurt von Beginn an kompakt, sie kommen gut in die Zweikämpfe und setzen den Defensivplan von Trainer Kovac mit Fünferabwehrkette gut um. Der BVB führt durch drei Reus-Tore früh 3:0, aber Bayern bleibt kompakt und lässt sich auch von der Nachricht einer Dortmunder 6:0-Führung (dreimal Götze) nicht verunsichern.

Borussia Dortmund – Die Furcht scheint größer als der Glaube

Herr Watzke nur mal einen Tipp , nehmen Sie mal die Tabelle zu Hand .Dann sehen Sie Bayern reicht ein Punkt .Dann erklären Sie , wie der BVB in Gladbach GEWINNT mit über 10:0. Bayern darf nur nicht verlieren .

Zum Titelgewinn reicht dem FC Bayern nächste Woche ein Sieg gegen Frankfurt, selbst bei einem Münchner Remis müsste Dortmund wegen der schlechteren Torbilanz schon 17:0 in Gladbach gewinnen. Das verspricht wenig Spannung, dennoch blenden wir uns kurz ein in den 34. Spieltag …

Bei Frankfurt geht es um alles, bei Bayern geht es um alles, bei Gladbach geht es um alles, bei Dortmund geht es um alles…ja so ist das.

Bayerns Sportdirektor legt im Fernsehen einen wackeren, aber auch gehemmten Auftritt hin. Beim Thema Niko Kovac zeigt sich seine Unsicherheit – dafür liefert er ein ehrliches Vorab-Saisonfazit.   Von Jonas Beckenkamp

Wenn ihr euch ein bisschen zurückhalten würdet, haben wir eine ruhige Woche. Die Unruhe kommt nur von der Presse. Und weiter: Ich werde sechs oder sieben Tage wunderbar schlafen. Weil ich weiß: Wenn sie so spielen wie heute (gegen RB), so kämpfen, so fighten, sich so reinhauen – dann sind wir am Samstag Deutscher Meister.